Ferien

Woche 22/2018

und …

Unterrichtsfrei mit Auszeit #2

In der Waschmaschine dreht sich die Wäsche. Die in meiner Abwesenheit entstandenen Katerschäden sind, wie die des Unwetteres vor ein paar Tagen, beseitigt. Noch bin ich nicht richtig zuhause angekommen und doch schon wieder im Arbeitsmodus, obwohl vor dem Ende der Schulferien noch das Wochenende liegt.

 

Die knappe Woche am Bodensee im Urlaubsquartier meiner Eltern war schön. Gesundheitliche Beeinträchtigungen hatten sie beinahe abgehalten diese Reise zu unternehmen. Ich hätte sie auch gebracht, da ich weiß wie gut es ihnen abseits vom Feinstaubklima im Großraum Stuttgart geht und wie wohl sie sich dort fühlen. Doch sie schafften die An- und Abreise richtig gut alleine. Das Quartier am Bodensee ist nach vielen Besuchsjahren ihr zweites Zuhause und so begrüßte sie die Vermieterin: „Willkommen daheim!“. Deshalb werde ich meinen Eltern so lange es geht diese Urlaube ermöglichen, auch wenn sie nicht mehr alleine anreisen können. Ich bin froh sie noch zu haben.

Neben der Gemeinsamzeit mit den Eltern war mein Plan die freien Stunden der Tage zum Laufen, Freunde, Bekannte, Plätze besuchen zu nutzen, die ich lange nicht mehr gesehen habe oder immer schon besuchen wollte. Allerdings änderte ich schon bei der Anreise die Wegstrecke, fuhr nicht direkt, sondern wie fremd gesteuert, zuerst an meinen allerersten Dienstort. Selbst nach beinahe 38 Jahren fuhr ich die Strecke, sogar quer durch die Pampa des Klettgaus, bis ins letzte Eck am Hochrhein ohne Karte und Navi. Die Geister die mich riefen überfielen mich schon beim ersten, fast unveränderten!, Anblick vor dem Ortsschild, dass ich erst einmal anhalten musste. Noch keine 22 war ich als echtes Stadtkind hierher verpflichtet worden, mit einer Menge an ökologischen, sozialen, frauenpolitischen Idealen im Gepäck und war im oberkonservativen Outback voll aufgelaufen.

Ich fuhr tatsächlich, selbst nach so vielen Jahren, in den Ort ein wie damals mit meinem blauen 2CV4, den ein chinesischer Drache auf der Motorhaube zierte, wie der gestickte auf meiner Jeans. Man beäugte mich schief, schräg, egal wo ich mich im Ort aufhielt, damals wie heute. Die Stiege zu meiner damaligen „Wohnung“ existiert noch genauso wie der braun lackierte Briefkasten. Noch einmal lief ich bei dieser Tour in die Vergangenheit entlang meiner alten Strecken zur Schule und zum Laden vor Ort (den ich in guter Erinnerung behalten werde) und hake nunmehr dieses Kapitel in meinem Leben endgültig ab.

Viel schöner fiel der Weg, die Strecke Richtung Bodensee, aus. Entsprechend meines Retro-Wegs fuhr ich den ersten Teil so, wie vor vielen Jahren nachhause – erst durch Eglisau und Rafz in der Schweiz, dann durch Lottstetten und Jestetten in Deutschland und weiter durch die Schweiz über Neuhausen und Schaffhausen. Allerdings bog ich auf dieser Tour nicht in Richtung Norden ab, sondern fuhr am Rhein entlang Richtung Büsingen (da ich ja nicht Richtung Stuttgart wollte, sondern Richtung Konstanz). Hierher zog es mich allerdings oft in meiner Lehrerinnenanfangszeit. An dieser Stelle saß ich oft mit den Gedanken den Bettel einfach hinzuschmeißen, oder mir alternativ, eine Wohnung in Schaffhausen zu suchen.

Dieses Mal, Jahrzehnte später, saß ich mit ähnlichen Gedanken hier. Ich mache mir Gedanken wie ich meine letzten Jahre im Schuldienst gestalten oder steuern kann, um nicht noch mehr Federn, oder mich verbiegen zu lassen.

Lieber genieße ich überschaubare Wege und schöne Aussichten, im Urlaub wie im Alltag.

Bevor der Alltag nächste Woche losgeht jetzt noch ein paar Eindrücke aus der vergangenen Woche, in der ich mich x-fach verfluchte ohne das richtige Objektiv unterwegs gewesen zu sein. So hat der Haubentaucher links einen Fisch im Schnabel, den ich eben ohne richtige Hardware nicht so einfangen konnte, wie ich es gerne gehabt hätte.

Vollmond und Unwetter über der Mainau waren beeindruckend, wie der morgendliche Eindruck.

Wie erwartet waren es viel zu wenig Tage, denn es reichte nur für einen Freundschaftsbesuch. Der galt einer meiner Kräuterfrauen aus der Ausbildung, die auf der Höri wohnt. Zusammen liefen wir entlang des Rheins nach Stein und besuchten die frisch restaurierte Klosteranlage St. Georgen mit seinem wunderschönem Kräutergarten.

In den anderen Tagen probierte ich das Bodenseeticket aus und bin nun ein Fan der Thurbo, der Schweizer Regionalbahn die entlang des Bodensees verläuft. Das Ticket ist ein lohnendes Angebot um rund um, oder auch mal über den See von A nach B, und ins Umland, zu kommen.

Interessant fand ich das Schulmuseum und das Zeppelin-Museum in Friedrichshafen, schön die Macke-Ausstellung in Lindau und in Konstanz verblüffte die ausufernde Sammelleidenschaft eines früheren Stadtrates im Rosgartenmuseum. Erholsam waren die Spaziergänge am Wasser, sofern ich ans Wasser kommen konnte.

 

 

Für mich selbst schaffte ich wieder ein paar Abschnitte meiner Mission Deutschland-rundherum auf Nebenstrecken, überquerte den Rhein zu Fuß in Laufenburg in die Schweiz und in Weil am Rhein ging es über die Dreiländerbrücke nach Huningue in Frankreich.

Jetzt schaue ich noch was in der Bloggerwelt in den letzten Tagen so geschehen ist bevor es ans bügeln und an die unerledigte Post geht. Eigentlich sollte ich noch auf meinen Blogseiten ein paar Reparaturarbeiten erledigen, da das Cookie-Informations-Plugin nur noch auf Safari arbeitet. Ärgerlich, doch das muss warten.

 

Bis die Tage,

Karin

Woche 21/2018

und …

Unterrichtsfrei mit Auszeit

Die über die Schulwochen angewachsene Liste der zu erledigenden Aufgaben (andere nennen das To-Do-Liste, ich nicht) erwies sich zäh in der Erledigung. Der Hauptgrund – einfach keine Lust dazu. Gibt es doch so viel angenehmeres zu tun, als den Keller aufräumen, an der Steuererklärung sitzen, die Datenschutzerklärung in die Reihe bringen, Katzenklo grundreinigen, Fortbildungsmaterial richten, Noten ausrechnen, …

Unschwer zu erkennen, zwei Übel habe ich erledigt bekommen. Ein drittes Übel brachte ich am Dienstag ins Gesundheitsamt. Auf irgendeinem Weg hatte ich am Wochenende ein völlig ungeeignetes Spielzeug für meinen jüngeren Kater in die Wohnung gebracht. Das woher konnte ich nicht wirklich ergründen, aber die Art des Mitbringsels, dank Google, schon: Haemaphysalis longicornis (vermutete ich zumindest nach den gefundenen Bildern, mit dem Fazit: Google weiß auch nicht alles!). Noch nie davon gehört, noch nie ein solches Wesen gesehen und auch auf dem Amt waren alle überrascht. Es ist eine Zeckenart, die hier eigentlich nicht vorkommt. Ende der Woche kam dann die Entwarnung – keine von diesen asiatischen Alien-Zecken und auch frei von unerwünschten kleineren Nichtlebewesen. Bilder zeige ich auf hierundfort.

Wenn schon in der Innenstadt besuchte ich endlich wieder einen meiner Blickwinkel, denn bis zum Monatsende und dem 12tel-Blick liegen nicht mehr allzuviele Tage. Sonnenschein und die freie Zeit verlockten zu einer kleinen Sünde.

Herrlich fühlen sich die Momente an, wenn die Seele und der Kopf im Einklang sind, gemeinsam munter eine Melodie vor sich hin summen und kein Störgeräusch von innen durch die Ohren pfeift. Für ein paar Momente keinen Druck zu fühlen ist so unbeschreiblich schön und wertvoll.

Im Schulgarten traf ich immer wieder meinen Kollegen aus der benachbarten Schule, der, wie ich, in seinem Gartenteil nach dem rechten schaute. Neben gießen, Pflanzen hochbinden, Unkraut im Zaum halten kam es zu viel Austausch in aller Ruhe.

Der nächste Stress kommt bestimmt, und er kam, unter anderem in diesen Formen:

Meine Mutter hatte eins ihrer wichtigsten Medikamente vergessen in den Urlaub mitzunehmen. Problem gelöst.

Zahnarztbesuche sind nötig, gehören zudem ebenso wenig zu meinen liebsten Unternehmungen in den Schulferien, wie Schreibtischtätigkeiten.

Musste doch zum Wochenende unbedingt noch das Paket mit den Belegen zur Prüfung der Jahresabrechnung der Wohnungseigentümer kommen! Damit ich es nicht mehr sehen musste wurde es bei einer anderen Mit-Prüferin zwischengeparkt. Puh!

Irgendwann konnte ich mich auch in den Stau stellen für einen kurzen Tapetenwechsel, mit etwas Seele baumeln lassen und im wahrsten Sinn des Wortes bemuttert zu werden. Ich besuchte meine Eltern an ihrem Urlaubsort um mit ihnen zu feiern.

Sechzig Jahre verbrachten die beiden inzwischen zusammen und diesen speziellen Hochzeitstag wollte ich mit ihnen gemeinsam verbringen, es ihnen schön machen.

 

Zuhause darf sich die expandierende Baustelle – wie vermutet ist jetzt eine weitere Zufahrtsstraße in das Wohngebiet, in dem ich wohne, bis Ende Oktober gesperrt worden – ohne meine stille Teilhabe weiter entwickeln. Einzig positiv daran ist, es gibt keinen Durchgangsverkehr mehr. Der Geräuschpegel hat sich dadurch am Wochenende deutlich gesenkt. Unter der Woche ist er, durch die Zunahme der Baustellentätigkeiten, allerdings gleich geblieben.

Zumindest für die Fußgänger wurde auf der linken Seite ein Gehweg offen gehalten. Irgendwie müssen die Schüler ja in ihre Schulen kommen ;-).

Erich ist das alles egal. Dank seiner Tätigkeiten ist das Futterhaus bald Geschichte, oder auch eine Baustelle.

 

Nicht hängen lassen!

Und bis die Tage,

Karin

Woche 14/2018

oder …

Woche #2 der Osterferien

Wie vom Wind verweht sind die zwei Ferienwochen rund um Ostern vergangen. Um zwei Ferientage tu ich mir selbst etwas leid. Ich wartete vergeblich auf ein angekündigtes Paket, das an meine Adresse umgeleitet worden war. So etwas biete ich nie wieder an! Schließlich landete das verflixte Teil ganz woanders. Hmpf. Ich fühlte mich in etwa so, wie dieser junge Mann 😉 …

Statt etwas zu unternehmen, was sich wirklich wie Ferien anfühlt, mistete ich diverse Schränke aus. Doch auch wenn ich mich von jeder Menge getrennt habe, die Schränke ordentlich aufgeräumt wurden, blieben zwei Haufen übrig, die sich irgendwie nicht einräumen lassen wollen. Da ist das halb fertig genähte Kleid, ein angefangenes Strickwerk, eine Bluse von der ich vor Ewigkeiten den Schnitt kopieren wollte, … . Wenn ich diese Dinge wieder einräume vergesse ich sie dort garantiert wieder. Eigentlich gehört das Zeug weg und normalerweise trenne ich mich ohne große Probleme von solchen Restposten. Doch ab und an bleibt so ein Ladenhüterhaufen liegen, in der Hoffnung er erledigt sich von selbst oder tritt sich fest. Kennt ihr das auch?

Donnerstag begannen die Frühjahrsmessen in Stuttgart und ich ging gleich am Eröffnungstag hin. Neben der Kreativ verteilten sich in neun Hallen eine ganze Reihe anderer interessanter Messen. Bei den Ständen der Mineralien, Fossilien, Schmuck muss ich meinen Geldbeutel immer ganz tief in der Tasche versenken. Publikumsmagnet ist die Slow Food Messe – Markt des guten Geschmacks. Bei all den tollen Angeboten zum Probieren und Kaufen entschied ich mich für die schlechtesten Kartoffeln mit Quark, die ich je gegessen habe. Wäre ich doch bei meinem üblichen Proviant, Apfel und Ei, geblieben. Yuck!

Die Kreativ enttäuschte mich ein wenig, oder anders ausgedrückt, ich wurde mit meinen Interessen dieses Mal dort nicht wirklich fündig. So hatte ich mehr Zeit für die Halle mit Garten outdoor und ambiente. Vieles entspricht nicht meinem Stil und ich stellte mir immer wieder die Frage, wie das eine oder andere nach ein paar Jahren, Wind und Wetter ausgesetzt, aussehen wird. Mir gefielen einfach die vielen neuen Ideen Gärten einzurichten.  Ich lief aus dieser Ausstellung nur mit ein paar Samentütchen aus der Hand heraus ;-).

Lohnenswert fand ich die Ausstellung FAIR HANDELN. Nachhaltigkeit ist inzwischen in den Unterrichtsfächern der Schulen verankert, nur nicht in den Köpfen vieler angekommen.

Neugierig machte zum Beispiel der Stand ifixit. Dort wurden nicht nur Tipps zum Reparieren von Elektrogegenstände gegeben. Zuzusehen, wie zum Beispiel ein Toaster repariert wurde ließ einige Messebesucher stehen bleiben.

 

Einen echten Urlaubstag, der sich wie Ferien anfühlte, gab es dann zum Abschluss. Es ging für einen Tag ein paar Stunden raus aus dem Ländle. Über ganz viele Nebenstrecken brachte ich meine Mutter ins Allgäu in eine Seniorenfreizeit.

Wenn schon, denn schon dachte ich mir und gestaltete die Rückreise mit einer Reihe kleiner Umwege, vorbei an Ortschaften mit witzigen Namen zuerst ans schwäbische Meer, nach Lindau.

Den Sonnenuntergang wollte ich, wieder in Ba-Wü, am Federsee erleben. Den verpasste ich zwar ganz knapp, doch die Ruhe am See war herrlich! Wobei Ruhe anders definiert werden muss. So viele unbekannte, laute Tiergeräusche habe ich schon lange nicht mehr gehört! Das laute Platschen eines Biebers, der vor mir ins Wasser sprang, war ein völlig neues Erlebnis.

 

 

 

Bis die Tage (nächste Woche ist wieder der 12te!),

Karin

 

Nachtrag:

In dieser Woche jährte sich die Scheidung vom Vater meiner Kinder zum zwanzigsten Mal. Wie die Zeit vergeht!

 

Woche 36/2017 – die letzte Ferienwoche

oder …

Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und eine alte (Schul-)Tasche aufgepimpt!

Montagmorgen entschied ich, nach einer unglücklichen Bewegung, kein abschließendes Resümee zu den großen Ferien aus meiner Sicht zu schreiben. Beim Nasespülen reichte eine falsche Bewegung beim Griff nach einem Handtuch und die Hexe hatte zugeschlagen – kein Wunder nach fünf Wochen ohne Sport. Ist so, das Leben geht weiter, auch mit Aua und überhaupt.

In der Schule tut sich einiges, inklusive ersten Sichtungen des Klassenzimmers und meiner Fachräume (steht noch alles so wie es soll nach der Partnerstadtolympiade?), Treffen mit Kollegen, der ersten Konferenz, … und einer schönen Überraschung in meinem Klassenzimmer. Damit, dass in meiner restlichen Lehrerlaufzeit die Fenster repariert werden rechne ich nicht mehr, aber was da gerade eingebaut wird gefällt mir auch recht gut, bringt meine Augen zum Leuchten – blink – und die meines Teamkollegen auch. Ich werde berichten.

Der erste Schulbesuch vor dem Ferienende beinhaltet eigentlich:

  • die Rückkehr der Schultasche in die Schule, wo sie auch den Rest des Schuljahres bleiben wird – Schultasche eben
  • den Auszug der Kaffeetasse aus der Spülmaschine, denn nach fünf Wochen in dieser ist sie entseucht genug für das kommende Schuljahr
  • den Arbeitsplatz im Lehrerzimmer einrichten, nach Plan, denn vor Schuljahresende habe ich mir eine Liste (WOHIN habe ich WAS hingeräumt?) in den Schrank gehängt – wer jetzt sagt: „Voll, die Lehrerin!“ bekommt Haue, echt!
  • nette Gespräche mit lieben Kolleginnen und Kollegen, anfangs noch entspannt
  • den Erhalt vom neuen Stundenplan, wodurch sich die Gespräche etwas unentspannter entwickeln
  • so eine Art Warmlaufen in die Schulroutine
  • und die Lektüre diverser Schreiben des Kultusministeriums inklusive des Briefs der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn – im Ernst, ich fand das Gespräch mit unserem Ex-Kultusminister, das ich im Laufe der Ferien führen konnte (Facebook-Freunde haben eventuell das Bild gesehen) konstruktiver und motivierender

 

Zuhause brachte ich ein paar Ferienprojekte zuende, wie das vermaledeite, prüfungsrelevante Herbarium für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Es könnte noch ein paar Fotos vertragen, oder ein paar Texte, aber nee, Ende Gelände, Schluss, aus, fertig, babbela. Bilder davon gibt es ein anderes Mal. Ist schon ganz schick, und anders als die anderen, geworden und alleine schon deshalb ein paar Bilder wert.

 

Das Patchwork-Projekt für das Baby einer Kollegin ist fast fertig genäht und benötigt nur noch ein paar Stiche zum fertigen Quilt. Auch von diesem Werk gibt es erst später Bilder. Erst muss es verschenkt sein, sonst ist es ja keine Überraschung mehr, oder? Alternativ biete ich ein paar Eindrücke vom Nähen mit Kater und unserem Kampf um den Besitz des Nahttrenners! Angus liebt genau DIESES Teil heiß und innig. Wenn ich es nicht in einer Schublade verstecke findet er ihn! Wenn ich ihn in der Hand habe möchte er ihn! Dieses Mal nähte ich ihm beinahe in die Pfote!

 

Und dann stand ich vor meiner in die Jahre gekommenen Frühstücks-/Laptop-/Irgendwas-Transporttasche, die mich eigentlich bis zu meiner Pension hätte begleiten sollen. Es ist zweifelhaft ob dieser Schulterriemen noch sieben Jahre durchhalten wird. Dazu haben die Kater einigen Schaden an der Oberfläche angerichtet, nachdem sie die Tasche als Ersatzkratzfläche benutzt hatten. Sie bröselt an einer Seite mächtig.

Neue Tasche kaufen? Nee, nicht wirklich!

Alte Taschen gesichtet und eine gefunden, die ich, ursprünglich auf einem Afrika-Markt gekauft, auch schon als Proviant- und Notenlistentransporttasche verwendet hatte. Viel benutzt hatte sich in ihr das Futter in der Tasche begonnen an den Nähten aufzulösen und nach einigen Auslaufunfällen von Tee, Saft & Co. waren etliche Flecken unappetitlich nicht mehr zu übersehen (die Fleckenseite zeige ich hier nicht, das Szenario darf sich jeder selbst ausmalen). Von außen immer noch intakt konnte ich mich jedoch nicht von ihr trennen. Deshalb hing sie lange im Keller, bis jetzt. Einmal umgedreht erschien mir eine Wiederbelebung, ein Upcycling, machbar. Katerchen stimmte mir zu.

Futter gesichtet, rausgetrennt, Muster leicht verändert auf einen eigentlich ungeliebten Stoffrest übertragen, zugeschnitten, genäht und voilà … wie Phönix aus der Asche ist das alte Provianttäschchen neu belebt. Jetzt noch das Futter am Rand und am Boden festnähen, einräumen, Equipment (Schlüssel und Haarspange) anpinnen und Montag kann es losgehen.

Bei diesem Nähwerk benutzte ich zum ersten Mal Nähclips und ich finde sie ideal für gerade Nähte. Schwupps dran und genauso schnell wieder entfernt. Einziger Nachteil: Angus mag sie auch! Hmpf!

 

Mit dabei mein neuer Leererkalender (kein Schreibfehler) mit Foto von mir auf dem Einband. Es ist das siebte Exemplar aus diesem Verlag, das mich nun ein Jahr begleiten wird. 2014 hatte ich über diesen etwas anderen Kalender schon einmal berichtet (Link zum Blogpost).

 

 

Für die Baden-Württemberger Schulkinder und Eltern: Guten Start ins neue Schuljahr!

Ansonsten, alles Gute und bis die Tage,

Karin

 

Woche 35/2017

oder …

Sommer konservieren in der fünften Ferienwoche

Kaum zu glauben, aber im REWE stehen schon die Spekulatius, Christstollen und anderes Weihnachtsgebäck. Dabei hat Ba-Wü noch eine Woche Sommerferien!

Was die Woche so brachte (ein Ausschnitt):

  • Essig-Variation täglich wenden
  • Kornel-Kirschen und Weißdornfrüchte in Alkohol angesetzt. Dabei darauf geachtet: Nie wieder Trollinger! und Spätburgunder beim Weißdorn verwendet!
  • Tomaten für Gelee entsaftet, die restliche Pulpe kommt mit in die Tomatenmarmelade
  • Kräuter in Salz verarbeitet (Liebstöckel und Estragon)
  • Kater erduldet, wobei mir der junge Wilde momentan zu still ist
  • die Vögel zum Baden eingeladen
  • und entdeckt, dass zwei Eichelhäher die Futterstelle besuchen!

 

 

Soviel für heute, denn ich muss möchte noch zum Sonntagsspaziergang aufbrechen, der mich wohl nur zur Straßenbaustelle führen wird. Dicke graue Wolken ziehen auf.

Bis die Tage,

Karin

Woche 34/2017

und …

Ferienwoche vier

Keines der geplanten Vorhaben erledigt zerrinnen die Ferientage langsam dahin. Geduldig ziehe ich das postoperative Programm, Nase spülen, tropfen, cremen, weiterhin durch und verliere langsam, seit Mitte der Woche, das Gefühl einen Schlag ins Gesicht bekommen zu haben. Tatsächlich bekomme ich endlich besser Luft durch die Nase, doch bitte nicht bücken oder in der Sommersonne aufhalten. Das kann noch dauern sagte mir der Vertreter des Vertretungsarztes. Ich habe ja noch zwei Wochen Ferien. Super.

Positiv denken hilft enorm, wenn …

  • das älteste Bruder-Kind auf seinem Festlandsbesuch bei Tante (mir!) und Großeltern vorbei kommt
  • ein Gewinnerpäckchen bei der Post liegt 😀 😀
  • frau sich in Kreativitäten ohne Sinn und Verstand verlieren kann
  • ein einfaches Blumenfeld glücklicher macht als ein Einkauf beim Künstlerbedarf
  • das Ferien-Trost-Ersatz-Geschenk, das ich mir selbst gönnte, mir wirklich Spaß macht
  • der Documenta-Besuch in Kassel endgültig gecancelt ist und ich mich dafür im September für ein kurzes Wochenende woanders einmiete
  • noch Ferien sind und eine ganze, echte Ferienwoche noch zu erwarten ist.

Nicht positives gab es zwar auch, aber inzwischen habe ich wieder genug Kraft mistige Erfahrungen in die Tonne zu drücken, bevor sie sich in der Seele festsetzen.

Da erinnere ich mich doch lieber ganz kurz an die letzten drei Documenta-Besuche, Seelen-Manna, von 2002, 2007 und 2012.

2002 war ein Versuch, ob ich es schaffe ganz alleine unterwegs sein zu können. Ich konnte! Das war der Beginn meiner Allein-Reisen und gerne hätte ich dieses Jahr ein Gläschen darauf getrunken, mit Blick auf die Rahmenkonstruktion, die Bestandteil meiner allerersten Documenta 1977 war. Trinke ich halt ein Schlückchen mit Blick auf alte Fotos.

2007 bloggte ich noch nicht, aber ich fotografierte wieder. Unvergessen die roten Bänke am Fridericianum und die Bilder der parallel laufenden Caricatura V. . Seitdem möchte ich auf dem Schulgelände rote Bänke haben. Für den Schulgarten wartet die rote Farbe im Werkraum um auf die, frisch vor den Ferien geschliffenen, Bänke zu kommen. Ich kann auch geduldig sein! 😉

 

2012 begleitete mich eine Freundin und ich bloggte inzwischen schon, auch von dieser Reise, von der Unterkunft im Knast-Hotel und meinem Resümee zur dOCUMENTA 13.

 

Zurück zu dieser Woche, der vierunddreißigsten

Eigentlich begann die Woche so wie die letzte, mit einem Ausflug nach Filderstadt-Stetten. Nur bog ich statt zum Künstlerbedarf in die andere Richtung ab, zur Freude meines Auges und Geldbeutels. Auf ein Blumenfeld zum Selberschneiden schienen gerade in diesem Moment ein paar Sonnenstrahlen, die es herrlich beleuchtend ins Szene setzte.

Über mir startete ein Ferienflieger nach dem anderen (großer Seufzer), vor mir tummelten sich die kleinen Flieger beim Anflug und Abflug. Und ich war ohne Konstanze unterwegs, da beide Akkus leer waren. 🙁 So musste das Mobiltelefon herhalten.

 

 

Das Gewinnerpäckchen

Auch mal was zu gewinnen, ist eine feine Sache! Ich gewinne so selten etwas, dass ich alle Gewinne noch an einer Hand abzählen kann. Also bitte jetzt nicht den Spruch: Glück im Spiel, Pech in der Liebe!, ich bin der Gegenbeweis. Lieber zähle ich meine Gewinne auf, die taugen Welten mehr:

  • eine Reliefkarte von Baden-Württemberg – die bekam ich in der 3. Klasse 1967 und war damit der King die Queen in der Klasse!
  • einen Star Trek-Wecker, der mit „Beam me up, Scotty“ weckt  in den 1990er Jahren – wenn ich nur wüsste, wo ich das Teil hingepackt habe
  • eine Nadel zum Nadelbinden, bei Anne spinnt oder war es Nadelbinden? Egal beide Blogs sind von Anne und bei ihr gewann ich die Nadel, die ich in Ehren halte. Irgendwann blicke ich auch diese Technik.
  • und nun dieses Päckchen von Merle alias fraumasulzke – hach, was habe ich mich gefreut!! Katerchen auch. Ihm gefällt vor allem die kleine Beilage mit der Feder, die mir aber auch gefällt und meine ist! Ist dem Burschen wurscht. Er findet jedes Versteck, bis jetzt. Vielleicht sollte ich den Fadentrenner, das bisherige Dauer-Versteckspiel-Utensil wieder etwas sichtbar machen, damit er mir die Feder wieder überlässt?

Leider bin ich, trotz beigelegtem Sofort-Losleg-Material, noch nicht zum Ausprobieren einer der Anleitungen dieses sehr schön gestalteten Buchs gekommen. Zuerst wollte ich die Quatsch-Punk-Werkelei aus unmöglich zusammengewürfelten Bestandteilen, auch aus dem Haus Masulzke, vom Tisch bringen. Ist sie auch, beinahe, leider zuerst durch Katerchen (die mitverwendeten Federn waren schuld!), so dass ich jetzt wieder reparieren muss. Hier erst einmal die verwendeten Zutaten:

 

Das Geschenk für mich

Lange hin und her überlegt und gerechnet gab es nun, endlich, ein neues Objektiv für Konstanze (meine Kamera – BegleiterInnen müssen einen Namen haben). Für meine alte Spiegelreflexkamera habe ich zwar schon eine Makrolinse, die auch auf den neueren Modellen verwendet werden kann, allerdings ohne elektronischer Unterstützung. Die ersten Testbilder natürlich wieder in katerlicher Begleitung, dieses Mal jedoch von Chewie.

 

Blümchen vom Schwiegersohn gab es beim kleinen Familien-Lunch am Wochenende.

 

Zum Wochenabschluss, noch mit Tränen im Auge, dass der Besuch unseres ältesten Engländers schon wieder vorbei war, entfaltete sich wieder eine neue Blüte an meiner Passionsblume. Es ist die siebte in diesem Sommer!

 

Ganz zum Schluss, beinahe schon vergessen, doch noch ein Zitat eines Politikers, das ich die Woche in der taz zu Lesen bekam, in einem Interview mit Joschka Fischer:

„Man kann in Deutschland nicht einfach sagen: »Make Germany great again.« Großdeutschland hatten wir, war keine gute Idee. Man kann auch nicht sagen: »Let’s build a wall.« Hatten wir auch, war auch keine gute Idee. Ein paar Dinge sind hier in diesem Land halt anders und sich dessen bewusst zu sein, finde ich für die Gestaltung der Zukunft sehr gut.“

 

 

Allen LeserInnen wünsche ich einen schönen Sonntag und eine gute Woche.

Bis die Tage,

Karin

 

 

Wer jetzt noch ein wenig von mir weiter lesen möchte, auf meinem Reise-/Fotoblog gibt es einen neuen Blogpost:

Ost-Island #1

Woche 33/2017

oder …

die dritte Woche der Sommerferien

Halbzeit der Ferien, meine Arzttermine brav wahrgenommen, das Therapieprogramm eingehalten und es genossen, ansonsten, in den Tag leben zu können. Klar dreht sich die Waschmaschine und ich begleite den Staubsauger, bringe den Müll in den Container, sortiere Wertstoffe wie im Arbeitsalltag auch, inklusive Aktionen von denen ich eigentlich (noch) Abstand nehmen soll. Egal. Es sind Ferien. Der Wecker meldet sich nicht um 5:50 Uhr. Es ist völlig egal wann ich ins Bett gehe. Total egal. Das freut die Nachteule in mir und ich mich mit ihr!

Was macht man sonst so in den Ferien, oder im Urlaub?

  • Essen gehen – habe ich, mit Tochter
  • ins Café setzen – gemacht
  • Buchläden besuchen – auch mal wieder, gleich mehrfach
  • Zeit zum Zeichnen genommen – könnte mehr sein
  • Geld ausgeben für Dinge, die man nicht wirklich benötigt – musste sein
  • Schläfchen zwischendurch – es gab Zeiten, da meinte ich niemals dazu in der Lage zu sein. Von wegen!

Einfach mal gar nichts tun, in den Himmel schauen, den Vögeln oder den Hummeln zuschauen, Leute beobachten (tut man ja eigentlich nicht) – herrlich.

Dazu sieht die Küche, mit all den Kleinigkeiten die ich ausprobiere, immer wieder aus wie ein Schlachtfeld. Herrlich. Pflanzenfarben verursachen teilweise eine ordentliche Sauerei. Hauptsache es macht mir Spaß.

Zum Glück gibt es zum Ausweichen noch die Schulküche. Dort lassen sich Kräuter und Blüten gerade jetzt in den Ferien besonders gut trocknen, denn Flächen zum Ausbreiten gibt es genug.

 

Auf meinem Balkon fermentieren Brombeerblätter für den Tee, den ich Weihnachten wieder verschenken werde. Nach drei Tagen duftet er schon ganz gut, nur fehlt noch etwas die dunkle Farbe.

Die dunkle Farbe fehlt auch in den Tusche-/Tintenansätzen mit Bananenschale und rostigen Nägeln, Schrauben und ähnlichem. Selbst nach zwei bis drei Monaten geduldigen Wartens ist mir das Ergebnis noch nicht dunkel genug, dafür müffelt das Zeug ordentlich. Yuck! Doch ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein.

Zum Entmeucheln gab es etwas Lavendel auf das Papier mit der Farbprobe, was hoffentlich wirkt.

Traurig vor der zurückgeschnittenen Kornelkirsche stehend, erntebereit mit Obstschalen, sprach mich ein Vater mit drei Kindern an: „Blöde Männer, einfach ‚dzzzd‘ weg!“ um dann etwas mit dem ältesten Kind in einer mir unverständlichen Sprache zu sprechen. Sie erklärte mir dann, dass Gärtner die Büsche geschnitten hätten, aber am Spielplatz – es folgte eine sehr genaue Beschreibung, hinter der Wippe stehen Büsche und zwischen zweien steht eine Mauer, usw. … und dahinter … – gäbe es ganz viele und viel bessere Kornelkirschen. Zum Beweis zeigte mir der Vater seine Ernte. Tatsächlich fand ich den Baum! 😀 Fehlt mir nur noch ein Rezept.

Nur zum Nähen kam ich noch nicht weiter. Der Babyquilt liegt immer noch halbfertig an der Nähmaschine. Es sind ja noch drei Wochen Zeit bis zum Schuljahresbeginn 2017/18.

Das Lernen für die Prüfung schiebe ich vor mir her, wie früher. Manches ändert sich wohl nie. Mit den Vorbereitungen zu meiner prüfungsrelevanten Präsentation sieht es besser aus. Die Idee ist fertig im Kopf, einige Bestandteile in Vorbereitung, zudem kombiniere ich diese mit den Inhalten meiner Kräuterwanderung. Wenn ich schon nicht in den Urlaub fahre nutze ich die freie Zeit jetzt, damit ich das Paket vielleicht schon zu Ferienende für den Tag X bereit stehen habe. So hat meine OP und der lange Weg zur Genesung ihr Gutes.

Und was die Woche sonst noch brachte:

  • Dirty Dancing wurde 30 und meine Nichte 15 Jahre alt – letzteres war ein Grund um zum Boesner (Großhandel für Künstlermaterialien) zu fahren. Wie immer war es enorm schwierig nur das einzukaufen, was auf dem Zettel stand. Ich widerstand lange, auch dem Bildband über den chinesischen Künstler Ai Weiwei (doch nur, weil das Buch gefühlt eine Tonne wog). Dann wurde ich doch schwach! Es war ein Schnäppchen – mal kurz entschuldigend geräuspert. Mal sehen welches Buch dafür ausziehen muss.

 

 

  • Kampf beim Betten beziehen mit dem Chaos-Katerchen Angus. Das nächste Mal wird er ausgesperrt, aber wirklich!

  • Beim Spaziergang die erste Herbstzeitlose entdeckt und das letzte Veilchen (hat sich wohl in der Jahreszeit geirrt)

Jetzt genieße ich noch ein wenig den letzten Tag der dritten Ferienwoche, allerdings gemütlicher als dieser Bursche.

 

Einen schönen Sonntag noch und eine gute Woche!

Bis die Tage,

Karin

 

Wer mag kann noch auf meinem Reiseblog weiterlesen und Bilder schauen:

Jökulsárlón – Faszination Gletschersee

12 von 12 im August 2017

und …

Schon wieder ist ein Monat vorbei!

Hallo, wo sind die letzten 31 Tage geblieben? Zweieinhalb Wochen Sommerferien sind fast herum. Ich warte auf den Sommerferienmodus, der sich bis jetzt bei mir noch nicht eingestellt hat. Jetzt ist jedoch erst einmal Wochenende.

1 Aufstehen ohne Wecker, aber die Kater fordern Futter

2 Therapieprogramm zum Durchatmen

3 Endlich einen dicken, dunkelschwarzen Tee! In den Ferien gibt es diesen mit losen Blättern im Kännchen aufgegossen und nicht die Beutel-direkt-in-Pott-Variation

4 Besuch vom Eichelhäher, trotz Regen

5 Die leidige Wäsche

6 Hübsches, farbiges Pilzchen auf dem Weg zum Müllhaus, am Wegesrand, entdeckt. Ob man damit färben kann?

7 Samstag ist Markttag, mit Besuch beim Bio-Bauern und Käsewagen. Beim letzteren leere Käseschachteln mitgenommen. Ich brauche sie für meine Prüfung im August (mehr unter Punkt 11)

8 Supermarkt, Samstag, 13:00 Uhr und die Tiefgarage ist fast leer! Sonst ist hier um diese Zeit das Hauen und Stechen um einen Parkplatz angesagt! Herrlich wie entspannt Einkaufen in den Ferien ist!!

9 Den fertig ausgezogenen Erdbeer-Basilikumessig in Fläschchen abgefüllt (der Ansatz ist im Juli 12 von 12 zu sehen). Was soll ich sagen? Lecker lecker lecker! 😀

10 Zutaten und Zubehör für den nächsten Essigansatz besorgt. Thymian will im Schulgarten nicht so richtig gedeihen.

11 Post aus England

12 Die mit Naturfarben gebeizten Käseschachteln weiter verarbeitet. Die erste Schachtel ist fertig und schon mit Pflanzenmaterial zum Färben gefüllt.

Der Tag ist zwar noch nicht zuende, aber ich fühle mich so.

Kein Katerbild heute. Die gibt es morgen zum Wochenrückblick.

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

Bis die Tage,

Karin

 

Woche 31/2017 – die erste Woche Sommerferien

oder …

Gesundheit sanieren und mehr

Als andere ihre Reiseköfferchen packten, stellte ich meine Utensilien für einen kurzen Krankenhausaufenthalt zusammen. Routineeingriff, heißt es. Etliche Nachbarn, KollegInnen, eine Freundin haben es schon machen lassen, mit unterschiedlichen Resultaten und einer Meinung: YUCK! Nasenscheidewand begradigen, Nasenmuscheln verkleinern, Kehrwoche in den Kieferhöhlen – da musste und bin ich durch am Dienstag.

Mittwochmorgen, am Tag danach, saßen dann mit mir drei andere, wie ich zugerichtete, Gestalten nach einer schlimmen Nacht vor dem Behandlungszimmer der HNO-Abteilung um die Tamponaden ziehen zu lassen. Schade, dass keiner von uns eine Kamera dabei hatte. Jeder von uns mit verklebter Nase und Popelbremse glich unsere Versammlung einem Casting für eine Hannibal-Lecter-Neuauflage.

Mit einem Therapieplan in der Tasche ging es zügig nachhause, viel zu früh für mein Empfinden. Zwar habe ich Familie und Freunde in Rufbereitschaft, aber nachts klingle ich niemanden aus den Betten, eher rufe ich den Notarzt. Ansonsten halte ich meinen Kopf hoch und mich ruhig, bücke mich fast gar nicht, kühle den Nacken, wechsle die Tröpfchen regelmäßig und spüle die Nase – BÄH!

Angus als Seelentröster

Noch fühle ich auch am fünften postoperativen Tag keine echte Besserung in Sachen Nasenatmung und hoffe doch sehr, dass sich diese noch einstellt. Frau Doktor ist jedoch zufrieden. Wenigstens eine!

Glücklicherweise hatte ich den Montag genutzt gehabt die Wohnung auf Vordermann zu bringen, um so wenig wie möglich Arbeit zu haben, wenn ich wieder zuhause bin. Wichtigstes Teil dieses Vorhabens war die Reparatur der Beleuchtung meines Spiegelschranks. Die Badrenovierung ist noch gar nicht so lange her, doch nun hat die Sollbruchstelle am Beleuchtungskabel dieses Teils aus dem schwedischen Möbelhaus nachgegeben. Ich kann mir nicht alle drei Jahre neues Mobiliar leisten, geschweige denn einen ordentlichen Handwerker zur Montage finanzieren. Deshalb die Leiter geholt, der Höhenangst den Kampf angesagt, die Sachlage aus der Nähe begutachtet. Klarer Fall von Fehlkonstruktion, aber pfuschig reparabel.

Werkzeuge organisiert, statt Abisolierzange muss das Schnitzmesser herhalten, Stom abgestellt und den Kabelbruch mit einer Lüsterklemme überbrückt. Runter von der Leiter, Strom angestellt, Lichtschalter an und große Freude – es tut!

 

Was die Woche sonst noch brachte:

Ernte im Rekordtempo. Gewitter waren am Montag angesagt und jetzt ging es den Bauern um das Einholen der Ernte und vom Stroh. Faszinierend wie Hand in Hand arbeitend Mähdrescher, Ballenpresse, Traktoren alles einholten und unter Dach und Fach brachten.

Tatsächlich kam das angesagte Gewitter, allerdings mit einem Tag Verzögerung, mit Blitz und Donner ohne Luftholen dazwischen, das mich im Krankenhaus (es steht auf einem Berg) aus dem Bett hob. Den Rest der Nacht goss es in Strömen. Somit hat der eingeteilte Gießdienst für den Schulgarten mal wieder Glück.

 

Am 2. August war Earth Overshoot Day, das heißt wir Menschen haben an diesem Tag alles aufgebraucht, was die Erde uns regenerativ in einem Jahr zur Verfügung stellt. Danach leben wir eigentlich über unsere Verhältnisse.

Für Deutschland sieht diese Bilanz noch schlechter aus, denn für unser Land war es schon der 24. April!

Nachzulesen ist das auf der Seite des WWF – Overshoot Day.

Wer seine eigene Bilanz ziehen möchte kann seinen persönlichen ökologischen Footprint berechnen, mit dem Footprint Calculator.

Mein persönlicher Overshoot Day liegt demnach am 5. August, liegt demnach ein paar Tage besser als der Durchschnitt, deutlich besser als das deutsche Ergebnis, aber glücklich macht mich das nicht.

Spaßeshalber habe ich etwas mit dem Programm gespielt und mich dann doch gewundert, als ein besseres Ergebnis herauskam nachdem ich mich als Fleischesserin eingetragen und die Vegetarierin herausgenommen hatte.

Morgen, Montag, sitze ich wieder hier und hoffe, dass es in meiner Nase gut aussieht.

 

Inzwischen wühle ich mich durch das doppelte Kilo Bilder vom letzten Island-Urlaub und bin einen Schritt weiter. Ein paar Exemplare fanden ihren Platz im Reisebericht zu den Westmännerinseln. Wer mag kann bei hierundfort hineinschauen.

Bis die Tage und bleibt gesund!