oder …
Ohne Programm den Tag genießen
Es ist der zwölfte Tag des Monats und Caro von Draußen nur Kännchen sammelt quer durch die Bloggerwelt zwölf Bilder des Tages.
Welch ein Temperaturunterschied im Vergleich zum 12ten im vergangenen Monat! Damals war es kühl und nass, was kaum zu glauben ist.
Sonntags ist eigentlich mein Ruhetag vom Garten, was bei der aktuellen Trockenheit nicht einzuhalten ist. Zumindest zum Gießen der Topfpflanzen wird es eine Stunde Gartenzeit geben. Mehr Pläne gibt es nicht.
Der Tag begann mit dem Gießen der Balkonpflanzen und dem Bewegen verschiedener Ansätze von Essig. Die Luft war gegen 9:30 Uhr noch kühl und ich beschloss spontan einen Spaziergang zu unternehmen, in Richtung Felder und Wald.
Das meiste Getreide wurde schon geerntet und Erntemaschinen waren aus der Ferne zu hören. Was noch steht ist der Mais – siehe Titelbild.

Kurz bevor ich gegen 10:00 Uhr den Wald erreichte, entdeckte ich einen neuen Hochstand und später einen weiteren.

Die Kühle im Wald suchten noch andere Spaziergänger, mit und ohne Hund oder Kind, doch viele mit Knopf im Ohr oder direkt aus dem mobilen Endgerät. Mir ist das völlig unverständlich! Wenn ich in der Natur unterwegs bin genieße ich deren Geräusche, das Rauschen des Winds im Laub, dem Zwitschern der Vögel, das Summen und Brummen von Insekten, …

In meinem Stoffbeutel hatte ich schon Sammelgut, einen Zweig einer Weichselkirsche, einer Wildkirschenart. Nun machte ich mich auf die Suche nach gut entwickelten Brennnesseln. An meiner Lieblingsstelle sah es traurig aus. Ich fand nur dünne Stengel, teilweise schon mit vertrocknetem Laub. Dafür lohnte es sich nicht die Schere aus der Tasche zu holen.
Doch kurz hinter einer der letzten alten Buchen im Stadtwald …

… wurde ich fündig! Herrlich! Wunderbar, wenn das Bitzeln auf der Haut wieder nachlässt.
Mal sehen wieviel Fasermaterial ich aus dieser Ernte erhalten werde.

Das Bündel Brennnesseln gab auf meinem Heimweg Anlass für einige interessierte Fragen. Einige vermuteten Hühnerfutter und Jauche, was im Grund stimmt. Mein Brennnessellaub wird ebenfalls verjaucht, bis auf die oberen sechs bis acht Blätter. Die trockne ich für Teemischungen. Auf Fasermaterial kam jedoch niemand und am Ende demonstrierte ich, wie man an die Fasern kommt.
12:00 Uhr, zurück zuhause, war Zeit für die Kater, meinen Tee und Zeitungslektüre.

Den Nachmittag vertrieb ich mir mit etwas Herumpuzzeln mit einer Pflanzenfarbe bzw. einem Beerenauszug aus getrockneten Efeubeeren. Der Auszug ist noch zu wässrig und muss noch etwas stehen. So konnte ich mich wieder um das aktuelle kleine Strickintermezzo kümmern.

Durchgezählt sind es nun zwölf Bilder und es ist kurz vor 17:00 Uhr. Der Garten und die Gießkanne rufen und ich schiebe diesen Beitrag zu Caro.
Macht’s gut und bis die Tage,

Kommentare
Ja, einen ruhigen Sonntag kann man auch mal gebrauchen, ooodee, besser, dieses Wetter bietet sich dafür an. Nun, ganz so war es ja dann doch nicht, Du hast noch einiges gemacht, angefangen vom Brennesselgarn erklären…😉
Sende liebe Grüße, viel Erfolg beim Knuddeltier stricken und schönen Sonntag
Nina
Das Sammeln der Brennnesseln lief nebenher und alles andere ganz entspannt, wobei das Knuddeltierchen doch etwas mehr Konzentration benötigt.
Einen guten Wochenstart und liebe Grüße
Karin
Hihi, die dünnen Dinger in zweifarbig erinnern an die Capybara-Anleitung von der im ersten Verlinkungen Eintrag bei Karminrot die Rede ist.
LG. Tina
Wie das wohl kommt? 😉😅
Liebe Grüße
Karin
Im Wald kann man es tatsächlich auch bei fast 30 Grad noch gut aushalten, das haben wir heute Vormittag auch gemerkt. Deine Sammeltour finde ich super und die Passanten haben sicher über deine Fasern gestaunt. Pflückst du die Brennnesseln ohne Handschuhe?
Dir noch einen schönen Abend und liebe Grüße von mano
Es waren recht interessierte Fragen gewesen und das Staunen groß. als tatsächlich fasriges zu sehen war.
Ich pflücke, schneide mit Handschuhen und entlaube mit einem Lederhandschuh oder einem Stück Leder. Danach arbeite ich mit bloßen Händen, denn durch die Reibung sind viele Nadeln ausgeschaltet. Als ich das Bündel mit bloßen Armen in meinen Garten trug haben sich schon einige GartennachbarInnen und SpaziergängerInnen geschüttelt. 😊 Alles Gewohnheit.
Viele liebe Grüße
Karin
Jeder sucht doch was anderes bei den Brennnesseln: ich kann es immer och nicht lassen, nach Raupen und/oder Puppen zu schauen. Aber es wird immer enttäuschender. Das Brizzeln finde ich gar nicht so der Rede wert, nachdem mich eine Wegeameise im Garten drangsaliert hat. Ich hatte das ganz vergessen…
Magst du den Essiggeruch denn bei der Hitze ertragen?
Eine gute neue Woche!
💙lich
Astrid
Bevor ich Nesseln schneide schaue ich sie mir gut an. Ich lasse Stengel stehen, die bewohnt sind.
An den Händen bin ich einiges Bitzeln gewohnt, aber mich hat eine ganze Abreibung an den Oberarmen erwischt. Das dauerte dann etwas, bis das Brennen nachließ.
Die Ameisen in meinem Garten können ebenfalls recht unangenehm werden. Heute nahm ich mir offensichtlich ein paar vom Gießen im Garten mit ins Auto, um dann in den Nacken gebissen zu werden.
Der Essigansatz und der Ansatz für die Essigmutter geben wenig Geruch ab. Ersteres ist verschlossen und die zweite Flasche riecht genausowenig, die Lösung der Essigfliegenfallen. Das ist gut auszuhalten.
Mit vielen lieben Grüßen
Karin
Ein Sonntag ohne Programm, dies genieße ich auch immer mal wieder. Doch im Garten muss gegossen werden… Ja, alles ist soo trocken. Und bei uns hat es heute nun doch nicht geregnet.
Ein Spaziergang im Wald tut gut und ich verstehe die Menschen mit Knopf im Ohr auch nicht. Die Natur möchte ich mit allen Sinnen erleben.
Wir haben heute nach einer Einladung zum Grillabend mit der Tochterfamilie Frankreich : Spanien geguckt und mussten akzeptieren, dass die französische Mannschaft verlor. Der kleine Enkel hatte es dieses Mal mit Fassung getragen. Vor vier Jahren wurde noch geweint :-).
Deine Brennnesselschnüre sind klasse!
Liebe Grüße
Ingrid
In den frühen Morgenstunden hat es ordentlich auf dem Fensterbrett geklackert, als Hagel von oben kam. Als ich Stunden später aufstand war es nur etwas feucht, weshalb ich davon ausgehe heute wieder zum Gießen zu gehen.
Fußball ging an mir vorbei, bis auf die kurze Zeit, als meine EngländerInnen zu Besuch waren. Inzwischen erwachsen sind sie auch nicht mehr so verrückt nach Fußball. Aber schade für den Kleinen, wenn er es sich doch so gewünscht hat, dass „seine“ Mannschaft gewinnt.
Das Arbeiten mit Naturmaterialien bleibt interessant und spannend. Der Fundus an neuem Material w#chst.
Viele liebe Grüße
Karin