Woche 3/2017

oder …

Es könnte so einfach sein!

Bevor ich einen neuen Beitrag anfange schaue ich mir in der Regel den letzten noch einmal an. Dieses Mal war ich drauf und dran die ersten zwei Absätze vom vergangenen Sonntag frech weg zu kopieren und heute wieder zu verwenden. Einzig ein paar Inhalte ausgetauscht und mit meiner musikalischen Beschallung erweitert, Kaleo meets Fanta 4, passen die Zeilen auch für diese Woche. Mit der Musik von Kaleo bin ich 2015 auf den Westfjorden infiziert worden. Die damals gekaufte CD läuft Dauerrunden in meinem Auto, wenn ich nicht gerade Radio höre. Als ich zum ersten Mal Way down we go im Radiosender meiner Wahl hörte, dachte ich zuerst mein Gerät sei defekt, so unglaublich fand ich das. Musik macht den Alltag schön und begleitete mich diese Woche, once in a while, passend. Für die, die sich meine musikalischen Begleiter anhören möchten, sind die Links am Ende des Beitrags gedacht.

 

Ein Ausschnitt was die dritte Woche so brachte:

  • viele Gespräche mit SchülerInnen, wie es mit ihren Leistungen aussieht und was das übersetzt in Noten heißt – bei manch einer/einem hätte ich gerne die Fantastischen Vier sprechen lassen: Was geht, was geht, ich sag’s Dir ganz konkret … (Musiklinks am Ende des Posts aus dem genialen Heimspiel-Konzert der Stuttgarter Jungs :D)
  • Unmengen an plötzlich aufgetauchten Ordnern und Schülerarbeiten, längst nach der Abgabefrist, erhalten und korrigiert bzw. bewertet – hätte hier wieder lieber die Fantas sprechen lassen wollen: Beweg Deinen Popo!
  • fünf Tage Suche nach Schülerarbeiten, die ich vor Weihnachten richtig gut aufgeräumt hatte
  • die Woche der kaputten Strumpfhosen
  • auf der CMT (Caravan-Motor-Touristik-Messe) in Stuttgart den Island-Stand vermisst – meine Tage am Meer eben ohne Support fertig gebucht
  • Schule plus Vertretungsstunden mit interessanten Gesprächen, auf Wunsch und aus Interesse der SchülerInnen, zu politischen Themen – ernten was wir säen
  • Termine – Termine – Termine und für einen, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion, noch eine Deko aus zum ersten Mal ausprobierten Cake-Pop-Maker geholt: Yeah Yeah Yeah
  • ich huste mir was, rassel und pfeife vor mich hin, aber das stabil, weiter aktiv mit Therapie und frei nach dem Motto save yourself
  • egal wie das Wetter war draußen meine Runden gedreht, vorzugsweise mit Konstanze
  • Blumen ins Haus geholt
  • beim Bäcker hängt die Faschingsdekoration und im Gartenmarkt ist schon Ostern
  • die Kater … immer für eine Überraschung gut

 

gebunden, nicht selbst gepflückt

 

nicht geliked – Ostern im Januar

 

Ganz fest im Plan der Woche war ein Besuch der CMT. Zuerst war der Montag angedacht – kam was dazwischen. Also Mittwoch, da die Gesamtlehrerkonferenz mangels gesunder KollegInnen und krankem Chef ausfiel, nicht aber der Regelunterricht. Dann eben Donnerstag, spät, nach dem Nachmittagsunterricht und es, kaum auf der Messe, gleich bereut. Island hat sein Fremdenverkehrsamt in Deutschland geschlossen und ist nicht mehr auf dieser Messe vertreten. Vom Reiseanbieter für Island auf der Messe konnte nur etwas aus dem Inhalt seiner Kataloge in Erfahrung gebracht werden. Hmpf. Tja. Also doch wieder Google bemühen und die von der letzten Reise mitgebrachten Unterlagen durchforsten. Alles gebucht! Aber, Mann Mann Mann, Island ist noch teurer geworden. Wenn der Trend so weiter geht muss ich mir eine andere Insel suchen.

In der Zwischenzeit kann ich mir etwas Kälte und Eis vor der Haustür anschauen und aufpassen mich nicht in der Faszination Rauch aus Schornsteinen zu verlieren. „Ey, Frau Be, wo laufen Sie denn hin?“, rief mir ein Schüler zu, als ich nicht Richtung Schule zu, sondern Richtung Acker abbog.

Faszinierend auch die Schornsteine der Automobilfabrik einer großen Automarke.

Blick in den Feinstaubdunst.

 

Am 27. Januar spielt Kaleo im Trianon in Paris. Keine Chance dabei zu sein. Schade.  No good  . Aber ich packe mir die CD ein, wenn es dann wieder für mich nach Island geht: I can’t go without you! 😉 Bis dahin schaue ich mir, so lange sie noch vorhanden sind, die Schnee- und Eisreste vor der Haustür an.

 

Ob es an den Pheromonen aus dem Steckdosenverdunster liegt, weiß ich nicht, aber Onkelchen und Neffe Kater überraschten mich die Woche immer öfter mit etwas mehr Miteinander ohne Knurren, Fauchen, Jaulen, Miauen, Tatzen, … .

Who is who? 😉 Chewbacca und Scotty

 

Hier die erwähnten Links zu den Videos mit meinen musikalischen Begleitern der Woche:

Beweg Deinen Popo

Ernten was wir säen

Save yourself

Tag am Meer

Was geht, was geht

Way down we go

Yeah Yeah Yeah

 

 

Es könnte so einfach sein, ist es aber nicht.

Über die vierte Woche werde ich nicht berichten.

 

Woche 2/2017

und …

Einen Goldesel könnte ich brauchen!

Die erste Schulwoche in der zweiten Kalenderwoche ist geschafft und ich bin es auch. Wenn ich bloß nicht so müde gewesen wäre hätte die Woche etwas spannender ausgesehen. Es wäre auch weniger an Arbeit liegen geblieben, die nun am Wochenende erledigt werden musste. Doch was soll’s. Hauptsache es klingelt für zwei Tage kein Wecker, die Heizung funktioniert, Strom kommt aus der Steckdose, das Wasser läuft.

Im Kollegium, wie in den Klassen, blieben in der Woche etliche Plätze frei, wer anwesend war sehnte sich nach Sound of Silence inmitten des Erkältungschors. Was wurde geschnuppelt, gehustet und gekrächzt. Irgendjemand zog immer die Nase hoch oder fragte nach einem Taschentuch! Bis jetzt hat mein Immunsystem durchgehalten und ich arbeite noch fleißig am Abbau der Restbeschwerden der letzten Lungenentzündung.

Was die zweite Woche so brachte:

  • mein Vater wurde operiert und zum Glück ging alles gut. In zehn Tagen geht es weiter. Bis dahin heißt es durchhalten, ein paar schöne Momente erleben, z.B. die Fotos vom Enkel, der gerade weit, weit weg ist genießen, die Tochterkind und ich von ihm erhielten
  • Schule und viele Vertretungsstunden
  • Termine – Termine – Termine
  • den Zwölften und 12von12 nicht vergessen
  • Rechnungen ohne Ende
  • neue Bücher zur Pflanzenwelt bekommen und gekauft, eins ist über Färberpflanzen von Eberhard Prinz (Leseprobe) und richtig toll ! Ich brauche unbedingt noch eine Fläche für solche Pflanzen auf dem Schulgelände.
  • mit Kollegen und Freundin neue Ideen gesammelt, was wir im Rahmen der Schule für Verkaufsstände, wie den Weihnachtsmarkt, herstellen könnten. Wer mit SchülerInnen arbeitet muss damit früh anfangen 😉
  • meine Gesundheit pflegen mit Atemtherapie, Inhalieren und Spaziergängen – langsam scheint es zu wirken, mir geht es so viel besser, dass ich mich an erste Reiseplanungen machte
  • Reparaturen von einigen Sachschäden – Katerchen spielten „Chewie und Scotty allein zuhaus'“; so ging nicht nur ein Lampenschirm kaputt, der sich als Landeplatz nach einer Flugstunde als ungeeignet erwiesen hatte
  • meine Brille brauchte neue Brillengläser und Konstanze bekam ein neues Objektiv – das an Silvester angeschlagene KIT war nur teilweise zu reparieren
  • mag es stürmen oder schneien, Samstag ist Markttag
  • Farbe mit Tulpen in die Wohnung bringen
Erstes Foto mit dem neuen Objektiv!

In der Summe war diese Woche zwar rappelvoll, doch gänzlich unspektakulär, dafür richtig teuer und am Sonntag setzte ich noch eins drauf. Zum Glück ist das Auto voll getankt, Kühlschrank und Tiefkühler voll, ich noch satt von den Feiertagen.

Scottys Lieblingsspielzeug – leere Ampullen von den Inhalierlösungen

Richtig Spaß hatte ich bei der Reparatur eines Lampenschirms. Doch zuerst gibt es die Vorgeschichte. Freitag hatte ich morgens entdeckt, dass in meinem Schlafzimmer die Deckenlampe schräg von der Decke hing. Ohne Brille auf der Nase sah alles zu harmlos aus, um den Sachbestand als bedenklich einzustufen. Mittags empfing mich meine rappelnde Rasselbande quer durch die Wohnung tobend um dann – ey, es ist Wochenende – neckisch gemeinsam abzuliegen. Als die Fotos dazu auf meinem Rechner waren sah ich erst den Schaden! Ortsbegehung, und tatsächlich hing die Lampe nur noch am Kabel an der Decke. Ein Dübel plus Haken fehlt, ein weiterer Dübel steckt noch irgendwie im Putz der Decke. Der Lampenschirm aus dem schwedischen Möbelhaus zeigte deutliche Risse und Löcher, die für Mottenfraß zu groß erschienen. Ganz eindeutig hatte sich ein Kater als Vogel probiert oder sich eine Flugstunde geleistet. Bloß welcher? Damit sich das Reispapier nicht ganz von den Drähten löste fixierte ich alles mit etwas Masking-Tape, denn ich mag keine nackigen Glühbirnen. Das Problem wollte ich durch einen Kurzbesuch im oben genannten Möbelhaus lösen, denn eins davon liegt auf meinem Weg zum Markt. Allerdings überlegte ich es mir angesichts des Rückstaus vor der letzten Ampel, der vollen Parkplätze und dem Gewusel an Leuten drumherum, anders. Das Ding muss bis Mitte nächster Woche halten, irgendwie! Bloß erwies sich Masking-Tape nicht als wirklich zugkräftig.

Zum Glück hatte ich das Tape mit den Punkten gewählt, denn genau das führte mich zu einer Lösung. Irgendwo stand noch das Schälchen mit den Jumbo-Konfetti aus Seidenpapier, das zusammen mit einer superleckeren Schokolade in meinem DIY-Kalender 2015 am 12. Tag gesteckt hatte. Zusammen mit einem Rest Seidenpapier und Tapetenkleister, von dem ich immer etwas angerührt parat stehen habe, war der Lampenschirm wieder einsatzbereit und sogar etwas aufgehübscht. Punkte sind sowieso meine Lieblingselemente.

 

Prinz Chewbacca beim Begutachten

 

Untertan Scotty zu Chewies Füßen, aber er weiß sich zu behaupten

In Sachen Kamera und angeschlagenem Objektiv habe ich lange hin und her überlegt. Es ist ja schon das zweite KIT-Objektiv, das ich zu Schaden hab‘ kommen lassen. Die Platte mit dem kaputten Bajonett-Teilen ist nicht das Problem, die könnte mit dem intakten Teil des anderen Objektivs ausgetauscht werden. Allerdings klappert es im Gehäuse und der vordere Teil wackelt. Irgendwie funktioniert es trotzdem noch, aber eine falsche Bewegung … und ich mag nicht mehr nur mit dem Handy fotografieren. Deshalb musste, durfte, Konstanze auch neue Gläser bekommen, nicht nur ich.

Konstanzes neue Optik

Für den ersten Ausgang mit Konstanze und ihren neuen Gucker war es Samstag leider etwas spät geworden. Facetime mit Sohnemann ging vor! Aber es zeigte sich im winterlichen Dämmerlicht wie viel lichtstärker dieses Objektiv ist.

Mehr erste Bilder gibt es hier von meinem Sonntagsspaziergang und zuhause angekommen stellte ich zwischen bloggen und weiterer Reiseplanung fest, dass es ein paar halbfertige Blogposts gibt auf die ich jetzt gerne zurückgegriffen hätte.

Insgesamt käme mir momentan  in Sachen Reisen und sonstigen Wünschen ein Goldesel sehr gelegen. Mir würde auch ein ganz kleiner reichen! 😉 Aber ich weiß zu sparen und kenne mein Ziel! Als ich im September 2015 hier stand nahm ich mir vor zu diesen Inseln zu fahren und nun wird es 2017 dort hin gehen.

Eine schöne Woche wünsche ich allen und immer positiv denken!

Woche 1/2017

und …

Das letzte Ferienwochenende und Weihnachten sind endgültig zuende!

Schluss ist es mit Abhängen, Rumhängen und Ausschlafen. Die Schule beginnt wieder und das andere Alltagsgebinde nimmt langsam Fahrt auf. Letzteres wurde mir bewusst, als ich Samstag die Januar-Termine in meinen selbst gekauften Kalender schrieb. Selbst gekauft! Männo! Jedes Jahr kaufte ich mir schon Ende November einen Kalender für das kommende Jahr um schon einmal einzutragen, was eben so kommen wird. Jedes Jahr lag dann ein Termin-Kalender dieser Art unter den Weihnachtsgeschenken. Nicht dass ich mich beklagt hätte, denn dieses Jahr wollte ich das Doppelgemoppel vermeiden, womit ich eine Nullrunde landete. Kein Kalender dieser Art! Pff, Mist. Ok, dafür gab es unerwartet einen wunderschönen Fotokalender von einer lieben Nachbarin (Danke noch einmal S*****!). Nur mag ich diesen nicht mit Alltagsnotizen verhunzen, dafür ist er zu schön. Kurz hatte ich noch überlegt selbst ein paar Zahlen zu schreiben und Linien zu ziehen, denn am Papier sollte es in meinem Haushalt nicht liegen. Dann griff ich mir doch aus Bequemlichkeit ein passendes Kalendarium vom noch übervollen Angebot in der nächsten Buchhandlung. ABER BITTE Weihnachten 2017 KEINEN Kalender schenken – ich.kümmere.mich.selbst.darum. Danke. 😉

Was die erste Woche des Jahres so brachte:

  • die Sternsinger kamen vorbei – immer wieder schön und für mich ein wichtiger Teil zum Jahreswechsel
  • von einer Kollegin zu einer Ausfahrt mit ihrem neuen Auto abgeholt worden und danach gemütlich in einem Café eingekehrt
  • Reparaturarbeiten damit meine knapp 50 Jahre alte Küchenzeile noch ein paar Jahre funktioniert – eine Schublade war ausgebrochen
  • viele weitere Versuche in Sachen Pflanzenfarben – es köchelt auch schon wieder auf dem Herd 😀
  • eine Kampfansage an meine penetrante Rüsselpest – wenn’s sein muss schnüffel ich halt mal wieder etwas härteres als Kochsalzlösung & Co.
  • stricken, stricken, stricken
  • Kater bespielen und befrieden – es klappt wieder besser zwischen Altkater Chewbacca und dem jungen Wilden, seinem Neffen Scotty – wir üben weiter
  • eine günstige Gelegenheit bzw. Gegebenheit nutzen – die Stadtgärtnerei arbeitete auf dem Schulgelände meiner Schule und sie entfernten mir netterweise auch etliches Gestrüpp, ratzfatz, in Sachen Schulgarten
  • spazieren gehen und die Natur genießen  – vor einer guten Woche standen hier Schafe und der Schlittenhang im Hintergrund war verwaist

Mengen an Hagebutten hängen noch an den Hecken entlang der Bundesstraße B464, obwohl so viele Früchte im Herbst gepflückt worden sind. Ich war jedoch auf der Suche nach Weißdorn- und Schlehenzweigen. Dabei entdeckte ich das vom Schnee zugedeckte Vogelnest vom letzten Sommer.

Es begann wieder zu schneien und in kürzester Zeit war meine Filzjacke der Umgebung angepasst. So gefallen mir Winter und Schnee. Wenn da nicht die Unmenge an Hundepieselstellen zutage kommen würden oder, noch schlimmer, die festeren Hinterlassenschaften nach einem Gassigang. Es gibt ausreichend Boxen, aus denen Hundekottüten gezogen werden können. Diese Dinger hängen bequem erreichbar in Griffhöhe, doch leider nehmen sie nicht das Bücken zum Häufchen ab. Wenn jetzt noch die grau-braune tauende Schnee-Salz-Pampe auf den Straßen liegt, es darauf noch regnet, alles zur Rutschpiste verwandelt, ist’s wirklich vorbei mit Winterwonderland.

Egal, heute fand ich es weitgehendst nett unterwegs zu sein. Frisch fallender Schnee ist, wenn er ohne Wind vom Himmel herunterflockt, faszinierend. Mir reicht nie die Zeit jede Flocke in ihrer Schönheit, wie Vielfalt der Formen zu bewundern. Sie sind immer viel zu schnell weggetaut oder mit ihren KollegInnen in die bedeckende Gemeinschaft übergegangen.

Ah ja, die Reparatur. Ausgebrochen war eine Kunststoffhalterung, die nach genauerer Betrachtung schon einmal gebrochen und geflickt worden war. Nach Farbe und Zustand der Kleberreste tippe ich auf Pattex, dem Allheilflickmittel meines Vaters und dem Vater meiner Freundin in den 60er und 70er Jahren. Anfang der 80er zogen diese Küchenmöbel nach einem Umzug der Familie meiner Freundin erst noch in ein Garagendepot bis sie bei mir landeten, noch mehr Umzüge wie Umräumaktionen überlebten und nun noch bis zum geplanten Küchenumbau halten sollten. Da lasse ich mich doch nicht durch ein blödes Stück Kunststoff aus der Fassung bringen! Wenn es nicht so kalt gewesen wäre hätte ich mich auf unserem Wertstoffhof platziert und auf Sperrmüll von Möbeln gewartet, in der Hoffnung auf Ersatzteile meiner Uralt-Küche zur treffen. Die Chance dazu ist groß in dieser Jahreszeit. Auch wenn allgemein bekannt ist, dass sich Frauen keine Haushaltsgeräte etc. zu Weihnachten wünschen, gibt es zur Weihnachtszeit etliches rund um die Küche: „Schatz, Du sollst es doch bequem haben…!“ 😉 Statt auf dem Wertstoffhof zu frieren entschied ich mich für Flickwerk und ging in die Werkräume meiner Schule, um dort zu frieren bzw. diese ausgebrochene Kunststoffaufhängung zu flicken. Ein Stück Aluminiumblech, geschnitten, trickreich gefaltet und zurecht gebogen, brachten der Schublade ihre Funktion zurück. Nicht hübsch, aber praktisch. 😀

Zum Schluss noch Chewbacca und Scotty, die außerhalb der Kampfphasen wissen, wie Entspannung funktioniert! 😀

 

Ich wünsche allen eine schöne zweite Woche und vielleicht bis zum ersten 12 von 12/2017.

 

Keine Vorsätze zum Jahreswechsel sind mein Vorsatz für 2016

oder …

Vorsätze sind für die Katz‘

Wieso sollte ich mir für das neue Jahr etwas vornehmen? Klappt mit dem Durchhalten selten bis nie und das Gefühl versagt zu haben sorgt für Stress. Nachdem es mit dem Vorsatz Anfang Dezember: Dieses Jahr schenken wir uns, die Großen in der Familie, nichts! wieder ordentlich schief ging – hat sich jemals jemand daran gehalten? – lasse ich die Finger von Versprechungen die eine längere Laufzeit als zwei Wochen haben.

Eine extrem kurze Laufzeit hatte meine Weihnachtsdekoration dieses Weihnachten. Bleibt sie normalerweise bis nach dem Dreikönigstag stehen, fiel sie dieses Mal einem notwendigen Großputz  zum Opfer. In zwei Kartons und einer Tasche verstaut, hoffentlich ohne Krümelkram, den ich mir vor den Feiertagen eingeschleppt bzw. eingekauft hatte, übersommert alles für das nächste Fest im Keller.

 

Sprichwörtlich könnte ich mir, trotz aller guten Vorsätze ohne einen Vorsatz in dieses neue Jahr zu gehen, doch noch einen Vorsatz basteln wenn ich ins Katzenklo schaue. Ein Blick hinein bzw. drumherum macht weder mich noch Katze Kater froh. Welcher Teufel hatte mich geritten, an Heiligabend beim Einkauf kurz vor Geschäftsschluss, die Marke vom Katzenstreu zu wechseln? Das ist eindeutig ein Zeichen davon zu lange nicht mehr arbeiten gewesen zu sein. Alle physikalischen Gesetzmäßigkeiten in Zusammenhang mit Kraft und Masse, Arbeit etc. scheinen so weit weg und ich kaufte dieses Zeug um jetzt den Dreck zu haben! Selber schuld, nachdem ich der Verlockung erlegen war nicht mehr so schwer schleppen zu müssen.

Ich kann jedem Halter von Hauskatzen und -katern nur empfehlen die Finger von Ultraleicht-Katzenstreu zu lassen! Es ersetzt rund um Weihnachten mindestens einen schon Anfang November geschlagenen Weihnachtsbaum, der dann zur Weihnachtszeit im warmen Wohnzimmer fröhlich vor sich hinnadelt. Jede Zimmerlüftung fegt das Nadelzeug wie Treibsand eine Parzelle weiter, von der sie dann per Wollsockenfüßen großflächig verteilt wird.
Ich hatte dieses Jahr keinen echten Weihnachtsbaum, begnügte mich mit dem siebenteiligen Kunstnadelteil aus den schwedischen Möbelhaus, den ich für Wenn-gar-nichts-mehr-geht-Zeiten im Keller stehen habe.

 

Falscher Baum, elektrische lichter, echtes Lametta, grauer Kater
Falscher Baum, elektrische Lichter, echtes Lametta, grauer Kater

 

Keine Tannennadeln im Bett, aber Katzenstreu! Oh, du fröhliche! Tolle Bescherung.

Man stelle sich einen großen Kater mit großen Pranken vor, der sein Gewicht auf dem Katzenstreu auf genau diesen vieren verteilt. Nur bildet die Katzenpfote keine ebene Fläche. Auf ihr hat der Krümelkram eine Menge Ritzen zum Verstecken. Da ist ein Kinderfuß frisch aus dem Sandkasten nichts dagegen.
Weiter im Gedankenspiel. Jede Katze scharrt wenn sie mit ihrem Toilettengang fertig ist. Ultraleichtes Katzenstreu. Muss ich mehr sagen? Ultra. Leicht. Schon mal einen kleinen leichten Ball geworfen und danach einen Medizinball? Klar landet beim Scharren einer Katze mal eine gewisse Menge außerhalb der Schüssel, aber ultraleichtes fliegt weit, sehr weit! Es scheinen auch mindestens doppelt so viele Teilchen in den Pfoten zu hängen, die dann beim Verlassen der Kloanlage auf dem Weg zum Futternapf noch kräftig abgeschüttelt werden. Diese Teile erreichen mit Schwung ultraleicht auch noch den allerletzten Winkel in der Wohnung! Bloß keine Schränke öffnen, wenn der Kater vorbeikommt. Er könnte eine Pfote heben und ein ultraleichtes Teil genau dort hinein in Bewegung setzen!!!

Ich erinnerte mich dann doch an sandige Kinderfüße in sandigen Gummistiefeln und wie Junior diese immer mit Schwung ausgezogen hat. Flugsand mit Dünenbildung im Kinderzimmer.

Nach den Feiertagen stand ich als erste Kundin im Zoohandel. Man kennt sich.
„Wie, schon wieder Katzenstreu? War was damit nicht in Ordnung?“
„Ist alle!“
„Wie? In der kurzen Zeit? Der ganze Sack?“
„Ja. Verteilt sich schnell. War ja auch ultraleicht!“
„Wie? … ??“
Die Dame verstand die Zweideutigkeit eindeutig nicht. Aber ich ging nach dem Einkauf mit dem schwersten Streu aus dem Laden, megaschwer, fast nicht (für mich) ins Auto zu bekommen. Vom Auto in die Wohnung die Sackkarre gebraucht.

Megaschweres Katzenstreu verkürzt die Flugbahn der Teilchen enorm, verlässt Katzenpfoten schon beim Verlassen des Katzenklos, der pieksende Radius rund ums Katzenklo verringert sich. Ich hätte es wissen müssen. Es geht nichts über das Ausnutzen der Schwerkraft.

Mir kommt das Zeug nicht mehr ins Haus. Das ist eine Entscheidung und zur Not mache ich einen Vorsatz daraus, falls mir jemand über den Weg laufen sollte, der/die meint ohne ginge ja gar nicht so rund um den Jahreswechsel.

Grundsätzlich möchte ich Vorsätze nicht verteufeln. Meine Vorsätze 2012 und 2015 sind Teile meines Alltags geworden. Vorsatz 2/2015 schwächelt immer wieder, wie ich selber; wird schon werden.

Nach getaner Aufräum- und Putzarbeit lockten die Sonnenstrahlen nach draußen ins Vogelzwitscher.
Es ist alles etwas anders in diesem Jahr rund um den Jahreswechsel.
Nicht nur die Haseln blühen, auch einige Veilchen und die Zierkirschen im Stadtzentrum, und ich finde die ersten Weidenkätzchen des Jahres, am 3. Januar 2016.

 

 

 

 

Zurück zuhause bekommt Katerchen ein Leckerli von mir geworfen. Er rennt hinterher, „bremst“, fängt und hinterlässt eine Bremsspur.

Ich habe vergessen zu erwähnen, dass das ultraleicht des Katzenstreus durch die Verwendung von Altpapier erreicht wird. Diese Partikel sind dunkelgrau und hinterlassen, wenn feucht geworden, Streifen beim Zusammenfegen auf glatten Böden. Chewie muss ein paar übersehene, übrig gebliebene Teilchen zwischen seine Zehen bekommen haben, die er jetzt auf das Linoleum übertragen hat.
Mein erster Gedanke: Auch ein Weg, wie die Bild-Zeitung ins Haus kommen kann!

Rosen im Schnee

oder …

Weihnachten ist vorbei und nun schneit es doch!

Heiligabend ohne Schnee.
Der 1. Weihnachtstag ohne Schnee.
Der 2. Weihnachtstag, Boxing Day, ohne Schnee.
Aber dann, am Tag danach, meinte Frau Holle all ihr Potential auf einmal in Süddeutschland in großen Flocken herunterrieseln lassen zu müssen.

Oh meine Rosen, die noch vor Tagen so herrlich blühten! Jetzt sind sie mit Schnee bedeckt!

Und es schneit weiter, und weiter, und weiter …

… bis die Schwerkraft siegt.

 

Kater Chewie hat sich die Lage nur kurz auf dem Balkon angeschaut.

Zu kalt, zu nass, zu windig – nee, da gibt es besserer Plätze für ein Schläfchen mit Garantie für warmen Po und Pelz.

 

Winterwonderland

oder …

Was blüht im Dezember?

Eine verrückte Welt! So dunkel, wie es morgens ist, wenn ich das Haus verlasse, habe ich völlig übersehen, dass meine Rosen noch blühen! Rosen, wie Stockrosen!!

Vor genau zwei Jahren blüten dagegen die Eisblumen von den Zweigen der umherstehenden Bäume.

So sehr ich Eis und Schnee mit ihrer Kälte verabscheue, auf Fotos sieht es wunderschön aus und stimmt auf Weihnachten ein!

 

 

 

 

Schnee und Eis waren zu Weihnachten 2012 wieder verschwunden und es blühte nichts alternativ auf Balkon wie Garten. So freue ich mich einfach über den Rosensegen zum 3. Advent 2014.

 

Entlang vom Wasenberg in Böblingen #2

oder …

Wo ist der Winter?

Auch in der zweiten Woche des neuen Jahrs ist vom Winter wenig zu sehen. Ich vermisse ihn nicht!!! Er darf gerne außerhalb eines Radius‘ von 30 Kilometer stattfinden, aber wer hört schon auf mich.

Mein Weg führte im Böblinger Stadtwald entlang des Wasenbergs, vorbei an den ersten Stationen des Trimm-dich-Pfads, die sich in einem traurigen Zustand befinden. Trotzdem lässt sich links und rechts des Weges einiges entdecken, was das Auge erfreut obwohl sie Teile des Verfalls sind.

 

Ein kleines Stück weiter steht eine große Anzahl markierter Bäume. Ich bin neugierig, was mit ihnen geschehen wird.

 

Diese Menge an markierten Bäumen hat mich an eine Kunst-Installation erinnert, die ich im Mai 2013 in Stuttgart gesehen hatte: Bleeding Trees (ich hatte hier darüber berichtet).

 

Noch mehr Gehölz und teilweise mit skurrilen Formen und Oberflächen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto-Jahres-Projekt 2014

oder …

Auf der Spur nach Natur rund um Böblingen – Woche 1

Wenn ich in meiner Heimatstadt unterwegs bin habe ich häufig meine Kamera dabei. Ab und an stellte ich Fotos von diesen Touren hier auf dem Blog vor. Dieses Jahr möchte ich das regelmäßig tun und schauen, was am Ende des Jahres so zusammen gekommen ist.

Heute war ich unterwegs auf den Feldern zwischen der B14 und der B464 und streifte ein wenig den Böblinger Stadtwald.

 

Blick auf den Böblinger Schlittenberg

 

 

 

 

Im Wald

 

 

 

Blick auf die Stadt und ihre großen Baustellen

 

 

Sag mir wo der Frühling ist

oder …

Au revoir tristesse

Samstag, 2. März 2013

at high noon herrschte Einigkeit bei allen Marktbesuchern und Markthändlern in Sindelfingen: Das wird heute nichts mehr mit Sonne und blauem Himmel.
Kein Ende in Sicht mit dem dunkelsten Winter seit 1951, dem Beginn der Wetteraufzeichnung.

13.30 Uhr: Ich komme aus einem Supermarkt
Nicht nur ich schaue nach oben und mache einen runden Mund: OH! Was ist DAS denn? Ist das dort oben etwa etwas blau?

13.40 Uhr: Ich halte vor einem Baumarkt
Nicht nur ich schaue nach oben und frage mich: Ist das tatsächlich eine Ahnung von Sonnenlicht?

14.00 Uhr: Ich halte auf dem Wertstoffhof in Böblingen
Es scheint die Sonne! Tatsächlich Sonne!

Sonntag, 3. März 2013

Herr Amsel und Herr Täuberich singen und gurren am Morgen wieder ihr Lied in den grauen trüben Hochnebel.

Auf der Südseite meiner Wohnung in meinem Streifen „Garten“ vor dem Balkon haben es doch tatsächlich ein paar Frühlingsboten aus der Erde heraus geschafft.

Winterlinge

 

Schneeglöckchen

Zu meiner Freude sehe ich, dass nach mindestens 10 Jahren meine Christrose dieses Jahr zum ersten Mal geblüht hat.

Christrosen

Doch auf der Nordseite stehe ich beim Befüllen meines Vogelhäuschens, dem „Katzenkino“ meiner zwei Stubenkater, noch im Schnee.

Nachmittags kam dann zum Glück wie gestern wieder die Sonne raus, endlich! Was für ein schönes Gefühl: Au revoir tristesse, hoffentlich.

Türkranz winterlich aufgepeppt

oder …

vor dem Müll gerettet

Das letzte Stückchen Weihnachten hing bis vor wenigen Stunden noch an der Wohnungstür. Nun sind die Sterne abgehängt und in den Weihnachtskisten verstaut worden. Es hat seine Zeit gebraucht bis das neue Kranzgebinde zum Aufhängen fertig gestellt werden konnte. Eigentlich handelt es sich um den Türkranz vom Herbst, der schon in der Tüte für den Mülleimer gelandet war, vertrocknet wie er war. Da ich ihn zu schade zum Wegwerfen gefunden hatte hing er seit Dezember in seiner Tüte  im Keller. Auf der Suche nach etwas für das tägliche Wegwerfen fiel er mir wieder in die Hand und die Sprühdosen, im Regal dahinter, ins Auge – ahh! – die Idee zur Wiederverwertung, für einen neuen Türkranz, war geboren.

Materialliste für den Winter-Türkranz:

1 trockenen Kranz aus Naturmaterialen (Blatter, Zapfen, Samen, …)
Sprühlack in weiß
Lampions der Lampionblume
Zeitungspapier zum Abdecken

Werkzeug:

Heißklebepistole

Den getrockneten Kranz auf Zeitungspapier legen und nach der Anleitung auf der Sprühdose besprühen. Er muss nicht komplett weiß werden, denn er soll einen „beschneiten“ Charakter erhalten. Bei meinem Kranz kamen durch den Sprühlack auch die Fäden deutlich hervor, die der Heißkleber hinterlassen hat als ich das eine oder andere Samenbüschel wieder festgelebt hatte. Das hatte nun seinen ganz eigenen Reiz.

Den Kranz mindestens 24 Stunden trocknen lassen, bevor an ihm weiter gearbeitet wird. Die Farbe war zwar schon früher trocken, doch der Kranz musste sich noch etwas ausstinken. Ich erledigte das alles in der Schule um den Farbgeruch nicht zuhause in der Wohnung zu haben. Allerdings litt der Kranz sehr beim Rücktransport. Er purzelte gleich zwei Mal aus meiner Hand auf die Erde, weil es draußen so glatt war. Deshalb traute ich mich zuerst nicht in die Tüte zu schauen. Ich befürchtete schon nur noch Brösel zu sehen.

Zuhause klebte ich mithilfe der Heißklebepistole zuerst die abgefallenen Samenbüschel und Zapfen wieder an. Zuletzt verteilte ich die Lampionsmit dem Heißkleber auf den Kranz. Das muss vorsichtig geschehen, da die Lampionhülsen sehr zart sind und keinen Druck vertragen.

Durch die Stürze ist der Kranz zwar etwas unrund und aus der Form geraten, doch auch so hellt er mit dem leuchtenden orange die trüben Wintertage auf.