oder …

Ich huste mir was …

 

Meine zwei Kater waren wohl die Einzigsten, die die letzten Tag mit mir genossen hatten. Mir fehlen einige Informationen, nachdem ich mich am Dienstagnachmittag nach der Schule ins Bett legen musste. Ich hustete mir die Seele aus dem Leib, von der Haarwurzel bis in den kleinen Zeh tat alles weh und ich fror, wie barfuß auf einer Eisplatte stehend. Irgendwie schaffte ich es noch in lichten Momenten ein paar Termine abzusagen und einen beim Arzt zu machen und daneben noch ein paar Emails auf den Weg zu bringen. Mittwochmorgen pfiff ich aus dem letzten Loch, traute der gehört gemeinten Radiomeldung zum Ausgang der US-Wahlen bei meiner eingeschränkten Zurechnungsfähigkeit erst einmal nicht. (War leider doch wahr.) Zähneklappernd die Kater versorgt und dabei Zeug abgehustet, dessen Anblick mich in eine mittlere Panik katapultierte. Ich sagte meinen Unterricht ab, machte einen neuen Arzttermin und mich für den Arztbesuch fertig. Die dritte Lungenentzündung innerhalb von zwölf Monaten und jetzt so richtig heftig. Wenn ich könnte, würde ich gerne tief durchatmen und einen Stoßseufzer herauslassen. Eine Nacht hatte ich schon 112 gewählt und den Finger, kurz vor ‚klick‘, auf der grünen Taste. In der anderen träumte ich, wohl durch’s Fieber, Zeug, das ich mir im realen Leben nie zu träumen zulassen ließ. Unter anderem räumte ich hinter Donald Trump seinen Dreck auf. Das war Horror pur.

Es ist Samstag, der 12. November 2016. Ich wache auf, angeregt durch ein Schnurren, von dem ich noch die Dezibel messen muss. Scotty hatte es sich links von meinem Kopfkissen bequem gemacht und freute sich über jedes Blinzeln meiner Augenlider. Von der anderen Seite erreicht mich eine Tatze, die mich anstupst und ein Kitzeln der Schnurrhaare – Chewbacca. Irgendwie merken die beiden die Veränderung bei mir bevor ich sie realisiere. Ich bin wieder da! Das Fieber scheint vorbei zu sein!

Aus dem Bett gestrampelt, wackelig (aber heute bewusst!) die Kater versorgt und beim Rundgang durch die Wohnung von einem Schreckmoment in den nächsten gewankt. Ich erinnerte mich an den letzten Ausnahmezustand dieser Art und dachte nur noch: „Müllsäcke! Aufräumen! Entseuchen!“.

Kein Weichspüler – Sagrotan.

Und, ganz wichtig, die Medikamente nicht vergessen!

Im Wohnzimmer steht immer noch die Nähmaschine in Sachen DIY-Adventskalender vom letzten Wochenende und der Koffer liegt, leer geräumt (?wann?habe?ich?das?getan?) auch noch da. Die Kater haben der Unordung noch durch ein wenig drunter, drüber, quer und längs eins darauf gesetzt, weshalb ich lieber ein Bild vom Sonntag poste, als alles noch gut war.

Trümmer beseitigt, meine, bzw. die der Kater. Den Tisch leer geräumt, ein altes Handtuch über der Schulter um etwas ab- bzw. wegzuwischen zu können und mich daran gemacht die Overlockmaschine abzubauen. Es kam, wie es kommen musste:

Danach war ich erst einmal wieder reif zum Hinlegen und versuche nach einem Erholungsschläfchen meine Hirnzellen auf Trab zu bringen.

Wenn das Tablet schon einmal aktiv ist lohnt es sich auch nachzuschauen wo mein Paket mit meinen Adventskalenderteilchen für die DIY-Kalenderaktion steckt. Mir ist es ein Rätsel, wie ich das Paket gepackt bekommen habe. Ich hoffe nur, dass die 23 nötigen Teile in ihm sind, denn heute fand ich eins unter dem Tisch. 😀 Tatsächlich, der Expressdienst hat funktioniert! Erleichtert!

Ich kann mich also zurücklehnen und noch ein wenig schmunzelschmökern, in einem etwas anderen Magazin. Magazine lese ich in der Regel nur noch bei Ärzten oder beim Frisör, Selbstkäufe leiste ich mir hauptsächlich vor einem Reiseantritt auf Flughäfen oder Bahnhöfen. Und dieses Heft passte zu meiner Art Humor. Herrlich amüsant die „Vorschläge“ für eine Überarbeitung von Artikel 11 des Grundgesetzes unter Einbeziehung typischer Verhaltensweisen von Fluggästen. Als bei meinem letzten Flug tatsächlich fast alle Fensterplatzpassagiere in meinem Sichtfeld, noch beim Ausrollen des Fliegers, ihre Gurte schon klicken ließen und in gebückter Haltung auf das Aussteigen warteten (wie im Artikel beschrieben) konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen.

Langsam habe ich auch wieder Hunger und kümmere mich nebenher um meinen ebenso leidenden Anden-Chili. Seine Blätter und Stengel hängen momentan ähnlich schlaff in der Gegend herum wie ich.

Guacamole mit Dunkle-Jahreszeit-Foto-Gelbstich

Das war schon wieder alles etwas zu viel an Aktion. Also ab ins Bett und vorher die Kirschkernkissen aufgewärmt.

 

Mehr Bilder und Geschichten vom 12ten November gibt es bei Caro von „Draußen nur Kännchen“!

Ich wünsche allen ein gesundes Wochenende!!

 

#

12. November 2016

Kommentare

Schreibe einen Kommentar