oder …

Brauchst du eine Tüte mach dir eine in zehn Schritten

Ob in der Schule oder zuhause, wenn ich eine Tüte brauche stelle ich sie meist selber her. Vor allem in der Schule benötigen meine SchülerInnen häufig ein Behältnis in das sie Kleinteile verstauen können. Ob Schrauben, Drähte, Perlen, Papierstücke, … jede/r möchte diese Teile gerne wieder in der nächsten Stunde zur Verfügung haben. Manchmal tut es auch ein Briefumschlag, doch besser sind Tüten mit einem Boden. Noch besser ist es wenn die Tüten upgecycelt aus benutztem Papier entstehen.

Tüte aus einem Kassenzettel

Hier stelle ich die Standardtüte vor, inklusive Anleitung. Damit die Arbeitsschritte besser zu sehen sind benutzte ich unbeschriebenes, unbedrucktes Papier.

Material

Druckerpapier in Din A4

Werkzeuge

Die Anleitung

1 Das quer gelegte Papier wird von den Schmalseiten her so in die Mitte gefaltet, dass sie sich die Papierkanten ca. 1,5 cm überlappen. Das ist der Klebefalz, der auch gleich mit einem Papierkleber geklebt wird.

2 Der entstandene Papierschlauch wird wieder quer gelegt. An beiden geschlossenen Kanten muss jeweils eine Falzkante mit einem Falzbein markiert werden. Damit der Abstand gleich ist verwende ich meist die Breite des Stahlmaßbands.

3 Die beiden markierten Falzkanten falten.

4 Die frischen Falze öffnen, wie auch den Papierschlauch. Danach den ursprünglichen äußeren Falz auf beiden Seitren nach innen bringen.

5 Den Papierschlauch hochkant legen. Mit einem Falzbein, parallel zur unteren Kante, eine Falzkante markieren. Diese Kante sollte breiter als das Bandmaß sein! Falten.

6 Von dieser gerade markierten Kante ab muss eine zweite Falzkante markiert und gefaltet werden, die genauso breit ist wie an den Seiten (siehe Schritt 2). Da ich dort das Stahlmaßband als Abstandshilfe verwendet hatte, muss das auch hier verwendet werden.

7 Das Papier nun wieder quer legen. Die offenen Kanten jeweils nach außen ziehen. Dabei zuerst die innere Faltkante festhalten, später das an den Kanten entstehende Dreieck.

Wenn nicht sauber mit dem Falzbein markiert worden ist, kann dieser Arbeitsschritt eine arge Fummelei sein. Am Ende ist jedoch der Tütenboden schon erkennbar.

8 Die beiden schmalen Kanten nach innen falten.

9 Die beiden langen Seiten nach innen falten und dabei mit der geklebten beginnen. Die zweite wird auch gleich geklebt, aber nur den schmalen Streifen, der die obere Seite überlappt!!

10 Zum Abschluss bekommt die Klebenaht auf dem Boden noch ein Stück Papier als Sicherheit aufgeklebt.

Und fertig ist die Tüte.

Nach diesem Prinzip lassen sich Tüten aus und in fast allen Formaten falten. Je größer die Tüte umso stabiler muss allerdings das Material sein. Je kleiner die Tüte umso leichter das Papier.
Große Tüten benötigen im Tüteninnern noch ein Stück Karton in der Größe der Bodenfläche, sonst brechen sie durch.

Grundsätzlich lässt sich alles Papier verwenden, von der Tapete bis hin (wie hier) zum Kassenzettel.

So macht Wiederverwerten, Upcycling, auch meinen SchülerInnen Spaß.

Viel Spaß beim Nachfalten!

Bis die Tage,
Karin

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17. April 2019

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