oder …

Von kleinen Sorgen im Alltag und die große Sorge mit dem Müll in den Meeren

Tag 17 meiner Wohnungsbaustelle, auf der es richtig voran ging <wohoo!>
Tag 12 im Exil, wo ich aufpassen muss mich nicht zu sehr einzurichten, sonst brauche ich bei der Rückkehr wieder Umzugsunterstützung – Späßle 😉
Tag 9 im Krankenstand und langsam wieder gut <yeah>

Fußkrank zu sein ist allein schon doof, fußkrank in fremder Umgebung saublöd. Mit meiner Baustelle zuhause im Kopf fand ich keine Muße, bis ich mein mitgebrachtes Strickzeug in die Hand nahm. Das brachte ich mit Unterstützung von einem Streaming-Dienst und zwei Staffeln einer Serie fertig, denn warme Socken braucht die Frau.

So ausgerüstet, mit dem Vorfußentlastungsschuh aus ganz schlimmen fußkranken Zeiten (ich hatte vor zehn Jahren einen Knocheninfarkt im Vorfuß), erreichte ich Mitte der Woche eine gewisse Mobilität und endlich auch wieder meine Wohnung.

Bei diesem ersten Besuch rettete ich eine Aussaat mit Blumensamen, die ich im Central Park in New York gesammelt hatte.

Der Estrich wurde in der Woche aufgefüllt und ausgeglichen. Über das Wochenende soll er nun trocknen. Eine solch lange Durstphase hätten diese Pflänzchen nicht ausgehalten.

Während der Frühling draußen Pause machte – die Magnolien ließen auch die Mützchen auf – bekamen die Pflänzchen Einzeltöpfchen und Glashäuser.

Zwischendurch holte mich eine liebe befreundete Kollegin aus meiner drögen Schonungszone heraus.

Für das Wochenende habe ich geplant meinen Aktionsradius zu vergrößern. Die Sonne kommt heraus und ich möchte schauen, wo ich ohne weite Wege schauen kann, was der Bärlauch macht.


Was mich noch beschäftigte:

Am Freitag jährte sich der Todestag von Nirvanas Frontmann Kurt Cobain zum 25. Mal. Noch heute beschäftigt mich seine letzte Ausage in seinem Abschiedsbrief:
… it’s better to burn out than to fade away …
… besser in Flammen aufzugehen als einfach so zu verschwinden …


Kurt Cobain hat seinen Weg in den Tod selbst gewählt.
Keine Chance dagegen hatten die Pottwal-Mutter und ihr Kind. Sie verendete vor Sardinien Anfang April mit 22 kg Kunststoffmüll (Link) im Körper! Mitte März starb ein junger Wal vor den Philippinen sogar mit 40 kg Müll im Bauch. Wenn ich die Liste lese, was die Tiere alles in sich gesammelt haben wird mir schlecht!

Von dem Müll, der auf den Weltmeeren schwimmt sehen nur einen Bruchteil, meist erst nach Stürmen, wenn das Zeug an Land gespült wird.

Mich erwischte beim Schnorcheln im Golf von Aqaba ein Schwall Altöl. Es brauchte Tage bis ich das Zeug wieder von der Haut und aus den Haaren bekommen habe. Vom Geruch hatte ich noch länger etwas <YUCK>!

Ich kann aus dem Wasser steigen, die Tiere, die hier ihren Lebensraum haben, nicht.

Es ist wirklich an uns etwas dagegen zu tun. Ich möchte bei einem nächsten Besuch ans Rote Meer nicht wieder 100 weggeworfene Schuhe im Straßengraben zählen, bei Plastiktüten hatte ich das Zählen schnell aufgegeben. Die Dinger kleben überall bis sie im Meer landen.

Jederman kann etwas tun, wirklich jede Frau, jeder Mann, jedes Kind. Wenn jeder bei sich anfängt können wir noch lange die Schönheit unserer Erde genießen.

An dieser Stelle möchte ich noch ein wenig Werbung machen für eine Ausstellung im Weltcafé Stuttgart.

Meine Freundin Gunda Kerner stellt dort im Mai 2019 zum Thema Müll in den Meeren Fotos und Plastiken aus: Frutti di Mare. Ausstellungseröffnung ist am 3. Mai 2019 um 20:00 Uhr.


Genießt das Wochenende und bis die Tage,
Karin


Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch.

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6. April 2019

Kommentare

Der Umbau macht aber Fortschritte, dort gibt es sicher eine Kochinsel. Das mit dem Plastikmüll weiss ich auch nicht wie lange das noch so weitergehen soll. In Asien schert sich niemand um den Abfall da sind es die Touristen die die Einheimischen aufklären müssen.

Hallo,
ich bin mal gespannt, wie das mit dem Umbau weitergeht, ich sollte auch, habe aber keine Lust.
Das Müllproblem geht uns alle an und ich weiss aber noch, dass das in Ägypten ganz schlimm war und das war vor Jahren.
Aber auch Bekannte haben in Portugal davon berichtet, es muß schlimm sein. Also, das möchte mir mir nicht antun. Nee! Soll aber in gewissen Ländern immer so sein.
Fußkrank ojeee, des isch alles nex, wenn einem was weh tut.

Lieben Gruß Eva

Hoffentlich geht es mit dem Fuß bald besser, das kann einen so fertig machen. Und wenn man dann auch noch kein richtiges Daheim hat, sowieso.
Ich bin heute einmal quer durch Deutschland gefahren und hab so oft an den Raststätten und Parkplätzen wieder gesehen, wie Plastikmüll und Zigarettenkippen einfach so in die Landschaft geschnipst werden. Aber wehe, jemand streift so nahe am Autolack entlang, da rasten sie dann aus…
Alle wissen von dem Plastikproblem und vergessen es sofort in der Gemüseabteilung des Supermarktes, wenn sie wieder eine Plastiktüte für drei Tomaten abreißen, die sie daheim gleich wieder entsorgen…
Liebe Grüße
Andrea

Deine Enstpannungstaktik (Socken stricken) finde ich famos. Fußkrank und dann noch nicht im eigenen zu Hause ist ja echt gleich doppelt blöd.
Was den Müll angeht … es ist einfach ein Graus. Ich versuche so viel zu vermeiden wie es geht. Jeder kleine Versuch hilft.
Liebe Grüße
Ivonne

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