oder …

Kleine Schritte bringen auch voran

Das aufgepimpte Aufräumprogramm und die besondere Jahressammlung gingen voran. Ersteres lief nicht so regelmäßig und produktiv, wie geplant. Allerdings hatte ich mir für den Anfang einen ziemlich großen Brocken vorgenommen.

Im Januarbericht hatte ich beschrieben, dass ich dieses Jahr beim Aufräumen nicht Stück für Stück vorgehe. Ich gehe auch nicht Regal für Regal an, oder jedes Zimmer einzeln. Ich nehme mir Kategorien vor. Vorgesehen sind, in der nach unten erweiterbaren Liste, unter anderem:

Für Januar und Februar sollte es der größte Brocken sein, damit ich den von der Backe habe: Papier!

Ich durchforstete die gesamte Wohnung nach losem Papier. Egal ob es sich um Briefe, Belege, Rechnungen, aufgehobene Zeitungsartikel, Blankopapier, Hefte, Blöcke, Prospekte, Anleitungen, Notizen, Geschenk- und Packpapier handelte, alles kam auf die leer geräumten Tische. Dort sortierte ich die Fundsachen in Boxen oder Stapeln vor.

Es ist nicht so, dass ich im Chaos lebe, total unorganisiert bin oder gleich gar als Messie gelte. Weil ich es übersichtlich um mich herum mag schiebe ich jedoch hier und da, wenn mich etwas stört, dieses auf einen Stapel oder einfach ins Regal. Das rächt sich auf Dauer.
Irgendwann ist ein bisschen Versicherung hier, die andere dort, die Bankunterlagen an einem weiteren Ort und zwischendrin klemmt die Weihnachtspost 2021 – als Beispiel.

Mich überraschte, wie wenig sich scheinbar der Stauraum leerte und sich dagegen die Berge auf den Sammelplätzen türmten. Diese Unverhältnismäßigkeit lähmte mich, selbst nachdem sich erster Freiraum öffnete
So klappte das Vorhaben nicht. Die Kategorie erwies sich als zu groß und komplex. Mitte Februar unterteilte ich sie weiter, in:

Das vorsortierte Gedöns landete in Kartons und Boxen und in den frei gewordenen Regalplatz kamen, ordentlich aussortiert und eingeordnet, alle privaten Papiere und Unterlagen. Endlich stehen sie alle an einem Platz! Vier Säcke geschreddertes Aktenmaterial und sonstige Belege brachte ich auf den Wertstoffhof und ich habe seit zwei Wochen einen übersichtlichen Schreibtisch. Das gefällt nicht nur einem Kater!

Das motivierte und auf einem der frei gewordenen Tische ging ich eine weitere Kategorie an: Saatgut. Was sich alles an Sämereien bei mir angesammelt hatte! Ich konnte nur noch den frei gewordenen Kopf schütteln! Trotzdem fehlten mir, nachdem ich alle Tütchen, Beutel und Gläser vor mir liegen hatte, vor allem frisch bestelltes und gerade geliefertes Saatgut. Ärgerlich!

Erst nach Keimgarantie und Alter aussortiert, dann nach Sorten, lichtete sich das Ganze.

Trotzdem war mir dieses Sammelsurium, von fünf auf drei Behältnisse geschrumpft, noch immer zu viel.


Doppelt vorhandenes Saatgut verschenkte ich, anderes stellte ich zum Mitnehmen zur Verfügung. Mit den ganzen Blumensamen, die alle jenseits des garantierten Keimfähigkeitszeitraums liegen, werde ich ein paar Saatbomben herstellen.


Nachdem ich mich entschieden hatte, was ich dieses Jahr anbauen möchte, sortierte ich die Samen nun nach Aussaatzeitpunkten, bzw. Monaten.


Was nun übrig bleibt füllt eine übersichtliche Box, die nach der Märzaussaat bis zum April in den Keller verschwinden wird.

Die Kategorie Saatgut ist, nachdem alles an einem Ort ist, hiermit erledigt.

Als nächstes geht es an die Zeitungen und Zeitungsausschnitte, die ich gesammelt habe. Ich benötige den Platz, den sie einnehmen. Momentan blockieren sie einen Tisch, auf dem die getopfte Anzucht bis Mitte Mai wachsen und gedeihen soll.

Das Projekt 365 schöne Erinnerungen läuft. An manchen Tagen ist scheinbar nichts Schönes geschehen, wenn ich mich abends versuche an das Tagesgeschehen zu erinnern. Inzwischen helfe ich mir mit der Notizfunktion beim Smartphone, oder mache ein schnelles Foto. Damit ist der schöne Moment festgehalten und es erleichtert die Erinnerung, was aufs Zettelchen des Tages festgehalten werden sollte.

Dazu gehörte in diesem Februarmonat die Entdeckung einiger Frühblüher, wie den Schneeglöckchen und Winterlingen. Das weckt die Vorfreude auf den Frühling. Zum Monatsende entdeckte ich Knospen am Leberblümchen und die ersten Blüten am Gefleckten Lungenkraut. Das möchte ich als Heilpflanze auch in meinem Garten ansiedeln.

Die Sammlung wächst!

Macht’s gut und bis die Tage,


Verlinkt bei Andrea, die Zitronenfalterin, und der Sammlung Jahresprojekte 2023


Rückblick zum Jahresprojekt im Januar

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Kommentare

Oh, welch wunderbares Vorbild! Seit Beginn der Woche prokrastiniere ich wieder auf das Vorzüglichste. Morgens liegen so viele Stunden der Möglichkeiten vor mir. Und dann komm ich nicht in die Gänge und hänge meinen Gedanken nach. Vielleicht liegt es daran, dass ich fast zwei Wochen Menschen um mich hatte und gefordert war. Das Trauern allein kann es nicht sein, das gilt ja auch für dich ( und momentan besonders ). Ich geh es gleich mal an. Versprochen!
Hab weiterhin viel Erfolg beim Aufräumen!
Astrid

Wenn nicht gerade der Vater oder die Kater mich fordern, gehören auch meine Morgen der Prokrastination. Nachmittags komme ich dann in die Gänge, oder auch nicht, wenn das Telefon wieder klingelt.
Jetzt platzte auch noch die geplante kurze Auszeit für mich. Es ist zum k*tzen. Dann mache ich halt hier weiter, und wenn es dann eben Aufräumen ist. Wenn hinterher alles hübsch in Ordnung ist tut das auch gut. Ansonsten gibt es noch den Garten und nette Leute dort.
Liebe Grüße,
Karin

Das Aufräumen der Papiermenge ist eine super Idee. Das müsste ich hier auch mal angehen. Vielleicht sollte ich mit den Sämereien mag beginnen. Das passt zeitlich gerade.
Du bist jedenfalls im Februar einen großen Schritt weitergekommen!
Katerchen übernimmt dann wohl die Endkontrolle. 😉
Liebe Grüße
Andrea

Fange mit dem Saatgut an, das ist motivierender!
Papier ist so etwas Feines, dass es mich manchmal ärgert zu was es alles missbraucht wird. Wie viele Stunden ich an manchem Arbeitsblatt saß, oder all die Klassenarbeiten! Solche Gedanken beschleunigen das Sortieren nicht.
Ich komme voran, mit kleinen Schritten.
Viele liebe Grüße,
Karin

Oh, bist Du fleissig. Ungeliebte Papiere. Mir ergeht es aber ähnlich, ich sammel gern an 2 – 3 Stellen. Und Saatgut habe ich auch noch etwas zu viel *alte*, zumal ich leider nicht mehr so viel Tomaten – die ich sehr gern mag, aber der Schatz darf nicht und die Jungs mögen nicht so – anpflanzen kann. Da habe ich aber die meisten Tütchen gesammelt 🙂
Und Deine Auszeit ist geplatzt? Ich hoffe, Du findest eine Alternative (nicht nur Garten)
Ich liebe es, wie Deine Kater sich immer ganz besondere Plätze aussuchen
Hoffentlich geht es dem kranken besser und hoffentlich ist die Zeit geade nicht all zu schlimm (pfff, ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nur Wunschenken ist)
Ganzu liebe Grüsse
Nina

Chewbacca geht es besser, zumindest sind die Ärztinnen mit seiner Genesung zufrieden.
Wenn du alleinige Tomatenesserin in der Familie bist, setze dir ein wilde Tomate, als Rundpyramide. Dann hast du bis in den Oktober immer ein paar für deinen Teller.
Manchmal gibt es Prioritäten, die sich mit den eigenen Wünschen nicht vereinbaren lassen.
Viele liebe Grüße,
Karin

Ach, was hast du jetzt für eine schöne Ordnung, liebe Karin! Chapeau! Ich bin auch kein Messie, aber mir wachsen die Papierstapel bald über den Kopf und ich habe nicht die Aussicht, mal zum Sortieren Zeit zu haben. Mein Alltag ist einfach immer gefüllt. Nun habe ich auch fast den ganzen Abend (nachdem ich meine Mails entrümpelt habe -da geht so viel Zeit drauf) wieder Kommentare geschrieben. Ich lese immer sehr aufmerksam. Und es ist schon wieder so spät…
Ich kommentiere jetzt noch deinen neuen Post weiter – bin zwischendrin (beim Begriff Papier) noch hier her gehüpft.
Liebe Grüße
Ingrid
PS: evtl. ist dieser Kommentar jetzt doppelt, dann bitte den ersten löschen :-).

😉
Mir das Thema Aussortieren vorgenommen zu haben passt auch nicht immer in das Tagesgeschäft. Dnn schaue ich mir meinen großen Schreibtisch an und weiß wieder, das ist der richtige Weg. Langsam gibt es ein paar Fleckchen mehr in denen sichtbar etwas passiert ist.
Auf dem Rechner könnte ich übrigens auch einmal wieder entrümpeln.
Schöne Begleiterscheinung, während ich die Zeitungsausschnitte sortierte. Ich bekam eine Idee für ein Geburtstagsgeschenk!
Liebe Grüße,
Karin

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