oder …
Ein Hauch von Frühling und langsam wird es lebhaft auf der Gartenanlage
Inzwischen sind es sechs Wochen her, seit ich über das Geschehen in meinem Kleingarten berichtete – Link – und ich beschränke diesen Bericht auf den Februar 2026.
Diesen Monat mag ich ganz besonders. Es ist noch absolut ruhig in den Nachbargärten. Falls doch NachbarInnen auftauchen ist immer Redebedarf, denn allen kribbelt es in den Fingern, endlich wieder im Garten aktiv zu werden, oder man freut sich ganz einfach sich zu sehen.
Noch ist nicht viel zu tun.
Ich freue mich bei meinen Gängen zum Gießen der Pflanzen, die im Gartenhäuschen überwintern, über jede Veränderung, jedes Sprießen, jede Knospe und erst recht über jede Blüte.
Meine Christrosen waren Anfang Februar eine Pracht.

Sie überstrahlten die Holzblumen, die mir aus dem alten Schulgarten von meinen ehemaligen Garten-AG-kids mit in den Ruhestand gegeben wurden.

Wenn sich dann die Winterlinge zeigen atme ich auf und beginne über den Frühling zu träumen.


Schneeglöckchen bekomme ich in meinen Garten nicht so richtig kultiviert. Bei Märzenbecher sieht es etwas anders aus.
Mich überraschte dagegen ein Primelchen, eigentlich eine Schlüsselblume, an dieser Stelle im Boden. Es wollte einfach blühen, was es dann auch von den ersten Februartagen an tat, allerdings weniger üppig, als gewohnt.

Dafür lohnte es sich immer zu bücken, zu staunen, zu freuen, denn auf dem ersten Blick zeigte sich mein Garten im Februar trostlos.
Am linken Bildrand stand anfangs noch etwas Lauch und am rechten Rand sind zwei Rosenkohlstrünke zu sehen.

Der Lauch musste als erstes heraus, mehr als ich auf einmal essen konnte.

Ich plane für das aktuelle Gartenjahr wieder nur sechs Lauchstangen, denn das reicht völlig für meinen kleinen Haushalt.

Alle Außenblätter des Lauchs blieben im Garten und füllten eine Grube im Hochbeet mit auf.
Mit Wintersalaten hatte ich in der kalten Jahreszeit einen Teilerfolg. Im vergangenen Winter hatte ich so schönen Zuckerhut über den Winter gehabt, dafür keinen Ackersalat. Letzteren hatte ich blühen und sich aussamen lassen. Dieses Jahr habe ich reichlich Ackersalat und der Zuckerhut lieferte schnelles Futter für Schleimer & Co. an den warmen Tagen. Nun denn, ich setze in Zukunft auf Ackersalat.

Apropos Schleimer …

Überraschung bei einem anderen Frühstarter – der Rhabarber hatte es an dieser sonnigen Stelle besonders eilig. Es war Mitte Februar.

Der Wein ist inzwischen geschnitten und ein Teil des vorderen Außenbereichs, den jeder einsehen kann, kleingartengerecht gesäubert. Ein Teil.

Es war wichtiger die Beerensträucher zu schneiden, wenn es einem die Temperaturen im Garten angenehm machten. Ende Februar trieben die Stachelbeeren und die Jostabeeren schon aus! Ein wenig früh, finde ich. Das Knoblauchgrün steht allerdings so, wie es zu dieser Jahreszeit sein sollte.

Den ganzen Februar gab es Rosenkohl im Hochbeet zu ernten. Mehr steht noch in den Ackerbeeten – auch eine Sache zum Überdenken für die nächste Gartensaison: Wie lange möchte ich welches Gemüse zur Verfügung haben?

Ende Februar, die Märzenbecher blühten, die Sonne schien und wärmte und es war Zeit für ein kleines Anstoßen unter GartennachbarInnen auf den kommenden Frühling.

Danke für’s Vorbeischauen.
Macht’s gut und bis die Tage,
