oder …

2020 #31 – Ferienbeginn

Im 12tel-Blick zeigte ich schon mein Ferien-Garten-Sommer-Gefühl.

Mein Balkonien-Sommer-Gefühl erarbeitete ich mir im Verlauf der Woche. Hart!
Ihr erinnert euch? Ich hatte mir Balkonmöbel beim Möbelriesen bestellt und keine Polster dazu geliefert bekommen. Ich machte aus der Not eine Tugend und löste mein letztes, übriges Dawanda-Lager-Überbleibsel auf.
Das tat so GUT!

Zwei Kartons bestellter, dann nicht gewollter Kissen lieferten mir die Lösung. Aufgetrennt und geleert blieben dadurch Mengen an Schaumstoffschnitzel übrig, die ich dann in selbst genähte Innenkissen umfüllte.

Wer je mit Schaumstoffschnitzeln zu tun hatte weiß mit was ich kämpfen musste! Alles lief so gut, bis dann doch meine Füllvorrichtung versagte. Ich streife seit Tagen nicht gefundene Schaumstoffflusen aus dem Fell meiner Kater!

Zumindest haben alle gelieferten Bezüge nun eine Füllung. Nicht optimal. Benutzbar. Sommer-Liege-Lounge, die schnell zum Low Tea umgerüstet werden kann. Für das Wochenende hat sich ein kurzer Besuch angekündigt.

Richtig gut dagegen fühlte es sich an, dass dieses letzte Depot an nicht verkaufter Ware aufgelöst ist. Platz im Keller! Perfekt!

Mitte der Woche war Schuljahresende. Die letzte Dienstbesprechung mit Informationen zur Lage und vielen offenen Fragen. Die von oben angeordnete Maskenpflicht außerhalb der Klassenzimmer für das neue Schuljahr zu diskutieren finde ich müßig. Es ist eine Anordnung und das Gros unter uns im Kollegium beamtet.
Ich trage im Technik-Unterricht seit Jahren meist einen Mund-Nasen-Schutz um mich vor Stäuben zu schützen. Jetzt schütze ich eben damit zusätzlich noch andere. Einmal erklärt hatten meine SchülerInnen kein Problem damit, dass Frau Be wie ein Arzt im OP aussieht, wenn sie die Bohrmaschine einführt oder den Umgang mit der Feile zeigt. Die Asthmatiker unter ihnen waren dankbar, wenn ich ihnen eine Maske aus meinem Fundus in die Hand drückte.
Menschen mit Atemwegsproblemen leben und denken anders, weil sie wissen wie es sich anfühlt, wenn einatmen oder ausatmen eingeschränkt ist.

Ein Highlight am ersten Ferientag. Meine Schäferin, Sabine Krüger, und ihre getreue Unterstützerin, Claudia Stretz, erhielten eine Auszeichnung im Rahmen der UN-Dekade für biologische Vielfalt durch ihr Projekt: Schäferei erleben durch Patenschaften.
Wie schön! Wie verdient!

Überreicht wurde die Urkunde von der Landtagsvizepräsidentin Sabine Kurtz, CDU, auf einer Streuobstwiese, wo die geladenen Gäste ohne Probleme Abstand halten konnten – LinkLink .

Die Schwarznase unter den Dorper-Schafen hatte ihren Kopf etwas zu tief in Nelkenwurz mit reifen Samen gehängt. So in etwa sahen meine Kater Anfang der Woche auch aus, nur leider mit Schaumstoff beschnitzelt.

Es werden immer mehr Paten, auch wenn im diesen besonderen Jahr viele Aktionen nicht stattfinden können.

Angeschaut. Gelesen. Gehört.

Eine Analyse in Zeit-online: So fangen zweite Wellen an, vom 28.07.2020

Ein Artikel in der Frankfurter Allgemeine: Wider die Aerosolwolke – Welche Masken … schützen, Stand 21.07.2020

Ein Kommentar auf NTV : Ohne Maske in Bus und Bahn – Lasst uns nicht mit den Idioten allein! – vom 29.07.2020

ZDFinfo lieferte am Dienstag, 28.07.2020 gleich drei interessante Beiträge hintereinander:
Armes, reiches Amerika – Leben im Schatten des Wohlstands – Video bis 27.07.2021 verfügbar
Bibeltreue Supermacht – Evangelikale in den USA – Video bis 31.05.2023 verfügbar
Macht und Machenschaften USA – Gekaufte Politik – Video verfügbar bis 27.07.2021

Politiker, die sich hinter ihren Töchtern verstecken – ein Artikel über eine starke Frau, Alexandria Ortasio-Cortez, die sich nicht mehr beleidigen lassen möchte – aus der Frankfurter Allgemeine vom 24.07.2020

Katie Freudenschuss mit ihrem Melania-Trump-Song

David Bowie mit dem Original von The Man Who Sold the World

Macht’s gut und bis die Tage,

die sich jetzt zu ihrer Zeitung und der nächsten Tasse Tee setzt, legt, … 😀 , die Ferien genießend!


Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot.

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Kommentare

Hallo Stefanie,
es gibt unter uns Schafpaten auch welche von weiter her. Schade, dass dieses Jahr das Sommerfest ausfallen muss, denn ich wollte mich mit einer Wollwerkstatt am Programm beteiligen. Nächstes Jahr dann. Dafür werde ich an einem anderen Projekt mitwirken über das ich dann berichten werde.
Mich haben bei der Preisverleihung dann ein paar Zahlen erschreckt, die von der Geschäftsführerin des Schafzuchtsverbandes weitergab. Zum Beispiel ist die Schäferei hier um 40% zurückgegangen und die übrigen SchäferInnen sind zum größten Teil zwischen 50 und 53 Jahre alt. Das hört sich nicht gut an. Das bestärkt mich weiterhin als Schafpatin mit meinen Beiträgen zu unterstützen.
Viele Grüße,
Karin

Balkonien sieht jetzt gut aus ( besser als mit den Korbstühlen 😄 )-
Oh ja, die Schaumstoffschnitzel! Die kenne ich noch aus der zeit der großen Stillkissen. Später wurden so Schlangen gewünscht mit Perlite-Körnchen, noch schlimmer…
Ja, es ist zum Verzweifeln, wie undiszipliniert die Menschen hierzulande sind und gleich immer die Demokratie in Gefahr wähnen. Familienmäßig bin ich ja mit Frankreich verbandelt: die haben sich recht ruhig in sehr viel schwere Maßnahmen geschickt, obwohl die sonst eher streikbereit sind. Beängstigend finde ich auch, dass Rechte über die Esoterik und Spiritualität Leute einfangen und Antisemitismus immer mehr salonfähig machen.
Das finde ich alles sehr viel beunruhigender als alles andere.
Genieße jetzt erstmal deine Familie und die Ferien! Tu dir Gutes!
Herzlich
Astrid

die schafpatenschaften finde ich wunderbar. gäbe es das hier, würde ich auch pate! ich werde mich erkundigen, denn mal so hautnah bei und mit den schafen zu sein und dann noch zu unterstützen fände ich auch für unsere region prima.
gestern 20000 maskenverweigerer, rechte und extremspinner in berlin – ich sage jetzt mal „nur“ 20000, denn erwartet hatten die veranstalter 100000. trotzdem unglaublich, wie viele dumme menschen es gibt!!
lassen wir uns davon nicht unterkriegen – danke für die links!!
liebe grüße
mano

Ja, das seufze ich auch täglich, lasst uns bitte nicht mit den Covidioten allein! Gelegentlich platzt mir da der Kragen…
Die Schafspatenschaften finde ich klasse. Du hast es dir so fein auf deinem Balkon gemacht. Das opfervolle Schnitzelchenwerk hat sich gelohnt.
Liebe Grüße
Andrea

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