und …

Endlich Sommerferien

 

Die Schlusslichter Ba-Wü und Bayern schlossen nun auch endlich ihre Schulen für den Sommer. Bis dahin räumte ich mein Klassenzimmer, das ich 18 Jahre „bewohnt“ hatte, nach Unterrichtsschluss auch als Arbeitszimmer nutzte, und brachte mein 40. Dienstjahr als Lehrerin zuende.

Zuhause sackte ich im Anschluss der letzten Dienstbesprechung des Schuljahres in einen Sessel auf meinem Balkon um in Tiefschlaf den restlichen Tag im wahrsten Sinn des Wortes zu verpassen. Es war dunkel, als ich aufwachte.

Vor mir stand der Mond am Himmel und leuchtete durch das Katzennetz. Neben mir lag die neue Kamera, auf mir das aufgeschlagene Handbuch um diese kennenzulernen. Es hatte im Laufe des Nachmittags, statt gelesen zu werden, als Sonnenschutz gedient ;-). Zu später Stunde, bei eingeschränkten Lichtverhältnissen, die ersten Versuche zum Fotografieren zu unternehmen ist nicht optimal, aber was soll’s.

Für die Aufnahmen der Mondfinsternis entschied ich mich einige Tage später lieber für die gewohnte Kamera, für Konstanze. Leider schoben sich immer wieder Wolken vor den Mond und den Mars. Die Venus stand auf meinem Weg bis zu meinem ausgesuchten Fotostandpunkt leuchtend am Himmel. Trotzdem ich Stativ und Kamera schon vormontiert und voreingestellt hatte, war ich zuletzt nicht schnell genug. Die erste Wolke verdeckte die Venus, die zweite den Mars. Die Hoffnung die ISS sehen zu können begrub ich schnell und begnügte mich mit dem Einfangen von Flugzeugen im Landeanflug nach Stuttgart-Echterdingen.

Die Uhrzeit und die Außentemperatur fand ich bei dieser Mondfinsternis sehr viel angenehmer, als bei der im September 2015. Dafür stand der Mond vor drei Jahren näher zur Erde – unbeschreiblich schön (Link).

 

Ansonsten kamen mir die Wolken am späten Nachmittag, wenn es langsam auf den Sonnenuntergang zuging sehr willkommen. Mit ihnen kam oft ein Lüftchen, mal mehr mal weniger erfrischend.

Wenn die Wolkenschicht schon in der Mittagszeit aufzog hätte ich sie zum Teufel jagen können. Sie verdeckte die Sonne und legte sich wie eine Käseglocke über die aufgeheizte Erde. Die Luft blieb darunter stehen und machte selbst mich, die sommerliche Temperaturen gut verträgt, zum Durchhängen abgeschlafft schlapp. Da hänge ich durch wie die Klebemarkierungen auf den Schildern, der nicht enden wollenden Straßenbaustelle.

Die nahe stehenden Apfelbäume erschlaffen nicht nur wegen der anhaltenden Hitze. Sie tragen mehr Früchte, als die Bäume tragen können und erste, sogar dicke Äste brechen unter der Last ab.

Der Speiseplan reduzierte sich auf leichte Küche. Mir sind frische Beeren, Obst und Gemüse lieber als irgendetwas Warmes vom Herd oder dem Grill.

Draußen verändern sich die Farben auf den Wiesen und Wegrändern hochsommerlich. Das satte Rot der Klatschmohnblüten wird durch das helle Braun der Samenkapseln verdrängt. Dazwischen leuchten an manchen Stellen gelbe Farbtupfer von der Färber-Hundskamille.

Jetzt suche ich mir ein schattiges Plätzchen für ein Päuschen mit Feriengefühl, bevor ich mich auf den Weg zur sonntäglichen Bloglektüre mache. Mal sehen wie weit ich komme.

 

Bis die Tage,

Karin

 

Apropos schattiges Plätzchen …

… Wäsche wasche ich später 😉

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29. Juli 2018

Kommentare

Was für schöne Fotos! Im Sommer arbeitet man sich doch gern in eine neue Kamera ein.
Im Stuttgarter Dunstkreis möchte ich heute nicht mehr wohnen (wir wohnten dort mal vor 2 Jahrzehnten vier Jahre lang. Die Staus und Baustellen haben sich vermehrt und verlängert. Dabei war es damals schon schlimm. Die abknickenden Obstbaumäste sieht man hier auch hier öfters. Viele Streuobstwiesenbesitzer stützen bereits die Äste ab.
Die Waschmaschine läuft, die Katze fehlt, dafür verbellt der Hund gerade verdächtige Passanten (den Postboten ließ er passieren, der bringt manchmal Futterpakete…).
Liebe Grüße
Andrea

Das letzte Foto ist ja köstlich! Mein Kater hat sich zwar auch immer verrückte neue Schlafplätze gesucht, aber die Waschmaschine war nicht dabei.
Deine Fotos von der letzten Mondfinsternis (das war nicht meine Uhrzeit..) sind so toll, dass du es jetzt sicher verschmerzen kannst, dass ein paar Wolken diesmal davor standen. Auch ich hab eins mit Mars aufgenommen, doch er ist ja nur ein Punkt.
Genieß‘ die Ferien und hab Spaß mit der neuen Kamera! Was hast du dir gegönnt?
Liebe Grüße Ulrike

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