Woche 29/2017

oder …

Land unter und wieder aufgetaucht – eine Achterbahnfahrt.

Tripsdrill

Jedes Jahr stelle ich mir Mitte/Ende Juli die Frage, warum landläufig angenommen wird, dass Wochen vor den Sommerferien nichts mehr in der Schule laufen würde, außer Ausflüge, wie nach Tripsdrill.

Jedes Jahr stelle ich mir in diesen Tagen die Frage, warum so gegen Noten und dem daraus resultierenden Druck gewettert wird, und die (oft mühsam zusammengestellten) Angebote für SchülerInnen nach Notenkonferenzen etc. als Pillepalle angesehen werden – gibt ja keine Noten, pfft. Kann man schon in Urlaub fahren.

Jedes Jahr sitze ich zum Schuljahresende, trotz diesem Gegenwind, mit meinen Teamkollegen zusammen um die letzten Tage des Jahres mit Schule zum „Es-lohnt-sich-hinzugehen“ zu füllen.

Jedes Jahr wünsche ich mir egal welches Noten-/Zeugnisprogramm zum Teufel und die Papierform zurück, dieses Jahr ganz besonders. Mein Kollege und ich waren fertig mit der Noteneingabe (kein Kommentar zur Anwenderfreundlichkeit dieses Ah-grr-pff 🙁 muss-wohl-sein-Teils) um dann festzustellen, dass das falsche Zeugnisformular im Programm eingegeben war. ARGGH! Alles futsch und noch einmal von vorn, Noten, bestes Fach in Sport/Musik/Kunst, plus Texteingaben, wie an teilgenommenen AGs, Streitschlichtung, SMV, … inklusive versetzt (aber bitte ohne Punkt oder sonstigem Satzzeichen nach diesem Wörtchen, weil dann nicht korrekt) … Ich. Hasse. Zeugnisse!!!

Dieses Jahr beschäftigt mich zudem meine Ausbildung zur Kräuterpädagogin. Im Oktober ist die Abschlussprüfung. Das prüfungsrelevante Herbarium sollte vorab schon einmal vorgelegt worden sein. Noch fehlen die Pflanzenbeschreibungen, aber die Pflanzen in den Ordnern sind fertig und als korrekt beschriftet abgesegnet. Eine Hürde ist überwunden.

Donnerstagabend hatte ich, zurück von einem verregnetem Ausflug mit meiner Klasse, dann noch ein krankes Kater-Onkelchen. Eine knappe Stunde suchte ich Chewbacca in meiner Wohnung bis er von alleine aus irgendeinem Versteck auftauchte. Normalerweise ein Schwätzer schaute er mich tonlos an, um sich danach, alle Viere von sich streckend, Pfoten grätschend und rutschend, abzulegen – sieben Kilo schlaffer Kater, den ich tags drauf mit schmerzenden Muskeln zum Tierarzt schleppte.  Nicht gut, aber inzwischen sind wir beide auf dem Weg der Besserung.

Für mich bedeutete alles zusammen, in der Summe, eine Reihe von Nachtschichten, aber auch tolle Ergebnisse aus einem Projekt meiner Schüler. Leider, leider, leider ohne verwertbare Fotos entstanden richtig tolle Boote aus „Müll“! Vielleicht schaffen wir es in den allerletzten Schultagen noch zu unverwackelten Fotos. Das regenbogenfarbige Testgebiet, ein aufblasbares Kinderplanschbecken, steht so lange noch im Schulgarten. 😉

Leider planschte es diese Woche auch reichlich von oben und wir mussten feststellen, dass im Schulgarten weiter geklaut wird. Von den schwarzen Johannisbeeren konnten wir nichts ernten und nun „verschwinden“ die Brombeeren.

 

Bis die Tage!

 

Woche 28/2017

oder …

Unrund!

Die Woche fing so gut an um dann zur Wochenmitte ins Stolpern mit gruseligem Ende zu kommen.

Im Schul-Garten

… können die ersten Gurken geerntet werden. Richtig lecker ist die allgemeine Meinung. Leider müssen wir auch bemerken, wie plötzlich die paar wenigen schwarzen Johannisbeeren verschwinden, bevor sie im Essig landen konnten. Auch die ersten reifen Brombeeren wurden „fremd geerntet“. Wirklich schade.

Ins Glas

… landete am Ende dieser Woche das meiste Obst bevor es ungenießbar wurde. Ich bin und bleibe eine Gemüseesserin. Obst mag ich nur, wenn es geschält und portioniert vor mir liegt, nicht zu sauer ist und auch nicht zu süß. Vielleicht mag ich deshalb Erdbeeren und Aprikosen. Ich hatte es morgens nicht geschafft mir eine Ladung Obst für die Pausen zusammenzustellen. Nun schauten mich nicht nur die Äpfel mit braunen Augen an. Es sollte ein gesundes Wochenende werden, mit mindestens einem Smoothie am Tag. Freitag ging es mit Apfel, Wassermelone und Johannisbeeren an den Start.

In den Armen

… hat sich über Nacht die Fibromylagie mit Schmerzen zurück gemeldet. Ich habe auch so gewusst, dass ich seit dem letzten Urlaub zu wenig Bewegung, wie Entspannung hatte. Deshalb wollte ich mir am Wochenende gemütliches Nähen gönnen.

Im Eimer

… versenkt lag durch eine dumme Bewegung das Handy. Für ein paar Tage liegt mobil Telefonieren auf Eis bzw. gilt iphone on in rice!

In und ran an die Stoffe

… ging es dann doch am Freitagabend, sehr zur Freude vom kleinen Katerchen. Er liebt Stoffe in allen Farben, Hauptsache er kann sich darunter verstecken oder in sie einkuscheln.

In die Motten

… schaute ich fassungslos! Auf der Suche nach Applizier-Vlieseline griff ich ins Grauen, im Fach mit meiner Schwimm- und Schnorchelausrüstung. Vor Wochen hatte ich einen Bericht im Fernsehen verfolgt, der Motten zeigte, die sich durch Kunststoff gefressen hatten. Eine ähnliche Erfahrung hatte ich mit meiner Lieblings-Fleecejacke gemacht, die auch die Motten lieb gewonnen hatten; so lieb, dass mir die Trennung nicht mehr schwer gefallen ist. Jetzt schaute ich auf ein Mottenlager in einem Neopren-Anzug! Yuck!! Der Sonntag ist gelaufen – Schmerztablette rein und ran an den Dreck.

 

Mir ist die Lust auf’s Nähen vergangen.

 

Später wurde doch noch etwas aus den bereit gelegten Stoffen – ohne Muster, ohne Schablone geht es weiter mit der Babydecke.

 

Ich wünsche eine schöne Woche.

 

12 von 12 im Juli 2017

und …

Wochenmitte auf dem Weg zum Schuljahresende

Vor einem Monat war ich so weit fort, an einem meiner Seelenorte. Jetzt stecke ich wieder mitten im Schulleben und es ist ein typisch, untypischer Schultag.

1 Aufstehen, den Wecker verteufelt und meine Kater beneidet. Angus legte sich nach Frühstück und Onkeljagd erst einmal wieder hin. Beneidenswert.

2 Auf dem Schulweg das Grün genossen und bemerkt, dass ich vergessen hatte ein wichtiges Medikament einzunehmen. Zum Teufel aber auch! Dafür entdeckte ich, ganz versteckt, die sich vom Abmähen erholende Himbeere! Wie schön!! Jetzt ist das Sortenschild nicht mehr so allein.

3 Der Schultag begann mit Vertretungsstunden, die ich bei den 7ern als Informationsstunden für das Wahlpflichtfach Natur und Technik nutzte, denn sie mussten sich heute endgültig für eins von drei Wahlpflichtfächern für die nächsten zwei Schuljahre entscheiden. Dabei machte ich gleich auch ein wenig Werbung für die Mitarbeit im Schulgarten.

4 Die anschließenden Vertretungsstunden in meiner Klasse waren mir sehr willkommen. In der Zeit konnte ich, auch wieder im Rahmen von Natur und Technik bzw. für den Schulgarten, mit den SchülerInnen einiges reparieren und fertigstellen. Vielleicht wird die rot gestrichene Sitzbank doch noch vor den Ferien fertig. Die Farbe probierten wir schon einmal am neuen Gartenschild aus und sie gefiel!

5 Neue Namensschilder für die Pflanzen her- und aufgestellt, dazu noch schnell gegossen, bevor der Regen anfing, der hier kommt.

6 Immer wieder schöne Momente, wenn Schüler nach der Entdeckung von Krabbeltieren oder anderem aufgeregt rufen: „Frau Be, da ist was!“

7 Spätes Mittagessen, Tomate-Mozzarella-Salat mit eigenem Basilikum. Als letzten Pfiff verwendete ich heute noch ein wenig gemörserten Samen der Knoblauchsrauke, die ich letzte Woche geerntet bzw. gesammelt hatte. Die Körnchen schmecken leicht scharf und senfig, unter anderem durch die Senfölglykoside, weshalb ich sie gerne als Pfefferersatz nutze. Außerdem ist Knoblauchsrauke entzündungshemmend und gut gegen Husten, wie Bronchitis, also passt sie in mein Ernährungsprogramm (hier mehr zur Knoblauchsrauke).

8 Haushalt. Während ich den Balkon fegte entdeckte ich drei Blütenstände an meiner Hauswurz.

9 Als Belohnung wollte ich eigentlich in einen Gartencenter fahren, den ich noch nicht kenne, aber wert für einen Besuch sein soll. Im Auto erschreckte mich das Navigationssystem mit der errechneten Fahrzeit. Über drei Stunden für 35 km! Nee, das tat ich mir dann doch nicht an und besuchte die Lieblings-Gärtnerei um die Ecke.

 

10 Meinen Erdbeeressig-Ansatz mit klarem und naturtrüben Essig gewegt. Wie bei den beiden Versuchen mit einem Rezept für Johannisbeerlikör begeistert mich die entstehende Farbe. Auch beim Kräuterbitter passt sich der verwendete Alkohol farblich langsam den Zusätzen an. Ich bin gespannt!

11 Hausaufgaben. Noten ausrechnen liegt an; alle (Halb-)Jahre wieder.

12 Endlich. Ich kann mich an das Stoff-Regal ranmachen! Das erste Patchwork dieses Jahres wird eine Babydecke werden. Im Kopf ist das Stück schon fertig und ich schenke mir den Umweg über einen Entwurf auf Papier. Ich will JETZT ;-)!

 

Und nun bin ich gespannt auf die anderen 12 von 12 Geschichten. Vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

 

Woche 26/2017

und …

Am Limit!

Mein Rechner will nach dieser Woche, genauso wie ich, nicht mehr so richtig. Wir sind beide alt und müde! Dabei beinhaltete jeder einzelne Tag eine Perle; vom klitzekleinen unrunden Süßwasserkrümel bis zur großen Preziose war alles dabei.

In der Summe war es allerdings ein zu viel, zu schnell, zu weit mit zu wenig Zeit die Eindrücke zu sortieren, zu verarbeiten:

  • Schule und Unterricht
  • mündliche Prüfungen abnehmen
  • Kompetenzanalyse für die 7. Klasse durchführen
  • Fortbildung zu Pflanzenfarben kurz vor dem Dreiländereck bei Lörrach mit Peter Reichenbach von sevengardens.eu – wenn ich mal wieder durchatmen kann und Muße habe, werde, muss, ich darüber berichten! Obwohl ich ja schon einiges an Erfahrung mit Naturfarben mitbrachte hatte selbst ich meine „Ah-“ und „Oh-Momente“.
  • Ausbildungs-Wochenende in Sachen Kräuterpädagogik
  • 12tel-geblickt
  • im Stau gestanden und Mußestunden im Auto verbracht

 

Einige Tage lang gingen die Weltnachrichten wie die örtlichen an mir vorbei, aber dieser Beitrag aus Kanada zum 150sten Geburtstag machte mir heute Freude: Bono & The Edge

Tief Luft holen, die Schultern gerade rücken, die Decken aufschütteln, und schlafen gehen. In knapp zwei Stunden beginnt die nächste (Arbeits-)Woche.

 

Woche 25/2017

oder …

Back to BB und der Kraftakt ein wenig Urlaubserholung in den Alltag zu retten!

Von 10°C zu 30°C fühlt sich an wie von 0 auf 100 km/h zu beschleunigen, obwohl ich Wärme mag. Um entschleunigt in den Alltag zu starten wäre Schule nach Stundenplan eine tolle Sache, läuft jedoch so nicht, denn der mündliche Prüfungszeitraum hat für die 9. und die 10. Klasse begonnen. Dazu noch Vertretungsstunden, Kollegen auf Fortbildung, und schwupps sind Urlaub und Island gaaaanz weit fort. Zum Glück habe die Unmenge an Fotos, in die ich in freien Minuten eintauchen kann, vergleichbar mit Dagobert Duck in seine Goldmünzen. 😉

Was die Woche sonst noch so brachte (mit Mut zur Lücke):

  • Spaziergänge – ich vermisse nach dem Urlaub die Bewegung draußen an der frischen Luft. Auch wenn es die Tage mörderheiß war, nicht nur im Vergleich zu Island, ich musste raus!

  • die ersten 5€-Scheine zum Beiseitelegen in die Reisekasse. Früher, beinahe in Vorzeiten, hat man/frau ja gerne 5 DM-Stücke gesammelt. Ich ja eher nicht. Meine Silberlinge landeten im Zigarettenautomaten. Später schaute ich darauf immer 2€-Stücke für den „Notfall“ parat zu haben, bis zum 22.08.2005 um 23:30 Uhr. Da drückte ich bewusst auf die Geldrückgabetaste, holte mir mein Geld zurück statt Stengelchen im Tausch heraus. Fertig mit Nikotin! Seit diesem Zeitpunkt landet jeder 5€-Schein als Belohnung in die Reisekasse – und das lohnt sich!
  • gleich Montag zum ersten Arztbesuch. Den Termin hatte ich vom Urlaub aus machen müssen und nun geht das Kreisen durch diverse Wartezimmer von Fachärzten in die nächste Runde. Stellt sich die Frage ob ich in zwei Monaten Wartezeit diese Fachärzte wirklich noch brauche oder vielleicht einen einen anderen. Man sollte eine Termintauschbörse einrichten: Tausche Termin bei Orthopäden-Koryphäe  gegen Lungenfacharzt.
  • den Schulgarten und die ganzen Außenstellen auf Vordermann gebracht, dabei mit meiner Klasse eine Idee in Richtung Guerilla-Gardening ausgedacht. Den abgemähten Himbeerstrauch fanden meine SchülerInnen zum Rächen wert und es war ein hartes Stück Arbeit sie zu überzeugen eine friedliche Lösung/Kompensation zu finden. Ich gehe allerdings davon aus, dass sie, wenn sie das nächste Mal einen Rasenmäher auf dem Schulgelände hören, nicht auf den Stühlen zu halten sind. Was wir geplant haben? 😀 Nee, das verraten wir nicht. Noch laufen die Vorbereitungen und ‚gut Ding will Weile haben‘. Erste Ergebnisse nicht vor Frühjahr 2018. Dieser Kerl im Salat gefiel dagegen allen!

  • ein wenig kalte Küche für die heißen Tage ausprobiert und diverse Rezepte zu kalter Gurkensuppe zusammengerührt bzw. püriert – eigentlich waren alle lecker 😉 und vor allem erfrischend leicht! In dieser Variante waren, gut durchgekühlt und püriert:
    • eine halbe geschälte, grüne Salatgurke
    • 3 gehäufte Teelöffel Skyr (alternativ geht auch saure Sahne)
    • 1/2 Teelöffel Kräutersalz
    • ein paar Spritzer Zitronensaft
    • ca. 1/2 bis 1 Kaffeetasse Milch

  • ein neues Aufgabenbuch in Chinakladde nach dem Urlaub eingerichtet. Ich bin und bleibe die Frau der handschriftlichen Auftragseinteilungen für den Tag. Statt in einer Zettelwirtschaft entwickelt sich meine Liste zu erledigender Aufgaben in solchen Kladden. Ich könnte Kalender verwenden, was sich für mich nicht bewährt hat. Kladde 2/2017 ist eröffnet und der erste Termin für die Sommerferien steht schon drin. Ist halt so.

  • ein Geburtstaggeschenk für einen lieben Kollegen zusammengestellt, der einen runden Geburtstag hatte. Mein Ziel war ein nachhaltiges Geschenkgebinde gewesen. Am Ende kam aus Sach- und Ideezwängen heraus eben doch ein wenig „good plastic“ mit ins Päckchen.

  • ein Sonntagsfrühstück für Frauen. Im Ortsverband meiner Partei hatten wir für diesen Sonntag ein Frühstück für politisch interessierte Frauen ausgerichtet. Es soll ein regelmäßiges Angebot werden und wir hoffen das stemmen zu können. Der Auftakt war richtig erfolgreich! Schön für mich, im Vorbereitungsteam war die Mutter von zwei ehemaligen Schülerinnen ebenso aktiv mit dabei wie sie es vor Jahren als Elternbeirätin gewesen war.

  • einen richtig schönen Wochenabschluss im Garten von Lutz Ackermann, der Sonntag Tag der offenen Tür hatte. Abgesehen vom Garten konnte auch ein Teil seiner Werkstätten besichtigt werden. Ich behielt die Hände in meinen Hosentaschen Rocktaschen oder an der Kamera, obwohl ich mich viel lieber an der einen oder anderen Stelle hingesetzt und selber Hand angelegt hätte.

Wer jetzt noch Lust hat sich bunte Vögel anzuschauen kann sich nun auf meinen Fotoblog weiterklicken – Papageientaucher auf Island.

Ich wünsche allen eine gute Woche!

Woche 22/2017

oder …

Ein Dreiteiler heute!

Teil 1 – Bilder des Wochenanfangs

Geburtstagskarten mit einem Motiv vom letzten Spanienbesuch bei  meiner Freundin, dank Tochter endlich fertig!

Wie ärgerlich, dass die Wiese vor der Schule nicht erst Ende der Pfingstferien gemäht wurde. Nun sind viele Kräuter einfach weg. Auch vom Mädesüß am Bachrand blieb nicht mehr viel.

Die allerletzte Lakritzpraline, mit Karamell und Meersalz, genossen und danach meinen Dawanda-Shop beherzt gelöscht.

Auch wenn es draußen 30°C heiß war, drinnen lief die Produktion für den Weihnachtsmarkt 2017.

Mistviech!

Blühendes Fünffingerkraut

 

Teil 2 – Ein abgewürgter Wochenbericht

Die Woche begann mit einem dieser Mistviecher, das ich mir von einem Spaziergang am Sonntag mitgebracht haben musste. Trotz sorgfältigem Absuchen und Duschen hatte sich eine Zecke dicht neben meinem Bauchnabel verankert. Hmpff. Das Zeckenentfernungsequipment bereit gestellt und mich ans Entfernen gemacht. Das Mistviech hielt verteufelt gut fest und wollte nicht loslassen. Leider gab es irgendwann einen leichten Knackton zu hören und ich erkannte mitten in einem kleinen Blutstropfen ein braunes Pünktchen. Verflixt aber auch. Mir fehlte mindestens eine Hand um mich ans Operieren zu machen – Haut straff ziehen, mit der Nadel puhlen, die Lupe halten und dann noch die Pinzette, schwierig. Nun denn, die fehlenden Hände ersetzte mir ein Arzt, der auch nur zwei Hände hatte :D, denn ich hielt ihm die Lampe. Statt einer Stecknadel piekte eine Kanüle den Rüssel raus, denn zum Glück hatte ich den Kopf der Zecke doch mit dem Körper erwischt.

Verabschiedung einer Kollegin, die in späten Jahren doch noch Mutter wird. Das war ein Grund zum Feiern und ich brachte eine spanische Kartoffeltortilla mit. Nachdem ich endlich ein Rezept gefunden habe mit dem ich das auch hinbekomme ist es in den letzten Wochen mein Standardbeitrag für ein kaltes Buffet. Das Video, das mir geholfen hat findet ihr hier.

Trümmer beseitigen, die der junge Wilde (Kater Angus Scotsman) in regelmäßigen Abständen hinterließ. Zuerst gefiel er sich mit dem Hinunterwerfen meiner Pflanzenfarben. Der rot-orangene Farbauszug aus Aroniabeeren zeigte sich dann noch als äußerst hartnäckig beim Entfernen. Hartnäckig blieb Angus auch mit seinen Ausbruchsversuchen auf dem Balkon.Er findet immer noch Schlupflöcher. Bei jedem Versuch gehen dazu noch jede Menge Blumentöpfe kaputt. Als es dann noch meine mühsam gepäppelten kleinen isländischen Pflänzchen betraf war es mit meiner Geduld – ist doch ein Katerchen, das es nicht besser versteht – zuende, aber ganz und gar! Jetzt ist das Katzennetz an den neuralgischen Punkten doppelt und dreifach gesichert und ich muss mir etwas einfallen lassen, um an meine Balkonpflanzen zu kommen.

Noch mehr Nerven bewahren galt es auf der jährlichen Eigentümerversammlung von der WEG, in der ich wohne. Seit einigen Jahren prüfe ich mit den anderen Beiräten unter anderem die Belege für den Jahresabschluss. Ich bin zwar nicht die hellste in Steuertricks, aber rechnen kann ich. Doch es gibt immer wieder Leute, die sich Stunden Zeit nehmen um auch selbst den allerletzten Cent zu überprüfen, ob es nicht ein falscher ist. Das kann sehr anstrengend sein.

Anstrengend war auch die Wartezeit, die ich im Flughafen Kopenhagen sitzend, mit dem Schreiben dieses Berichts, verbrachte. Schon ab Stuttgart ging es durch Regen und Unwetter nicht pünktlich los. Vierzig Minuten im Flieger zu sitzen um auf den Start zu warten sind anstrengend. Als es danach ich Kopenhagen auch nicht pünktlich weiterging musste zuerst mit einem guten Essen überbrückt werden. Drei Stunden halte ich es jedoch nicht in einem Flughafenrestaurant aus. Lieber setzte ich mich in die Transferzone. Dort ist Tageslicht, wenn es noch hell ist, und keine Musikberieselung! Meine Gastgeber hatte über die Verspätung informiert, wie die Mietwagenfirma. Beide waren herrlich entspannt: „No problem. We are used to it!“. Es wurde, nach deutscher Zeit, 1:40 Uhr bis wir landeten und dann hatte ich noch nicht meinen Koffer und noch nicht den Mietwagen. Aber ich bin angekommen! Nach zwei Jahren bin ich wieder in Island.

 

Teil 3 – Bilder des Wochenendes

Was für ein Urlaubsstart! Nach brütender Hitze ein Aufguss!

Nach dem Regen endlich der Start, in den Regenbogen hinein.

Lesen und, die Skandinavier können es eben, dazu leckeren schokoladig-salzigen Nachschub: Lakritzkonfekt 😀

Endlich gestartet und mich von Kopenhagen verabschiedet, den Abend hinter mir lassend.

þingvellir und ich kann tatsächlich wieder durchatmen!

Ich wünsche alles Gute für die neue Woche!

 

 

Woche 19/2017

und …

Ohne Untertitel

Samstagabend wollte ich diesen Blogpost vorbereiten und war überfordert. Ein ganz großer Teil an Eindrücken steckte noch in der Verarbeitungsphase, bzw. in der Warteschleife; dazu noch meine Rüsselpest, die einen klaren Kopf wenig förderte. Die Entscheidung mich auf die Highlights zu konzentrieren brachte auch nichts, denn das betraf ja genau diejenigen in Verarbeitung und die, die gerne auch dabei sein sollten. Wo fange ich an?

Sonntagabend sitze ich wieder vor dem Bildschirm. Mit einem Kräuterseminar-Wochenende hinter mir, im Kopf wie in den Knochen, klicke ich mich durch die 1000 Bilder der Woche, lenke meinen Blick auf den Kalender, versuche den Blick in Richtung Papierberg auf den Schreibtisch auszublenden.

Donnerstag war der beste Tag der Woche, wie meine Freundin und ich bei einem Telefonat gemeinsam abstimmten. Wir hatten zusammen einen herrlichen Tag auf der Mainau verbracht, mit ein paar kleinen Einblicken hinter die Kulissen. Die Gartenakademie BW und die BAG (Bundesarbeitsgemeinschaft) Schulgarten hatten für das 14. Schulgartenforum  diesen fantastischen Ort in diesem Jahr ausgewählt. Das dann auch noch das Wetter so fantastisch mitspielte kam völlig unerwartet. Schon bei der Anfahrt hatten wir kurz  „Schnappatmungsalarm“ angesichts der Bergkulisse vor uns. Eine Föhnwetterlage bot eine Fernsicht bis in die Alpen. Einfach grandios, selbst für Ortsansässige!

Das Wochenende war wieder voll verplant für die Ausbildung zur Kräuterpädagogin, mit Wetterkapriolen und einem Ausflug in den botanischen Garten in Stuttgart Hohenheim.

Kaum zuhause ging es an die Planung für die nächste Woche. Die Bananenschalen „veredeln“ leider nur langsam, denn ich benötige sie in braun.

 

Was diese Woche sonst so brachte:

vor allem eine unverständliche Umbuchung für einen Teil meiner Urlaubsanreise, die einen Rattenschwanz an nötigen Erledigungen nach sich zog

eine Reihe an Telefonaten, um diese Umbuchung zu verstehen, abzuwenden, zu verändern  – selbst der Servicemensch am anderen Ende der Leitung konnte es nicht verstehen, wie ein Anreisesegment so verlegt werden kann, dass der Anschlussflug schon vor Reiseantritt garantiert nicht erreicht werden kann

ein Neu-, bzw. Umbuchungsabenteuer, denn …

für den geplanten Anreisetag konnte nichts mehr gebucht werden – hmm

am Tag vorher auch nicht – hmm

es kam die Frage der Fluggesellschaft: „Wollen Sie nicht lieber stornieren?“ – Ich: „Wer übernimmt die Stornokosten für das Parkhaus, den Mietwagen, das Schiff, die Quartiere, …?“

es kam die nächste Frage: „Soll ich noch einen Tag vorher schauen?“ – Ich: „JA!“

noch eine Frage, „ob ich eine Weile in der Warteschleife warten könnte?“ – „Aber sicher doch, wenn ich einen Flug bekomme!“

turaluraluralu – ich muss warten und … dann sagt die Stimme am Telefon: „Frau Be, ich kann Ihen am Samstsg, XX.XX. einen Flug anbieten!“

YES YES YES YES, aber

Parkplatz für das Anreiseauto umbuchen

Mietwagen umbuchen, was nicht ohne Drama zu erledigen ging, da die Mietwagenfirma nicht zwei Tage dazu buchte, sondern die vorliegende, „aktuelle“ Buchung nur zwei Tage vorverlegte, inklusive Umbuchungszuschlag. Die Originalbuchung wiederherzustellen ging nicht mehr und ich musste meinen Mietwagen neu buchen. ARRGH!

dann noch zwei zusätzliche Übernachtungsplätze suchen und finden – puh! Da war ich einmal frühzeitig mit meiner Urlaubsplanung fertig und dann so etwas!

 

Was ich eigentlich erledigen wollte:

  • Fortbildungsunterlagen und -utensilien richten
  • am Herbarium arbeiten
  • die Steuererklärung beginnen
  • gesund werden

Morgen stehe ich mit den Vögeln auf und schaue wie weit ich komme – wenn ich die Augen endlich auf bekommen habe 😉

 

Eine schöne Woche wünsche ich!

 

12 von 12 im Mai 2017

oder …

Freitag, und kein ruhiges Wochenende in Aussicht!

Woche 3 nach den Osterferien und alle frisch importierten Kleinstlebewesen von meiner Klasse haben ein neues Zuhause gefunden, in mir. Das Frühstück fällt entsprechend aus.

Jacke schließen tut dann gut, damit es nicht noch mehr in den Bronchien pfeift und die Stimme bleibt. Vorbereitete Lebensläufe und Bewerbungsanschreiben in den PC eingeben stand heute ganz weit oben auf dem Tagesplan meiner Klasse.

Um 11:00 Uhr war die Stimme fast weg, ich stoppte meine Wanderschaft von PC zu PC  und wechselte meinen Modus zur Überarbeitung der Arbeitsergebnisse. Ich verzichtete auf’s Papier sparen, ließ die Produkte ausdrucken und korrigierte in rot. Da ich es geschafft hatte ohne Haare zu raufen, die Wand lang hoch zu laufen, wie Tarzan zu schreien und auch bei der fünften Korrektur eines schon vier Mal angemahnten Fehlers noch die Ruhe zu bewahren, machte ich mich nach Unterrichtsschluss auf in eine meiner Lieblingsgärtnereien. Das hatte ich mir verdient!

Danach noch ein paar fehlende Zutaten für das Wochenende besorgt und dabei standhaft die Süßigkeiten links liegen gelassen!

Kaum zuhause beginnt es zu regnen, heftig und mit großen Tropfen. Vor allem Kater Angus ist begeistert und wundert sich anscheinend woher das nasse Zeug kommt.

 

Küchenarbeit liegt an. Das kommende Wochenende habe ich wieder Kräuterseminar und dieses Mal wollen wir Teilnehmerinnen unsere Mittagszeit gemeinsam mit einem Picknick verbringen. Dazu geht es für mich am Nachmittag und Abend in die Küche, denn jede von uns bringt etwas zum Essen mit. So richtig entscheiden kann ich mich nicht was ich kochen, backen, vorbereiten könnte. Am Ende versuche ich mich mit zwei Gerichten.

Kochen, backen, braten macht viel Geschirr schmutzig. Da muss fix die Spülmaschine geleert werden. Der Nachschub will Platz haben.

Beide Kater sind ständig an meinen mühsam gesammelten Pflanzen für das Seminarwochenende. Damit überhaupt etwas zum Mitnehmen übrig bleibt müssen sie nach oben gerettet werden – die Pflanzen, nicht die Kater.

 

Kurz vor Sonnenuntergang ist dann doch noch ein trockener, kurzer Spaziergang möglich und ich drehe meine Runde. Zuerst zum Schulgarten und den neuen Beetflächen. Im Garten sprießt an allen möglichen und unmöglichen Stellen Zinnkraut. Eigentlich hatte ich mit ihm letztes Jahr Frieden geschlossen, es akzeptiert, bekämpfen geht nicht, und gehofft es sucht sich einen anderen Platz. Dieses Jahr gedeiht es jedoch noch besser.

Lieber gehe ich zu unseren neuen oder ganz alten, wieder belebten, Anlagen und freue mich über jedes von Zinnkraut bzw. Schachtelhalm freie Plätzchen. Nachdem die Trockenmauer im Winter frei geschnitten und repariert wurde gedeiht nun einiges an Kräutern und Gewächsen.

 

Upps, und das waren schon zwölf Bilder. Nun dann bleiben die restlichen für den Wochenrückblick. 😉

Schönes Wochenende!

Und vielen Dank an Caro, von Draußen nur Kännchen, die diese Blogsammlung, 12 Bilder am 12ten eines Monats, zur Verfügung stellt.

 

Woche 18/2017

oder …

Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün

und lass mir an dem Bache die kleinen Veilchen blühn! … ist ein Lieblingslied aus meiner Kinderzeit, das mir am Samstag, entlang des Goldersbachs im Schönbuch spazierend, durch den Kopf ging. Wenn meine Mutter die seltene Gelegenheit hatte Klavier spielen zu können veränderte sie sich. In diesen Momenten verlor sie ihre tiefe Traurigkeit. Am Klavier zeigte sie eine Präsenz und Sicherheit, wie sie mein Bruder und ich so nicht an ihr im Alltag kannten – es war wie ein Strahlen zum Sonnenaufgang! Um nicht falsch verstanden zu werden, wir hatten eine tolle Mutter, die sich immer Zeit für uns genommen hat, mit der wir spielen, toben, Spaß haben konnten. Doch der Mensch, der unsere Mutter ausmachte, erschien, wenn sie am Klavier saß und in der Musik abtauchen konnte. Diesen Wandel liebte ich und heute weiß ich, wie viel Zeit und Kraft sie investiert haben musste, um meinem Bruder und mir den Rücken frei zu halten, um unser jeweiliges Abtauchen, für unsere kreative Entwicklung, ermöglichen zu können. Sie wäre so gerne Konzertpianistin geworden, doch der 2. Weltkrieg wie der Wohnort nahe der Neiße ließen nach Kriegsende eine entscheidende Richtungsänderung in jeglicher Hinsicht folgen. Am Ende mussten meine Eltern in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, genau ein Jahr vor dem Mauerbau, ihr Zuhause verlassen um einer Verhaftung meines Vaters zu entgehen (er hatte Freunden bei ihrer Republikflucht unterstützt, was verboten war). Ihr neues  Umfeld im Stuttgarter Raum bot ihnen für uns Kinder eine neue, sichere und freie Zukunft, jedoch für sie nie wieder die räumlichen, finanziellen und sozialen Qualitäten, die sie in ihrer Heimat zurück gelassen hatten. Statt eigener Kunstglaserei gab es Lohn und Brot im Verkauf von Bauglas im Angestelltenverhältnis für meinen Vater, für meine Mutter nach Jahren als Hausfrau etwas Zubrot im Minijob. In einer 64 qm Wohnung war kein Platz für ein Klavier, abgesehen davon fehlten die finanziellen Möglichkeiten. Mit ihrem dazu verdientem Taschengeld finanzierte sie meinem Bruder unter anderem neue Gitarrensaiten und mir gescheite Farben und Pinsel. Deshalb waren die wenigen Gelegenheiten so kostbar, in denen sie sich an ein Klavier setzen konnte, sich mit Liedern warm spielte um dann, langsam vortastend, Noten aus ihrem inneren Archiv über die Finger in die Tasten fließen zu lassen. Immer dabei war mein Lieblingslied: Komm, lieber Mai, und mache …

Meine Ode zum Muttertag. Statt Blumen. Danke, Mutti!

Im Schönbuch grünt es mächtig. Über die großen Flächen mit Bärlauch hinaus, der langsam mit blühendem Weiß überdeckt wird, sorgen die vielen frischen Blätter für ein sich langsam schließendes Laubdach. Und, tatsächlich blühten an schattigen Stellen noch viele Veilchen, behaupteten sich mit ihren Violett gegenüber dem satten Gelb der Sumpfdotterblumen. Mir sind die wöchentlichen Spaziergänge im Wald wichtig um Kraft zu tanken. Innere Kraft hatte ich getankt, doch wohl meine körperlichen Kräfte in dieser Woche etwas überstrapaziert. Eine Erkältung hat mich erwischt!

 

Was die Woche sonst noch so brachte:

  • Schule mit Prüfungen und Vertretungsstunden
  • Schule und immer wieder Aufräumen, oder Sortieren von Altlasten.
  • Gärtnern – viele Aufgaben im Schulgarten mit seinen wachsenden Außenstellen.
  • Mammografie, mit schnellem, beruhigendem Ergebnis
  • Backen von Low-Carb-Broten
  • Lesen – das Buch Farbstark mit sevengardens ist endlich erschienen und bei mir angekommen. Link. Es ist anders als erwartet und noch kann ich kein Urteil dazu abgeben.
  • Beobachten und Sammeln – meine Umgebung mit ihrer städtischen Pflanzenwelt im Auge gibt es für mein Herbarium immer wieder neues Material (uups, der blasse Erdrauch steckt vor dem Fototermin schon in der Presse)
  • Fotografieren und ein wenig mit der Makrolinse für das iPhone herumgespielt – es ist nur ein einfaches DIY-Teil, das ich mir auf der documenta in Kassel vor fünf Jahren gekauft hatte, aber immer wieder nett es auf das Handyzu stecken
  • Entdecken – ein paar Schritte hinter dem Supermarkt liegt ein erholsames Plätzchen Hundeklo Natur

 

Aufräumen mit der Option zu gestalten 😉

Meine an die Schüler gestellte Aufgabe war die Maschinenschrauben von den Holzschrauben zu trennen und den Rest in eine Schachtel zu legen. Nach 20 Minuten hatten die 16 feinsortiert nach Größe und Form, auch Nägel und andere Kleinteile, teilweise kreativ arrangiert.

Die erfrorenen Apfelblüten machen uns immer noch traurig, dafür hat sich der Borretsch in allen Ecken von selbst ausgesät. Dreißig Pflänzchen sollten auf Schülerwunsch nicht im Kompost landen. Nun muss ich schauen, wie und wo sie einen Platz finden. Bis dahin parken sie zwischen den Bohnenstangen. Zudem blüht der Rhabarber. Ich schwanke immer noch damit die Blüte zu entfernen. Gartenjournal hin oder her, es widerstrebt mir einfach dieser Eingriff, denn es geht mir und meiner Kollegin nicht um Ertrag im Schulgarten. Klar, wir wollen auch ernten, aber zuallererst soll der Garten zeigen, was Natur kann. Vor allem ganz viel Erdbeeren!

Brot backen ganz anders, mit möglichst wenig Kohlenhydraten. Ich versuche mich mal wieder und weiter an „low carb“, etwas erfolgreicher als vor ca. fünf Jahren. Die zwei Versuchsbrote der Woche sind geglückt, trotz teilweise erheblicher Änderungen in der vorgegebenen Rezeptur. Inspiriert hatten mich die Rezepte von Holla die Kochfee.

Fotografierversuche mit der DIY-Makrolinse

Ruheplatz vor oder nach dem Einkaufstress

 

Sonstige Highlights

  • Collage von Solsbury Hill von Peter Gabriel aus Videoausschnitten von 1978 bis 2013… klick
  • Leonard Cohens (Klage-)Lied für Janis Joplin – Chelsea Hotel #1 … klick

 

  • das ältere Ehepaar in der Unterwäsche-Abteilung – herzerwärmend, offen, toll, …

Ich sehnte mich nach meiner Mammographie nach neuer Unterwäsche und hatte das Ziel gleich um die Ecke von der Untersuchungspraxis, das Breuningerland Sindelfingen. In der entsprechenden Abteilung angekommen fiel mir zuerst ein älteres Ehepaar auf, die meines Erachtens älter als meine Eltern sein müssten, schätzungsweise Mitte 80. Besonders beeindruckte mich der ältere Herr, der souveräner als jeder andere jüngere Mann sich zwischen der Damenwäsche bewegte UND zudem seine Frau, zusammen mit einer äußerst kompetenten Verkäuferin, zu einem neuen, passenden Büstenhalter überzeugte.

Während ich, relativ zielsicher, meine Größe in Variationen aus der Vielfalt des Angebots zur Anprobe heraus suchte bemühte sich der ältere Herr sehr:

  • „Mädle, du brauchst doch was neues. Wirst dich doch auch besser fühlen.“
  • „Noi, noi! Ich brauch‘ nichts mehr!“
  • „Schau doch einmal. Der (BH) mit Blümele ist doch schee (schön)!“
  • „Nix da. Wenn, dann weiß!“

Die Verkäuferin kam dazu und fragte nach der Größe.

  • Sie: „85 B“
  • Er: „80 A“
  • Verkäuferin: “ Probieren wir am besten …“ und wird unterbrochen
  • Sie: „85 B!“

… Man entscheidet sich für ein paar Teile und die alte Dame bezieht die Ankleide neben mir.  (Ich kann mir ein Grinsen nicht verkneifen!) . Ein Jammern und Aufschrei plötzlich:

  • „Noi noi noi, da fällt ja elles naus!
  • „Schatz, was ist? Komm, beruhige Dich, ich hab‘ da was anderes.“ und reichte ihr ein paar neue Teile hinein.
  • „Noi, noi, ich will was dünnes. Net dies neumodische Zeugs!“

Am Ende lief das Paar mit neumodischem T-Shirt-BH in beige mit zartem Blümelesmuster aus den Kabinen, Größe 80 A! 😀

Was für ein Mann! Was für ein Paar!

 

Eine geruhsame Woche wünsche ich, in der wir alle ein wenig Frühling herbeisehnen werden.

 

Woche 17/2017

oder …

Mit Hechtsprung in den Alltag!

 

Am ursprünglichen Untertitel tüftelte ich ständig beim Schreiben des Blogposts herum. Alle Varianten kamen mir viel zu passiv vor, denn ich weiß doch wie Schule funktioniert, vor allem nach den Schulferien. Egal wie ausgeschlafen und erholt ich mich auf meinen kurzen Schulweg mache, gut vorbereitet für den Unterricht und ausgewogener Zwischenmahlzeit in der Tasche, spätestens nach 15 Minuten ist Schluss mit jeglichem Wunschdenken. SchülerInnen sitzen nach den Ferien nicht erholt und ausgeschlafen an ihren Plätzen, schon gar nicht gierig nach dem Wissen, das ich ihnen vermitteln möchte. Was sie wissen wollen sind die Geschichten ihrer Schulkameraden und -kameradinnen, die nicht über Social Medias geteilt worden sind. Doch eigentlich ist es egal, ob schon auf Whatsapp, Facebook, Instragramm, … breit getreten, alles muss noch einmal durchgekaut werden, möglichst laut und lebhaft. Einige SchülerInnen fehlen, dafür ist eine Schülerin aus ihrer Kur zurück und hat ungeheuren Mitteilungsbedarf. Es ist 9:15 Uhr und die erste große Pause scheinbar ein Segen. Doch im Lehrerzimmer liegen bei einigen KollegInnen die Nerven blank. Der Prüfungszeitraum hat begonnen, zumindest in in den Köpfen der Lehrer. Die SchülerInnen sehen das eher locker, weshalb sich erstere ihren Kopf machen. Ich stehe an der Lehrerzimmertür und überlege mir ob ich hineingehen soll, oder lieber eine kurze Runde spazieren gehe. Ich kapituliere, denn Schulalltag geht nur ganz oder gar nicht, nehme Anlauf und tauche aktiv ein.

Was sonst noch in dieser Woche geschah:

  • Sonntag auf Montag mich erst einmal über das Wahlergebnis in Frankreich gefreut!
  • Low carb Knäckebrot gebacken, wenn man das backen nennen möchte. Versuch 1 war allerdings richtig lecker, so lecker, dass das katzengraue Krümelergebnis Nr. 2 mich nicht ins Enttäuschungsloch fallen ließ. Vorübergehend. Tags darauf war ich beim hungrigem Geschmackstest etwas zwiespältig. Knäckebrot 1 hatte zur zähen Schuhsohle mutiert und Knäckebrot 2 holte auf. An Tag 3 legte ich Versuch 1 den Vögeln raus, die es, trotz hohem Leinsamenanteil, nicht in ihren Menüplan aufnehmen wollen. Es liegt noch. Versuch 2 ist noch knusprig, aber nee. Chia mag seinen Stellenwert zwar als Superfood mit Recht haben, doch wir zwei werden keine Freunde werden. Nach dieser „Back“-Erfahrung naht der Abschied. Die vielen verbliebenen Chia-Kügelchen werde ich verschenken (als Glibber im Müsli finde ich sie ebenso unerträglich) und das „Brot“ stelle ich auf den Knabbertisch im Lehrerzimmer gleich dazu. Bäh. Und, siehe da, Geschmäcker sind unterschiedlich, wie schön. Meine vegan lebende Kollegin fand das Chia-Knäcke richtig lecker und deshalb gibt es hier einen Link zum Rezept.
  • Pflanzenfarben ausprobiert, dieses Mal Efeubeeren, und die Reste aus den Wein- bzw. Saftflaschen, bevor ich sie in den Altglascontainer brachte, auf Papier gekippt, ein wenig Pülverchen aus dem Haushalt darüber gekrümelt und am nächsten Morgen überrascht gewesen über das Ergebnis (Bild oben).

 

  • mich beinahe im Kühlschrank vergriffen; statt den eingeweichten Morcheln die Dornentinte erwischt. Es wird langsam unübersichtlich, deshalb sortierte ich heute um – mittleres Fach rechts lieber nicht essen! 😉

  • auf dem Markt meine Spargelverkäufer glücklich gemacht – Spargelpapier verschenkt.
  • Schüler glücklich gemacht und mit ihnen mikroskopiert. Mindestens ebenso toll fanden sie es, dass ich ihnen erlaubt hatte ihre Untersuchungsergebnisse mit den Handys zu fotografieren und es sogar funktionierte.

  • mich von einem Maschinen-Fehlkauf getrennt, nachdem ich mich reichlich geärgert, und hier, Mitte der Woche, berichtet hatte.
  • mich beschenkt und mich zu einem Kurs am Bodensee auf der Mainau angemeldet: Vom Schulgarten auf den Teller – Gemeinsam gärtnern und kochen. Dafür muss ich dann zwar morgens reichlich früh aus den Federn und abends wieder zurück. Doch ich bin gespannt.
  • Riesenschreck – Kater Chewie musste unbedingt auch einen Vergiftungsfall herbeiführen! Zum Glück konnte ich das Schlimmste verhindern!! Katerchen liebt Gras und alles, was irgendwie nach Gras aussieht, auch die Gräser aus den Blumensträußen. Deshalb stehen solche Pflanzen und Sträuße nicht auf dem Tisch oder auf dem Fensterbrett, außer wenn es ok ist, dass er sie anknabbert. Jetzt, mit knapp sieben Jahren, hat er mir zuerst meine selbst gezogenen Chilipfänzchen weg gefuttert und wollte nun an die Narzissen! 15 Minuten nach der Missetat begann das Übel, doch zwei Stunden später war wohl alles aus seinen Eingeweiden, denn Katerchen stürzte sich ausgehungert auf das Futter und das Wasser in der Tränke – noch einmal gut gegangen (und die Wohnung durchgeputzt)!
  • im Schulgarten gearbeitet und zwei Mal ordentlich nass geworden – es ist eben doch noch April. Jetzt können die Schüler, sofern das Wetter mitspielt, nächste Woche weiter arbeiten. Bei den Beeten mit den Färberpflanzen geht es gut voran, dagegen stagniert das „schwarze“ Beet. die schwarz blühenden oder fruchtenden Pflanzen passen von ihren Ansprüchen her nicht so optimal zueinander. Mal sehen, wie dieses Projekt weiter geht.
  • das Mega-Riesen-Stickwerk Njálurefill in Island hat seine 5o m (von 90 m) erreicht! Ein paar Partikel habe ich 2013 und 2015 mit gestickt. Gerne würde ich öfter dabei sein, doch liegt Hvolsvöllur nicht gerade um die Ecke. Per Zufall fand ich dazu einen Fernsehbeitrag mit der Designerin Kristín Ragna Gunnarsdóttir, allerdings nur auf isländisch. Da kämpfte ich mich mit meinen paar Schwedisch-Kenntnissen durch ;-). Die im Laufe des Beitrags gezeigten Bilder geben auf jeden Fall einen Eindruck von disem Gemeinschaftswerk. Die Saga von Njal ist eine der beliebtesten Sagas Islands. Daneben ist sie nicht nur die längste Saga, sondern die einzige die im Süden Islands spielt. Die Motive, die die Designerin entwickelt hatm sind teilweise richtig witzig und voller Hintersinn. Wer sich durch den ca.20-minütigen Bericht klicken möchte, hier der Link.
  • das erste Frühstück im Freien dieses Jahr, nur leider ohne „richtige“ Zeitung. Die Katzen genießen die Sonne, wie ich.

Beim genauen Hinsehen hat es sich Angus bequemer gemacht, als Chewie. So verrenkt ist bestimmt kein gemütliches Schläfchen möglich, aber man muss den Neffen ja im Auge behalten!

  • Ach ja, bevor die Hexen losziehen, noch etwas zum Schmunzeln von dieser Woche.  …

 

Ich wünsche allen einen schönen 1. Mai!