oder …

12tel-Blick 2020 mit zwei Blickwinkeln

So lange ich an meiner Schule arbeite gab es immer einen Schulgarten. Immer mal wieder lag er brach. Doch meist wurde er genutzt, und, nicht nur in den letzten Jahren, mit Auszeichnung.

Die Tage des bisherigen Standorts sind gezählt. Die Stadt plant einen Schulhausneubau und dem fällt schon gleich mit Baubeginn, unter anderem, unser Schulgarten zum Opfer. Für das neue Schulhaus soll zwar ein Garten mit eingeplant werden, doch bis abgerissen und gebaut wird geht der Schulbetrieb weiter.
Wann genau Bagger und Abrissbirne kommen werden steht noch in den Sternen und es können noch ein paar Monate bis dahin ins Land ziehen. Vorher möchte ich so viele Pflanzen retten, wie es möglich ist.
Deshalb habe ich frühzeitig nach einer Zwischenlösung für den Schulgarten gesucht und mit der Schulleitung externe Unterstützer, wie einen Standort für einen vorläufigen Schulgarten gefunden. Die Genehmigung der Stadt zur Nutzung des Geländestücks liegt inzwischen auch vor.

Den neuen 12tel-Blicken steht also nichts mehr im Weg. Allerdings suchte ich bis jetzt einen Standpunkt, von wo aus ich das neue Gelände am besten einfangen kann. Noch steht ja nichts, was als Fixpunkt dienen könnte.

Ich gehe das Risiko ein, halte die Kamera in die Richtung und drücke ab. Schick ist anders. Trotzdem alles gut. Ich habe einen Standort und brauche keine Markierung auf dem Boden. Die Farbe wurde an anderer Stelle beim Herumbubeln verteilt – auch starke Jungs sind Kinder.

Schulgarten 2.0

Schulgarten 1.x – der alte Garten

Im bestehenden Schulgarten herrscht oberflächlich Winterruhe. Soweit das Wetter Außenarbeiten zuließ, wurde einiges im Garten aufgeräumt und geschoben. Leider hinterließ der letzte Sturm einige Schäden. Dann war der Boden gefroren oder zu nass, dass wir in den Werkräumen arbeiteten und eben die neuen Pflanztröge vorbereiteten.

Die neuen Beete sollen überschaubar, klein und mobil sein – ist ja ein Übergangsgarten. Wir entschieden uns für 90 Liter-Mörtelwannen, die, für ihren neuen Zweck Drainagelöcher benötigen.

Es mag eine günstige Lösung sein, aber die Wannen stinken! Mein Auto riecht inzwischen nach den Transporten wie eine Eckkneipe in den 1970ern in den frühen Morgenstunden, oder wie meine ersten Autos nach einer Nachtfahrt mit einem gefülltem Aschenbecher zweier verrauchter Päckchen Gaulois, der dunkelschwarzen Sorte!
Die Werkräume stinken auch so und die Dinger stehen nun zum Entmeucheln im Innenhof. Für Küchenkräuter und Heilkräuter muss ich mir noch eine andere mobile Lösung einfallen lassen.

In der letzten Januarwoche konnten die Spaten dann doch angesetzt werden.
Den Färberpflanzen ging es zuerst an die Wurzeln. Sie sind die ersten Pflanzen, die in die neuen Behälter umsiedeln.

So ungewohnt das nun leer geräumte Färberpflanzenbeet aussieht, der erste Schritt ist getan. Das fühlt sich gut an.
Freude kam noch auf, als bei dieser Gelegenheit tatsächlich fast 40 g Krappwurzeln, ohne die Staude groß zu beschädigen, geerntet werden konnten.

Das erste Innenbeet vom Schulgarten ist leer geräumt.

Ich bin selber neugierig wie sich diese Blickwinkel entwickeln werden. Unter Umständen passiert, außer Jahreszeitenwechsel, nicht viel.

Bis die Tage,


Verlinkt mit dem 12tel-Blick bei Eva von verfuchstundzugenäht

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30. Januar 2020

Kommentare

Oooooh! Na das sind Neuigkeiten! Schulbau ist ja mal sehr, sehr toll! Aber Schade um dein Prachtgärtchen! einfach großartig, dass du nicht einfach aussetzt und weider beginnst wenn alles „passt“. Das Stinken der Wannen kenne ich! Trotzdem eine prima Übergangslösung. Und einfach mal ins Ncihts halten… das könnte eine sehr, sehr lässiger Blick werden. Ich bin sehr erfreut euch zu begleiten!!!

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