oder …

Sechs Jahrzehnte vollendet und einen Punkt auf der nach oben offenen Bucket-Liste abgehakt

Ich werde immer älter, jeden Tag ein Stück …

Zehn Jahre sind gelebt worden, eine Dekade an Jahren liegt hinter mir, die, wie das Leben nun mal ist, nicht immer eitel Sonnenschein brachten. Da ich bisher das Glück hatte fast immer an meinem Geburtstag schulfrei zu haben, beende ich meine Lebensjahre eher nicht zuhause, bin an diesem speziellen Tag in der Regel unterwegs. Das hat sich vor allem in den letzten Jahren so eingespielt.

An meinem 50. Geburtstag saß ich am Weststrand von Sylt und teilte meine kleine Champagnerflasche mit einem Ehepaar, das an diesem Tag goldene Hochzeit feierte. Als der Korken aus meiner Flasche ploppte hörte ich den Kommentar: „Schatz, an was zu trinken hätten wir denken können!“. Für mich eine klare Sache, fast eine Aufforderung mich persönlich bemerkbar zu machen und das Fläschchen zu teilen. Die Sonne belohnte uns mit einem herrlichen Sonnenuntergang.

Zehn Jahre später saß ich über den Wolken, hielt, trotz Economy Class, ein Sektglas in der Hand, verlängerte diesen Tag um sechs Stunden für ein paar Tage weit fort und diesem Zimmerausblick am Morgen.

Ich liebe es diesen Tag ganz für mich zu verbringen, ein wenig Resümee zu ziehen, Pläne zu schmieden, es mir gut gehen zu lassen. Manchmal zieht es mich aber auch in die Ferne, meist zu meiner Freundin, doch immer suche ich eher die Ruhe und die Stille.

Für den 60sten gab es andere Pläne, vor vielen, ganz vielen  Jahren ausgedacht, mit meiner Freundin aus Kindertagen. Beide 1958 geboren wollten wir spätestens, irgendwann im Lauf von 2018 unsere 60er-Nach-Vor-Genau-dann-Tage gemeinsam feiern, in New York. Sie erlebte gerade noch ihren 59. Geburtstag.

Ich unternahm diese Reise für uns beide, tauchte ab in die bisher lauteste und umtriebigste Stadt, die ich je erlebt habe, obwohl ich nach fast zwei Jahren Vorbereitung beinahe alle Reisepläne durch eigene Gesundheitsprobleme gecancelt hätte.

Die fast zwei Kilo Bilder zu sichten wird mich noch eine Weile beschäftigen. Meine Eindrücke im internen Speicher sind auch noch nicht alle verarbeitet. Was für eine Stadt!

 

Bis die Tage,
Karin

 


Zwei Blicke zurück zu meinem ersten Tag:

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6. November 2018

Kommentare

Vielen lieben Dank,liebe Astrid. Wenn ich diese Reise jetzt nicht gemacht hätte wäre es ein unerledigter Punkt in meiner Wunschliste geblieben.
Mit vielen Grüßen,
Karin

herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburstag
und alles Gute im neuen Lebensjahr
vor allem dass es mit der Genesung weiter voran schreitet
wunderschöne Bilder hast du mitgebracht
liebe Grüße
Rosi

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