oder …
spätsommerlich, herbstlich und endlich etwas Regen – dazu keine Lust zu bloggen
Ich bin erst einmal vorbeigegangen bevor ich es bemerkte: Oh! Was ist denn das?
Ob es das fleißige Gießen war oder dieser besondere Sommer, ich konnte meine erste geöffnete Baumwollkapsel ernten. OK, das Ganze sah etwas traurig aus, nicht wie die gekauften Kapseln aus dem Dekorationshandel oder von der Baumwollbörse. Mir war das völlig egal, denn es ist meine erste selbst angebaute und geerntete Kapsel, die für mich wunderschön ist!
Diese Baumwollkapsel darf zudem so bleiben, wie sie ist. Sie bleibt mein kleiner Schatz und die Fasern darin bleiben ungesponnen.

Acht Baumwollpflanzen von drei Sorten hatte ich im zeitigen Frühjahr ausgesät, zwei haben Frost, Schnecken und sonstige Schwierigkeiten überlebt. Die Hochlandbaumwolle hat leider nicht geblüht und ihre Energie ins Blattwerk gesteckt. Es blieb dann einzig diese Baumwollpflanze aus dem Saatgut der Baumwollbörse. Über die Blüte berichtete ich vor allem auf Instagram.

Die Aussicht auf die sinkenden Temperaturen machte mir Sorgen, was aus den verbliebenen Kapseln wird. Reifen sie noch? Werden sie noch aufspringen? In der Zoom-Gruppe der Färberfrauen meinte man, ich sollte sie schneiden und in der Vase ausreifen lassen. Das tat ich dann, doch nur mit der Hälfte, denn trotz Regen hatte sich eine weitere Kapsel mit Baumwollfasern geöffnet!


Offensichtlich gefiel dem größten Zweig der Umzug in die Vase gar nicht. Schade, denn dort sind noch Knospen zu sehen.

Die Fasern aus der zweiten Kapsel werde ich tatsächlich herauszupfen, wenn sie getrocknet sind. Ich möchte zu gern wissen wieviel Gramm dort drin sind und wie lang der gesponnene Faden wird.

rechts: die zweite Baumwollkapsel aus meinem Garten, im Hintergrund die erste
Gartenzeit


Ansonsten
- Es vergeht kaum ein Tag ohne die Möglichkeiten zu vermissen, die mir vor Pensionsbeginn mein Werk- und mein Maschinenraum in der Schule geboten haben. Doch gleichzeitig bin ich froh über die Kenntnisse, die ich mir – lang ist’s her – während meiner Ausbildungs- und Studienjahre erworben habe. Bevor wir an Maschinen kamen wurden wir in der Handhabung manueller Werkzeuge und Geräte geschult. Das kommt mir nicht erst jetzt zugute und tatsächlich ist das Glücksgefühl riesig, wenn mit wenigen Mitteln ein Brett(chen) im Winkel gesägt ist und mit dem Stechbeitel passende Aussparungen gearbeitet sind.
- Es regnet, so viel, dass sich langsam der Regenauffangbehälter füllt. Doch muss das Wasser von oben gleich wieder von grauem Usselwetter begleitet werden? Mir fehlten die warmen Sommerregen.

- Meine Blogs zu füllen und zu pflegen steht gerade nicht auf meiner Liste an Prioritäten, mit denen ich mich in meinem Alltag gerne beschäftige. Es stellt sich mir immer wieder die Frage, wozu eigentlich? Wenn ich meine Inhalte nicht irgendwo verlinke schaut niemand vorbei, außer die KI. Auf den Punkt zu bloggen war sowieso nie mein Ding und auch nicht auf Halde zu schreiben, um den Beitrag zu einen festen Zeitpunkt freizuschalten. Der ursprüngliche Gedanke, ich blogge, um von überall her Zugriff auf meine Inhalte und mein Tun zu haben, kann ich inzwischen auch auf anderem Weg haben. Mal schauen, wie es weitergeht.
Ohrwurm der Woche
Etwas Neues von Placebo … Helen Keller …
Was mir das Wochenende bringen wird?
Es wird sich zeigen.
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot