oder …

Den Frühling begrüßen!

Bevor ich mich auf Kräutersuche aufmachen konnte musste sich erst noch der Herbst aus meinem Kräutersammelkörbchen verabschieden. Dieser hatte kräftig orange den Winter überstanden. Doch draußen vor der Tür grünt, wächst und sprießt es und ich benötigte Platz im Korb

Und ich fand mehr, als ich für eine Neunkräutersuppe benötigt hätte.

Auseinandersortiert waren es fünfzehn Wildkräuter!

Im Uhrzeigersinn, angefangen von der Taubnessel mit ihren pinkfarbenen Blüten, auf neun Uhr, liegen auf dem Tablett:Taubnessel – Wiesenbärenklau – Wiesenkerbel – Schlangenknöterich – Spitzwegerich – Sauerampfer – Gundermann – Scharbockskraut – Vogelmiere – Brennnessel – Löwenzahn – Schafgarbe – Knoblauchsrauke und im Zentrum noch Giersch und Gartenschaumkraut.

Mag der Frühling, gefühlt, etwas schwächeln, doch diese Kräuter zeigen das Erwachen der Natur. Früher wurde traditionell von Germanen und Kelten bei den Frühlingsfeiern aus den ersten Kräutern nach dem Winter eine Suppe gekocht, die für Gesundheit, Schönheit und vor allem Fruchtbarkeit sorgen sollte. Neun Kräuter mussten es mindestens sein, magische drei mal drei, und bestimmte Pflänzchen durften nicht fehlen.
Später wurde dieser Brauch in christliche Traditionen übernommen und die Neunkräutersuppe kam an Gründonnerstag auf den Tisch.

Magisch hin oder her, da ich fünfzehn Kräuter fand kamen auch alle fünfzehn in den Topf

Neunkräutersuppe

Zutaten:

Zubereitung:

Mit oder ohne etwas Baguette serviert ist es eine wunderbare Vitamin- und Mineralstoffquelle, die uns die Natur vor der Tür serviert.

Bevor ihr euch jetzt hinaus auf eure Wiese vor der Tür begebt, um selbst zu sammeln, bedenkt und beachtet bitte folgende Regeln.

Über die Neunkräutersuppe berichtete ich schon hier, während meiner Ausbildung zur Kräuterpädagogin.

So long.
Genießt den Frühling, wie das Wetter auch ist, und bis die Tage,

Karin


Verlinkt bei Andrea, der Zitronenfalterin und „Den Frühling begrüßen“


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17. März 2019

Kommentare

Diese Suppe war sicher so köstlich, wie sie auch in deinem Schälchen aussieht! All diese Kräuter kenn‘ ich doch auch…ein schöner Gedanke, so den Frühling zu begrüßen! Früher, auf dem Land wohnend, habe ich tatsächlich öfter Brennesselspinat gemacht…
Liebe Grüße Ulrike

so eine Vielfalt an Kräutern konntest du sammeln, sehr toll!!
Meine gestrige Kräutersuppe sah optisch genauso aus wie deine, ich habe aber nur Brennesselspitzen und einen kleinen Teil Bärlauch aus dem Wald verkocht. Trotzdem volle Frühlingskraft :-))
lg aus Wien

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