oder …

Noch ein Überfall der Heckenscheren – 2019 #38

und …

Hallo Herbst!

Es fühlt sich jeden Tag herbstlicher an. Die Tage beginnen jeden Morgen später und der Sonnenuntergang rückt immer weiter von Nord-Westen in Richtung Westen. Gefühlt ist für mich der Herbst schon längst angekommen; meteorologisch läuft er tatsächlich schon seit dem 1. September, kalendarisch beginnt er morgen, am 23. September in diesem Jahr.

Ich persönlich mag die Aufteilung der Jahreszeiten im phänologischen Kalender – Link – mit der Orientierung an der Pflanzenwelt. Seit zwei Wochen blühen südlich von Stuttgart die Herbstzeitlosen und zeigen den Frühherbst an.

Im Herbst ist vor allem Erntezeit. Im Schulgarten fehlen mir noch die SchülerInnen zur Kartoffelernte. Doch wir haben zum ersten Mal Karotten, die tatsächlich in Form und Größe den Vergleich mit den Verwandten auf dem Markt nicht scheuen müssen! Yeah!
Und Mist! Jetzt weiß ich, welches Foto ich vergessen habe aufzunehmen.
Insgesamt kamen, mit nur wenig Zukauf, zwei Kilo Gemüse zusammen um Gemüsebrühe herzustellen.

Ich liebe selbst gemachte Gemüsebrühe. Damit salze und würze ich viele Gerichte, koche Gemüse damit und mache mir, wenn es mir kalt ist, auch eine Trinkbrühe daraus. Es muss ja nicht immer Tee sein.

Gemüsebrühe, das Rezept

Das Grundrezept ist einfach.

Es wird frisches Gemüse benötigt, vor allem Wurzelgemüse, und Salz, mehr nicht.
Auf 100 g geputztes, geschnippeltes Gemüse kommen 20 g Salz.

Alles zusammen kommt in einen leistungsstarken Mixer, wenn man einen besitzt. Es funktioniert allerdings auch das häckseln mit dem Zauberstab in kleinen Portionen, die zum Schluss zusammen gerührt werden.

Portion 1 war durch einen kleinen Anteil an Tomaten deutlich flüssiger, als gewohnt. Ich hätte vorher den Glibber herausnehmen sollen.

Portion 2, ohne Tomaten, pürierte ich in einem anderen Gerät um die Konsistenz etwas grober zu halten.

Lecker sind beide Variationen.

Als Gemüse verwendete ich:

Karotten, Sellerie, Petersilienwurzel, Bleichsellerie, Paprika, Zwiebeln, Lauchzwiebeln, Knoblauch und Petersilie. Wie erwähnt, verwendete ich Tomaten nur in einer Variante.

Dieses Grundrezept kann nach Lust und Laune abgewandelt werden, asiatisch mit Ingwer und Kreuzkümmel oder karibisch scharf mit Chili und zum Beispiel einem Pfirsich.

Gut zu erkennen ist die unterschiedliche Konsistenz. Seitlich stehen die Gläser mit feiner Gemüsebrühe mit Tomaten.

Bis zum Rand gefüllte Gläser halten sich ungekühlt bis zu einem Jahr. Wenn ich den oberen Zentimeter verbraucht habe stelle ich die Gläser dann in den Kühlschrank.

So den Herbst zu beginnen fand ich richtig schön, denn ich mag den lauten Herbst nicht, den mit Rasenmähern, Heckenscheren, Motorsägen und Laubbläsern.
Genau diesen durfte ich in dieser Woche weiter erleben.

Letzte Woche schon ein Kahlschlag …

in der Liste fehlen noch der Weißdorn und die sich gerade erholende Besenheide, durch die Arbeiten platt getreten

Anfang der Woche kam ich nach dem Unterricht aus diesem Gebäude und konnte meinen Augen nicht trauen. Der zweite Holunder fehlte nun auch noch und von der Spiere am Zaunrand fehlte eine Hälfte.

Platt gemacht, auf Anweisung, wie mir der Gartentrupp beteuerte. Aber der knapp zwei Meter hohe Holunder, mit fast reifen Beeren, muss sich erst wieder erholen.

Glücklicherweise konnte ich den Kahlschlag dann doch endlich stoppen und wenigstens ein Himbeerstrauch hat überlebt.

Was mich sonst noch beschäftigte:

… mein Fuß, der mich davon abhielt zur Demo in Stuttgart am 20. September zu gehen und mich nur bis zum Arzt führte.
In einer Stadt, wie Kreis zu leben, die von der Automobilindustrie geprägt ist (Daimler und Porsche), Autokultur hoch hält und dieser viel Raum gewährt (Motorworld), ist Klimaschutz schwierig zu transportieren. Was in diesem Umfeld in sozialen Medien an Häme gegenüber den jungen Menschen geäußert wird – selbst gegenüber eigenen Kindern – die sich an Fridays for Future engagieren, stößt mir übel auf.

Irgendwie habe ich das Gefühl, hier rund um mein Lebensfeld sind viel zu wenige, die so denken wie ich. Schade.

Umso positiver dieser Bericht:

https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_86467312/greta-thunberg-trifft-ex-praesident-obama-du-und-ich-wir-sind-ein-team-.html

Macht’s gut und bis die Tage,
Karin


Verlinkt bei Andrea Karminrots Samstagsplausch – wie üblich verspätet

Zum Schluss noch ein Katerbild – Übernahme der Laptophülle.

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22. September 2019

Kommentare

Mit Verspätung zum Samstagsplausch…

Das kenne ich gut und bereite es regelmäßig nach dem Rezept meiner Oma zu. Es schmeckt vorzüglich.

…ich wünsche Dir einen angenehme Woche, liebe Grüße aus Augsburg von Heidrun

Danke für den Tipp für den Gemüsecocktail, kommt mir gerade gelegen da im Garten alles nötige erntereif ist. Es gibt doch nichts besseres als selbstgemacht und als Geschenke sicher auch sehr willkommen.
L G Pia

Probiere es, es lohnt sich.
Und du siehst es richtig, solche Geschenke sind immer gerne gesehen. Für das Fest der Feste muss ich schon nachprodzieren, weil ich zu viel schon verteilt habe – vor lauter lecker konnte ich nicht warten 😉
Viele Grüße,
Karin

Das Gemüse hält sich wirklich, wenn du dich an die Salzmenge hältst. Die Farbe verändert sich mit der Zeit in den geöffneten Gläsern, doch das beeinträchtigt nicht den Geschmack.
Tja, der Schulgarten und die Gärtner. Sie tun nur das, was angeordnet ist und hinterfragen nichts! Die Gärtner haben sich bei mir entschuldigt, der Anweisungsgeber nicht. Die nächste Instanz ist informiert.
Viele grüße,
Karin

Wer ordnet denn solch‘ einen Sch*****nn an.Es ist nicht zu fassen. Da hegt und pflegt ihr mit viel Liebe und Engagement den Schulgarten und dann so was.Ich wünsche euch, dass ihr das nicht noch mal erleben müsst.
Liebe Grüße aus dem hohen Norden
Lydia

Leider ist das eine Wiederholungstat und passiert ein bis zwei Mal im Jahr, wenn ich nicht wie ein Brecher dabei stehe. Ich wohne in der Nachbarschaft und bin auf Rasenmäher- und Motorsägengeräusche aus einer bestimmten Richtung sensibilisiert. Doch wenn ich nicht da bin … siegt der Wille eines anderen, leider.
Viele Grüße,
Karin

noch mehr rowdytum im garten – kaum zu glauben, und das noch auf anweisung!!
wird das gemüse allein durch das salz haltbar gemacht? ich kenne gemüsebrühe entweder nur eingekocht oder mit weniger salz, dann aber im ofen getrocknet. so wie du es beschrieben hast, hört es sich ja wirklich sehr einfach zu machen an!
liebe grüße
mano

Es funktioniert, wenn du die Salzmenge einhältst. Meine Kollegin musste mich auch erst überzeugen, denn ich trocknete viele Jahre meine eigene Gemüsebrühe im Backofen – was für eine Energieverschwendung!
Probiere es einfach aus.
Viele Grüße,
Karin

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