oder …

2020 #37 – Die letzte Woche in meiner Wohlfühlzone unter Eigenregie

und …

12 von 12 im September 2020

Am heutigen, zwölften Tag des Monats folge ich zwei Einladungen, der von …
Caro, Draußen nur Kännchen, die zu 12 von 12 mit zwölf Bildern des Tages ein Link-Portal öffnet
und von …
Andrea Karminrot, die mit ihrem Samstagsplausch zum Austausch von „Wie war Deine Woche“ einen Platz anbietet.

Da ich von diesem Tag nur wenige Bilder habe, keine zwei Blogposts bauen möchte gibt es zwölf aktuelle Bilder der Woche, neben dem Drumherum, was meine Woche ausmachte.

Ein paar Gedanken vorab

Wenn ich morgens meine Augendeckel aufklappe und mein Blick auf den Wecker fällt stelle ich nach Wochen und Monaten stay home fest, wie akurat m/ein Biorhythmus funktioniert. Das Leben in meiner eigenen Blase, in meinem Tempo, zeigte, was mir und meiner Gesundheit gut tut. Gleich mehrere Dauerzipperlein hatten sich zurückgezogen. Meine Füße trugen mich problemlos, selbst der kranke. Die Haut juckte zwar, allerdings meist ausgelöst durch etliches Viehzeug im Zuge von deren Familienplanung. Ich bekam Luft und benötigte fast kein Notfallspray. Schmerzmittel blieben bis auf Ausnahmen weggepackt.
Durch die ersten kühleren Tage, zusammen mit den ersten Vorbereitungen für das neue Schuljahr spüre ich nun, dass Schuppenflechte & Co. wohl nur eine Art Sommerschlaf eingelegt hatten … I’ll be back …

… I’m tired of the same old phrases …

Die Woche

Sonntag, und die letzte Runde Tomatenchips trocknete im Dörrautomaten. Ich hatte mir im Frühjahr ein neues, größeres Gerät geleistet und bin nun so langsam mit ihm zufrieden. Wir mussten uns erst kennenlernen.
Gelernt habe ich, dass ich lieber kleine Tomaten für die Tomatenchips verwenden sollte, selbst wenn es in der Vorbereitung aufwendig und fummelig ist. Die großen brauchen mehr Zeit bis sie trocken sind und sie bleiben eher zäh.

Alle gefüllten Gläser stehen im Vorratsregal. Dieses Jahr hatte ich von Anfang an Buch geführt wie viel von was ich verarbeitet habe und wer schon etwas zum Probieren erhalten hat – einschließlich der Rückmeldungen von lecker bis isnogood.

Montag, und mein Plan Balkonien exzessiv zu nutzen wurde durch Sanierungsarbeiten entlang der Straße vereitelt. Der Kompressor für das Rohrreinigungsgerät röhrte gegenüber meines Balkons, stundenlang. Der junge Wilde fand diese Abwechslung enorm interessant!

Erst nach Einbruch der Dunkelheit ebbten nach und nach die Maschinengeräusche ab. Manna für meine Ohren! Ja, ich hätte wegfahren können, machte ich auch. Als ich im ersten Stau steckte verpuffte das bisschen Lust auf eine Ausfahrt um einen Aufenthalt im Schulgarten vorzuziehen.

Dienstag puzzelte mich durch das Arbeitszimmer und meine Arbeitsplätze – klar Schiff machen für den Schulanfang.

Beim Wegräumen der angefangenen Projekte war ich mir dem Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Risiko bewusst. Frei geräumte Flächen sind herrlich inspirierend … 😀 und ich zerkleinerte die gesammelten Eierschalen.

Mittwoch wartete ich morgens auf eine Besserung der Verkehrssituation – zäh lief es auf den Autobahnen und großen Bundesstraßen rund um Stuttgart. Irgendwann wurde es mir zu bunt, ließ das Auto in der Garage und ich ging vor Ort spazieren.

Herbstlich wirken die Felder und das Licht verändert sich, wird milder.

Zuhause zurück gönnte ich mir etwas Soulfood aus dem Backofen, um mich den Rest des Tages beinahe krampfhaft zu bemühen die Füße hochzulegen, an wechselnden Standorten, mit wechselnden Nebenbeschäftigungen.

Donnerstag, Einkaufstag. Schnell erledigt, da der Kühlschrank noch halb voll war. Danach blieb viel Zeit. Wunderbar! So konnte ich einen Teil der Nebenbeschäftigungen des Vortages abschließen, oder, sagen wir mal, ich lungerte bis zur letzten Minute des Tages exzessiv herum, Staffeln verschiedener Serien reinziehend. Meinem Rücken gefiel das zwar gar nicht, aber mir!

Freitag, erste Konferenz in der Schule. Über Monate mit reduzierten Kontakten gelebt, und meinen Alltag danach eingerichtet, ging es geschwind mal von 0 auf 30 in geschlossenen Räumen und dann auch gleich mehr als zwei Stunden lang. Ab Montag werden es noch mehr Menschen sein, die um mich herumwuseln. Ab dann wird sich auch zeigen, was die Pandemieregeln aus dem Ministerium in der Praxis taugen. Zumindest stehen Kartons mit Schutzmasken für das Kollegium bereit. Das tut einzig meinem Geldbeutel gut. Mein Unbehagen lindert es nur in Spurenelementen.

Angeschaut. Gelesen. Gehört.

Nicht vergessen, die Erinnerung an den 11.09.2001. Es war der erste Schultag nach den Sommerferien in Baden-Württemberg. Ich war gerade aus der Schule gekommen und hatte den Fernseher angeschaltet, als das zweite Flugzeug ins World Trade Center krachte. Unser Entsetzen: „Mutti, wer macht denn sowas?“, die Sorge um meinen Bruder, der, laut dem letzten Telefonat, Termine in New York in diesen Tagen haben sollte … Stunden später zumindest eine Entwarnung, er war nicht geflogen.

World Trade Center Memorial, Oktober 2018

Ein Artikel über die Zeit – In der Vormoderne schliefen die Menschen deutlich länger als heute – aus Neue Zürcher Zeitung, vom 08.09.2020

Ein Artikel – Impfstoff-Nebenwirkung ADE : Ein Schreckgespenst für die Corona-Impfung – zum Aus eines Impfstoffs gegen Covid-19 wegen der Bildung von infektionsverstärkenden Antikörpern bei einem Versuchspatienten (ADE – Antibody Dependant Enhancement), Frankfurter Allgemeine vom 09.09.2020

Ein Erklärartikel – Wenn Antikörper schaden – zu ADE auf scinexx, vom 29.05.2020

Ein Interview mit Katrin Göring-Eckardt – Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria „Eine europäische Lösung kommt mir wie eine große Ausrede vor“ – Deutschlandfunk, vom 11.09.2020
Die Zustände im Flüchtlingslager Moria waren schon vor den Bränden schrecklich. Nach den Bränden – egal, wer sie gelegt hat – bin ich entsetzt. Die Bilder von den Resten des Lagers, der Gedanke an die Menschen, die jetzt noch nicht einmal mehr ein Dach über den Kopf haben machen mich traurig. Ärgerlich dagegen macht mich der politische Eiertanz, was nun mit den Menschen geschehen soll. Da gibt es Städte und Gemeinden, nicht nur in Deutschland, die Flüchtlinge aufnehmen würden, doch Halt, erst muss eine politische Lösung her – hmmpff – …
Artikel – Nach Brand in Moria: Union streitet über Umgang mit Migranten auf Lesbos – aus der Frankfurter Allgemeine, vom 11.09.2020

Maria Kolesnikowa und das Geschehen in Belarus könnten sprachlos machen, sollte es jetzt jedoch erst recht nicht! Die Nachrichten hatten vergangenes Wochenende noch ein kurzes Interview mit ihr gezeigt, in dem sie klar sagte, dass sie ihr Land nicht verlassen würde und dann die widersprüchlichen Meldungen der darauf folgenden Tage.
Ein Artikel – Maria Kolesnikowa stellt Strafanzeige wegen Morddrohung – aus Zeit-online, Stand 10.09.2020
Ein Artikel – Fall Kolesnikowa: Kretschmann will Klarheit – aus Stuttgarter Nachrichten, vom 11.09.2020

Podcast – Achtung! Satire – Moria, Alarm und Schweinepest: Reuschs Wochenrückblick, auf SWR3 vom 11.09.2020

Der Ohrwurm der Woche nach Stunden „Profiling Paris (Profilage)“

Bevor ich mich zum schlummernden Kater geselle wünsche ich ein schönes Wochenende.

Macht’s gut und bis die Tage,


Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.

Verlinkt zu 12 von 12 im September bei Caro, Draußen nur Kännchen

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Kommentare

Geht es mit dem Unterricht erst am Montag los? Da werde ich doch immer mal ein paar warme Gedanken schicken, mehr geht ja nicht. Ob das Ministerium wirklich gute Vorarbeit geleistet hat?
Zu Hause ist ja alles gut gerichtet, aber sonst, Weltenlage, Querdenker hierzulande – alles wenig erfreulich.
Drücke die Daumen!
Astrid

Ja, am Montag geht in Ba-Wü die Schule los und ich werde Deine Gedanken als Unterstützung im Gepäck mitnehmen.
Trotz aller ministerialen Vorarbeit sind es die Schulen mit ihren Kollegien, die diese Pandemie-Maßnahmen umsetzen müssen, um den Schulbetrieb zu ermöglichen, neben dem Lehrauftrag! Zum Beispiel, wer soll regeln (abgesehen vom wann und wie), dass sich nur maximal so viele SchülerInnen im Toilettenbereich aufhalten, wie Toilettenbecken vorhanden sind?, als am wenigsten krasses Beispiel.
Positiv denken und weiter machen.
Herzliche Grüße,
Karin

Bei den Eierschalen musste ich schmunzeln. Die brauchen wir für Frau Hund. Ich muss zugeben, wir mörsern grob vor und jagen sie dann durch die Getreidemühle.
An 9/11 kann ich mich auch noch gut erinnern. Da arbeitete ich noch als Lehrerin und die älteste Tochter war gerade im Austausch in Südafrika.
Ich bin sehr gespannt, was du über den Schulalltag in BaWü berichten wirst.
Liebe Grüße
Andrea

Ich bin auch gespannt, was mir der neue Schulalltag bringen wird. Das Deputat ist zumindest erfreulich stimmig zu meinen Wünschen.
Meine Eierschalen werden hoffentlich nicht in Hundefutter oder im Kompost landen. Dafür habe ich andere Pläne!
Viele liebe Grüße,
Karin

Hoi Karin

alles Gute im Schul“alltag“. Ist schon enorm, wie die Schule einen Einfluss auf das körperliche Wohlbefinden hat. Ich komme wieder viel zu wenig an die frische Luft und an die Sonne, die sich ja dann sowieso bald verabschiedet. Dazu etwelche Zipperlein durch Bewegungsmangel, obwohl ich im Unterricht dauernd auf den Beinen bin. Einseitig halt. Von den nicht physischen Belastungen rede ich nicht mal.

Also, alles alles Gute! Heb der Sorg!

Liebe Grüsse von Regula

Hoffe, Deine erste Schulwoche ist gestern gut gestartet und war mit all den neuen Verordnungen nicht ein einziges Chaos (ein bisschen war es das sicher) Hier sind wir schon kurz vor der ersten Klausur (also Sohn) und die Lehrer und Schüler schon gut eingespielt. Toiletten hier an der Schule werden sowieso nur im allergrößten Notfall genutzt, da hatten und haben meine Jungs (leider) Übung drin (ekelig). Das die Schule immer schön improvisieren muss, kommt ihr jetzt zu Gute.
Ich bin ja auch ab und zu Serienjunkie, daher kann ich den Part gut verstehen ☺
Dann hoffe ich, auch Deiner Gesundheit zu Liebe, dass sich der Alltag nun gut einpendelt, samt Erholung!
Ganz liebe Grüße
Nina

Der Alltag pendelt und in großen Teilen pendelt er sich ein.
Schultoiletten sind ein Thema für sich, egal ob für SchülerInnen oder LehrerInnen. Mein Problem in den vielen Jahren Lehrerdasein war vor allem keine Zeit für einen Toilettengang zu haben. Mit den gesundheitlichen Konsequenzen muss ich nun leben.
Viele Grüße,
Karin

Versprich Dir nicht zu viel. Was ich probierte war wieder einmal ein Pinterest-YouTube-DIY, vielfach geteilt, gelobt und in der eigenen Praxis bis jetzt ein hmm-tja. Aber vielleicht wird es noch!
Viele Grüße,
Karin

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