oder …

Bunt gemischtes über Meinereine mit Erinnerungen an Island und einer Portion Kunst

Nic von Luzia Pimpinella lädt regelmäßig zum Fünften des Monats ein und hält ein paar Fragen zum Beantworten parat.
Wie üblich bin ich zu spät dran. Dagegen halfen weder Strategie noch geplante Vorbereitungen und die guten Vorsätze waren kontraproduktiv.

Passend zur letzten Frage packe packte ich Bilder von Museumsbesuchen in New York dazu, wo ich im Herbst letzten Jahres meinen runden Geburtstag verbrachte. (Ich berichtete hier). Fast fertig (pünktlich!) machte ich mir Gedanken, von wegen Urheberrecht, und nachdem ich alle Fotos raus genommen hatte keine Lust mehr den Blogpost fertigzustellen.

Kurz vor Schluss probiere ich es noch einmal 😉 und packe ein paar Bilder aus Island dazu, denn die sind meine.

Somewhere around Snaefellsnes

1 Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?

Nö! Früher, ja! Zu Fleischesserzeiten freute ich mich zu den seltenen Anlässen auf Schni-Po-Sa (Schnitzel mit Pommes und Salat) oder ein Gyros beim Griechen, das ich mir mit den Kinder teilte.

Nö! Ich liebe das Angebot auf Tageskarten – öfter mal was Neues! Und ich traue mich inzwischen zu fragen, ob ich bei einem Gericht etwas austauschen bzw. weglassen kann.

Oh ja! 😀 Wenn ich an ganz bestimmten Orten bin freue ich mich schon im Vorfeld auf ganz bestimmte Gerichte!
Fischsuppe, zum Beispiel, genieße ich bevorzugt auf der Halbinsel Snæfellsnes, Island, in einem ganz bestimmten Café.

Kleinur – Islands Variante für Berliner

2 Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Formate schaust?

Ich hasse bügeln und damit das schneller vorbei ist schaute ich mir in Vor-You*Tube-Zeiten dabei gezielt irgend ein Trash-Zeug im Fernsehen an. Das schauten meine SchülerInnen auch und ich konnte mitreden. „Ey, die Frau Be hat Ahnung …“.
Seitdem die meisten meiner kids auf dem PC „fernsehen“ schaue ich – ich glotz‘ TV – wieder Sendungen meiner Wahl.
Wenn ich dann auch einmal auf You*Tube unterwegs bin freue ich mich über nette Überraschungen, wie Schüler die mitten in der Nacht ihre Muskelpakete präsentieren oder Eltern, die als Influenzer regelmäßiger im Netz anzutreffen sind, als bei einem Elterngespräch für ihren Sprössling.

Ich bin abgedrifftet, aber nö, ich geniere mich nicht zuzugeben, dass ich zum Beispiel seit Beginn der Serie Star Trek ein Trekkie bin. Aber das ist nicht Trash sondern Kult 😉

Auch Kult – fish & chips, hier am Hafen von Stykkisholmur

3 Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?

Nix mehr mit grün, blau oder Henna gefärbt. Fertig mit Raspelkurz, Pagenschnitt, Bubikopf, Ponyfransen. Die letzte Dauerwelle hatte einen Grünstich im Blond zurück gelassen. Grün finde ich generell gut, dieser Farbton war allerdings voll daneben.

Seit 2000 geht es back to the roots und an meine Haare kommt nur noch selten mein Friseur dran. Er bemüht sich immer sehr, doch bei meinen Fransen, Flusen – die Tochter sagt Federn – hält die mühsam gezauberte Föhnfrisur maximal einen Windstoß lang.

Schmalblättriges Wollgras, Eriophorum angustifolium


Mir nützt kein chicer Haarschnitt, wenn mir die Haare, unzusammenbindbar, an der Kreissäge ins Gesicht hängen.
Seither hängt an jeder meiner Taschen eine Haarklammer für alle Fälle und die Haarschere kommt nur zum Einsatz wenn es nötig ist bzw. eine Person in Reichweite, der ich eine ruhige Hand und einen geraden Schnitt zutraue.

Woll-Weide, Salix lanata

4 Wann hast du das letzte Mal einen Sonnenaufgang beobachtet?

Sonnenaufgänge sehe ich zu bestimmten Jahreszeiten auf meinem Schulweg. Zum Beobachten bleibt meist keine Zeit, auch wenn ich es mir noch so sehr wünsche.

Richtig beobachtet, geplant mit Wecker stellen oder ähnlichem, sah ich nur wenige Sonnenaufgänge. Einer ist mir besonders in Erinnerung, der 4. Januar 2011. Es war zum Sonnenaufgang eine partielle Sonnenfinsternis angekündigt. Trotz Ferien und Winter musste ich das sehen. Mieses Wetter, kalt und bewölkt boten keine überzeugende Perspektive irgendetwas spektakuläres sehen zu können. Am Ende war es überwältigend die Sichelsonne aufgehen zu sehen! Aber die Suche nach einem guten Blickwinkel hatte sich schwierig gestaltet. Irgendwann stand ich mitten auf einer Straße, die, trotz einem Wochentag, in den Morgenstunden wenig befahren war.
Link zur Sonnenfinsternis 2011

Ungeplant und ungewollt ist mir ein anderer Sonnenuntergang in Erinnerung. Ein Quartier in Island fand ich nicht bewohnbar. In dem Zimmer war geraucht worden und das war mir selbst als Ex-Raucherin zu viel. Ein Zimmertausch war nicht möglich und so verbrachte ich die meiste Zeit draußen, erlebte einen tollen Sonnenuntergang und kurz danach den Sonnenaufgang mit rot beleuchteten Gletschern.

So überwältigend das abendliche wie das morgendliche Naturschauspiel war, ich hätte gerne auf eines verzichtet und gut geschlafen gehabt.

Höfn

Für die letzte Frage geht es für mich über den Atlantik, genau geradeaus von diesem Blickpunkt aus …

Somewhere around Snaefellsnes

5 Welches Kunstwerk hat dich stark beeindruckt?

Einige! Viele!

2018 beeindruckten mich vor allem die Bilder von Hilma af Klint, die im Guggenheim Museum (Titelbild) in New York ausgestellt wurden.

Und im MoMA blieb ich lange bei den Installationen und Werken von Bruce Nauman (Link) – Disappearing Acts – mit einer Bilderliste am Ende des Textes (Link)

So viel für heute.

Vielen Dank für’s Lesen und bis die Tage,
Karin


Verlinkt bei Nics Monatskolumne Fünf Fragen am Fünften auf Luzia Pimpinella


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31. Juli 2019

Kommentare

Amüsant zu lesen… an verschiedenen Punkten trigger ich an, etwa bei Star Trek, kulinarisch neugierigen Genüssen – aber vor allem bei Hilma af Klint, die ich in München, in der Ausstellung im Lenbachhaus bewundern durfte. Sie und zeitgenössische Kolleginnen – bei den Weltempfängern, es war ein Erlebnis.

Hab es fein!

Sommersonnige Grüße von Heidrun

Danke und ich stimme dir zu, Hilma af Klint ist ein Erlebnis, vor allem wenn man ihre Geschichte zu den Bildern verfolgt.
Viele Grüße,
Karin

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