Woche 36/2017 – die letzte Ferienwoche

oder …

Vorbereitungen auf das neue Schuljahr und eine alte (Schul-)Tasche aufgepimpt!

Montagmorgen entschied ich, nach einer unglücklichen Bewegung, kein abschließendes Resümee zu den großen Ferien aus meiner Sicht zu schreiben. Beim Nasespülen reichte eine falsche Bewegung beim Griff nach einem Handtuch und die Hexe hatte zugeschlagen – kein Wunder nach fünf Wochen ohne Sport. Ist so, das Leben geht weiter, auch mit Aua und überhaupt.

In der Schule tut sich einiges, inklusive ersten Sichtungen des Klassenzimmers und meiner Fachräume (steht noch alles so wie es soll nach der Partnerstadtolympiade?), Treffen mit Kollegen, der ersten Konferenz, … und einer schönen Überraschung in meinem Klassenzimmer. Damit, dass in meiner restlichen Lehrerlaufzeit die Fenster repariert werden rechne ich nicht mehr, aber was da gerade eingebaut wird gefällt mir auch recht gut, bringt meine Augen zum Leuchten – blink – und die meines Teamkollegen auch. Ich werde berichten.

Der erste Schulbesuch vor dem Ferienende beinhaltet eigentlich:

  • die Rückkehr der Schultasche in die Schule, wo sie auch den Rest des Schuljahres bleiben wird – Schultasche eben
  • den Auszug der Kaffeetasse aus der Spülmaschine, denn nach fünf Wochen in dieser ist sie entseucht genug für das kommende Schuljahr
  • den Arbeitsplatz im Lehrerzimmer einrichten, nach Plan, denn vor Schuljahresende habe ich mir eine Liste (WOHIN habe ich WAS hingeräumt?) in den Schrank gehängt – wer jetzt sagt: „Voll, die Lehrerin!“ bekommt Haue, echt!
  • nette Gespräche mit lieben Kolleginnen und Kollegen, anfangs noch entspannt
  • den Erhalt vom neuen Stundenplan, wodurch sich die Gespräche etwas unentspannter entwickeln
  • so eine Art Warmlaufen in die Schulroutine
  • und die Lektüre diverser Schreiben des Kultusministeriums inklusive des Briefs der Kultusministerin zum Schuljahresbeginn – im Ernst, ich fand das Gespräch mit unserem Ex-Kultusminister, das ich im Laufe der Ferien führen konnte (Facebook-Freunde haben eventuell das Bild gesehen) konstruktiver und motivierender

 

Zuhause brachte ich ein paar Ferienprojekte zuende, wie das vermaledeite, prüfungsrelevante Herbarium für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Es könnte noch ein paar Fotos vertragen, oder ein paar Texte, aber nee, Ende Gelände, Schluss, aus, fertig, babbela. Bilder davon gibt es ein anderes Mal. Ist schon ganz schick, und anders als die anderen, geworden und alleine schon deshalb ein paar Bilder wert.

 

Das Patchwork-Projekt für das Baby einer Kollegin ist fast fertig genäht und benötigt nur noch ein paar Stiche zum fertigen Quilt. Auch von diesem Werk gibt es erst später Bilder. Erst muss es verschenkt sein, sonst ist es ja keine Überraschung mehr, oder? Alternativ biete ich ein paar Eindrücke vom Nähen mit Kater und unserem Kampf um den Besitz des Nahttrenners! Angus liebt genau DIESES Teil heiß und innig. Wenn ich es nicht in einer Schublade verstecke findet er ihn! Wenn ich ihn in der Hand habe möchte er ihn! Dieses Mal nähte ich ihm beinahe in die Pfote!

 

Und dann stand ich vor meiner in die Jahre gekommenen Frühstücks-/Laptop-/Irgendwas-Transporttasche, die mich eigentlich bis zu meiner Pension hätte begleiten sollen. Es ist zweifelhaft ob dieser Schulterriemen noch sieben Jahre durchhalten wird. Dazu haben die Kater einigen Schaden an der Oberfläche angerichtet, nachdem sie die Tasche als Ersatzkratzfläche benutzt hatten. Sie bröselt an einer Seite mächtig.

Neue Tasche kaufen? Nee, nicht wirklich!

Alte Taschen gesichtet und eine gefunden, die ich, ursprünglich auf einem Afrika-Markt gekauft, auch schon als Proviant- und Notenlistentransporttasche verwendet hatte. Viel benutzt hatte sich in ihr das Futter in der Tasche begonnen an den Nähten aufzulösen und nach einigen Auslaufunfällen von Tee, Saft & Co. waren etliche Flecken unappetitlich nicht mehr zu übersehen (die Fleckenseite zeige ich hier nicht, das Szenario darf sich jeder selbst ausmalen). Von außen immer noch intakt konnte ich mich jedoch nicht von ihr trennen. Deshalb hing sie lange im Keller, bis jetzt. Einmal umgedreht erschien mir eine Wiederbelebung, ein Upcycling, machbar. Katerchen stimmte mir zu.

Futter gesichtet, rausgetrennt, Muster leicht verändert auf einen eigentlich ungeliebten Stoffrest übertragen, zugeschnitten, genäht und voilà … wie Phönix aus der Asche ist das alte Provianttäschchen neu belebt. Jetzt noch das Futter am Rand und am Boden festnähen, einräumen, Equipment (Schlüssel und Haarspange) anpinnen und Montag kann es losgehen.

Bei diesem Nähwerk benutzte ich zum ersten Mal Nähclips und ich finde sie ideal für gerade Nähte. Schwupps dran und genauso schnell wieder entfernt. Einziger Nachteil: Angus mag sie auch! Hmpf!

 

Mit dabei mein neuer Leererkalender (kein Schreibfehler) mit Foto von mir auf dem Einband. Es ist das siebte Exemplar aus diesem Verlag, das mich nun ein Jahr begleiten wird. 2014 hatte ich über diesen etwas anderen Kalender schon einmal berichtet (Link zum Blogpost).

 

 

Für die Baden-Württemberger Schulkinder und Eltern: Guten Start ins neue Schuljahr!

Ansonsten, alles Gute und bis die Tage,

Karin

 

Woche 35/2017

oder …

Sommer konservieren in der fünften Ferienwoche

Kaum zu glauben, aber im REWE stehen schon die Spekulatius, Christstollen und anderes Weihnachtsgebäck. Dabei hat Ba-Wü noch eine Woche Sommerferien!

Was die Woche so brachte (ein Ausschnitt):

  • Essig-Variation täglich wenden
  • Kornel-Kirschen und Weißdornfrüchte in Alkohol angesetzt. Dabei darauf geachtet: Nie wieder Trollinger! und Spätburgunder beim Weißdorn verwendet!
  • Tomaten für Gelee entsaftet, die restliche Pulpe kommt mit in die Tomatenmarmelade
  • Kräuter in Salz verarbeitet (Liebstöckel und Estragon)
  • Kater erduldet, wobei mir der junge Wilde momentan zu still ist
  • die Vögel zum Baden eingeladen
  • und entdeckt, dass zwei Eichelhäher die Futterstelle besuchen!

 

 

Soviel für heute, denn ich muss möchte noch zum Sonntagsspaziergang aufbrechen, der mich wohl nur zur Straßenbaustelle führen wird. Dicke graue Wolken ziehen auf.

Bis die Tage,

Karin

Woche 34/2017

und …

Ferienwoche vier

Keines der geplanten Vorhaben erledigt zerrinnen die Ferientage langsam dahin. Geduldig ziehe ich das postoperative Programm, Nase spülen, tropfen, cremen, weiterhin durch und verliere langsam, seit Mitte der Woche, das Gefühl einen Schlag ins Gesicht bekommen zu haben. Tatsächlich bekomme ich endlich besser Luft durch die Nase, doch bitte nicht bücken oder in der Sommersonne aufhalten. Das kann noch dauern sagte mir der Vertreter des Vertretungsarztes. Ich habe ja noch zwei Wochen Ferien. Super.

Positiv denken hilft enorm, wenn …

  • das älteste Bruder-Kind auf seinem Festlandsbesuch bei Tante (mir!) und Großeltern vorbei kommt
  • ein Gewinnerpäckchen bei der Post liegt 😀 😀
  • frau sich in Kreativitäten ohne Sinn und Verstand verlieren kann
  • ein einfaches Blumenfeld glücklicher macht als ein Einkauf beim Künstlerbedarf
  • das Ferien-Trost-Ersatz-Geschenk, das ich mir selbst gönnte, mir wirklich Spaß macht
  • der Documenta-Besuch in Kassel endgültig gecancelt ist und ich mich dafür im September für ein kurzes Wochenende woanders einmiete
  • noch Ferien sind und eine ganze, echte Ferienwoche noch zu erwarten ist.

Nicht positives gab es zwar auch, aber inzwischen habe ich wieder genug Kraft mistige Erfahrungen in die Tonne zu drücken, bevor sie sich in der Seele festsetzen.

Da erinnere ich mich doch lieber ganz kurz an die letzten drei Documenta-Besuche, Seelen-Manna, von 2002, 2007 und 2012.

2002 war ein Versuch, ob ich es schaffe ganz alleine unterwegs sein zu können. Ich konnte! Das war der Beginn meiner Allein-Reisen und gerne hätte ich dieses Jahr ein Gläschen darauf getrunken, mit Blick auf die Rahmenkonstruktion, die Bestandteil meiner allerersten Documenta 1977 war. Trinke ich halt ein Schlückchen mit Blick auf alte Fotos.

2007 bloggte ich noch nicht, aber ich fotografierte wieder. Unvergessen die roten Bänke am Fridericianum und die Bilder der parallel laufenden Caricatura V. . Seitdem möchte ich auf dem Schulgelände rote Bänke haben. Für den Schulgarten wartet die rote Farbe im Werkraum um auf die, frisch vor den Ferien geschliffenen, Bänke zu kommen. Ich kann auch geduldig sein! 😉

 

2012 begleitete mich eine Freundin und ich bloggte inzwischen schon, auch von dieser Reise, von der Unterkunft im Knast-Hotel und meinem Resümee zur dOCUMENTA 13.

 

Zurück zu dieser Woche, der vierunddreißigsten

Eigentlich begann die Woche so wie die letzte, mit einem Ausflug nach Filderstadt-Stetten. Nur bog ich statt zum Künstlerbedarf in die andere Richtung ab, zur Freude meines Auges und Geldbeutels. Auf ein Blumenfeld zum Selberschneiden schienen gerade in diesem Moment ein paar Sonnenstrahlen, die es herrlich beleuchtend ins Szene setzte.

Über mir startete ein Ferienflieger nach dem anderen (großer Seufzer), vor mir tummelten sich die kleinen Flieger beim Anflug und Abflug. Und ich war ohne Konstanze unterwegs, da beide Akkus leer waren. 🙁 So musste das Mobiltelefon herhalten.

 

 

Das Gewinnerpäckchen

Auch mal was zu gewinnen, ist eine feine Sache! Ich gewinne so selten etwas, dass ich alle Gewinne noch an einer Hand abzählen kann. Also bitte jetzt nicht den Spruch: Glück im Spiel, Pech in der Liebe!, ich bin der Gegenbeweis. Lieber zähle ich meine Gewinne auf, die taugen Welten mehr:

  • eine Reliefkarte von Baden-Württemberg – die bekam ich in der 3. Klasse 1967 und war damit der King die Queen in der Klasse!
  • einen Star Trek-Wecker, der mit „Beam me up, Scotty“ weckt  in den 1990er Jahren – wenn ich nur wüsste, wo ich das Teil hingepackt habe
  • eine Nadel zum Nadelbinden, bei Anne spinnt oder war es Nadelbinden? Egal beide Blogs sind von Anne und bei ihr gewann ich die Nadel, die ich in Ehren halte. Irgendwann blicke ich auch diese Technik.
  • und nun dieses Päckchen von Merle alias fraumasulzke – hach, was habe ich mich gefreut!! Katerchen auch. Ihm gefällt vor allem die kleine Beilage mit der Feder, die mir aber auch gefällt und meine ist! Ist dem Burschen wurscht. Er findet jedes Versteck, bis jetzt. Vielleicht sollte ich den Fadentrenner, das bisherige Dauer-Versteckspiel-Utensil wieder etwas sichtbar machen, damit er mir die Feder wieder überlässt?

Leider bin ich, trotz beigelegtem Sofort-Losleg-Material, noch nicht zum Ausprobieren einer der Anleitungen dieses sehr schön gestalteten Buchs gekommen. Zuerst wollte ich die Quatsch-Punk-Werkelei aus unmöglich zusammengewürfelten Bestandteilen, auch aus dem Haus Masulzke, vom Tisch bringen. Ist sie auch, beinahe, leider zuerst durch Katerchen (die mitverwendeten Federn waren schuld!), so dass ich jetzt wieder reparieren muss. Hier erst einmal die verwendeten Zutaten:

 

Das Geschenk für mich

Lange hin und her überlegt und gerechnet gab es nun, endlich, ein neues Objektiv für Konstanze (meine Kamera – BegleiterInnen müssen einen Namen haben). Für meine alte Spiegelreflexkamera habe ich zwar schon eine Makrolinse, die auch auf den neueren Modellen verwendet werden kann, allerdings ohne elektronischer Unterstützung. Die ersten Testbilder natürlich wieder in katerlicher Begleitung, dieses Mal jedoch von Chewie.

 

Blümchen vom Schwiegersohn gab es beim kleinen Familien-Lunch am Wochenende.

 

Zum Wochenabschluss, noch mit Tränen im Auge, dass der Besuch unseres ältesten Engländers schon wieder vorbei war, entfaltete sich wieder eine neue Blüte an meiner Passionsblume. Es ist die siebte in diesem Sommer!

 

Ganz zum Schluss, beinahe schon vergessen, doch noch ein Zitat eines Politikers, das ich die Woche in der taz zu Lesen bekam, in einem Interview mit Joschka Fischer:

„Man kann in Deutschland nicht einfach sagen: »Make Germany great again.« Großdeutschland hatten wir, war keine gute Idee. Man kann auch nicht sagen: »Let’s build a wall.« Hatten wir auch, war auch keine gute Idee. Ein paar Dinge sind hier in diesem Land halt anders und sich dessen bewusst zu sein, finde ich für die Gestaltung der Zukunft sehr gut.“

 

 

Allen LeserInnen wünsche ich einen schönen Sonntag und eine gute Woche.

Bis die Tage,

Karin

 

 

Wer jetzt noch ein wenig von mir weiter lesen möchte, auf meinem Reise-/Fotoblog gibt es einen neuen Blogpost:

Ost-Island #1

Woche 33/2017

oder …

die dritte Woche der Sommerferien

Halbzeit der Ferien, meine Arzttermine brav wahrgenommen, das Therapieprogramm eingehalten und es genossen, ansonsten, in den Tag leben zu können. Klar dreht sich die Waschmaschine und ich begleite den Staubsauger, bringe den Müll in den Container, sortiere Wertstoffe wie im Arbeitsalltag auch, inklusive Aktionen von denen ich eigentlich (noch) Abstand nehmen soll. Egal. Es sind Ferien. Der Wecker meldet sich nicht um 5:50 Uhr. Es ist völlig egal wann ich ins Bett gehe. Total egal. Das freut die Nachteule in mir und ich mich mit ihr!

Was macht man sonst so in den Ferien, oder im Urlaub?

  • Essen gehen – habe ich, mit Tochter
  • ins Café setzen – gemacht
  • Buchläden besuchen – auch mal wieder, gleich mehrfach
  • Zeit zum Zeichnen genommen – könnte mehr sein
  • Geld ausgeben für Dinge, die man nicht wirklich benötigt – musste sein
  • Schläfchen zwischendurch – es gab Zeiten, da meinte ich niemals dazu in der Lage zu sein. Von wegen!

Einfach mal gar nichts tun, in den Himmel schauen, den Vögeln oder den Hummeln zuschauen, Leute beobachten (tut man ja eigentlich nicht) – herrlich.

Dazu sieht die Küche, mit all den Kleinigkeiten die ich ausprobiere, immer wieder aus wie ein Schlachtfeld. Herrlich. Pflanzenfarben verursachen teilweise eine ordentliche Sauerei. Hauptsache es macht mir Spaß.

Zum Glück gibt es zum Ausweichen noch die Schulküche. Dort lassen sich Kräuter und Blüten gerade jetzt in den Ferien besonders gut trocknen, denn Flächen zum Ausbreiten gibt es genug.

 

Auf meinem Balkon fermentieren Brombeerblätter für den Tee, den ich Weihnachten wieder verschenken werde. Nach drei Tagen duftet er schon ganz gut, nur fehlt noch etwas die dunkle Farbe.

Die dunkle Farbe fehlt auch in den Tusche-/Tintenansätzen mit Bananenschale und rostigen Nägeln, Schrauben und ähnlichem. Selbst nach zwei bis drei Monaten geduldigen Wartens ist mir das Ergebnis noch nicht dunkel genug, dafür müffelt das Zeug ordentlich. Yuck! Doch ich scheine auf dem richtigen Weg zu sein.

Zum Entmeucheln gab es etwas Lavendel auf das Papier mit der Farbprobe, was hoffentlich wirkt.

Traurig vor der zurückgeschnittenen Kornelkirsche stehend, erntebereit mit Obstschalen, sprach mich ein Vater mit drei Kindern an: „Blöde Männer, einfach ‚dzzzd‘ weg!“ um dann etwas mit dem ältesten Kind in einer mir unverständlichen Sprache zu sprechen. Sie erklärte mir dann, dass Gärtner die Büsche geschnitten hätten, aber am Spielplatz – es folgte eine sehr genaue Beschreibung, hinter der Wippe stehen Büsche und zwischen zweien steht eine Mauer, usw. … und dahinter … – gäbe es ganz viele und viel bessere Kornelkirschen. Zum Beweis zeigte mir der Vater seine Ernte. Tatsächlich fand ich den Baum! 😀 Fehlt mir nur noch ein Rezept.

Nur zum Nähen kam ich noch nicht weiter. Der Babyquilt liegt immer noch halbfertig an der Nähmaschine. Es sind ja noch drei Wochen Zeit bis zum Schuljahresbeginn 2017/18.

Das Lernen für die Prüfung schiebe ich vor mir her, wie früher. Manches ändert sich wohl nie. Mit den Vorbereitungen zu meiner prüfungsrelevanten Präsentation sieht es besser aus. Die Idee ist fertig im Kopf, einige Bestandteile in Vorbereitung, zudem kombiniere ich diese mit den Inhalten meiner Kräuterwanderung. Wenn ich schon nicht in den Urlaub fahre nutze ich die freie Zeit jetzt, damit ich das Paket vielleicht schon zu Ferienende für den Tag X bereit stehen habe. So hat meine OP und der lange Weg zur Genesung ihr Gutes.

Und was die Woche sonst noch brachte:

  • Dirty Dancing wurde 30 und meine Nichte 15 Jahre alt – letzteres war ein Grund um zum Boesner (Großhandel für Künstlermaterialien) zu fahren. Wie immer war es enorm schwierig nur das einzukaufen, was auf dem Zettel stand. Ich widerstand lange, auch dem Bildband über den chinesischen Künstler Ai Weiwei (doch nur, weil das Buch gefühlt eine Tonne wog). Dann wurde ich doch schwach! Es war ein Schnäppchen – mal kurz entschuldigend geräuspert. Mal sehen welches Buch dafür ausziehen muss.

 

 

  • Kampf beim Betten beziehen mit dem Chaos-Katerchen Angus. Das nächste Mal wird er ausgesperrt, aber wirklich!

  • Beim Spaziergang die erste Herbstzeitlose entdeckt und das letzte Veilchen (hat sich wohl in der Jahreszeit geirrt)

Jetzt genieße ich noch ein wenig den letzten Tag der dritten Ferienwoche, allerdings gemütlicher als dieser Bursche.

 

Einen schönen Sonntag noch und eine gute Woche!

Bis die Tage,

Karin

 

Wer mag kann noch auf meinem Reiseblog weiterlesen und Bilder schauen:

Jökulsárlón – Faszination Gletschersee

12 von 12 im August 2017

und …

Schon wieder ist ein Monat vorbei!

Hallo, wo sind die letzten 31 Tage geblieben? Zweieinhalb Wochen Sommerferien sind fast herum. Ich warte auf den Sommerferienmodus, der sich bis jetzt bei mir noch nicht eingestellt hat. Jetzt ist jedoch erst einmal Wochenende.

1 Aufstehen ohne Wecker, aber die Kater fordern Futter

2 Therapieprogramm zum Durchatmen

3 Endlich einen dicken, dunkelschwarzen Tee! In den Ferien gibt es diesen mit losen Blättern im Kännchen aufgegossen und nicht die Beutel-direkt-in-Pott-Variation

4 Besuch vom Eichelhäher, trotz Regen

5 Die leidige Wäsche

6 Hübsches, farbiges Pilzchen auf dem Weg zum Müllhaus, am Wegesrand, entdeckt. Ob man damit färben kann?

7 Samstag ist Markttag, mit Besuch beim Bio-Bauern und Käsewagen. Beim letzteren leere Käseschachteln mitgenommen. Ich brauche sie für meine Prüfung im August (mehr unter Punkt 11)

8 Supermarkt, Samstag, 13:00 Uhr und die Tiefgarage ist fast leer! Sonst ist hier um diese Zeit das Hauen und Stechen um einen Parkplatz angesagt! Herrlich wie entspannt Einkaufen in den Ferien ist!!

9 Den fertig ausgezogenen Erdbeer-Basilikumessig in Fläschchen abgefüllt (der Ansatz ist im Juli 12 von 12 zu sehen). Was soll ich sagen? Lecker lecker lecker! 😀

10 Zutaten und Zubehör für den nächsten Essigansatz besorgt. Thymian will im Schulgarten nicht so richtig gedeihen.

11 Post aus England

12 Die mit Naturfarben gebeizten Käseschachteln weiter verarbeitet. Die erste Schachtel ist fertig und schon mit Pflanzenmaterial zum Färben gefüllt.

Der Tag ist zwar noch nicht zuende, aber ich fühle mich so.

Kein Katerbild heute. Die gibt es morgen zum Wochenrückblick.

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

Bis die Tage,

Karin

 

Woche 31/2017 – die erste Woche Sommerferien

oder …

Gesundheit sanieren und mehr

Als andere ihre Reiseköfferchen packten, stellte ich meine Utensilien für einen kurzen Krankenhausaufenthalt zusammen. Routineeingriff, heißt es. Etliche Nachbarn, KollegInnen, eine Freundin haben es schon machen lassen, mit unterschiedlichen Resultaten und einer Meinung: YUCK! Nasenscheidewand begradigen, Nasenmuscheln verkleinern, Kehrwoche in den Kieferhöhlen – da musste und bin ich durch am Dienstag.

Mittwochmorgen, am Tag danach, saßen dann mit mir drei andere, wie ich zugerichtete, Gestalten nach einer schlimmen Nacht vor dem Behandlungszimmer der HNO-Abteilung um die Tamponaden ziehen zu lassen. Schade, dass keiner von uns eine Kamera dabei hatte. Jeder von uns mit verklebter Nase und Popelbremse glich unsere Versammlung einem Casting für eine Hannibal-Lecter-Neuauflage.

Mit einem Therapieplan in der Tasche ging es zügig nachhause, viel zu früh für mein Empfinden. Zwar habe ich Familie und Freunde in Rufbereitschaft, aber nachts klingle ich niemanden aus den Betten, eher rufe ich den Notarzt. Ansonsten halte ich meinen Kopf hoch und mich ruhig, bücke mich fast gar nicht, kühle den Nacken, wechsle die Tröpfchen regelmäßig und spüle die Nase – BÄH!

Angus als Seelentröster

Noch fühle ich auch am fünften postoperativen Tag keine echte Besserung in Sachen Nasenatmung und hoffe doch sehr, dass sich diese noch einstellt. Frau Doktor ist jedoch zufrieden. Wenigstens eine!

Glücklicherweise hatte ich den Montag genutzt gehabt die Wohnung auf Vordermann zu bringen, um so wenig wie möglich Arbeit zu haben, wenn ich wieder zuhause bin. Wichtigstes Teil dieses Vorhabens war die Reparatur der Beleuchtung meines Spiegelschranks. Die Badrenovierung ist noch gar nicht so lange her, doch nun hat die Sollbruchstelle am Beleuchtungskabel dieses Teils aus dem schwedischen Möbelhaus nachgegeben. Ich kann mir nicht alle drei Jahre neues Mobiliar leisten, geschweige denn einen ordentlichen Handwerker zur Montage finanzieren. Deshalb die Leiter geholt, der Höhenangst den Kampf angesagt, die Sachlage aus der Nähe begutachtet. Klarer Fall von Fehlkonstruktion, aber pfuschig reparabel.

Werkzeuge organisiert, statt Abisolierzange muss das Schnitzmesser herhalten, Stom abgestellt und den Kabelbruch mit einer Lüsterklemme überbrückt. Runter von der Leiter, Strom angestellt, Lichtschalter an und große Freude – es tut!

 

Was die Woche sonst noch brachte:

Ernte im Rekordtempo. Gewitter waren am Montag angesagt und jetzt ging es den Bauern um das Einholen der Ernte und vom Stroh. Faszinierend wie Hand in Hand arbeitend Mähdrescher, Ballenpresse, Traktoren alles einholten und unter Dach und Fach brachten.

Tatsächlich kam das angesagte Gewitter, allerdings mit einem Tag Verzögerung, mit Blitz und Donner ohne Luftholen dazwischen, das mich im Krankenhaus (es steht auf einem Berg) aus dem Bett hob. Den Rest der Nacht goss es in Strömen. Somit hat der eingeteilte Gießdienst für den Schulgarten mal wieder Glück.

 

Am 2. August war Earth Overshoot Day, das heißt wir Menschen haben an diesem Tag alles aufgebraucht, was die Erde uns regenerativ in einem Jahr zur Verfügung stellt. Danach leben wir eigentlich über unsere Verhältnisse.

Für Deutschland sieht diese Bilanz noch schlechter aus, denn für unser Land war es schon der 24. April!

Nachzulesen ist das auf der Seite des WWF – Overshoot Day.

Wer seine eigene Bilanz ziehen möchte kann seinen persönlichen ökologischen Footprint berechnen, mit dem Footprint Calculator.

Mein persönlicher Overshoot Day liegt demnach am 5. August, liegt demnach ein paar Tage besser als der Durchschnitt, deutlich besser als das deutsche Ergebnis, aber glücklich macht mich das nicht.

Spaßeshalber habe ich etwas mit dem Programm gespielt und mich dann doch gewundert, als ein besseres Ergebnis herauskam nachdem ich mich als Fleischesserin eingetragen und die Vegetarierin herausgenommen hatte.

Morgen, Montag, sitze ich wieder hier und hoffe, dass es in meiner Nase gut aussieht.

 

Inzwischen wühle ich mich durch das doppelte Kilo Bilder vom letzten Island-Urlaub und bin einen Schritt weiter. Ein paar Exemplare fanden ihren Platz im Reisebericht zu den Westmännerinseln. Wer mag kann bei hierundfort hineinschauen.

Bis die Tage und bleibt gesund!

 

Woche 9/2017

oder …

Kaum fort schon wieder hier – wie ins kalte Wasser geworfen

Ich stelle fest: Kurzreisen fallen mir immer schwerer zu verarbeiten! Heute Abend nehme ich mir als Bettlektüre „Rolling Thunder“ von Dough Boyd mit, ein alter Schinken aus den 70er Jahren, aber immer noch interessant. An irgendeiner Stelle steht wie sich der Schamane, Rolling Thunder, nach einer Zugfahrt auf die Erde legt und auf die Ankunft seiner Seele wartet. So fühle ich mich im Moment auch – ich warte … .

Was die Woche so brachte:

  • Ferien, schulfrei, abschalten
  • auf Besuch bei meiner Freundin, die an der Costa Brava lebt
  • viele schöne Gespräche und intensive Spieleabende 😀
  • Meeresbrise schnuppern und Sonnenstrahlen genießen
  • etwas Kulturgeschichte entdecken
  • ein niegelnagelneues Auto fahren 😀 😀 😀
  • ein Buch gelesen!
  • Besuch beim Tierarzt
  • den Balkon für Balkonien 2017 vorbereitet
  • die Schultasche aus ihrem Verließ geholt

Ferien sind schön! Hatte ich mich Ende letzter Woche noch gefragt welcher Teufel mich geritten hat einen Flug zu buchen, für den ich im fliegenden Wechsel die Schultasche gegen den Reisekoffer austausche, war ich Anfang dieser Woche doch ganz glücklich es genau so gemacht zu haben. Bei den einstelligen Temperaturen, Regen und Wind zuhause wärmte sich so mancher Karnevalsfreund den übrigen Glühwein aus der Weihnachtszeit wieder auf, um betriebsfähig auf der Gass‘ dabei zu sein. Mir war zuhause beim Taschenwechsel keine Zeit mehr geblieben für mein obligarorisches Gläschen Sekt zum Ferienbeginn. Das holte ich dann in angenehmer Gesellschaft bei angenehmen Temperaturen nach.

Ferien. Flug von Stuttgart nach Barcelona, späte Ankunft, bis ich den Mietwagen hatte war es dunkel. Das hatte ich erwartet und mir bewusst einen Typ Kleinwagen vorbestellt, den ich schon kannte. Wieso sind die Bedienungsanleitungen der Mietwagen immer nur in der jeweiligen Landessprache, im Handschuhfach liegend, verfügbar? Eine Kurzübersicht zur Handhabung mit Bildern und zumindest in englischer Sprache wäre eine Supersache: Licht – Scheibenwischer – Fensterheber als Basisinformation. Nichts ist lästiger als am Anfang einer Schlange von einer Zahlstelle auf der Autobahn zu stehen und das Fenster nicht geöffnet zu bekommen (aussteigen nicht möglich, da die Zwischenräume in diesen Schleusen zu eng sind und vorne die Schranke), oder hinterher nicht mehr zu. Dieses Mal begriff ich die Funktion vom Scheibenwischer erst nach drei Tagen (man muss ja nicht alles googeln, oder?), denn ich bekam keinen bestellten kleinen Hüpfer, sondern eine Nummer größer und mehr. Mein Auto zuhause ist inzwischen fast 17 Jahre alt, hat 105.000km auf dem Tacho und nun sagte mir allein schon der Geruch nach dem Öffnen des Mietwagens: Uih uih uih (noch einmal schnuppern) NEU! Boah, ey, cool, toll, … oje … nicht einmal 5000km wurde das Teil bisher gefahren und nun komme ich.

Ferien. Zeit zum Lesen und endlich wieder ein Buch bis zum Ende geschafft. Nicht gekauft. Kein eBook, echt gedruckt auf Papier, mitgenommen aus dem Bücherregal für alle am Rand des Sindelfinger Marktplatzes. Normalerweise stelle ich Bücher aus meinem Fundus dort ab, doch ab und an nehme ich mir auch ein Buch mit. So gelangte vor zwei Wochen die „Heilige Kuh“ von David Duchovny in meinen Einkaufskorb. Der Text auf der Rückseite war ausschlaggebend gewesen. Tiere als Protagonisten, das hörte sich skurril an. Ganz bewusst verzichtete ich auf die Suche nach Kritiken im Internet bevor ich mit dem Lesen begann. Schon auf den ersten Seiten beginnt die Geschichte von der Kuh Elsie, meist in Ich-Form geschrieben, dem zum Judentum konvertiertem Schwein Schalom und dem Truthahn Tom herrlich schräg.

Zitat von Seite 12: „Also, persönlich halte ich das für ein bisschen krank, dass man die Milch von anderen Tieren trinkt. Ihr werdet jedenfalls nie sehen, dass ich zu irgendeiner Menschenfrau hingehe, die gerade gekalbt hat, und sie frage: „Ey, kann ich auch mal ’n Schluck?“ Krank, stimmt’s? Geht gar nicht. Irgendwie fies. Aber deshalb mögt ihr uns.“

Elsie, Shalom und Tom machen sich auf eine große Reise um nicht auf diversen Tellern zu landen. Die Geschichte bleibt kurzweilig, auch wenn ich bei Halbzeit doch einen Durchhänger hatte. In der Übersetzung spricht ein unfähiger Drogensuchhund ziemlich nervig Kölsch. Ich legte etwas entnervt eine Lesepause ein und befürchtete schon wieder ein Buch zum Abstauben auf der Bettkante liegen zu haben. Zum Glück taucht ein abgehalftertes K(C)amel-Model auf, dass das Trio, im Nahen Osten angekommen, unterstützt.

Nett fand ich auch die Vorgaben von Elsies Verlegerin, Kapitel 7, mit dem passenden Titel „Bullshit“. Die im Vordergrund stehende Geschichte zieht einen Bogen von Ernährungsformen über menschliches wie tierisches Verhalten, nicht nur bei der Partnersuche, um dann zwischen den Fronten der Weltreligionen zu landen. All in all fand ich dieses Buch, nicht nur weil es das erste komplett von mir gelesene Buch seit Monaten ist, saukuhl und werde es an meine Kuhlleginnen weitergeben.

Ferien. Zeit für etwas Kultur und Natur. Bei meinem sehr kurzen Aufenthalt reichte es nur für einen Ausflug, der uns zu den Ausgrabungen einer iberischen Stadt aus der Eisenzeit führte:

Leider machte am diesen Tag die Sonne etwas Pause, was die herrlichen Anemonen nicht störte, die auf der Anlage blühten umrahmt von Geflecktem Knabenkraut.

Kleiner Abstecher nach Llabià um einen Künstler zu besuchen. Leider war die kleine Galerie an diesem Tag geschlossen.

Ferien. Urlaubsende. Wenn ich die Zeit habe fahre ich immer ein Stück Küstenstrecke, vorzugsweise das Teilstück zwischen Sant Feliu de Guíxols und Tossa de Mar, um mich von der Costa Brava zu verabschieden.

Ferienende. Bei Kater Chewbacca hatte ich während ich mein Reisegepäck klar machte einen Knubbel entdeckt, der dort nicht hingehört. Es soll nichts Bösartiges sein, sagt der Tierarzt. Das hoffe ich doch sehr.

Ferienende. Kamera Konstanze ist wieder erblindet. Das vor sechs Wochen gekaufte Objekt will nicht so, wie es soll. Irgendetwas blockiert im Gerät, dass sich weder manuell noch automatisch die Schärfe einstellen lässt. 🙁 Abgeschraubt, eingepackt, zurück ins Geschäft gebracht, warten.

Ferienende. Sonntag. Es ist Zeit für einen Spaziergang, mit Umweg zu meinen Eltern (die Telefonumstellung fertigstellen) und freue mich zuhause über das bisschen Gelb, das ich mir aus den Urlaubstagen heim gerettet habe.

 

Eine schöne Woche wünsche ich allen!

Ferienende 2016

und …

Urlaub zuhause und gerade deshalb voll erholt, entspannt und zufrieden!

Sechseinhalb Wochen unterrichtsfreie Zeit sind vorüber und ich habe mein Pflichtprogramm tatsächlich erfüllt, nebenbei den Schulgarten beinahe täglich versorgt, und auch mein ausbaufähiges Zusatzprogramm nicht übersehen! 😉

Ich habe meine Flügel ausgebreitet …

und mir drei von fünf UNESCO-Welterbestätten in Baden-Württemberg angeschaut …

  • Kloster Maulbronn
  • Die Pfahlbauten am Bodensee und in Oberschwaben
  • Die Klosterinsel Reichenau

Wenn mir nicht nach viel Autofahrt war ging es einfach „nur“ in den Naturpark Schönbuch um die Ecke.

 

Zusatzprogramm

Über das Entstehen all dieser Dinge habe ich nur teilweise gebloggt, manches hat es nicht auf diesen Post geschafft, aber es waren Ferien ;-). Vielleicht erzähle ich noch die eine oder andere Entstehungsgeschichte.

Allen Arbeits- und Schulanfängern wünsche ich alles Gute!

 

Ferien zuhause

und …

Balkonien 2016, ein Fazit zur Zwei-Drittel-Zeit und ein Liebstöckelpesto zum Reinlegen!

Ferien und Urlaub zuhause in den Sommerferien? Nee, nä? Du bleibst echt zuhause? … ? … ? …. ? DU?

JA!

Die Entscheidung, Ende Juli, alle Pläne für den Sommerurlaub zu streichen war gut. Es wäre jedoch gescheit gewesen, trotz meiner Daueranwesenheit während der Schulferien, einen Dienstplan für den Schulgarten zu organisieren. So schaute in den vergangenen vier Wochen nur ein Kollege ein Mal vorbei. Schade eigentlich. Denn gerade jetzt reift einiges an Gemüse und Kräutern, vor allem die Zucchini! Viele habe ich verschenkt, aber inzwischen möchte keiner mehr mit einer beglückt werden. Die Blüten kommen bei mir jetzt gleich in den Topf und die drei/vier Früchte, die noch im Beet liegen reifen zu Monstern heran. (Ich werde von der Ernte berichten!)

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Von einer anderen Ernte habe ich jetzt im zweiten Anlauf ein richtig leckeres Ergebnis auf’s Brot bekommen. Aus dem etwas zu dicht bepflanzten Kräuterbeet quollen regelrecht Rucola, Gartenmelde, Kapuzinerkresse, Salbei und Liebstöckel. Andere Kräuter in dem Beet hatten da wenig Chance auf Licht und Überleben. Da half nur Rückschnitt, Ernte (der Salbei hängt zum Trocknen auf dem Dachboden) und was leckeres daraus machen. 😀 Eine Kollegin hatte mir vor den Sommerferien erzählt, dass sie ein superleckeres Pesto aus Liebstöckel gegessen hätte. Nach solch einem Rezept recherchierte ich, probierte es aus und ließ es Testessen. Alle waren vom Versuch 1 begeistert, nur ich nicht. Kein Wunder, Liebstöckel gehört als Kraut nicht zu meinen Favoriten. Aber Versuch 2 hat mich überzeugt, denn es zählt Klasse statt Masse! Strünke und Stiele weglassen garantiert ein leckeres Aroma und verhindert ein Zuviel an strenger Würze. Auch verzichtete ich auf den im Rezept angegebenen Knoblauch. Ich fand die Kombination von Maggi-Aroma und Knofi nicht lecker. Es ist als ob zwei dominante Stinker gegeneinander antreten und keiner zu richtig zu Potte kommt. Weniger Zutaten sind manchmal von Vorteil und so auch hier!

Liebstöckelpesto oder Pesto aus Maggikraut

Zutaten:

  • 65 g Liebstöckelblätter
  • 65 g gehackte Mandeln
  • 65 g frisch geriebenen Parmesan
  • 1/2 gehackte Zwiebel
  • ca. 100 g Olivenöl
  • Pfeffer
  • Salz

Zubereitung:

  • Die Liebstöckelblätter mit dem Olivenöl fein pürieren.
  • Die Zwiebel dazugeben und den Pfeffer nach Geschmack.
  • In die Liebstöckel-Zwiebel-Öl-Masse die Mandeln geben und weiter pürieren.
  • Den geriebenen Parmesan unterheben.
  • Salzen nach Geschmack.

Jetzt fehlt nur noch ein Stück frisches Brot!

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Was ich sonst in meinen Ferien mache? Ich gestalte meine Ferien, wie ich es mir Ende Juli verordnet hatte. Eine perfekte Umsetzung sieht anders aus, doch ich bin mit dem Ergebnis bisher zufrieden:

Pflichtprogramm

  • Entspannung und fünfe gerade sein lassen – klappt gut
  • ein paar Wochen raus aus der Fremdtaktung und in den Biorhythmus wechseln – klappt auch – 7:30 Uhr ist meine Aufwachzeit
  • das linke Handgelenk fit machen – ich trainiere und gehe weiterhin zwei Mal die Woche zur Ergotherapie
  • nur zwei „Äh-bäh-Termine“ in der Woche zulassen, naja, drei sind auch noch ok 😉 – hmm, im Schnitt kommt’s hin
  • einen richtigen Tagesausflug in jeder Ferienwoche = sechs Mal fort – Nachholbedarf, ein halber Tagesausflug fehlt – demnächst nachzulesen auf meinem zweiten Blog hier und fort

Zusatzprogramm

  • Aufbrauchen der Wollreste – klappt super!!! – Ich werde darüber berichten.
  • meinen Dawanda-Shop befüllen – der erste Teil ist drin und nur einen Klick weiter zu sehen.
  • filzen mit oder ohne Katzenhaar – 🙁
  • Papier schöpfen, aus was auch immer, Hauptsache aus Naturmaterial – die Roh-Masse steht fertig im Kühlschrank
  • nähen – etliche Quiltprojekte dümpeln in meinem Kopf, auf Papier und in Kisten herum – 🙁
  • zeichnen – ein büschen 😉
  • LESEN! – Oh Mann! Wo ist das Buch bei dem ich nicht schon nach dem ersten Kapitel denke: Gute Frau/guter Mann, Deine Probleme brauche ich nicht auch noch! Es ist mir ein Rätsel, wie ich als Mega-Viel-Leserin im letzten Jahr zu einer Buch-Anlese-Weglegerin mutiert bin! Rund um mein Bett stapeln sich halb gelesene Bücher … zum regelmäßigen Abstauben statt Weiterlesen … und ich frage mich: „Hallo Frau Be, was geht da ab?“.

 

Doch noch liegen zwei Wochen Ferien vor mir, die genutzt werden können.

Ferienprogramm etc.

und …

Urlaub auf Balkonien und in der Region

 

Endlich beginnen Ende Juli auch in Ba-Wü die Schulferien! Wieder ein Jahr geschafft, mein 38. als Lehrerin, acht liegen noch vor mir. Den Stundenplan für das nächste Schuljahr habe ich schon. Auf der neuen Klassenliste stehen sechs neue SchülerInnen. Ich packte beides, Plan wie Liste, beiseite. Wer weiß, ob diese Informationen in sechs Wochen noch aktuell sind?

Nicht mehr aktuell sind meine Urlaubspläne. Für den Sommer 2016 hatte ich geplant mit meinem Auto nach Irland zu fahren. Drei Wochen fort mit meinem alten Ford. Nachdem ich Monate am Reiseweg gebrütet hatte kam mein Armbruch im März dazwischen und ein langer Weg der Heilung und Rekonvaleszenz. Es wurde Mai und ich flog zu meiner Freundin, die seit Jahren an der Costa Brava lebt. (Zwei Berichte stehen auf hier und fort, meinem neuen Reise- und Fotoblog: Bericht 1 und Bericht 2). Den Mietwagen ließ ich in dieser Woche meist stehen, nutzte unter anderem die Mitfahrangebote von Freunden meiner Freundin oder bewegte mich, wie zuhause, zu Fuß voran. Im Juni ging es mit der Beweglichkeit meines Handgelenks anfangs, mithilfe der Ergotherapeutin, richtig flott voran, um dann in den Zwei-Schritte-vor-einen-zurück-Modus überzugehen.

Keine gute Aussicht für mein Vorhaben Roadtrip nach und durch Irland im Sommer 2016.

Keine gute Idee gesundheitlich angeschlagen drei- bis viertausend Kilometer zu fahren, allein auf mich gestellt. Doch so leicht gab ich nicht auf.

Die Alternative Flug direkt nach Irland und dort einen Mietwagen buchen war eine Option, wenn, ja wenn, mein linker Arm, bzw. das zu mobilisierende Handgelenk mitmacht, um, in Rechtslenkerland, mit links schalten zu können. Ich setzte mir ein Ziel: Wenn ich bis Mitte Juli den Riegel vom Garagentor mit der linken Hand  geöffnet bekomme, werden die Planungen im August realisiert. Zwei Wochen bewegt, gedehnt, massiert, trainiert und gerade einmal 5° mehr an Bewegungswinkel im Handgelenk mobilisiert. Mir fielen keine passenden Flüche mehr ein! Die Irland-Reise wurde vertagt (und hoffentlich nicht in die Kategorie Wunschdenken verschoben!).  Bevor ich in ein mit Kübeln von vergossenen Frusttränen gefülltes oh-wie-ist-das-traurig-Loch fallen konnte leitete ich alle Planungskapazitäten um, in die Gestaltung …

Sommerferien 2016 zuhause!

 

Pflichtprogramm

  • Entspannung und fünfe gerade sein lassen
  • ein paar Wochen raus aus der Fremdtaktung und in den Biorhythmus wechseln
  • das linke Handgelenk fit machen
  • nur zwei „Äh-bäh-Termine“ in der Woche zulassen, naja, drei sind auch noch ok 😉
  • einen richtigen Tagesausflug in jeder Ferienwoche = sechs Mal fort, mit Bus oder Bahn oder Ford (das Wortspiel „mit dem Ford fort“zufahren kennen wohl eher diejenigen um meinen Jahrgang, +/- 1958. Es war ein Lieblingslied meiner Oma, Heinz Erhardts „Fährt der alte Lord fort“.  Die Sommertage bei ihr sind mir unvergesslich. Sie weckte, als Schneiderin, in mir meine Leidenschaft für Handarbeiten. Aber genausogut gab es bei ihr ganz spontane Ausflüge, Wanderungen, oder Umwege, um Pause vom Alltag zu machen. Wenn Oma anfing zu singen waren wir wieder auf Tour, toll, und der alte Lord war immer mit dabei. Manchmal fährt meine Oma, wenn ich, statt nachhause in die andere Richtung spontan unterwegs bin, immer noch mit mir mit: „Wenn er dann so flitzt, lacht er ganz verschmitzt!“)

Alles zusammen garniert mit etwas Sport, Plantschen im Thermalbad, Freunde treffen und einer Stunde mehr Schlaf lässt es sich gut zuhause erholen.

Zusatzprogramm

  • Aufbrauchen der Wollreste – eigentlich wollte ich sie alle abgeben; der Plastiksack stand schon bereit. Statt in den Sack landeten die ersten Knäuel auf der Nadel.
  • meinen Dawanda-Shop befüllen – Ware hätte ich, aber es fehlte bisher einfach die Zeit sie zu fotografieren und online zu stellen
  • filzen mit oder ohne Katzenhaar
  • Papier schöpfen, aus was auch immer, Hauptsache aus Naturmaterial
  • nähen – etliche Quiltprojekte dümpeln in meinem Kopf, auf Papier und in Kisten herum
  • zeichnen
  • LESEN!

… die Liste ist noch lange nicht zuende und ich schließe sie jetzt lieber, bevor ich mich irgendwie dann doch verpflichtet fühle und im Erfüllungsnotstand lande. 😉

 

Im Moment ist erst einmal unterrichtsfreie Zeit. Das entspannte Aufstehen ohne Wecker, abgesehen von den Forderungen der hungrigen Kater (ja, wieder im Plural!), steigert die Lebensqualität enorm. Gemütliches Teetrinken am Morgen, ein wenig lesen, Radio hören, und es ist egal wann ich mit den Aufräumarbeiten in meinen Fachräumen in der Schule weiter mache. Kein Zeitfenster, keine Taktung, ich entscheide.

Während eine Kollegin in der Schulküche für Ordnung sorgte, schliff ein Kollege die Patina des Schuljahres und der Projektwoche von den Werkbänken. Ich kümmerte mich um den Zeichenraum und organisierte in den Tonraum der Schule eine Gartenabteilung, wo endlich unsere Produkte aus dem Schulgarten übersichtlich in einem gespendeten Regal gelagert werden können.

Leider beinhaltete die Regalspende keine Haken und Ösen, bzw. keine Befestigungsstifte, und kein Kreuz zum Stabilisieren. Ein Ausflug zum schwedischen Möbelhaus war nötig und dann wurde doch improvisiert. Das Kreuz gab es zu einem Euro, die Stifte auch, aus dem Automaten, immer nur ein Vierpäckchen nach dem anderen. Ich zählte im Gedanken die Regalbretter und stoppte nach dem vierten Euro: Ich wollte keinen Klassensatz an Getränkegutscheinen!! Ich brauchte Stifte! Und ich benötigte einen Rechnungsbeleg!

Zurück in der Schule baute ich mit dem Materialeinkauf das Grundregal auf: Drei Holme, vier Bretter und das Stabilisierungskreuz. Danach zählte ich die restlichen Bretter durch und machte mich auf die Suche nach Rundstäben im Materiallager. Recht schnell traf ich auf einen Restbestand an Rundstäben aus V2A Stahl, die letzten Reste von denen die ich vor Jahrzehnten aus der Restekiste einer Kinderwagenfabrik hatte mitnehmen dürfen. Rostfreier Edelstahl. Cool, aber zum Sägen von Hand, selbst mit einer großen Bügelsäge, schweißtreibend. Nach dem zweiten Stift, in echter Handarbeit gefertigt, ging ich noch einmal im Gedanken die Menge an Bretter durch, multiplizierte mit vier und fand die Menge an benötigten Stiften mehr als demotivierend. Edelstahl <argh>! Die Rettung nahte mit meinem Kollegen:

  • „Magst Du die Flex ausprobieren?“
  • „Flex? Wir haben eine Flex? Nee, oder? Seit wann?“
  • „Du hast sie doch mit ausgesucht!“
  • „Echt? Wann? Egal! WO IST DAS TEIL?“ – ich halt, wie immer, unverändert vergesslich
  • „Schau mal in den Werkzeugschrank.“
  • „Boah, ey, cool. Ganz neu. Und wie funktioniert das Teil?“ – ich halt, betriebsanleitungsresistent an der Maschine drehend, drückend, schraubend, …

Während Kollege in der Anleitung las hatte ich mittels „learning by doing“ die Trennscheibe draufmontiert bekommen und losgelegt … 😀 😀 😀

Fehlte nur noch der Spritzschutz für den Funkenflug, an den ich in meinem Hype – wie toll und schnell geht das denn – erinnert werden musste.

 

Keine Stunde später hatte ich meine erste Ladung Stifte, geflext, gefeilt und entgratet (beides wieder echte Handarbeit), fertig zum weiteren Aufbau und Einräumen des Geschenk-Regals. Allerdings fehlen uns jetzt weitere breite Bretter.

Hier finden alle nicht auf dem Schulfest verkauften Marmeladen, Gelees, Tees, Kräutersalze usw. ein Lager, um bis zum Weihnachtsmarkt in Böblingen (23.11.2016 bis 27.11.2016 am Unteren See) weiter aufgestockt zu werden. Super verkauft hatten wir jetzt beim Fest den Holundersirup! Wir haben noch ein paar Flaschen übrig! 😀

 

Seit gestern kann ich den Riegel vom Garagentor öffnen! Schon einmal ein Handgelenk knirschen gehört und gefühlt – uhhh!

Hauptsache Ferien.