oder …
Viereinhalb Tage Fortbildung rund um Schulgarten und Nachhaltigkeit am LSZU
Ich hätte nach dieser Woche zum Verfassen dieses Blogposts wirklich gerne einen Ghostwriter gehabt, gefüttert mit dem Verlauf der vergangen Tage. Nach dieser Fortbildungswoche voller Programm und einer Heimfahrt durch diverse Staus ging am Freitagabend nichts mehr.
Die dritte Fortbildung des Jahres ist immer die „große“ und entsprechend voll ist mein kleines Auto dann auch gepackt, wenn ich Montagmorgens in aller Früh abfahre. Für jeden Themenbereich packe ich meine Boxen neu, mache mir vorab Gedanken, sammle Materialien und hoffe den Puls der TeilnehmerInnen zu treffen. In diesem Kurs entwickelte sich das Nadelfilzen als kleines Highlight. Es lief nach den geplanten 30 Minuten am Morgen weiter und weiter, erst bis in die Mittagspause hinein, dann gab ich noch Bonuszeit danach, und es ging weiter und weiter, nach dem Abendessen und selbst am nächsten Morgen wurden noch Feinheiten ausgearbeitet.



Irgendwann wurden die Förmchen beiseite gelegt, die Filzwerke ausgearbeitet und der Phantasie freien Lauf gelassen. Wir hatten unseren Spaß!

… und jetzt noch bei Tageslicht …



Was mein Kollege und ich sonst noch im Programm hatten:
- Kennenlernen der Räume und des Geländes vom LSZU, zur Vorbereitung und Durchführung einer Forscherwoche mit der eigenen Schulklasse

- Tiere auf dem Gelände und das Thema Tierhaltung an Schulen – am LSZU gibt es Schafe, Ziegen, Hühner und Bienen

- Stationsarbeit zum Thema Bienen und Bienenprodukte, mit Verkostung, Mikroskopieren, Wachsarbeiten, …
- Bodenlebewesen im Kompost – mit Suchen, Finden und Bestimmen
- im Schulgarten ein Hochbeet gebaut, gefüllt und bepflanzt, bestehende Hochbeete aufgefüllt, Kompost gesiebt, eine Igelburg gebaut, ein Sandarium angelegt


- Pflanzenvermehrung durch Stecklinge oder Wurzelteilung, …
- Pflanzenfarben und Zeichentinte


- Wollverarbeitung – vom Schaf zur Wolle bzw. Werkstück, Rohwolle waschen, kämmen, kardieren, färben, mit einer einfachen Möglichkeit das Spinnen zu erlernen
- Zeichengeräte, Feder und Pinsel herstellen
- Verarbeiten von Pflanzenmaterial, wie zum Beispiel ein Behältnis für die hergestellte Schreibfeder oder den Pinsel, oder ein Futterhaus aus einer Christbaumspitze, oder ein Vogelhaus, Schnüre drehen …



- destillieren und die Herstellung von Körperpflegemitteln

- gemeinsames Kochen, Kennenlernen von Rezepten zur Verarbeitung von Erzeugnissen aus dem Garten
- Möglichkeiten und Chancen eines Schulgartens, Einbinden des Schulgartens in den Unterricht
- Spielmöglichkeiten auf dem Gelände, wie z.B. eine Schatzsuche
- … ich habe bestimmt etwas vergessen, was wir angeboten haben
- zur Herstellung von Zeichenkohle sind wir nicht mehr gekommen 😊
Ohrwurm der Woche
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot
Kommentare
Hey, mir fällt beim Färben dann gleich auch Shibori dazu als Möglichkeit ein. 😊😉
Jedenfalls so toll, was an wirklich „handfestem“ gelehrnt/gelehrt wird! Pflichtfach überall bitte!
Man merkt aber sicher auch, dass Du für das Thema „brennst“! Gute
Erholung und schönes Wochenende und liebe Grüße
Nina
😊 Du siehst es absolut richtig! 😊
Es ist mein Thema und mein Ding, denn reich werde ich durch die Bezahlung wirklich nicht. Leider merke ich, dass ich eine solche Woche nicht mehr so einfach wegstecke.
Andererseits, die nächste Fortbildung ist in Aussicht, mit neuem Thema und nach der Fortbildung geht’s an die nächste.
Viele liebe Grüße
Karin