Avocadoschale zum Färben und eine Deko-Idee

oder …

Man muss geduldig sein!

 

Letztes Jahr war ich zu spät dran um diesen Link auf Heimatbaum.com, mit einer Anleitung zu gefärbten Ostereiern, auszuprobieren. Doch ich nahm mir für dieses Jahr ganz fest vor, einen Teil meiner Ostereier mit Avocadoschale zu färben.

Zwar war ich im letzten Jahr wenig erfolgreich gewesen Tinten und Malfarbe aus diesen Schalen herzustellen, doch mich ließ die Idee nicht los. Hatte mich doch auch ein anderer Link zum Färben von Stoff mit Avocadoschale auf diesem Blog fasziniert. Mit genug hartgekochten Eiern auf dem Tisch, aus der Testreihe mit Zwiebeln (Link), begann ich lieber damit und hätte vor dem ersten Versuch doch besser die Anleitung gelesen. Zu viel Schale auf zu wenig Wasser macht braun.

 

Der zweite Versuch, nach der Anleitung:

  • Schale einer Avocado
  • 3 Liter Wasser

Alles zusammen aufkochen und köcheln lassen, mit Geduld, dann sieht das Ergebnis tatsächlich so aus … woohooo!

Schade nur, dass der hier verwendete Baumwollstoff diese Knallfarbe nicht behält. Er wird nach dem Trocknen zwischen lachsfarben und altrosa, je nach verwendetem Stoff bzw. Material. In den Sud packte ich versuchsweise Stoffstücke mit unterschiedlichen Materialmischungen und zum Schluss ein Skelett einer Lampionblume (Link).

 

Die Ergebnisse gefielen mir, auch wenn sie farblich nicht ganz so ausgefallen sind, wie im Blog mit der Anleitung beschrieben. Es reichte mir als Motivation auch noch die Ostereierfärbung mit Avocadoschale anzugehen. Aber auf noch mehr hartgekochte Eier legte ich keinen Wert und so probierte ich es zuerst mit ausgeblasenen Eiern. Weil ich auch keine Lust auf Kuchen backen oder eine Nudelproduktion hatte kaufte ich sie (Asche über mein Haupt) und hatte dann das nächste Problem. Diese Eier hatten nur ein Loch und ließen sich deshalb im Farbbad nicht so einfach untertauchen.

Das Ergebnis war leider nicht zart-lila wie im Anleitungs-Blog, sondern ging farblich wieder in Richtung altrosa/lachsfarben. Auch hübsch.

 

Noch ein Versuch

Vielleicht lag es an der erschwerten Taucheigenschaft der ausgeblasenen Eier mit einem Loch, dass es mit zartlila nicht klappte. Die nächsten Eier wurden deshalb wieder mit Inhalt in dem Sud hartgekocht und waren … altrosa/lachsfarben. Auch hübsch.

 

Und nun?

Was mache ich aus all den Läppchen und Eiern?

Alles zusammen ergibt mit ein wenig ummantelten Blumendraht einen …

 

Osterstrauß

 

Heute entdeckte ich zwischen den aus den Läppchen hergestellten „Blüten“ die ersten halb geöffneten Knospen der Apfelbaumzweige.

 

Auf dem Herd köchelt ein allerletzter Versuch. Dieses Mal habe ich in das Kochwasser und zur Avocadoschale einen Teelöffel Salz dazu gegeben, wie es in der Anleitung zum Osterei-Färberezept steht. Nach drei Stunden köcheln und ziehen ist der Sud wieder richtig schön rot. Morgen versuche ich es ein allerletztes Mal. Wenn es wieder keine Zartlilafärbung ergibt liegt es an den Eiern.

Bis die Tage,

Karin

 

 

Woche 39/2017

und …

Prüfungsvorbereitung und ein Deko-Tipp aus Herbstlaub

Ich habe den Eindruck, die Zeit des Verzettelns scheint überwunden zu sein. Wenn es voran geht schmerzen Nachtschichten nicht so sehr.  Zudem ist nach dem Aufstehen die Freude groß, wenn das nachts Geschaffene im Tageslicht immer noch überzeugen kann.

Nach der Rückbesinnung auf frührere Jahre, als das Kinderzimmer für meine Große eher einer Intensivstation ähnelte, erinnerte ich mich an die optimale Zeit zum Schlafengehen, um morgens den Wecker nicht schlachten zu wollen oder ihn gleich völlig zu überschlafen – für mich ist es 1.00 Uhr bis 1.30 Uhr, aber dann muss der Kopf wirklich auf dem Kissen liegen! So klappt es mit dem ausgeschlafen wirkenden, pünktlichen Aufstehen für den Schulalltag. Das Nickerchen nach der Schule muss dann allerdings, im Gegensatz zu Jungmutterzeiten, sein. Das fordert die Natur inzwischen schon auf harten Stühlen ein. Bisher klappten mir nur die Augendeckel auf Sofa und Sessel zu, kaum dass ich mich nach dem Heimkommen hinsetzte. Inzwischen reicht sitzen völlig aus, ob im Wartezimmer beim Arzt, im Lehrerzimmer beim Korrigieren, am Esstisch, …, egal wo.

Doch bevor ich mich wieder vertüdel kommen jetzt einfach ein paar Bilder aus der Woche:

  • meine Sammlung aus den Versuchen mit Pflanzen Malfarben herzustellen ist fast fertig
  • die Testreihe hat sich ganz von alleine auf Färben mit Pflanzen erweitert – zum Auspressen der Pflanzensäfte hatte ich Stoff verwendet
  • zur Dekoration meines Präsentationstischs gibt es „Herbstrosen“ aus Laub meiner Lieblings-Spitzahornbäume – wer sie nacharbeiten möchte (nicht basteln!) schaut hier nach 😉
  • Sammeln, verwenden und Lernen in Einem ist am Besten – Färberhundskamille gesammelt, verarbeitet und die Familie der Korbblütler wiederholt (Zungenblüten, Röhrenblüten, …)

Weil ich wieder einmal nachts die Kraft und Muße hatte etwas auszuprobieren, das sich auf den Präsentationstisch der Abschlussprüfung gut machen würde, gibt es jetzt noch ein Rätselbild. Was ist das? Was habe ich ausprobiert? 😉

Ich hoffe nur, dass nach dem Trocknen das Ergebnis geglückt ist.

 

Jetzt wieder an die Arbeit. Der Tag ist kurz, die Nächte auch.

Viele Grüße und bis die Tage,

Karin

Stühle anziehen

oder …

Bestrickt zum Sitzen einladen!

 

Wer mit Katzen lebt kennt das Problem von ramponierten (Polster-)Möbeln. Mein Junior-Kater zieht seine Fäden zum Glück auf der Unterseite der Sessel im Wohnzimmer. Dafür leidet der Barhocker in der Küche mächtig. Der Kunstlederbezug erinnert durch die krallende Dauerbehandlung von der Haptik eher an Schmirgelpapier. Wer denkt, bei Leder passiert das nicht irrt. Mona, die Katze meiner Freundin, könnte ein Diplom in Krallenperforationstechnik erhalten. Abgesehen davon hat sie noch einen Sprachfehler, der die Kommunikation mit ihr nicht immer einfach macht. Aber dieser zerstört zum Glück keine Möbel, eher …, ähm, ich komme vom Thema ab.

Monas Krallen hatten trotz „Mona, lass‘ das!“ deutliche Spuren auf dem Lederbezug der Stühle meiner Freundin hinterlassen. Zum Wegwerfen oder Ersetzen zu schade wurden die Bezüge erneuert doch Mona leistete in kurzer Zeit ganze Arbeit, die Oberflächen an das Vorher anzupassen. 🙁 Katze eben. Damit vor allem die Rückenlehnen nicht so schäbig in der Landschaft stehen hatte meine Freundin die Idee, diese mit einem Strickbezug zu überziehen.

Die ersten Ergebnisse sahen schon einmal recht gut aus und das Strickwerk hat sich bewährt.

 

Überraschenderweise zieht die Katzendame ihre Krallen trotz verlockendem Fadenwerk ein. Die Bezüge sehen nach einem Jahr immer noch wie neu aus! Mona verspielt dann doch lieber Murmeln und Spielsteine.

 

 

 

 

 

 

 

Türdekoration aus Naturpapier #2

oder …

Blütentüten und echtes frühlingshaftes Blühwerk zum Wochenende.

 

Gut durchgetrocknet warteten die Blütentüten aus Bananen-, Stroh-, Spargel- und Kirchererbensenschalenpapier, über die ich hier berichtet hatte, auf ihre Stengel und sonstige Weiterverarbeitung.

Im Keller fand ich eine alte Türdekoration – Kunsttulpen (ich hasse Kunstblumen, bekomme aber trotzdem immer wieder welche geschenkt) in einem unfertigen Körbchen aus Peddigrohr. Die „Tulpen“ landeten nach einem Ausflug zum Müllcontainer auf meinem „Kamin“ und das Körbchen kam auf den Arbeitstisch. An jede Strebe fädelte ich eine Blütentüte und sicherte sie mit einer Holzperle in gelb, orange oder braun und einem Tropfen Klebstoff.

 

Da mein verwendetes Peddigrohr nicht so stabil war, um zusätzliches Gewicht zu halten, entwickelte sich kein Blütenstrauß. Das Ergebnis, mit all den hängenden Blüten, sah eher traurig aus. Stärkeres Peddigrohr hatte ich keines im Haus. Draht sah nach nichts aus. Schaschlikspieße! Hmm? Nein, viel zu gerade neben dem Papiertütentrauerflor. Hmm? Die Idee kam mir, als mein Abendessen auf dem Herd stand:

  • Holz lässt sich biegen
  • Gebogen wird unter heißem Wasserdampf
  • Heißen Wasserdampf bekomme ich hin

Gedacht und ausprobiert. Topf mit Wasser auf den Herd gestellt. Aufkochen. Dampfeinsatz hinein gestellt und die Schaschlikspieße dazu gegeben. Nach 3o Minuten einzeln aus dem Topf nehmen und so schnell wie möglich um einen runden Gegenstand legen und in dieser Lage fixieren. Beim Biegen der Spieße in kleinen Schritten arbeiten, sonst bricht das Holz, deshalb Zentimeter für Zentimeter an die runde Fläche drücken. Ich befestigte die Hölzer mit Gummibändern und Wäscheklammern, da ich auf die Schnelle nichts anderes zur Hand hatte.

Nach einem Tag hatte ich meine runden Schaschlikspieße und konnte weitere Blütentüten mit Stengeln versehen.

Stengel ab in das Körbchen und ran an die Tür.

DSC_0476

Und drinnen gesellen sich Weidenkätzchen zu den ersten Primeln und sorgen mit ein paar Sonnenstrahlen für Frühlingsstimmung.

Schönes Wochenende!

 

 

Türdekoration aus Naturpapier #1

oder …

Tüten rollen aus allem möglichen, was sich Papier nennen könnte.

Als ich nach Weihnachten die vertrocknete Mistel von meiner Tür abhängte hatte ich tatsächlich vor die Tür einfach nur nackig zu lassen. Schluss mit Türdekoration. Kein Kranz. Kein Gesteck. Nichts. Leer. Minimalistisch. Tür, halt. Fertig. Punkt.

Es brauchte keine zwei Tage bis die erste Nachbarin vorsichtig anklopfte: „Frau B., geht’s Ihnen nicht gut?“. Abgesehen davon, dass es mir wirklich nicht gut ging und mich meine besorgten Nachbarn rührten, hätte ich es total in Ordnung gefunden bis Ostern ohne was Hübsches an der Tür auszukommen. Es ist zwischen Weihnachten und Ostern eh immer schwierig mit Ideen irgendetwas zu dekorieren. Fasching liegt mir nicht und das ganze Valentinstagsgedöns brauche ich auch nicht.

Aber da lag noch der Versuch Papier aus Kichererbsenschalenmatsche herzustellen in der Küche, daneben der aufgetaute Spargelfaserbrei vom letzten Jahr (ich berichtete darüber bei 12 von 12 im Januar 2016). Bevor der, nach all dem Aufwand ihn herzustellen, in den Gammelzustand wechseln konnte, musste daraus das hergestellt werden, wozu ich ihn vorbereitet hatte – Papier. Also rauf auf’s Sieb, gerüttelt, gepresst, getrocknet.

Aber was nun? Was damit anstellen? Naturpapier ist enorm spröde, außer man gibt ihm für kurze Zeit ein wenig Feuchtigkeit. Mit Fingerspitzengefühl! Doch zuerst schnitt ich aus dem Spargelpapier Kreise, denn das Kichererbsenschalenpapier war wie mein Bananen-Wiesengras-Papier eher rund und ich wollte annähernd gleich große und gleich geformte Papierstücke. Vorsichtig befeuchtet brachte ich sie in Tütenform und fixierte die Tüten, falls nötig, mit Wäscheklammern.

Der Unterschied zwischen den Papieren ist gut zu erkennen. Bananenfasern sind immer sehr dunkel. Spargel hat eine goldgelbe Farbe und der Versuch mit der Kirchererbse ergab dieses etwas unebene, helle Etwas (sehr empfindlich, doch am Ende wunderhübsch).

 

Und nun?

Vage, ganz vage, hatte ich am Anfang Blütenkelche vor meinen Augen gehabt, irgendwie an Narzissen erinnernd, ohne eine Vorstellung wie aus dem Zeug zwischen meinen Händen vielleicht so etwas werden könnte.

Nach einem Tag Trocknung füllte sich das Tablett mit einer Reihe an Tütchen und, Dank einer Eichel die gerade so im Weg lag :), war ich gedanklich in meinem Blütenprojekt einen Schritt weiter.

 

 

Fortsetzung folgt!

 

Kissen – gestrickt und gehäkelt

oder …

So geht ein trüber Wintersonntag!

 

 

Der Kissenberg wächst auch wenn ich die Stricknadeln nach dem fertig gestellten zweiten Strickkissen (in dunklem Moosgrün) gegen die Häkelnadel getauscht habe. Im direkten Vergleich sind die gehäkelten Kissen viel stabiler, als die Strickkissen. Dafür sind die gestrickten eher mit Kuschelfaktor ausgestattet. Deshalb werde ich bei Kuschelkissen weiterhin auf gute, echte Wolle Wert legen. Bei den runden, auch für den Boden geeigneten Kissen, ist es dagegen wichtig, dass das Material strapazierfähig ist. Deshalb verwende ich dafür, ausnahmsweise, denn ich mag Plastik nicht so unbedingt, bevorzugt Garn mit einem hohen Anteil an Kunstfasern. Unter anderem schont das auch den Geldbeutel!

 

 

An einem trüben nassen Sonntag geht für mich die Sonne auf, wenn ich mich in meine Sessel kuscheln kann, Kaffee und oder Tee in Reichweite, etwas zum Naschen und eine gute DVD bereithalte, oder eine Freundin zum gemeinsamen Handarbeiten vorbei kommt. So kann die Nadel flitzen.

 

Ein wenig erschrocken war ich allerdings, als ich die neuen Preise für die Innenkissen sah, die ich bisher verwendet habe! Zum Glück hatte ich noch zwei Kissen von der letzten Lieferung übrig.

Fertig und auf DaWanda eingestellt.

 

 

 

Nun geht es erst einmal ein wenig nach draußen. Nachschauen was die Vögel zu ihrem neuen Futterhaus sagen zwitschern. Gestern, am Tag 1 nach dem Aufstellen, war die Irritation sehr groß – Ungetüm in der Einflugschneise. Heute morgen saß dann doch die eine oder andere Meise im Futterhaus. Hauptsache Futter!

DSC_0120 Kopie

 

Mein Adventskalender 2015 von Tag 17 bis Heiligabend

oder …

Tausend Dank an alle Kreativen vom DIY-Adventskalender 2015

Bis zum letzten Tag hat es Spaß gemacht Teilnehmerin an diesem Projekt in Sachen  „tu dir was Gutes im Advent“ dabei gewesen zu sein. Da ich ja wirklich bei Beginn niemanden kannte war die tägliche Überraschung deutlich größer als bei einem Schokokalender, in dem sich die Teilchen gerade mal durch Form und Größe unterscheiden.
Jede und jeder von uns hat sich viele Gedanken ums Geschenk und solch eine Mühe beim Herstellen und Verpacken gemacht! Chapeau!! Fühlt euch alle einmal fest gedrückt, denn ihr alle seid die beste Medizin für mich gewesen, einfach unbezahlbar!

Aber nun für alle, die nicht dabei waren, die kein Päckchen zum Auspacken hatten, kommen nun die letzten acht hübschen Kleinigkeiten.

Tag 17

Kerstin zauberte einen Schlüsselanhänger mit zauberhaften Dalarna-Pferdchen. Diese Art von Aufhängung für den Schlüsselring kannte ich noch nicht und er hat auch schon seinen Schlüssel gefunden! Danke.

 

 

Ich habe bewusst beim Fotografieren das „Tütchen“ von Ulrike, sie hatte uns am 16. mit einem hübschen Gebinde zu Rudolph dem Rentier überrascht gehabt, denn es zeigt beim genauen Hinschauen bei beiden Näharbeiten die Hingabe zum Detail. So sauber möchte ich auch nähen können!

Tag 18

Guido brachte einen neuen Schmuck für meinen Statt-Weihnachtsbaum-Oleander. Sein Stern mit Perlenschweif fühlt sich wohl zwischen dem Grün und den Engeln. Dankeschön.

 

Tag 19

Merle überraschte mit einer genähten Sternenkette. Die Kombination zwischen ihren gemusterten Sternen und meinen aus Pergamentpapier sieht toll aus. Ich liebe Sternenketten! Das ist auch nicht zu übersehen, wenn man unser Schulhaus zur Weihnachtszeit besucht.
Vielen Dank!

 

 

Tag 20

Melanie hat sehr viel Geduld und ein ruhiges Händchen gehabt für diese kleinen, filigranen Sterne aus kleinen Zweigen, von denen ich einen ab bekam! Bewundernswert, wenn ich mir vorstelle wie solch kleine Teile immer wieder weg flutschen bevor sie an Ort und Stelle endlich fest gezurrt sind.
Dankeschön!

 

 

 

Tag 21

Iris‘ Tütchen brachte noch eine Sternenkette, dieses Mal nicht genäht sondern geknotet. So zwischen meinen halbtransparenten Sternen und der gemusterten Kette von Merle gehängt bekomme ich schon wieder neue Ideen für die kommende Weihnachtszeit. 😀 Sehr hübsch wie sich diese Sterne wieder ganz anders im warmen Luftstrom (m)einer Heizung bewegen.
Danke Iris.

 

 

Bevor ich mich jetzt nach dem Fotografieren über meinen Sternensregen einfach nur freuen konnte hatte Katerchen noch etwas mitzureden. Siehe Katzenminiquilt auf dem Fensterbrett – es ist sein Platz!

 

 

Er fand ihn wohl etwas zu „leer“ und holte sich einen der Faltsterne dazu. Angeschleppt, plopp ausgespuckt und …

 

 

… Spielplatz eröffnet! Als ob er keine anderen Plätze zum Spielen hätte und als ob er sonst der Spielertyp wäre! Chewie spielt (fast) nie und wenn kurz, knapp und fertig.

 

 

Nicht heute!
Ich räumte den Hintergrund zum Fotografieren weg (wer will schon geparkte Autos sehen, wenn es um weihnachtliche Sterne geht?), hatte noch die Kamera in der Hand und sah aus den Augenwinkeln … „Chewie“ und drückte auf den Auslöser: Der sonst nicht spielende Kater spielt! Immer noch!

 

 

Mit Hingabe und eigentlich geht er ganz vorsichtig an die Sache heran.

 

 

 

 


Tatsächlich bleiben die Sternenketten heil und hängen noch! 😀
Tatsächlich sind die Sterne inzwischen nicht mehr interessant (für ihn!).

Tag 22 und Tag 23

Passender hätten diese zwei Päckchen nicht verteilt werden können!
Zuerst fiel aus Judiths Päckchen ein weihnachtsmännlicher Eierwärmer und tags darauf gab es von Iris Eier“becher“ in hübscher minimalister Variante aus Perlen.
Zum Thema Erwartungshaltung muss ich an dieser Stelle noch etwas loswerden. Judiths Blog mit Namen judithhaekelt lässt ja eigentlich erwarten, dass aus ihrem Päckchen etwas gehäkeltes purzelt. Denkste! Judith kann auch stricken, Mützen zum Beispiel. Damit hast du, liebe Judith, bewiesen – nichts kommt, wie man denkt! Super.
Danke Iris und danke an Judith.

 

 

Tag 24 und Heiligabend

Das letzte Päckchen ist dran. Irgendwie traurig und doch so schön – EINES geht noch! Uuuuunnnnddd ….

…. tadaaaaaa ….

 

 

Ute gibt uns noch etwas Würze für unsere Festtagsküche mit. Passt super und wird auch gleich eingesetzt! Danke!

Wer jetzt denkt, dass die Strippe an der der Adventskalender mit alle seinen Päckchen hing jetzt schlaff und leer an der Wand hängt, irrt! Freie Plätze wurden mit der Weihnachtspost bestückt!

 

 

Nun muss Kind 2 nur noch ein Geschenk fertig einpacken! Hmm? Vor 10 Minuten war es auch nur eines und dann habe ich helfen dürfen. Jetzt ist immer noch eines übrig 😀 und die Familie ist kurz davor eine Suchmeldung zu starten, wo wir bleiben.

Fertig.
Weihnachten.
Taschen schnappen und los.
Es ist Heiligabend und Abend.
Ich wünsche allen schöne Weihnachten.

Flaschen und Gläser verpacken – simpel und trotzdem schön

oder …

Flaschenverpackungen aufpeppen mit Schleife aka Fliege

Egal zu welchem Anlass verschenke ich am liebsten Selbstgemachtes oder Leckeres aus der Region. Das wird gegessen und getrunken, hat den Flair von Heimat oder süddeutschem Lokalkolorit und hinterher muss nichts mehr verstaut oder abgestaubt werden.

Wenn da nicht jedes Mal die Überlegung wäre: Wie verpacke ich Gläser und Flaschen?

Flaschentüte auf, Flasche rein – nein!
Bei mir kommt keine Flasche nackig in die Tüte, schon gar nicht so ganz alleine. Jede Flasche, jedes Glas bekommt zumindest einen Anzug in Form einer Manschette, ob groß oder klein, dick oder dünn. Vorher sind sie nicht reif für eine Tüte.

Flaschen- / Gläserverpackung minimalistisch

Geschenke in Flaschen und Gläsern 2015, Teil 2 aufgereiht (Teil 1 ist schon verschenkt, Teil 2 geht auf Reisen, Teil 3 ist in Vorbereitung)

 

 

Der Tatort.

 

Der Catwalk.

 

 

Der Catplace als Nebenschauplatz.

 

 

How to do …

 

 

Die Höhe vom Flaschenboden bis zur ersten Krümmung messen.
Papierstreifen zuschneiden, der genügend Länge und Breite zum Umschlagen hat.

 

 

Umgeschlagen und gefalzt werden die langen Seiten und die Klebekante. Die Falze an den langen Kanten gibt Stabilität und es sieht einfach besser aus bei dünnem Papier. Eine gerade Schnittkante sieht bei der Manschette nur bei sehr dickem Papier gut aus.

Die fertige Manschette kann jetzt noch nach Geschmack beklebt und verziert werden. Ich bevorzuge es schlicht:
So viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Aber manchmal darf es (vor allem bei Flaschen) ein wenig mehr sein.

 

Flaschen- / Gläserverpackung aufgepeppt mit falscher Schleife

Noch ein Catwalk.

 

 

Für die Schleifen habe ich keine feste Schablone und ich schneide sie jedes Mal neu, „aus der Hüfte heraus“, wie es gerade so kommt. Für diesen Post wollte ich es dann mal ordentlich machen und prompt schlich sich ein Fehler in die Zeichnung ein. Beim mittleren Verbindungsstück, dem „Knoten“,  habe ich mich vertan. Er muss fast doppelt so breit sein (auf dem nächsten und vor allem auf dem vorletzten Bild zu sehen).

 

 

Der Tatort.

 

 

Alle vier Teile nach den Schablonen zuschneiden.

 

 

Zuerst die Schleife kleben und darüber das Schleifenband.

 

 

Den Knoten um die Schleifenteile legen und NUR das Schleifenband für den Knoten kleben!

 

 

Das Band für den Flaschenhals durch den „Knoten“ schieben und ihn etwas zurecht drücken.

 

 

 

Die Schleife um den Flaschenhals legen, auf die passende Länge kürzen und kleben. Fertig!

 

 

 

Die Korrektur.

 

Ausgehfertige Flasche.

 

Wenn die Schablone fertig ist geht das Schleifenkleben fix voran und macht Spaß.
Auf jeden Fall ist die Freude der Beschenkten doppelt so groß wenn sie solch eine ausstaffierte Flasche aus der Flaschentüte ziehen.

Weihnachtsdorf in klein und schlicht

oder …

Mein Beitrag zum DIY-Adventskalender 2015

 

Ein Haus allein ist ein Einsiedlerhof oder eine Einsiedelei. Bei zwei Häusern kann schon von einem kleinen Dorf gesprochen werden, wenn es sich, laut Wikipedia, um eine Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung handelt. Ein Haus trägt eine Kerze, das andere einen Stern, bedeutet: Arbeitsteilung, also Dorf. Dreiundzwanzig solcher kleinen Dörfchen stellte ich für den DIY-Adventskalender für dieses Jahr her, obwohl ich ursprünglich mit einem ganz anderen Gegenstand teilnehmen wollte.

Als ich Mitte Oktober über die Blogpostreihe 12 von 12 über die Idee zu diesem Kalender buchstäblich stolperte, war ich gerade mitten im Häkelfieber, nach
2012 Häkelkissen
2013 Aufbewahrungskörbchen in Varianten
auch
2013 das Ende der unendlichen Geschichte vom Pullover aus Rosetten
nun
2015 Mützen und diese Kleinigkeit …

 
…, die ich wegpackte, als klar war, dass wir ein gemischtes Team in Sachen Kalender sein werden.

Eine neue Idee musste her! Mitten in den Vorbereitungen zu einem Weihnachtsmarkt. Mein interner Ideen-Pool wie ausgeschaltet. Kein kreativer Blitzgedanke. Da half auch keine Klositzung. Mit meinen Kindern gesprochen. Zum Schluss meine Geheimwaffe wenn gar nichts mehr geht – Mutter fragen, besser, bei Mutter internen Ballast abladen.
Darauf folgte dieser Dialog.
Mutter: „Wieso willst Du was anderes machen?“

Ich mit ungeduldigem Stoßseufzer: „Was soll ein Mann mit solchem Schnickschnack anfangen?“
Meine Mutter: „Verschenken! Ich würde mich über solch ein Teil freuen!
Okaaayyyy, den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden! liebste Mutti der Welt! *

Einen Tag später, im Maschinenraum, beim Vorbereiten für weitere Produkte, die unsere Schüler für den Weihnachtsmarkt herstellten, war die Alternativ-Idee geboren. Wie üblich sägte ich die Reststücke auf gleiche Größe zu und stellte sie in eine der Sammelkisten. Beim Wegstellen schaute ich noch einmal in diese Kiste …

 

… die Rädchen in meinem Kopf drehten sich, ich erinnerte mich an ein Schaufenster das ich fotografiert hatte, klickte mich durch die Fotogalerie in meinem Handy, wurde im Frühjahr des Jahres fündig, zog meine Jacke wieder aus, stellte den Strom für die Maschinen wieder an.

Eine Stunde danach stand der Prototyp fertig vor mir, bereit für eine Begutachtung durch Kollegen.

Zwei Stunden später waren die Sterne fertig und ich war unterwegs um zusätzliches Material zu besorgen.

 

 

Zwei weitere Arbeitsstunden Stunden später standen die kleinen Häuschen mit Dachschräge, Bohrung für Stern und grob geschliffen in der Kiste.


Zwei Schablonen zum Anzeichen etc. hergestellt und ran an die Kreissäge, Bandsäge, Ständerbohrmaschine, Schleifteller und Schleifband und die Kerzenständerhäuschen reihten sich in der Kiste auf.
Stopp, ich vergaß, die Schornsteine sind reine Handarbeit mit Bügelsäge, Feile und Schleifpapier!

 

 

Alles durchsortiert und abgezählt. Es sollte nicht das letzte Mal sein!
 

 

Passende Kerzen organisiert und es konnte an das Verpacken gehen.

 

Bei diesem Teil bekam ich das Gefühl nicht los, dass dieser Teil der komplizierteste und zweitaufwendigste war. Das konnte auch täuschen, doch zum Schluss steckte alles im Karton, nach zwei Mal auspacken und nachzählen.

 

 

 

Leider habe ich aus irgendeinem Grund keine weiteren Fotos von den verpackten Dörfern gemacht. Es ist mir ein Rätsel.

 
 

 

Nachdem mir die Herstellung so viel Spaß gemacht hatte habe ich mich sehr gefreut Freude mit meinen Häuschen machen zu können – mehr dazu auf meinem letzten Blogpost.