oder …

Sommersonnenferientage – schweißtreibend warm, schön und produktiv

Spätestens am Dienstag kam das Gefühl: Huch, nächste Woche ist ja wieder Schule! Oh, da sind noch die Fenster zu putzen, die Näharbeiten zum Fertigstellen, die Kräuterprodukte abzufüllen und zu beschriften, … . In der Schultasche dümpelt auch noch etwas zum Erledigen, nennt sich Noten ausrechnen, und dann noch, ach je, die unerledigte Steuererklärung gibt es auch noch. Puh!

Nähen fiel flach. Dafür sorgten die Kater, abwechselnd. Auch gut.


Dann eben Fenster putzen und einen Platzwechsel zwischen den beiden fix für ein paar Nähte genutzt – Nachtrag für die obige Liste: für das Jahresprojekt wollte ich auch noch einen Blogpost auf den Weg bringen und einen vorbereiten! Oje!

Zum Glück hatte ich schon vor diesem Dienstag einen Teil der Woche, mit schönerem Programm, fest verplant! 😀

Eine Freundin und langjährige Wegbegleiterin besuchte mich im Garten und es kam, wie es zwischen uns immer kommt. Nach dem gemütlichen Zusammensitzen und Plaudern über Schule, Kunst, Kinder & Co. wechselten wir in einen praktischen Teil. Dieses Mal schnippelten und zupften wir in einem Gartenbeet, ich lernte etwas dazu und fand völliges Verständnis für das Entfernen einer üppig wachsenden Lästigpflanze. Tat das gut!

Ich mag keine Funkien und bodendeckende weiße Blümchen ebensowenig!

Für die Steuererklärung bot sich Fronleichnam, als Feiertag in Ba-Wü, an. An solchen Tagen ist in den Gartenparzellen bei den KleingärterInnen so viel los, dass ich tagsüber die Ruhe zuhause bevorzuge – ideal, diesen Tag für diese lästige Sache zu nutzen. Tja, nun, es kam, wie es immer kommt, wenn ich mich einer mir unangenehmen Aufgabe widme, es dauerte länger, als nötig. Jede Abwechslung war mir willkommen! Zwei lange Telefonate, ein Weg zum Mülleimer und einem ausgedehnten Gespräch mit einer Nachbarin später ist das Werk vollbracht und online abgeschickt. Zusätzlich sind beide Schreibtische aufgeräumt, zwei Pflanzen umgetopft, das Katzenklo und die Spülmaschine grundgereinigt (Spülkörbe geputzt, die Spülrotoren ausgebaut und durchgespült, wie die Siebe) und auf meinen Hüften sitzt das Stressfutter, d.h. den Platz teilen sich ein großes Stück Emmentaler mit einer Tüte Gummibärchen. Egal, die Steuererklärung ist fertig und unterwegs! Yeah!

Nun, da der Ober-Entspannungskiller vom Tisch war, konnte ich die Ferien wieder genießen!
Gescheitert ist jedoch mein Ziel, mich, in diesen Tagen, wieder vernünftig zu ernähren. Ich habe mir zwar ein Brot gebacken – geschmacklich topp, optisch flopp, weshalb es kein Foto vom Backwerk gibt 😉 – und Salate und Rettiche geerntet, aber diese meistens direkt gewaschen und verputzt. Bis auf den Teller geschnippelt schaffte es nur eine Ernte, teilweise.

Ich habe keinen Kopf und keine Muße für Essensplanung und Zubereitung. Meine Gedanken, und sonstiges in dieser Richtung, sind voll und ganz ausgelastet mit der Versorgung des Lieblingsmenschen. Aber keine Sorge, ich falle nicht vom Fleisch, solange ich regelmäßig in der Kleingartenanlage auftauche. 😀 Kuchen gibt es beinahe, oder gefühlt, immer. Wer mich kennt wundert sich schon sehr! Karin und Kuchen? Das passt so gar nicht zusammen! Und trotzdem habe ich in den vergangenen Monaten mehr süße Teilchen gegessen, als in den vergangenen zehn Jahren!

Zudem wird gegrillt – obwohl es dazu momentan fast zu heiß ist – und wenn niemand grillt gibt es auch mal Tomatenkuchen 😉 vom Italiener, wenn er nicht schon vom Teller verschwunden ist. War lecker. 😀

Ja, heiß ist es und die Böden staubtrocken oder steinhart! Gartenarbeit ist nur in den Morgenstunden oder abends erfreulich. Meine Vordacherneuerung ist abgeschlossen, einschließlich ausgerichteter Dachrinne. Hier und da musste geflickt werden, doch ich bin froh, dass insgesamt sauber gearbeitet wurde und das Dach nun dicht ist, vor allem zu dem Preis! Danke euch, M und K!

Ich kümmerte mich in der Zwischenzeit um meine wurzelarchäologische Grabungstätte. Mein Eindruck, dass mindestens ein Vorpächter nach dem Prinzip handelte: Was mich stört, decke ich mit Steinen und/oder Erde zu! verstärkt sich und die Steinsammlung wächst!

Immer wenn ich dachte, nun ist das letzte armdicke Wurzelstück entfernt, tauchte eine Schicht tiefer, oder unter einem Stein, die nächste Wurzel auf. Netterweise hatte ein Gartennachbar Lust sich an meinem Wurzelentfernungsprojekt zu beteiligen. Mit Spitzhacke und Axt ist, dank seinem Einsatz, dieses Gartenstück bald soweit neu gestaltet zu werden.

Eine andere, mir gestellte, Aufgabe werde ich heute jedoch abgeschlossen bekommen, die wunderbar zu meinem Jahresprojekt: Nur nichts verkommen lassen – mach Platz für Neues 2022, passt. OK, Platz im eigentlichen Sinn habe ich damit nicht geschaffen, aber altes restauriert, repariert und neu gestaltet, den Briefkasten der Gartenhütte.

Dieser war arg verrostet und das Schloss funktionierte gerade einmal so lange, bis ich den Kasten geöffnet bekam und ich den Schließzylinder ausgebaut hatte.

Die alte Farbe zu entfernen war an einigen Stellen nicht einfach und auch das Abschleifen gestaltete sich pflasterlastig an den vielen Ecken und Kanten.
Zwei Anstriche mit Rostschutzfarbe später sah der Briefkasten schon besser aus.

Zum Bemalen blieben mir nur Acrylfarben, auch wenn ich nicht gerne damit pinsel. Auch hier benötigte ich zwei Anstriche, damit die Farben deckten. Den Entwurf zeichnete ich selbst, nur ließ er sich durch die unebenen Flächen schwierig übertragen.

Fertig, bis auf das Schloss, das mir heute ein Schlüsselfachmann einbaute.

Weitere Fotos folgen heute noch, wenn der Briefkasten hängt.
Das neue Schloss ist drin und ich fand den richtigen Schlüssel für das alte Schloss. Ist passiert, doch nun bleibt es so, wie es ist. Vor allem hängt der Briefkasten wieder an seiner Stelle, …

… unübersehbar. Vielleicht hätte ich mehr dunkleres Grün mischen sollen, doch vorher war der Kasten weiß, oder was davon übrig war. Ich bin zufrieden, denn zwei Aufgaben sind nun erst einmal abgeschlossen.

Mein Garten beginnt übrigens an der hinter dem Lavendel versteckten Kante.

Gelesen. Gesehen. Angehört.

Fußabdruck der Eiszeit: Muskauer Faltenbogen – das Erbe eines Kaltzeit-Gletschers – ein Dossier im Wissensmagazin scinnex, vom 27.05. 2022 und an die Lieblingsmenschin gedacht, die aus dieser Gegend kam

Die Internationale der Antifeministen – ein Essay im Onlinemagazin Republik, vom 06.06.2022

Mit „Running up that Hill“ in US-Top-Ten: Kate Bush bedankt sich bei Fans – ein Beitrag im RollingStone, vom 07.06.2022

Ohrwurm der Woche.

Was mir das Wochenende bringen wird? Einen Plan erledigte ich schon heute Morgen, denn nach der langen Veranstaltungspause findet in einer der Nachbargemeinden der traditionelle Töpfermarkt wieder statt. Zehn Minuten nach zehn Uhr, also zehn Minuten nach Öffnung, war ich schon vor Ort in Darmsheim – oh oh! Das waren mir viel zu viele Menschen auf einem Fleck!

Zudem fehlten drei Töpfereien, mit denen ich gerechnet bzw. auf deren Angebot ich gehofft hatte. Schade. Zumindest von einer konnte ich allerdings die Adresse ermitteln.
Jetzt könnte ich, schon einmal an Menschenansammlungen herangeführt, gleich weiter machen, wie mit dem Internationalen Straßenfest in Sindelfingen, oder Besuchen verschiedener Flohmärkte, aber nee. Es reicht, nächste Woche geht die Schule wieder los, zwar erst am Dienstag, aber dann habe ich wieder genug Menschentrubel um mich herum.
Lieber gönne ich mir noch ein wenig Ruhe und Wohlsein im Garten!
Ob es wieder Kuchen gibt? Und wenn ja, welchen? 😀

Ein schönes Wochenende, macht’s gut und bis die Tage,


Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot und bei Andrea, die Zitronenfalterin und den Jahresprojekten 2022, das für mich lautet: Nur nichts verkommen lassen – mach Platz für Neues 2022

… und nun geht es raus, Sonne tanken …

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Kommentare

so lange dauert es ja nicht mehr bis zu den Sommerferien und dann hast du sicher Zeit und Musse, das gesündeste Essen zuzubereiten. Der Briefkasten ist ein Wunderwerk. Ich bin voll motiviert, unsere Hässlichkeit in der Hauswand blumig anzumalen. In den Sommerferien!

Liebe Grüsse zu dir

Regula

Es sind noch fünfeinhalb Arbeitswochen … 😀 und ab Montag läuft mein musikalischer Abschiedscountdown wieder weiter!
Mache das mit dem Briefkasten. So etwas tut gut!
Viele Grüße,
Karin

Ich genieße es, das Wochenende, die Gartenstunden. Letzteres bringt inzwischen immer mehr Ernten. Eigene Beeren, so lecker, und schon wieder Ideen, was ich daraus herstellen kann oder könnte.
Die letzten Schultage werden auch vorbeigehen, und ich habe vor sie zu genießen. Mal sehen, ob mir das gelingt.
Viele liebe Grüße,
Karin

Ich liebe Deinen neu gestalteten Briefkasten!!
Erst habe ich gedacht, „oben hell unten Grün, ob sie eine Schafswiese malt?“
Aber für die Laube …perfekt!
Also, Du magst keine Funkien 😊 na, bestimmt freuen sich Nachbarn über die Pflanzen. Ihr habt ja einen regen Austausch und schönes Miteinander. Ganz wunderbar! Und ja, wer viel schafft, darf auch schlemmen. Und nebenbei, vom Beet fast sofort in den Mund ist doch das Angebot.
Dann wünsch ich dir schon einen guten Countdown
Liebe Grüße
Nina
(die noch nicht wieder richtig angekommen ist)

Nee, nee, Schafe sind ja auf dem Gelände nicht erlaubt 😀 !
Doch ich hatte noch einen Entwurf mit Bienen und Schmetterlingen, einen mit Vögeln bzw. Brieftaube, einen mit meinem Kräuterpädagoginnen-Logo. Am Ende war mir das einfache Blümchen-Blätter-Allerlei am Besten realisierbar. Ich finde Acrylfarben einfach als zu wenig geschmeidig und zu schnell trocknend. Aber vielleicht finde ich irgendwann den Dreh raus und dann schraube ich das Teil wieder ab zum Überarbeiten.
Und, es ist so, ich mag keine Funkien, auch keine Yucca, von der ich mindestens noch drei Pflanzen auf dem Gelände habe.
Lasse dir Zeit mit dem Ankommen.
Liebe Grüße,
Karin

Liebe Karin,
der Briefkasten ist wunderschön geworden!
Und inzwischen hat die Schule wieder angefangen. Wir waren mit der Großfamilie in den Ferien im Elsass zum Campen und hatten richtig schöne Tage!
Ich hoffe, du kannst deinen Garten auch genießen und siehst nicht nur die Arbeit (so geht es mir nämlich oft, wenn ich im Gartenstuhl sitze).
Hab noch eine gute Restwoche und sei ganz herzlich gegrüßt
Ingrid

Kaum hat die Schule begonnen ist frau wieder mittendrin. Dazu kommt nun wirklich das anstehende Leerräumen von Fächern und Schränken.
Es freut mich, dass ihr schöne Urlaubstage genießen konntet und fand meine Gartentage fast schon wie Sommerferien. Auch wenn im Garten immer etwas zu tun ist, vor allem in einem frisch übernommenen, genieße ich schon auch Ruhezeiten mit Füße hoch zum Entspannen. Das muss schon auch sein!
Liebe Grüße,
Karin

Dein Briefkasten ist hübsch geworden! Manchmal muss man sich einfach zwingen Unliebsames in Angriff zu nehmen. (Ich habe leicht reden, ich kann es auch nicht)
Viele Menschen auf einem Haufen, kann ich auch noch nicht. Wird aber besser.
Liebe Grüße
Andrea

Mich selber zu zwingen, da bin ich nicht so gut drin. Besser klappt es mit Überzeugung und der Aussicht auf eine Belohnung. 😀 Ansonsten hilft nur eine Deadline, ein Abgabeschluss – ich war der Meinung Ende Juni muss die Steuererklärung raus sein – falsch geguckt!
Große Menschenansammlungenmochte ich noch nie und ich weiß nicht, ob ich mich da wieder gewöhnen möchte.
Liebe Grüße,
Karin

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