Woche 10/2017

oder …

Keine Zeit für Frühjahrsmüdigkeit

Die Erholung aus den freien Tagen rund um Fasching verpuffte in der ersten Schulwoche wie eine Silvesterrakete, meine Energie zischte einfach mal so weg, wie die Luft aus einem kaputten Fahrradschlauh – pffft – weg.

Was die erste zweistellige Woche dieses Jahres so brachte:

  • Schule mit Schülergesprächen, Elterngesprächen, Vorbereitungen zur Projektprüfung, Tag der offenen Tür, Unterricht nach Stundenplan und Vertretungsstunden (ja, ich weiß, Lehrer haben viele Ferien und sind faule Säcke, … ein Auszug an „Bonmots“ der Woche)
  • Mithilfe bei der Veranstaltung bzw. Ehrung der Böblingerinnen des Jahres ( ein Pressebericht dazu hier)
  • Weltfrauentag und Rosen verteilen zum Feierabend mit ParteikollegInnen und der Bundestagskandidatin Jasmina Hostert
  • viel Bücken nach Pflänzchen für mein Herbarium
  • Sonne genießen mit Tochter-Kind und Katern
  • Sonne genießen auf einem alten Weg (Fotos auf hierundfort)
  • bloggen für 12tel-Blick und so müde gewesen, dass ich meinen Beitrag zwei Mal eingestellt habe, peinlich
  • bloggen für 12von12 im März, pünktlich
  • mehr ging nicht

 

Im Wald sieht es auf dem ersten Blick noch wenig nach Frühling aus. Auch hier muss man sich bücken um das erste Frühlingsgrün pflücken zu können.

Scharbockskraut

Tja, und Mitte der Woche meldete sich nach knapp 10 Jahren eine lange schlafende Plage in meinem linken Fuß wieder. Passt vom Zeitpunkt, denn gestern war Jahrestag meines Armbruchs.

 

Eine schöne Woche – es soll ja etwas frühlingshafter werden.

Woche 3/2017

oder …

Es könnte so einfach sein!

Bevor ich einen neuen Beitrag anfange schaue ich mir in der Regel den letzten noch einmal an. Dieses Mal war ich drauf und dran die ersten zwei Absätze vom vergangenen Sonntag frech weg zu kopieren und heute wieder zu verwenden. Einzig ein paar Inhalte ausgetauscht und mit meiner musikalischen Beschallung erweitert, Kaleo meets Fanta 4, passen die Zeilen auch für diese Woche. Mit der Musik von Kaleo bin ich 2015 auf den Westfjorden infiziert worden. Die damals gekaufte CD läuft Dauerrunden in meinem Auto, wenn ich nicht gerade Radio höre. Als ich zum ersten Mal Way down we go im Radiosender meiner Wahl hörte, dachte ich zuerst mein Gerät sei defekt, so unglaublich fand ich das. Musik macht den Alltag schön und begleitete mich diese Woche, once in a while, passend. Für die, die sich meine musikalischen Begleiter anhören möchten, sind die Links am Ende des Beitrags gedacht.

 

Ein Ausschnitt was die dritte Woche so brachte:

  • viele Gespräche mit SchülerInnen, wie es mit ihren Leistungen aussieht und was das übersetzt in Noten heißt – bei manch einer/einem hätte ich gerne die Fantastischen Vier sprechen lassen: Was geht, was geht, ich sag’s Dir ganz konkret … (Musiklinks am Ende des Posts aus dem genialen Heimspiel-Konzert der Stuttgarter Jungs :D)
  • Unmengen an plötzlich aufgetauchten Ordnern und Schülerarbeiten, längst nach der Abgabefrist, erhalten und korrigiert bzw. bewertet – hätte hier wieder lieber die Fantas sprechen lassen wollen: Beweg Deinen Popo!
  • fünf Tage Suche nach Schülerarbeiten, die ich vor Weihnachten richtig gut aufgeräumt hatte
  • die Woche der kaputten Strumpfhosen
  • auf der CMT (Caravan-Motor-Touristik-Messe) in Stuttgart den Island-Stand vermisst – meine Tage am Meer eben ohne Support fertig gebucht
  • Schule plus Vertretungsstunden mit interessanten Gesprächen, auf Wunsch und aus Interesse der SchülerInnen, zu politischen Themen – ernten was wir säen
  • Termine – Termine – Termine und für einen, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, noch eine Deko aus zum ersten Mal ausprobierten Cake-Pop-Maker geholt: Yeah Yeah Yeah
  • ich huste mir was, rassel und pfeife vor mich hin, aber das stabil, weiter aktiv mit Therapie und frei nach dem Motto save yourself
  • egal wie das Wetter war draußen meine Runden gedreht, vorzugsweise mit Konstanze
  • Blumen ins Haus geholt
  • beim Bäcker hängt die Faschingsdekoration und im Gartenmarkt ist schon Ostern
  • die Kater … immer für eine Überraschung gut

 

gebunden, nicht selbst gepflückt

 

nicht geliked – Ostern im Januar

 

Ganz fest im Plan der Woche war ein Besuch der CMT. Zuerst war der Montag angedacht – kam was dazwischen. Also Mittwoch, da die Gesamtlehrerkonferenz mangels gesunder KollegInnen und krankem Chef ausfiel, nicht aber der Regelunterricht. Dann eben Donnerstag, spät, nach dem Nachmittagsunterricht und es, kaum auf der Messe, gleich bereut. Island hat sein Fremdenverkehrsamt in Deutschland geschlossen und ist nicht mehr auf dieser Messe vertreten. Vom Reiseanbieter für Island auf der Messe konnte nur etwas aus dem Inhalt seiner Kataloge in Erfahrung gebracht werden. Hmpf. Tja. Also doch wieder Google bemühen und die von der letzten Reise mitgebrachten Unterlagen durchforsten. Alles gebucht! Aber, Mann Mann Mann, Island ist noch teurer geworden. Wenn der Trend so weiter geht muss ich mir eine andere Insel suchen.

In der Zwischenzeit kann ich mir etwas Kälte und Eis vor der Haustür anschauen und aufpassen mich nicht in der Faszination Rauch aus Schornsteinen zu verlieren. „Ey, Frau Be, wo laufen Sie denn hin?“, rief mir ein Schüler zu, als ich nicht Richtung Schule zu, sondern Richtung Acker abbog.

Faszinierend auch die Schornsteine der Automobilfabrik einer großen Automarke.

Blick in den Feinstaubdunst.

 

Am 27. Januar spielt Kaleo im Trianon in Paris. Keine Chance dabei zu sein. Schade.  No good  . Aber ich packe mir die CD ein, wenn es dann wieder für mich nach Island geht: I can’t go without you! 😉 Bis dahin schaue ich mir, so lange sie noch vorhanden sind, die Schnee- und Eisreste vor der Haustür an.

 

Ob es an den Pheromonen aus dem Steckdosenverdunster liegt, weiß ich nicht, aber Onkelchen und Neffe Kater überraschten mich die Woche immer öfter mit etwas mehr Miteinander ohne Knurren, Fauchen, Jaulen, Miauen, Tatzen, … .

Who is who? 😉 Chewbacca und Scotty

 

Hier die erwähnten Links zu den Videos mit meinen musikalischen Begleitern der Woche:

Beweg Deinen Popo

Ernten was wir säen

Save yourself

Tag am Meer

Was geht, was geht

Way down we go

Yeah Yeah Yeah

 

 

Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht.

Über die vierte Woche werde ich nicht berichten.

 

Woche 2/2017

und …

Einen Goldesel könnte ich brauchen!

Die erste Schulwoche in der zweiten Kalenderwoche ist geschafft und ich bin es auch. Wenn ich bloß nicht so müde gewesen wäre hätte die Woche etwas spannender ausgesehen. Es wäre auch weniger an Arbeit liegen geblieben, die nun am Wochenende erledigt werden musste. Doch was soll’s. Hauptsache es klingelt für zwei Tage kein Wecker, die Heizung funktioniert, Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser läuft.

Im Kollegium, wie in den Klassen, blieben in der Woche etliche Plätze frei, wer anwesend war sehnte sich nach Sound of Silence inmitten des Erkältungschors. Was wurde geschnuppelt, gehustet und gekrächzt. Irgendjemand zog immer die Nase hoch oder fragte nach einem Taschentuch! Bis jetzt hat mein Immunsystem durchgehalten und ich arbeite noch fleißig am Abbau der Restbeschwerden der letzten Lungenentzündung.

Was die zweite Woche so brachte:

  • mein Vater wurde operiert und zum Glück ging alles gut. In zehn Tagen geht es weiter. Bis dahin heißt es durchhalten, ein paar schöne Momente erleben, z.B. die Fotos vom Enkel, der gerade weit, weit weg ist genießen, die Tochterkind und ich von ihm erhielten
  • Schule und viele Vertretungsstunden
  • Termine – Termine – Termine
  • den Zwölften und 12von12 nicht vergessen
  • Rechnungen ohne Ende
  • neue Bücher zur Pflanzenwelt bekommen und gekauft, eins ist über Färberpflanzen von Eberhard Prinz (Leseprobe) und richtig toll ! Ich brauche unbedingt noch eine Fläche für solche Pflanzen auf dem Schulgelände.
  • mit Kollegen und Freundin neue Ideen gesammelt, was wir im Rahmen der Schule für Verkaufsstände, wie den Weihnachtsmarkt, herstellen könnten. Wer mit SchülerInnen arbeitet muss damit früh anfangen 😉
  • meine Gesundheit pflegen mit Atemtherapie, Inhalieren und Spaziergängen – langsam scheint es zu wirken, mir geht es so viel besser, dass ich mich an erste Reiseplanungen machte
  • Reparaturen von einigen Sachschäden – Katerchen spielten „Chewie und Scotty allein zuhaus'“; so ging nicht nur ein Lampenschirm kaputt, der sich als Landeplatz nach einer Flugstunde als ungeeignet erwiesen hatte
  • meine Brille brauchte neue Brillengläser und Konstanze bekam ein neues Objektiv – das an Silvester angeschlagene KIT war nur teilweise zu reparieren
  • mag es stürmen oder schneien, Samstag ist Markttag
  • Farbe mit Tulpen in die Wohnung bringen
Erstes Foto mit dem neuen Objektiv!

In der Summe war diese Woche zwar rappelvoll, doch gänzlich unspektakulär, dafür richtig teuer und am Sonntag setzte ich noch eins drauf. Zum Glück ist das Auto voll getankt, Kühlschrank und Tiefkühler voll, ich noch satt von den Feiertagen.

Scottys Lieblingsspielzeug – leere Ampullen von den Inhalierlösungen

Richtig Spaß hatte ich bei der Reparatur eines Lampenschirms. Doch zuerst gibt es die Vorgeschichte. Freitag hatte ich morgens entdeckt, dass in meinem Schlafzimmer die Deckenlampe schräg von der Decke hing. Ohne Brille auf der Nase sah alles zu harmlos aus, um den Sachbestand als bedenklich einzustufen. Mittags empfing mich meine rappelnde Rasselbande quer durch die Wohnung tobend um dann – ey, es ist Wochenende – neckisch gemeinsam abzuliegen. Als die Fotos dazu auf meinem Rechner waren sah ich erst den Schaden! Ortsbegehung, und tatsächlich hing die Lampe nur noch am Kabel an der Decke. Ein Dübel plus Haken fehlt, ein weiterer Dübel steckt noch irgendwie im Putz der Decke. Der Lampenschirm aus dem schwedischen Möbelhaus zeigte deutliche Risse und Löcher, die für Mottenfraß zu groß erschienen. Ganz eindeutig hatte sich ein Kater als Vogel probiert oder sich eine Flugstunde geleistet. Bloß welcher? Damit sich das Reispapier nicht ganz von den Drähten löste fixierte ich alles mit etwas Masking-Tape, denn ich mag keine nackigen Glühbirnen. Das Problem wollte ich durch einen Kurzbesuch im oben genannten Möbelhaus lösen, denn eins davon liegt auf meinem Weg zum Markt. Allerdings überlegte ich es mir angesichts des Rückstaus vor der letzten Ampel, der vollen Parkplätze und dem Gewusel an Leuten drumherum, anders. Das Ding muss bis Mitte nächster Woche halten, irgendwie! Bloß erwies sich Masking-Tape nicht als wirklich zugkräftig.

Zum Glück hatte ich das Tape mit den Punkten gewählt, denn genau das führte mich zu einer Lösung. Irgendwo stand noch das Schälchen mit den Jumbo-Konfetti aus Seidenpapier, das zusammen mit einer superleckeren Schokolade in meinem DIY-Kalender 2015 am 12. Tag gesteckt hatte. Zusammen mit einem Rest Seidenpapier und Tapetenkleister, von dem ich immer etwas angerührt parat stehen habe, war der Lampenschirm wieder einsatzbereit und sogar etwas aufgehübscht. Punkte sind sowieso meine Lieblingselemente.

 

Prinz Chewbacca beim Begutachten

 

Untertan Scotty zu Chewies Füßen, aber er weiß sich zu behaupten

In Sachen Kamera und angeschlagenem Objektiv habe ich lange hin und her überlegt. Es ist ja schon das zweite KIT-Objektiv, das ich zu Schaden hab‘ kommen lassen. Die Platte mit dem kaputten Bajonett-Teilen ist nicht das Problem, die könnte mit dem intakten Teil des anderen Objektivs ausgetauscht werden. Allerdings klappert es im Gehäuse und der vordere Teil wackelt. Irgendwie funktioniert es trotzdem noch, aber eine falsche Bewegung … und ich mag nicht mehr nur mit dem Handy fotografieren. Deshalb musste, durfte, Konstanze auch neue Gläser bekommen, nicht nur ich.

Konstanzes neue Optik

Für den ersten Ausgang mit Konstanze und ihren neuen Gucker war es Samstag leider etwas spät geworden. Facetime mit Sohnemann ging vor! Aber es zeigte sich im winterlichen Dämmerlicht wie viel lichtstärker dieses Objektiv ist.

Mehr erste Bilder gibt es hier von meinem Sonntagsspaziergang und zuhause angekommen stellte ich zwischen bloggen und weiterer Reiseplanung fest, dass es ein paar halbfertige Blogposts gibt auf die ich jetzt gerne zurückgegriffen hätte.

Insgesamt käme mir momentan  in Sachen Reisen und sonstigen Wünschen ein Goldesel sehr gelegen. Mir würde auch ein ganz kleiner reichen! 😉 Aber ich weiß zu sparen und kenne mein Ziel! Als ich im September 2015 hier stand nahm ich mir vor zu diesen Inseln zu fahren und nun wird es 2017 dort hin gehen.

Eine schöne Woche wünsche ich allen und immer positiv denken!

Woche 1/2017

und …

Das letzte Ferienwochenende und Weihnachten sind endgültig zuende!

Schluss ist es mit Abhängen, Rumhängen und Ausschlafen. Die Schule beginnt wieder und das andere Alltagsgebinde nimmt langsam Fahrt auf. Letzteres wurde mir bewusst, als ich Samstag die Januar-Termine in meinen selbst gekauften Kalender schrieb. Selbst gekauft! Männo! Jedes Jahr kaufte ich mir schon Ende November einen Kalender für das kommende Jahr um schon einmal einzutragen, was eben so kommen wird. Jedes Jahr lag dann ein Termin-Kalender dieser Art unter den Weihnachtsgeschenken. Nicht dass ich mich beklagt hätte, denn dieses Jahr wollte ich das Doppelgemoppel vermeiden, womit ich eine Nullrunde landete. Kein Kalender dieser Art! Pff, Mist. Ok, dafür gab es unerwartet einen wunderschönen Fotokalender von einer lieben Nachbarin (Danke noch einmal S*****!). Nur mag ich diesen nicht mit Alltagsnotizen verhunzen, dafür ist er zu schön. Kurz hatte ich noch überlegt selbst ein paar Zahlen zu schreiben und Linien zu ziehen, denn am Papier sollte es in meinem Haushalt nicht liegen. Dann griff ich mir doch aus Bequemlichkeit ein passendes Kalendarium vom noch übervollen Angebot in der nächsten Buchhandlung. ABER BITTE Weihnachten 2017 KEINEN Kalender schenken – ich.kümmere.mich.selbst.darum. Danke. 😉

Was die erste Woche des Jahres so brachte:

  • die Sternsinger kamen vorbei – immer wieder schön und für mich ein wichtiger Teil zum Jahreswechsel
  • von einer Kollegin zu einer Ausfahrt mit ihrem neuen Auto abgeholt worden und danach gemütlich in einem Café eingekehrt
  • Reparaturarbeiten damit meine knapp 50 Jahre alte Küchenzeile noch ein paar Jahre funktioniert – eine Schublade war ausgebrochen
  • viele weitere Versuche in Sachen Pflanzenfarben – es köchelt auch schon wieder auf dem Herd 😀
  • eine Kampfansage an meine penetrante Rüsselpest – wenn’s sein muss schnüffel ich halt mal wieder etwas härteres als Kochsalzlösung & Co.
  • stricken, stricken, stricken
  • Kater bespielen und befrieden – es klappt wieder besser zwischen Altkater Chewbacca und dem jungen Wilden, seinem Neffen Scotty – wir üben weiter
  • eine günstige Gelegenheit bzw. Gegebenheit nutzen – die Stadtgärtnerei arbeitete auf dem Schulgelände meiner Schule und sie entfernten mir netterweise auch etliches Gestrüpp, ratzfatz, in Sachen Schulgarten
  • spazieren gehen und die Natur genießen  – vor einer guten Woche standen hier Schafe und der Schlittenhang im Hintergrund war verwaist

Mengen an Hagebutten hängen noch an den Hecken entlang der Bundesstraße B464, obwohl so viele Früchte im Herbst gepflückt worden sind. Ich war jedoch auf der Suche nach Weißdorn- und Schlehenzweigen. Dabei entdeckte ich das vom Schnee zugedeckte Vogelnest vom letzten Sommer.

Es begann wieder zu schneien und in kürzester Zeit war meine Filzjacke der Umgebung angepasst. So gefallen mir Winter und Schnee. Wenn da nicht die Unmenge an Hundepieselstellen zutage kommen würden oder, noch schlimmer, die festeren Hinterlassenschaften nach einem Gassigang. Es gibt ausreichend Boxen, aus denen Hundekottüten gezogen werden können. Diese Dinger hängen bequem erreichbar in Griffhöhe, doch leider nehmen sie nicht das Bücken zum Häufchen ab. Wenn jetzt noch die grau-braune tauende Schnee-Salz-Pampe auf den Straßen liegt, es darauf noch regnet, alles zur Rutschpiste verwandelt, ist’s wirklich vorbei mit Winterwonderland.

Egal, heute fand ich es weitgehendst nett unterwegs zu sein. Frisch fallender Schnee ist, wenn er ohne Wind vom Himmel herunterflockt, faszinierend. Mir reicht nie die Zeit jede Flocke in ihrer Schönheit, wie Vielfalt der Formen zu bewundern. Sie sind immer viel zu schnell weggetaut oder mit ihren KollegInnen in die bedeckende Gemeinschaft übergegangen.

Ah ja, die Reparatur. Ausgebrochen war eine Kunststoffhalterung, die nach genauerer Betrachtung schon einmal gebrochen und geflickt worden war. Nach Farbe und Zustand der Kleberreste tippe ich auf Pattex, dem Allheilflickmittel meines Vaters und dem Vater meiner Freundin in den 60er und 70er Jahren. Anfang der 80er zogen diese Küchenmöbel nach einem Umzug der Familie meiner Freundin erst noch in ein Garagendepot bis sie bei mir landeten, noch mehr Umzüge wie Umräumaktionen überlebten und nun noch bis zum geplanten Küchenumbau halten sollten. Da lasse ich mich doch nicht durch ein blödes Stück Kunststoff aus der Fassung bringen! Wenn es nicht so kalt gewesen wäre hätte ich mich auf unserem Wertstoffhof platziert und auf Sperrmüll von Möbeln gewartet, in der Hoffnung auf Ersatzteile meiner Uralt-Küche zur treffen. Die Chance dazu ist groß in dieser Jahreszeit. Auch wenn allgemein bekannt ist, dass sich Frauen keine Haushaltsgeräte etc. zu Weihnachten wünschen, gibt es zur Weihnachtszeit etliches rund um die Küche: „Schatz, Du sollst es doch bequem haben…!“ 😉 Statt auf dem Wertstoffhof zu frieren entschied ich mich für Flickwerk und ging in die Werkräume meiner Schule, um dort zu frieren bzw. diese ausgebrochene Kunststoffaufhängung zu flicken. Ein Stück Aluminiumblech, geschnitten, trickreich gefaltet und zurecht gebogen, brachten der Schublade ihre Funktion zurück. Nicht hübsch, aber praktisch. 😀

Zum Schluss noch Chewbacca und Scotty, die außerhalb der Kampfphasen wissen, wie Entspannung funktioniert! 😀

 

Ich wünsche allen eine schöne zweite Woche und vielleicht bis zum ersten 12 von 12/2017.

 

Keine Vorsätze zum Jahreswechsel sind mein Vorsatz für 2016

oder …

Vorsätze sind für die Katz‘

Wieso sollte ich mir für das neue Jahr etwas vornehmen? Klappt mit dem Durchhalten selten bis nie und das Gefühl versagt zu haben sorgt für Stress. Nachdem es mit dem Vorsatz Anfang Dezember: Dieses Jahr schenken wir uns, die Großen in der Familie, nichts! wieder ordentlich schief ging – hat sich jemals jemand daran gehalten? – lasse ich die Finger von Versprechungen die eine längere Laufzeit als zwei Wochen haben.

Eine extrem kurze Laufzeit hatte meine Weihnachtsdekoration dieses Weihnachten. Bleibt sie normalerweise bis nach dem Dreikönigstag stehen, fiel sie dieses Mal einem notwendigen Großputz  zum Opfer. In zwei Kartons und einer Tasche verstaut, hoffentlich ohne Krümelkram, den ich mir vor den Feiertagen eingeschleppt bzw. eingekauft hatte, übersommert alles für das nächste Fest im Keller.

 

Sprichwörtlich könnte ich mir, trotz aller guten Vorsätze ohne einen Vorsatz in dieses neue Jahr zu gehen, doch noch einen Vorsatz basteln wenn ich ins Katzenklo schaue. Ein Blick hinein bzw. drumherum macht weder mich noch Katze Kater froh. Welcher Teufel hatte mich geritten, an Heiligabend beim Einkauf kurz vor Geschäftsschluss, die Marke vom Katzenstreu zu wechseln? Das ist eindeutig ein Zeichen davon zu lange nicht mehr arbeiten gewesen zu sein. Alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten in Zusammenhang mit Kraft und Masse, Arbeit etc. scheinen so weit weg und ich kaufte dieses Zeug um jetzt den Dreck zu haben! Selber schuld, nachdem ich der Verlockung erlegen war nicht mehr so schwer schleppen zu müssen.

Ich kann jedem Halter von Hauskatzen und -katern nur empfehlen die Finger von Ultraleicht-Katzenstreu zu lassen! Es ersetzt rund um Weihnachten mindestens einen schon Anfang November geschlagenen Weihnachtsbaum, der dann zur Weihnachtszeit im warmen Wohnzimmer fröhlich vor sich hinnadelt. Jede Zimmerlüftung fegt das Nadelzeug wie Treibsand eine Parzelle weiter, von der sie dann per Wollsockenfüßen großflächig verteilt wird.
Ich hatte dieses Jahr keinen echten Weihnachtsbaum, begnügte mich mit dem siebenteiligen Kunstnadelteil aus den schwedischen Möbelhaus, den ich für Wenn-gar-nichts-mehr-geht-Zeiten im Keller stehen habe.

 

Falscher Baum, elektrische lichter, echtes Lametta, grauer Kater
Falscher Baum, elektrische Lichter, echtes Lametta, grauer Kater

 

Keine Tannennadeln im Bett, aber Katzenstreu! Oh, du fröhliche! Tolle Bescherung.

Man stelle sich einen großen Kater mit großen Pranken vor, der sein Gewicht auf dem Katzenstreu auf genau diesen vieren verteilt. Nur bildet die Katzenpfote keine ebene Fläche. Auf ihr hat der Krümelkram eine Menge Ritzen zum Verstecken. Da ist ein Kinderfuß frisch aus dem Sandkasten nichts dagegen.
Weiter im Gedankenspiel. Jede Katze scharrt wenn sie mit ihrem Toilettengang fertig ist. Ultraleichtes Katzenstreu. Muss ich mehr sagen? Ultra. Leicht. Schon mal einen kleinen leichten Ball geworfen und danach einen Medizinball? Klar landet beim Scharren einer Katze mal eine gewisse Menge außerhalb der Schüssel, aber ultraleichtes fliegt weit, sehr weit! Es scheinen auch mindestens doppelt so viele Teilchen in den Pfoten zu hängen, die dann beim Verlassen der Kloanlage auf dem Weg zum Futternapf noch kräftig abgeschüttelt werden. Diese Teile erreichen mit Schwung ultraleicht auch noch den allerletzten Winkel in der Wohnung! Bloß keine Schränke öffnen, wenn der Kater vorbeikommt. Er könnte eine Pfote heben und ein ultraleichtes Teil genau dort hinein in Bewegung setzen!!!

Ich erinnerte mich dann doch an sandige Kinderfüße in sandigen Gummistiefeln und wie Junior diese immer mit Schwung ausgezogen hat. Flugsand mit Dünenbildung im Kinderzimmer.

Nach den Feiertagen stand ich als erste Kundin im Zoohandel. Man kennt sich.
„Wie, schon wieder Katzenstreu? War was damit nicht in Ordnung?“
„Ist alle!“
„Wie? In der kurzen Zeit? Der ganze Sack?“
„Ja. Verteilt sich schnell. War ja auch ultraleicht!“
„Wie? … ??“
Die Dame verstand die Zweideutigkeit eindeutig nicht. Aber ich ging nach dem Einkauf mit dem schwersten Streu aus dem Laden, megaschwer, fast nicht (für mich) ins Auto zu bekommen. Vom Auto in die Wohnung die Sackkarre gebraucht.

Megaschweres Katzenstreu verkürzt die Flugbahn der Teilchen enorm, verlässt Katzenpfoten schon beim Verlassen des Katzenklos, der pieksende Radius rund ums Katzenklo verringert sich. Ich hätte es wissen müssen. Es geht nichts über das Ausnutzen der Schwerkraft.

Mir kommt das Zeug nicht mehr ins Haus. Das ist eine Entscheidung und zur Not mache ich einen Vorsatz daraus, falls mir jemand über den Weg laufen sollte, der/die meint ohne ginge ja gar nicht so rund um den Jahreswechsel.

Grundsätzlich möchte ich Vorsätze nicht verteufeln. Meine Vorsätze 2012 und 2015 sind Teile meines Alltags geworden. Vorsatz 2/2015 schwächelt immer wieder, wie ich selber; wird schon werden.

Nach getaner Aufräum- und Putzarbeit lockten die Sonnenstrahlen nach draußen ins Vogelzwitscher.
Es ist alles etwas anders in diesem Jahr rund um den Jahreswechsel.
Nicht nur die Haseln blühen, auch einige Veilchen und die Zierkirschen im Stadtzentrum, und ich finde die ersten Weidenkätzchen des Jahres, am 3. Januar 2016.

 

 

 

 

Zurück zuhause bekommt Katerchen ein Leckerli von mir geworfen. Er rennt hinterher, „bremst“, fängt und hinterlässt eine Bremsspur.

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass das ultraleicht des Katzenstreus durch die Verwendung von Altpapier erreicht wird. Diese Partikel sind dunkelgrau und hinterlassen, wenn feucht geworden, Streifen beim Zusammenfegen auf glatten Böden. Chewie muss ein paar übersehene, übrig gebliebene Teilchen zwischen seine Zehen bekommen haben, die er jetzt auf das Linoleum übertragen hat.
Mein erster Gedanke: Auch ein Weg, wie die Bild-Zeitung ins Haus kommen kann!

Rosen über Rosen #1

oder …

Rosenwasser zum Beduften und für die Küche

„Rose is a rose is a rose is a rose.“
(Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose.“

Eine Zeile aus ‚Sacred Emily‚ von Gertrude Stein, deren Leben und Arbeiten, ihr Umgang mit der Sprache, mich immer wieder faszinieren, nicht nur wenn gerade die Rosen blühen.

Es ist Juni und die Rosen blühen in den Gärten, Parks und in meinem schmalen Gartenstreifen vor dem Balkon. Der ‚Schottische Rosengarten‘ am Unteren See in Böblingen, bei Stuttgart, ist in diesen Tagen ein Fest für alle Sinne. Es duftet, es leuchten die Farben und es summen und brummen Bienen, Hummeln und anderes Getier.

 

 

 

Rote Rosen, gelbe, weiße, duftende Rosen, gefüllte Rosen, veredelte Rosen, wilde Rosen, … viele Rosen.
Viele Rosen duften nicht, sehen einfach nur gut aus, wie eine alte englische Sorte vor meinem Balkon. Dafür duftet die Damaszener Rose, die ein kleines Stück entfernt steht für mindestens zwei!

Diesen Duft möchte ich in die kalte Jahreszeit mitnehmen. Dazu hat mich Inka von blickgewinkelt mit ihren Rosenwasser-Varianten inspiriert. Ich erinnerte mich an meine Experimente mit Rosen- und Lavendelblüten und kramte meine alten Rezepte wieder heraus.

Doch zuallererst müssen Rosenblätter gesammelt werden. Viele Rosenblätter. Sehr viele! Verarbeitet werden können alle Rosenblätter, wenn sie nicht gespritzt wurden und duften!!!
Die beste Pfückzeit ist der frühe Morgen, wenn die Sonne noch nicht zu kräftig scheint. Gepflückt werden die Blüten, die gerade voll aufgeblüht sind.

Vorbereitung

Von den Blüten sollten die Blütenansätze, sie sind meist weiß, weggeschnitten werden. Sie sind bitter, sagt man, egal in welches Rezept man schaut. Warum diese mühsame Prozedur auch bei Rosenwasser zur äußeren Anwendung durchgeführt werden muss steht nirgends. Ich glaube, da hat einer vom anderen abgeschrieben ohne sich selbst Gedanken zu machen und es auszuprobieren. Für Rosenduftwasser werde ich in Zukunft wieder alle Blütenblätter, so wie sie sind verwenden.
Dieses Mal schnitt ich jedoch von allen Blütenblättern die Ansätze ab, ob weiß oder gelb, weg damit!

 

Rosenduftwasser zur äußeren Anwendung

Zutaten

75 g Blütenblätter (im Rezept standen 150 g)
500 ml Wasser (ich verwendete destilliertes Wasser)

Zubereitung

Von den Blütenblättern 25 g in eine Schüssel geben, die heiße Temperaturen aushält.
Das Wasser zum Kochen bringen und dann über die Blütenblätter in der Schüssel leeren. Die Schüssel abdecken und den Blütenblättersud abkühlen lassen. Den Sud in ein Sieb geben um die Blütenblätter von der jetzt schon duftenden, rosafarbenen Flüssigkeit zu trennen. Die abgesiebten Blütenblätter können weggeworfen werden und die Flüssigkeit wird wieder bis zum Sieden erhitzt.
In der Zwischenzeit wieder 25 g Blütenblätter in eine Schüssel geben und mit dem kochenden Sud übergießen. Abdecken, abkühlen lassen, absieben und den Vorgang noch einmal mit den letzten 25 g Rosenblättern wiederholen.

 

Das fertige Rosenwasser in dunkle Fläschchen abfüllen und kühl gestellt aufbewahren. Laut Rezept soll es ca. sechs Monate haltbar sein.
Mit diesem Rosenwasser lassen sich, mit Wasser verdünnt, gut Kompressen für geschwollene Augen machen und mir hilft es auf Insektenstichen.
Wer es mag füllt sich dieses Rosenwasser in einen Zerstäuber für heiße Sommertage.

Rosenwasser zum Kochen

Zutaten

ca. 60 g geputzte Rosenblütenblätter (das sind ungefähr vier kleine Hände voll)
500 ml destilliertes Wasser

Zubereitung

In einen Topf oder eine Schüssel mit Deckel zwei Hände voll Blütenblätter geben. Das Wasser auf ca. 40 bis 50°C erwärmen, über die Blütenblätter gießen und das Gefäß schließen. An einem warmen Ort die Blütenblätter im Wasser zwei bis drei Tage stehen lassen.

Danach die Flüssigkeit im Sieb abgießen, wieder auf 40 bis 50°C erwärmen und die zwei übrigen Handvoll Blütenblätter übergießen. Den Topf mit Blütenblättern und Sud noch einmal zwei bis drei Tag an einem warmen Ort stehen lassen. Abgesiebt und in dunkle Flaschen gefüllt hält dieses Rosenwasser gekühlt etwa ein halbes Jahr. Deshalb friere ich kleine Mengen davon ein, zum Beispiel als Eiswürfel.

Mit diesem Rosenwasser können Süßspeisen aromatisiert werden – in vielen Rezepten mit Marzipan wird Rosenwasser verwendet.

Mein Rosenwasser zum Kochen von dieser Ernte zieht zwar noch, doch es schmeckt ohne die Blütenansätze deutlich besser, als ich es von meinen letzten Versuchen in Erinnerung habe.

Kleine, unvermeidliche Gäste bei der Herstellung   😉

 

Was mir bei der Herstellung jedoch fehlte, waren die dunklen Fläschchen. Die muss ich mir erst noch besorgen. Eigentlich schade, denn das Rosenwasser hat solch eine herrliche Farbe, dass man sie nicht verstecken möchte.

Gegen diese Farbe verblasst selbst ein Gläschen Rosé bzw. Weißherbst völlig und trägt seine rosige Bezeichnung beinahe zu unrecht!

Noch ein Eindruck, gut durchgekühlt!

 

Türkranz aus Samenkapseln der Herbstanemone

oder …

Eine Metamorphose, die sich Zeit gelassen hat!

Im frühen Herbst hatte ich die Idee zu diesem Türkranz, als ich die blühenden Herbstanemonen in meinem Minigarten stehen sah. Mitte Oktober schnitt ich zur Realisation, und zur Verhinderung weiteren Wucherns dieses „Unkraut“ für kleine Gärten, die verblühende Pracht.

Ich liebe Herbstanemonen und ganz besonders liebe ich die Samenkapseln.

Nach dem ersten Frost platzen diese auf und bilden hübsche, wollige Wattepuschel auf denen die kleinen Samenkörnchen sitzen. Ich dachte immer schon, daraus muss (s)ich doch was machen (lassen), so dekorativ wie diese Gebilde aussehen.

Ein Türkranz sollte es wieder werden, damit ich den Herbstkranz der letzten Jahre nicht mehr abstauben und anschauen muss.

Dazu schnitt ich von den geernteten Herbstanemonenstengeln die Samenkapseln in ca. 5 cm Länge ab.

 

Da ich meinen Bindedraht für Schülerversuche in der Schule hatte (wir wickelten Chromosomenmodelle) und die Munition der Heißklebepistole nicht aufzufinden war, mobilisierte ich zum befestigen der Samenkapseln meinen Möbeltacker. Das lief so ruckzuck mit dem Gerät, dass ich es nicht mehr so weit wegräumen werde.
Auf einen Strohkranz setzte ich Gruppen von zwei bis drei Samenkapseln – nicht zu dicht, denn es sollte noch Platz sein für die aufgepoppten Puschel.

So sah Ende Oktober der fertige Kranz aus, bevor ich ihn an die Tür hängte (oder nachdem ich ihn zwei Tage später wieder abgehängt hatte)!

Im schon winterlich dunklen Hausflur gefiel mir dieser Kranz schon nach kurzer Zeit ganz und gar nicht. Das Grün der Kapseln kam bei dem geringen Lichteinfall nicht richtig zur Wirkung. Es fehlte der Kontrast durch das wollige Weiß der der aufgeplatzten Samenkapseln. Ohne ein wenig frostige Kälte würde sich dieser Effekt aber nicht in einem normalen Hausflur einstellen. Deshalb schickte ich den Türkranz für einige Tage ins Tiefkühl-Sibirien.
Leider war dieser Versuch nicht so erfolgreich, wie erhofft.

 

Die Kapseln waren nach diesem erzwungenem Ausflug nur im Ansatz aufgeplatzt und ich war ziemlich enttäuscht. Trotzdem trennte ich mich nicht von diesem Kranz und hängte ihn auf den Balkon.

Jetzt, Mitte Februar, zeigt sich nach einigen heftigen Frosttagen, mit den ersten kräftigeren Sonnenstrahlen endlich doch der Effekt, den ich mir für diesen Türkranz erhofft hatte! Plopp!!

 

 

 

Manchmal lohnt sich Geduld. Gut Ding will Weile haben.

Herzig gepixelte Popup-Karte nicht nur zum Valentinstag

oder …

Ein Kartengruß mit Herz, der 365 Tage im Jahr passt!

Eigentlich suchte ich nach einer Idee, wie ich meine kranken Kolleginnen mit einer Grußkarte aufmuntern kann. Gar nicht so einfach. Anfang Februar ist Karnevals- und Faschingssaison mit „Helau“, „Alaaf“ und „Narri-Narro“. Das ist nicht jedermanns Sache und man muss damit aufgewachsen sein, um den Spaß der Sache freudig erleben zu können oder um den Ernst dahinter zu verstehen.
Im Zweifelsfall ist eine fröhliche Karnevalskarte keine gute Idee für Genesungswünsche.

Als Alternative wird in diesen Tagen DER Tag der Tage für den Süßwaren-, Geschenk- und Blumenhandel mit viel rosa und Herz angeboten:

Valentinstag.

Hmm. Ich persönlich fange wenig mit diesem Tag an. Aber ich erinnere mich an das Entsetzen einer meiner Neffen, als ich ihm erklärte noch nie eine Valentinskarte bekommen zu haben. „Auntie, never? Really never? Never?“ Er war unglücklich, weil auf seinem Regal deutlich weniger Karten gestanden hatten, als bei seinem jüngeren Bruder. Ein großes Drama zwischen den damals sechs und acht Jahre alten Burschen! Ich versuchte zu vermitteln und zu trösten. Irgendwie bekam der jüngere Bruder das Gespräch mit und wollte mich auf seine stille Art trösten. Dazu schnitt und bemalte er kleine Blumen, die er mir nachts als Überraschung an meine neuen Schuhe klebte. Mir kommen immer noch die Tränen wenn ich daran denke, wie die Geschichte ausging – überhaupt nicht in meinem Interesse und schon gar nicht für little J.!

Nach Abwägen meiner persönlichen Befindlichkeiten entschied ich mich für meine Grußkarten für meine Kolleginnen für die Richtung Herz und Valentinskarte, unter Ausschluss von ROSA, obwohl ich weiß, dass eine der beiden betroffenen diese Farbe liebt. ROSA scheint in den Papiergeschäften gerade ausverkauft zu sein, <pff> und Stirn gewischt. KnallePINK war leider auch nicht im Angebot. Das hätte ich zwar genommen, doch das rote Papier finde ich nach wie vor als gute Wahl.

Im Internet recherchiert, mit Suchwort „Herz“ und meinen Treffer in Bonbonfarben, inklusive ROSA, gefunden, eine Popup-Karte mit Herz.

Ausprobiert und umgesetzt zuerst in weiß …

… in rot und weiß …

… in rot-weiß-rot … um dann in Wikipedia zu lesen:

 

In Südafrika wird der (Valtentins)Tag auch als öffentliches Fest gefeiert. Es ist dort Brauch, Kleidung in den Farben weiß und rot für die Reinheit und Liebe zu tragen.

Prima.
Da habe ich mit der Farbwahl schon einmal keinen Fehlgriff getan. 😉

Zudem kann ich ein paar Tipps weitergeben, die bei der Herstellung der Popup-Karten mit Herz hilfreich sind.

Die Anleitung von Mini eco ist auf Englisch, hübsch, mit Schneideplan als ‚template‘, doch knapp beschrieben. Über Gamergirls gibt es eine deutsche Anleitung mit einem Schneideplan als ‚gif‘, den ich nach Download verwendet habe.

Meine Tipps zur Herstellung

Man braucht

  • Schneidematte
  • Pergamentpapier
  • Papier mit mindestens 120 g/m2
  • Schneidemesser oder besser ein Skalpell
  • Stecknadel
  • Falzbein
  • Tesafilm oder besser Maskingtape

Zum Vorgehen
Zuerst die Schneidevorlage auf das Pergamentpapier ausdrucken.
Das Pergamentpapier mit der ausgedruckten Schneidevorlage auf das zu schneidende Papier legen und mit Maskingtape auf einer Schneideunterlage fixieren.

Die Eckpunkte der Linien werden nun mit einer Stecknadel, oder einem anderen spitzen Gegenstand, durch das Transparentpapier in das später zu schneidende Papier durchgedrückt.

Sind alle Eckpunkte durchgestochen wird das Transparentpapier entfernt. Es sind dann nur noch die Eckpunkte zu sehen.

Jetzt heißt es aufpassen, welche Verbindungen zwischen den Punkten mit dem Messer geschnitten und welche mit dem Falzbein zum falten geprägt werden!!!

Wenn alles geschnitten und geprägt ist muss vorsichtig alles in Form geschoben, gedrückt, gebogen, gefalzt werden. Das braucht Muße und ich denke, dass da jeder seine eigene Technik entwickeln muss.

Ich beginne mit dem Kartenfalz, rechts und links vom Herz. Danach falte ich die zwei oberen Herzbögen um dann langsam die Karte zusammenzufalten. Mithilfe einer Stricknadel (die lag dort gerade herum) oder einem Stift können die schmalen Streifen in die richtige Richtung dirigiert werden. Zum Schluss liegt meine Karte dann so platt da.

Die Karten für meine Kolleginnen kaschierte ich auf der Rückseite mit einem Bogen Druckerpapier und schnitt sie auf Briefumschlaggröße zu.

Als ich wieder zuhause war dachte ich mit, ich hätte die Karten einfach so lassen sollen, denn hier standen die ersten Versuchskarten noch auf meinem Arbeitstisch als Stillleben.

 

 

 

Und ganz zum Schluss erinnerte ich mich, dass es Zeiten gab, in denen ich als Kind Fasching und Karneval geliebt habe. Gemeinsam saßen wir als Familie am Fernseher und sahen uns die Übertragungen aus Mainz, Köln und Düsseldorf an. Und bei einem dieser Anlässe hörte ich Ende der 1960er zum ersten Mal DAS Heilerlied von mit Ernst Neger neu interpretiert, was inzwischen Kulturgut ist:

Wer hat seinem Kind noch nicht Heile, heile Gänschen vorgesungen?
Ich schon!!
Karneval kann doch zur Gesundheit beitragen!

Weihnachtskarten – Edition 2013

oder …

Sterne gehen auf Reisen

Letztes Jahr, 2012, verpasste ich es pünktlich vor Weihnachten meine Weihnachtspost auf den Weg zu bringen und es gab meinen traditionellen Jahresrückblick für meine Familie, Freunde und Bekannten „zwischen den Jahren“ ohne die dafür vorgesehene Verpackung.
Nachdem die Bestandteile dieser verpatzten Weihnachtskarte ein Jahr Zeit hatten sich zu Entwickeln, Abzuhängen, … , und zu Verstauben 😉 sind sie jetzt, mit aktuellem Jahresrückblick, fertig verpackt tatsächlich noch vor dem 4. Advent auf Reisen gegangen.

 

Die Idee

2012 hatte ich einen Faltstern umgesetzt und darüber hier (klick zum Post) berichtet.

Nachdem ich etliche dieser Sterne geschnitten, geklebt und gefaltet hatte und diese zum Lagern zusammengefaltet in eine Plastikbox stellte, kam mir der Gedanke: lauter kleine Tannenbäume.

Jeder Tannen- oder Weihnachtsbaum muss an der Spitze einen Stern haben. Dafür besorgte ich mir Büroklammern in Sternform.
Und passend zur Höhe der gefalteten Sterne fand ich nach langer Suche quadratische Umschläge.

Zum 3. Advent holte ich Sterne, Sternbüroklammern und Umschläge aus den tiefsten Tiefen meiner Regale heraus und fragte mich: Wie bringe ich das alles dieses Jahr auf den Weg?

Die Basiskarte

Keine Weihnachtskarte ohne ein Gedicht, Zitat oder Spruch.
Ich entschied mich für diese Karte und dieses Jahr für einige Worte des Malers, Philosophen und Dichters Khalil Gibran:

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.

 

Die Herstellung der Karten

Drucken, schneiden, falten, eintüten. Adresse und Briefmarke drauf und los geht es!

Fehlt nur noch der passende Platz für den Jahresrückblick!

 Im ersten Versuch wird noch in Form gefaltet. Geschnitten und gefaltet passt alles!

 

Meine Sterne sind nun alle auf der Reise. Ab Montag werden sie sich dann hoffentlich in ihrem neuen Zuhause entfalten können.

Koffer packen

oder …

auch nicht Grünzeug

Wer mich kennt weiß, ich verreise gerne. ABER, den Koffer zu packen ist so gar nicht mein Ding. Meine Kinder können ein Lied davon singen. Als kleine Kinder flüchteten sie sich in diesen Situationen zu Oma und Opa. Selbst jetzt noch, als Erwachsene, gehen sie die Tage vor einer Reise mit Vorsicht mit mir um. Es ist besser geworden seitdem ich nur noch für mich selber packen muss, den Koffer in einem Zimmer hinlegen und die Tür zwischen Koffer und mir schließen kann.

Ich habe den Koffer schon einmal aus dem Keller, hoch in die Wohnung geholt und im Kofferzimmer abgelegt. Dort liegt er nun. Das Kofferzimmer ist auch das Lohnsteuerrückerstattungszimmer, das Zimmer für unbezahlte Rechnungen, für bezahlte Arztrechnungen, die darauf warten eingereicht zu werden, Belege, Papiere und was sonst noch weniger angenehm zu bearbeiten ist.

Heute legte ich die ersten Teile in den Koffer …

 

… und dann machte ich zwischen mir und Koffer die Tür zu. 😀

Ich brauche zum Packen noch ein wenig Inspiration und vor allem mehr Ruhe, als mir der Alltag diese Woche übrig gelassen hat. Warum werden die letzten Tage vor den Schulferien für Schüler und Lehrer immer so mit zusätzlichen Aktionen zugepackt? Den Sinn dahinter habe ich auch nach über 30 Jahren als Lehrerin nicht ergründet.

Heute traf ich wieder auf den ungepackten Koffer, als ich mit dem Staubsauger durch die Wohnung ging. Doch zum Glück endete der Sauger-Kurs in der Küche, wo noch das bemitleidenswerte Pflänzchen, das ich gestern vor der Tonne im Gartenbaumarkt gerettet hatte, stand.
Ich weiß zwar nicht um was für eine Sorte es sich dabei handelt, aber ich werde es schon wieder hochpäppeln, wie den traurigen Bambus vom Baumarktbesuch letztes Wochenende. Aber zum Päppeln braucht es gute Erde und einen neuen Topf – der Koffer kann warten.

 

Chewbacca zweifelt auch, ob aus dem Bambus noch etwas wird

Jetzt steht die heutige Errungenschaft bei den inzwischen gut angewachsenen Kakteen-Relikten aus Chewbaccas Fliegenjagd von der ich hier im Sommer letzten Jahres berichtete.

Ein paar der neuen Mini-Kakteen verschenkte ich an Schüler und Kollegen. Weitere Pflänzchen tauschte ich mit meiner Nachbarin gegen ein selbst gezogenes Usambaraveilchen (ganz rechts auf dem Bild), das ich nach einem halben Jahr doch tatsächlich zum Blühen gebracht habe!

Da ich zum Umtopfen nun schon einmal den Eimer mit Blumenerde in der Küche stehen hatte schaute ich mir meine frisch bewurzelten Pflänzchen an. Ich entschied, dass, wenn ich schon einmal dabei bin meine Finger in die Erde zu stecken, könnte ich gleich weiter machen.

Türkische Minze – Lavendel aus Spanien – Weide

Von den Weidenzweigen, die ich im Dezember zu den Barbarazweigen ins Wasser stellte und Wurzeln bildeten (ich berichtete unter Es grünt im Haus davon) haben zwei überlebt. Den Lavendel hatte ich Ende Februar in Spanien gepflückt und die Minze bekam ich gestern geschenkt.

Platz für neue Pflanzen und Pflanztöpfe habe ich nicht in der Wohnung. Die Fensterbretter sind genau 50:50 aufgeteilt zwischen Blumentöpfen und Katerchen. Bis zu den ersten frostfreien Nächten und dem Umzug auf den Balkon muss all das neue Grünzeug Platz finden. Der Teil, der mehr Pflege braucht, steht nun in die Pflanzen-Krankenstation in meinem Arbeitszimmer.

 

Und die Kräuter versammeln sich bei den Tulpen auf dem Esstisch.

Meine Kater-Pflege-Fütter-Streichel-Urlaubsvertretung wird einiges zum Gießen haben, wenn der Koffer dann wirklich gepackt sein wird und ich mich auf den Weg in den Norden mache.