Kindle-bags worldwide

oder …

In Neuseeland angekommen!

Anfang Mai schickte ich einen Kindle-Schlafsack, wie in diesem Blogpost angekündigt, auf eine weite Reise.

Ziel: Neuseeland
Reisezeit: 16 Tage
Transportmittel: Briefpost

Angekommen! Freude gemacht!

Ok, das Foto sagt noch gar nichts darüber aus, WO mein Strickwerk gelandet ist! Deshalb hat die liebe Eva ihr E-Book samt neuer Verpackung nach draußen getragen, ihr Smartphone gezückt und es sieht tatsächlich nach Neuseeland aus, wo der Kindle-Schlafsack gelandet ist!

 

Mal ernsthaft: Der Typ streckt mir doch die Zunge raus, oder? 😀
Aber er hat ja recht. Mit einmal in die Portokasse greifen komme ich nicht nach Neuseeland, wie das E-Book-bag.

 

 

 

 

Oh, Mannomann, ich will auch dahin!
Und noch einmal nach Island, nach London, Kapstadt, New York, … , …
Dann kommt der Blick auf den Kontostand, der sagt: „Träum weiter!“

Ich träume weiter!! 🙂

Thank you Eva for taking and sharing the photos!

Wenn das Kindle schlafen geht #2

oder …

Welcher E-Reader-Schlafsack soll es sein?

Immer noch nicht ganz zufrieden mit der Ausarbeitung und immer noch auf der Suche nach der besten Lösung für eine schöne Kante entsteht ein Schlafsack für E-Reader nach dem anderen. Inzwischen ist die Regenbogenpalette voll …  😉 und langsam bin ich zufrieden mit dem Ergebnis.

So arbeite ich inzwischen die Kanten ein wenig nach innen ein. Das klappt nicht immer optimal, aber ich will ja keine Manufaktur aufmachen 😉 auch wenn ich eventuell ein paar der Kindle-bags auf Dawanda einstellen werde.

 

In den nächsten Tagen kommt dann die Anleitung auf den Blog.

Wenn das Kindle schlafen geht #1

oder …

Schlafsack für E-Reader

Einen E-Reader vollzupacken geht ruckzuck.
So erging es mir mit meinem ersten Gerät.
Zweites Gerät gekauft,
erstes Gerät meiner Tochter gegeben und ..
ruckzuck vollgepackt.
Sohn kommt aus den Weihnachtsferien und sagt:
„Habe jetzt auch so ein Gerät!“ und ruckzuck vollgepackt.
Seine Freundin genau so.

Aber was tun, wenn das E-Book nicht benutzt und/oder mitgenommen wird?

Alle Hüllen, die wir uns online anschauten waren entweder zu teuer, zu schickimicki, mit zu viel Schnickschnack versehen, und überhaupt nicht so unser Ding. Klar, selber machen ist die Lösung, aber es fehlt seit Monaten die zündende Idee. Eine Hülle entstand aus einem alten Filzrest, auch nur eine Übergangslösung. An einem Regal hängt noch das Fischleder aus Island, das sich für Hüllen anbieten würde. Aber wie verarbeiten?

Wir wollen es schlicht und einfach „plain“ wenn unsere Kindle schlafen gehen. Und bevor noch mehr Mützen als Hüllenersatz missbraucht und verbeult werden holte ich doch lieber den Strickkorb und die Stricknadeln heraus und strickte auf meinen Transferwegen in Spanien, von und zum Flughafen Barcelona, Verpackungen für die Geräte.

Gleichzeitig überlegte ich mir eine Bezeichnung.
Mütze, Socken, Stiefel – alles Quatsch. Elektronische Geräte haben keine Gliedmaßen (noch nicht!).
Aber wenn sie nicht genutzt werden, im Ruhemodus sind, dann ist das vergleichbar mit schlafen – also Schlaftüten oder besser Schlafsäcke!

Der grüne „Schlafsck“ entstand bei der Anreise, der rote bei der Rückreise. Unklar war mir anfangs jedoch wie ich die Kanten verbinde und gestalte.
Ich entschied mich diese mit einer Kontrastfarbe zu arbeiten.

 

 

Der grüne Kindle-Schlafsack ruht inzwischen in Japan bei meinem Sohn. Der rote geht die nächsten Tage auf die Reise nach Neuseeland, zur Freundin meines Sohnes.

Jetzt fehlen noch weitere Exemplare: für mich, meine Tochter, für …. und vielleicht stelle ich auch noch eine Anleitung auf den Blog.

Strickwerk 2013 #3

oder

Neue runde Strickkissen nach altem Zopfmuster

Weiter geht es an den Abbau meiner Baustellen. Vor vielen Jahren hatte ich als Zugabe zu einer großen Bestellung an Rohwolle eine Kiste voller Wollproben bekommen. Alles wurde bis jetzt verstrickt, bis auf einige Stränge sehr grober Teppichwolle. Da diese Wolle so voller Wollfett war ließ sie sich fast nicht verstricken.

Letztes Jahr fiel mir das Material beim Aufräumen wieder in die Hände und mir war jetzt schnell klar was daraus werden wird – daraus stricke ich noch ein paar Bodenkissen, wie schon diese hier. Allerdings wusch ich etwas des Wollfetts vor dem Stricken heraus.

Weil selbst so das Stricken des festen Garns sehr auf meine Gelenke ging „verschob“ sich das angefangene Strickzeug in seinem Korb seit Ende August 2012 Tag für Tag, Woche für Woche etwas weiter weg aus dem Sichtfeld. Bis jetzt!

Wie gesagt, das Material ist sehr fest und stabil. Als es ans Spannen der Kissenplatten ging zeigte sich dadurch die nächste Schwierigkeit.  Die dünnen Stecknadeln verbogen sich beim geringsten Zug und waren zu kurz. Die Stecknadeln zum Quilten sind zwar länger, aber ich hatte kein geeignetes Polster. Nichts war dick genug, dass ich die Nadeln tief genug stecken konnte.

So ging ich das Risiko ein und dämpfte die Teile vorsichtig mit dem Bügeleisen. Ohne ein wenig Nachhelfen klappt es mit der Formgebung nicht und die Mitte steht wie ein Hütchen hoch.

Inzwischen sind die Kissen zum Füllen angekommen. Ich bestelle diese immer bei www.kissenwelt.de.

Ich häkle die Kissenplatten zusammen. Sicher, es wäre schöner wenn sie mit einem Verschluss versehen wären, doch mit Knöpfen oder einem Reißverschluss versehen würden die Kissen schwieriger rund werden und bleiben. Entweder trenne ich den Häkelrand dann auf, wenn ich die Kissen waschen möchte oder ich gebe sie komplett in die Waschmaschine bzw. wasche sie von Hand. Bei 30°C geht das ohne Probleme, denn Innenkissen und deren Füllung (Schaumstoffflocken) sind waschbar.

Zum Zusammenhäkeln lege ich die beiden Innenseiten der Kissenplatten aufeinander und ich häkle feste Maschen. Dazu gehe ich mit der Häkelnadel auf der vorderen Platte zwischen zwei Maschen hindurch …

und genauso auf der hinteren.

Mit der Häkelnadel nehme ich nun eine Schlinge auf und ziehe sie durch beide Kissenplatten nach vorne.

Auf der Häkelnadel liegen nun zwei Schlaufen.

Mit der Nadel nehme ich eine weitere Schlinge. Diese Schlinge ziehe ich nacheinander durch beide Schlaufen.

 

Ist das Kissen zur Hälfte zusammengehäkelt wird das Füllkissen hineingesteckt und die zweite Hälfte mit festen gehäkelten Maschen geschlossen.
Durch die letzte Schlaufe wird der abgeschnittene Wollfaden zum Sichern gezogen. Der Anfangsfaden und der Endfaden werden mit einer dicken Sticknadel vernäht.

 

Jetzt muss das Kissen ein wenig in Form geklopft und gezogen werden.

Noch eine Baustelle weniger! Hurra!! Doch mit was mache ich jetzt weiter?

 

Weißer Herbst

oder …

Zieht euch warm an und gönnt euch was Leckeres

„Äh, bäh, pfui“ waren meine ersten Gedanken, als ich heute morgen den Rollladen hochzog und aus dem Fenster schaute. Der Wetterbericht hatte tatsächlich eine zutreffende Voraussage geliefert, leider.
Und es wurde den ganzen Tag nicht besser.
Schnee und Kälte sind definitiv nicht mein Wetter. Vor allem nicht schon im Oktober!!!

So macht Autofahren keinen Spaß.

Ich glaube, auch die Bauern freut das feuchtkalte Zeugs nicht.

Was bleibt uns übrig in diesen Breitengraden?
Warm anziehen und was gutes kochen :D!

Das Strickzeug, es soll eine Art Tunika werden wächst langsam, sehr langsam. Denn heute fiel mir in einer unachtsamen Minute mitten im Patentmuster eine Masche und ich musste ALLES wieder auftrennen.

Wenn das Strickwerk etwas wird stelle ich die Anleitung in den Blog. Jetzt hoffe ich erst einmal, dass ein weiterer Maschenfall ausbleibt.

Zum Magen und Seele wärmen haben mein Sohn und ich heute wieder zum Essen die japanische Versuchsküche geöffnet. Vor einiger Zeit hatte ich ihm einige Original-Zutaten plus einer Kurzanleitung zu Okonomiyaki geschenkt und er ist bisher nicht dazu gekommen es auszuprobieren. Bevor er nun für ein halbes Jahr für ein Praktikum nach Island geht wollten wir endlich wissen, wie das funktioniert und ob es uns tatsächlich schmeckt.
Vor ein paar Tagen hatten wir schon herausgefunden, dass uns eine wichtige Zutat fehlt: Dashi.
Das ist letztlich nichts anderes als eine Brühe aus Instantpulver, allerdings aus Fisch bestehend.
Hmm, ich lebe vegetarisch.
Aber ich habe es trotzdem gesucht und im Asienhaus in Tübingen bekommen.

Jetzt wollte ich es genauer wissen, wie Japaner Okonomiyaki herstellen und bemühte Youtube. Schon beim Eingeben von Okonomiyaki wurde mir „Cooking with dog“ als Treffer angeboten und ich erinnerte mich, dass meine Tochter davon berichtet hatte und wie hilfreich diese Videos für ihre japanischen Kocherfahrungen waren. Allerdings konnte ich mir bei der Eingangswerbung und dem Beginn des Videos ein breites Grinsen nicht verkneifen.

Was folgte war dennoch eine schlüssige und nachvollziehbare Erklärung wie diese Art an japanischem Pfannkuchen, oder japanischer Pizza zubereitet werden kann.

Hier erst einmal der Link zum Originalrezept des Okonomiyaki von „Cooking with dog“.

Wir änderten die Zutaten allerdings etwas.
Backpulver und die Bergyamswurzel ließen wir weg, auch den Oktopus und die Shrimps denn ich wollte als Veggie ja auch mitessen.
Stattdessen schnitten wir 50 g Steinpilze und ein Stück roten Paprika hinein. Den Speck verteilte ich so, dass ich meinen Abschnitt hinterher hatte,
und …

es war lecker, superlecker, Seelenfutter.
Dabei war es mir letztlich egal, dass Dashi eigentlich Brühe auf Fischgrundlage ist und die Bonito-Flocken getrocknete Thunfischraspeln sind.

Allerdings werde ich für mich selber in Zukunft das Mehl für den Grundteig mit Gemüsebrühe anrühren und statt der Bonitoflocken etwas Käse über den/das Okonomiyaki reiben.

Strickwerk 2012 #1 fertiggestellt

Da liegt sie, die erste abgeschlossene Strickerei, die ich vor Wochen angekündigt hier angekündigt hatte:

Und natürlich trage ich den Pullover jetzt beim Schreiben auch, was sonst :D? Leider ist die Bildqualität nicht das, was ich wollte. Die Farbe kommt nicht richtig heraus. Das trübe Licht von draußen reicht nicht für eine gute Ausleuchtung mit meiner einfachen Kamera ohne Schnickschnack und mit Blitzlicht ist alles eine einzige grüne Soße. Am besten kam der Farbton der Wolle auf diesem Detailbild heraus:

Warum ich dafür so viel Zeit benötigt habe ist mir zum Teil ein Rätsel.

Der Grundgedanke einmal etwas nicht selbst auszudenken, zu berechnen und zu planen sollte eigentlich die ganze Herstellung beschleunigen. Anleitung und Material kaufen, hinsetzen, stricken, zusammennähen, ausarbeiten und fertig. Die Rechnung ging nicht ganz auf.
Die Strickanleitung war zwar nicht immer ganz verständlich (für Anfänger nicht geeignet), aber einmal angefangen ließ es sich damit arbeiten. Die einzelnen Strickmuster sind an und für sich einfach zu meistern, doch mit den Zu- und Abnahmen dazwischen kann man schon durcheinander kommen. Überhaupt gab es einiges an Strickmanövern, die ich so noch nicht gemacht habe und ganz sicher nicht wiederholen werde. Hilfreich war hier auf jeden Fall wieder das geniale Stricknadelsystem von Lana Grossa und KnitPro.

Ein Zeitfresser war ganz sicher die Arbeit. Die Zeugnisse stehen vor der Tür. Bei manchen Schülern liegen plötzlich die Nerven blank, denn gute Noten fallen nicht so einfach vom Himmel. Entsprechend anspruchsvoll ist die Schule an diesen Tagen. So lag das Strickzeug an manchen Abenden nur wärmend auf meinen Beinen statt in den Händen weiter zu wachsen.

Und dann genoss ich die wenigen Sonnenstrahlen so oft es möglich war – dem Frühling auf der Spur. In meinem Minigarten zeigen sich neben den Schneeglöckchen schon die ersten Winterlinge. Sogar die ersten Bauernbübchen wagen sich heraus!

 

Handstulpen …

 

… oder halbe Handschuhe, Pulswärmer oder wie sie sonst noch heißen sind für mich als Stadtmensch die beste Lösung meine Hände im Winter warm zu halten. Bieten sie doch gleichzeitig die Chance von absoluter Bewegungsfreiheit der Finger und sie müssen nicht ständig aus- oder angezogen werden. Das schützt vor Verlust von Handschuhen.
 
Sicher, wenn es knackig kalt draußen ist und es für einen Spaziergang raus in den Wald geht, inklusive Schnee anfassen <igitt>, müssen andere Handschuhe her. Doch für den normalen Alltag benutze ich seit vielen Jahren fingerlose Modelle.
 
Mein Urmodell strickte ich mir nach einer Anleitung aus einer Frauenzeitschrift, ich glaube es war die Für Sie, Mitte bis Ende der 1970er Jahre. Zu der Zeit studierte ich noch und ich fand die Idee von fingerlosen Handschuhen, die mit einer Klappe versehen zu Fausthandschuhen umfunktioniert werden konnten, genial.
 
 
Bei den Folgemodellen verzichtete ich jedoch auf die Fäustlings-Klappen. In Benutzung wärmten sie zwar, doch aufgeklappt waren mir zu oft im Weg. An Variationen versuchte ich viele. Mal mit angesetzten Fingern, mal ohne. Das andere Paar mit langen Stulpen bis knapp zu den Ellenbogen oder nur kurz bis über das Handgelenk. Auch die Daumenöffnung lässt sich variieren, entweder wird sie wie ein unvollendetes Daumenloch gestrickt, oder es wird einfach ein Schlitz gearbeitet, senkrecht oder waagrecht.
 
 
Nachdem ich jahrelang mit meinen „bestulpten“ Händen und Handgelenken beschmunzelt wurde, beobachtete ich eine Art Renaissance der Stulpen in den letzten Jahren. Inzwischen strickte ich wärmendes für Hand und Handgelenke auf Wunsch wieder für andere und eins meiner Modelle reiste sogar bis an die Küste der Antarktis.
 
Beim letzten Modell änderte ich jetzt das Grundmuster beim Stricken. Ich probierte ein Zopfmuster, wie ich es auf einer Internetseite gesehen hatte.
 
 
Noch ein Weihnachtsgeschenk ;-).