Mein Adventskalender 2015 von Tag 7 bis 10

oder …

Schöne Überraschungen sind die beste Medizin

Vier Tage und an jedem Morgen ein Grund sich aus den Klauen einer Rüsselpest für kurze Zeit zu befreien, sich aus dem Bett zu winden, bereit für die Klettertour zum Adventskalender, Päckchen finden, auspacken, auch mal sich wundern, uih, ahh, um sich zu freuen!

Danke an …
Tobia
Michaela
Madeleine
+ Steffi
… für die beste Medizin neben Pulver, Pillen, Pasten und pints an Tee!

Tag 7

Grußkarten von Tobia ausgepackt, aufgestellt, fotografiert, Kater gefüttert, Tee gekocht, Pizzabrot aus dem Tiefkühler geholt, ins Bett gegangen, Ende des Tages!

 

Tag 8

Hmm. Öhmm.
Vor lauter Dummdösigkeit durch Rüsselpest & Co., oder tagsüber zu viel Schlafen, so die Übersicht über den laufenden Alltag verloren, dass ich am 8. das Päckchen für den 9. Tag auspackte! Erst tags darauf gemerkt. Egal.

Zuckerlis, Anhänger und Lesezeichen zum selbst schmücken von Madeleine ausgepackt, fotografiert, Tee gekocht, Suppe aus dem Tiefkühler geholt, aufgetaut und mein Tages-Rekonvaleszenz-Plätzchen in der Dezembersonne voll belegt vorgefunden. Chewbacca!
Katerchen hat ja recht, ich gehöre ins Bett!

Tag 9

Etwas frischer im Kopf hatte ich jetzt wieder den Überblick und packte Michaelas Geschenkanhänger aus! Mich gefreut, Tee gekocht, Kater gefüttert, Gemüsebrühe aufgetaut, …, und abends mal nicht für mich kochen gemusst 😉

Tag 10

Mein Kopf ist immer noch dicht und meine Lungen etwas musikalisch wenn ich versuche tief durchzuatmen, aber ich hatte den Kalender wieder zahlenmäßig im Auge und das richtige Päckchen von Steffi ausgepackt. 😉
Ihr kleiner kokosduftiger Schneeball hängt über Annettes Stern an meinem Oleander.

Ich koche und trinke weiterhin viel Tee, die Teekreation „Kratzen im Hals“ aus unserem Schulgarten konnte ich erfolgreich testen, halte mich warm, habe viele Gänge runtergeschaltet und nun warte ich auf …
erst einmal auf das nächste Päckchen zum Auspacken.
😀

Mein Adventskalender 2015 von Tag 4 bis 6

oder …

Variantenreiches Nähwerk in allen Tüten

Drei weitere spannende Tage liegen hinter mir mit der Frage des Morgens: „Was das Tütchen aus dem Adventskalender heute wohl zutage bringen wird?“

Die drei Kreativen der letzten Tage zauberten alle hübsche Kleinigkeiten mit der Nähmaschine.

Tag 4

Lisa nähte aus Papier Notizhefte! Wie praktisch!! Viel hübscher als all die anderen in meinem Gebrauch.

Anfang des Jahres hatte ich meiner Zettelwirtschaft Besserung versprochen und wieder mit Notizheften, -büchern und -blöcken begonnen, bzw. ich holte die alten Exemplare aus der verkramten Versenkung. Was so viele Jahre geklappt hat muss doch wieder funktionieren – Schluss mit Zetteln – Ausrufezeichen – fettes Ausrufezeichen! Wenn dann doch mal eine Notiz auf einem Zettel landet MUSS sie ins entsprechende Heft geklebt werden. Pflicht!!

Da liegen sie:
– das Näh-, Strick-, Bastel-, Schablonen-, Anleitungs-, Sammelbuch für’s Handwerk in grün
– das Planungs-, Informations-, Rezept-, Ehrenamt-, Familien-, Notiz- und Sonstwasbuch in blau
– die Kladde für die täglichen, wöchentlichen Aufgaben
und ja, das bunte, hübsche, kleine neue im Gebinde!
Danke Lisa von kanoschl.

Tag 5

Aus Biggis Tütchen purzelte nicht nur ein Teil heraus! Das herzige genähte Winter-Weihnachtsbäumchen wurde mit Utensilien und einer Anleitung zum Wohlfühlsein begleitet.

Das Bäumchen gesellte sich gleich auf den „Kamin“Sims zu Sternen und Engeln, Annettes Stern in der Nachbarschaft. Die Tasse Tee genieße ich gerade beim Blogpost schreiben.
Danke Biggi von allesbiggi.

Tag 6 und Nikolaustag

Was wäre der Nikolaustag ohne Nikolausi von Gerhard Polt
https://www.youtube.com/watch?v=3eX38aKmX_4
und einem Nikolausgeschenk? Normalerweise bekomme ich seit Jahren keines mehr. Da kann ich die Stiefel noch so schön putzen und vor die Tür stellen. Dieses Jahr gab es gleich drei vier Überraschungen – eine aus dem Adventskalender, zwei hingen oder lagen vor der Tür (Katzenwolle von Nachbars Francis und Mogli und ein Blümchen von meiner Mutter) und nun brachte mir mein Vater noch etwas Süßes vorbei!

Nikolaustag war Undines Tag und sie machte es mit ihrem Päckchen im Tütchen doppelt spannend beim Auspacken.

Heraus kamen drei weihnachtlich-winterliche Patchwork-Geschenkkanhänger. Genau das wird in diesen Tagen gebraucht! Wobei ich mir momentan gar nicht so sicher bin, ob ich sie überhaupt hergeben möchte. 😉
Ich liebe Anhänger mit Rudolph, ohne rote Nase und gerade weil er eine orangefarbene Nase hat! Vielen Dank Undine von undiversell.

Wer noch nicht mitbekommen hat, was so besonders an diesem Adventskalender ist, kann hier und hier und hier etwas dazu nachlesen.

Mein Adventskalender 2015 von Tag 1 bis 3

oder …

Mastbruch im Potpourrie der letzten Rosenernte

Oh wie schön!
Jeden Morgen stehe ich mit meiner Tasse Tee an meinem Adventskalender, auf der Suche nach dem nächsten Tütchen. Ein wenig Morgengymnastik ist dann zwar nötig um an das Päckchen des Tages zu kommen, aber das Gebinde macht in der Höhe einfach mehr her. Vor dem Auspacken stellt sich regelmäßig etwas Bedauern ein die hübsche Verpackung zu zerstören!
Hach!
Qualvoll!
Toll!

Tag 1

Ein Schlüsselanhänger für den ich auch sofort eine Aufgabe habe! – Danke an Stefanie.

In das bestehende Schlüssel-Gebinde muss sich die hübsche Kleinigkeit zur Unterstützung der Ordnung erst einpassen. Aber ich weiß an welche Schlüssel der Anhänger passend passt! 😉

Tag 2

Ein Stern, der aus dem Päckchen nur 30 cm weiter wandern musste und an meinem Kerzen“kamin“ sein Plätzchen fand. – Danke an Annette.

Tag 3

Die „Überfahrt“ im Paket mit den anderen 23 Tüten/Päckchen muss wohl etwas stürmisch gewesen sein. Das Segelschiff im Tütchen hatte einen Mastbruch, was zu meinem Tag passte. Ein Mastbruch ist aber kein Ende. Ein schlechter Tag ist es ebenso wenig.
Das havarierte Boot fühlt sich mit seinen Begleitschiffen wohl im Blütenblättermeer meiner letzten Rosenernte.

Meinen schlechten Tag lasse ich in Flamme und Rauch eines der Begleitboote meines heutigen Adventsgeschenks aufgehen. – Danke an Esther.

Morgen geht es weiter!

Mein DIY-Adventskalender nur für mich

oder …

Vorweihnachtszeitfreude neu entdeckt!

Er hängt, mein Adventskalender, und tatsächlich macht sich bei dem Anblick ein Tränchen auf den Weg, das sich vor dem freien Fall noch eine kleine Weile in den Wimpern verfängt. Was für ein schöner Anblick!
Der Adventskalender, nicht das feuchte Auge mit dem krähenfüßig zerklüfteten Delta am unteren Augenlid, das nicht hübscher wird, wenn es mit Wasser und verflüssigtem Eyeliner gefüllt wird!

 

Er hängt. Allen Schwarzsehern in meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zum Trotz klappte dieses Projekt via Internet von Merle und Undine reibungslos. (Ich hatte hier darüber berichtet.) 23 gleiche Päckchen hatte ich im Oktober/November gewerkelt, an Merle geschickt und zurück kam ein bunt gemischtes Paket. Jetzt schmücken pünktlich zum 1. Advent 24 liebevoll verpackte Päckchen, mit irgendeiner selbst hergestellten Kleinigkeit von wildfremden Leuten, festlich mein Wohnzimmer!
Woohoo!

 

Was bin ich gespannt, was sich alles aus den Päckchen auspacken lässt. Ich habe auch nicht gespickelt beim Aufhängen der Päckchen. „Ich schwör!“, wie meine Schüler immer sagen. 😉

 

 

Seit keine kleinen Kinder mehr in meinem Haushalt wohnen hat sich die Vorweihnachtszeit sehr verändert. Jedes Jahr verschwindet eine kleine Familientradition nach der anderen mangels Teilnehmern, nicht kompatiblen Terminkalendern und überhaupt. Es macht deutlich mehr Spaß mit Kindern Adventskränze und Weihnachtsbäume zu schmücken, Kekse zu backen und Geschenke herzustellen.
Legendär ist das Adventsgebinde als der Adventskranz schon beim Bestücken so nadelte, dass wir die Kerzen kurzerhand einfach auf ein altes Tablett pappten. Da die vier Kerzen so alleine standen sammelten meine zwei kids alle zu findenden Kerzen in der Wohnung zusammen und pappten sie dazu. Ein tolles Sammelsurium mit der Option für beide jeden Tag mindestens eine neue Kerze anzünden zu können, nicht nur an den Adventssonntagen. Nachteil dieser Anordnung war jedoch, dass sich manche Kerzen durch die Wärmeentwicklung bogen, andere brandgefährliche Kooperationen mit Nachbarn bildeten,  plötzlich an einer Kerze zwei Enden brannten und zum Schluss alles miteineinader verschmolzen war. Allerdings konnte ich die Kerzenreste en bloc am Ende der Weihnachtszeit samt Tablett entsorgen.
Auch sehr hübsch war der Weihnachtsbaum auf dem alle kleinen Plüschtiere gepackt wurden, die in Spielkisten und bei einem schwedischen Möbelhaus zu finden waren, zusammen mit einer gefühlten Tonne Watte.

Bis letztes Jahr schafften wir es im kleinsten Kreis noch den Kekse-Backtag am Wochenende vor dem 1. Advent einzuhalten. Dieses Jahr fiel diese Aktion aus und es gibt eben keine eigenen Weihnachtskekse. Nicht einmal pepparkakor, Pfefferkuchen nach schwedischem Rezept. (Nicht noch eine Träne die ihre Kurven durch die inzwischen durch Müdigkeit vertieften Furchen der Augenlandschaft mäandert!)
Dieses Jahr sieht es sogar so aus, dass es nach fast dreißig Jahren nicht einmal eine selbstgemachte Weihnachtskarte von mir an Familie und Freunde geben wird! Ich bin verflixt spät dran. Keine Idee, wie sie aussehen könnte.
Müde bin ich.

Dafür liegen Wochen an Vorbereitungszeit für die Teilnahme am örtlichen Weihnachtsmarkt mit Schülern meiner Schule hinter meiner Kollegin und mir. Im Vordergrund stand dabei unser Schulgarten und seine Nutzung über den Kochunterricht hinaus. Kräuter ernten, bündeln, trocknen, rebbeln, verarbeiten zu Tees und Kräutersalz. Obst und Gemüse ernten, waschen, putzen, verarbeiten zu Trockenobst, Gelees, Marmeladen und Gemüsebrühe. Daneben entstanden wieder viele gesägte Sterne, Vogel- und Futterhäuser, und vieles mehr.

 

 

Es ist immer wieder herrlich die glücklichen Kinder zu sehen wenn sie ihren Stern verkaufen können, wenn mein Schreikind aus der Klasse plötzlich höflich das Kräutersalz zum Riechen anpreist, eine eher schüchterne Schülerin hektisch angelaufen kommt und mir fast mit Schnappatmung verkündet: „Frau. Brinker. Da. hat. einer. 10. . . EURO! . . . in die Spendendose geworfen! Jajajajajaaaaa!“ – Zwölf-/ dreizehnjährige Mädels sind ein Abenteuer!
Schöne Momente in der Vorweihnachtszeit.

Pünktlich vor dem 1. Advent verteilte ich noch mit Schülern meiner Klasse aus Ordnern und Kisten heraus die sorgsam aufbewahrten Sterne auf Fenster, Wände und Decken im Schulhaus. Die Sternenketten im Treppenbereich hingen dieses Jahr in Rekordzeit!

Nach fünf Tagen Weihnachtsmarkt reicht es mir eigentlich schon mit Weihnachten. Montag muss noch gesichtet werden was nicht verkauft wurde, alle Marktutensilien müssen einen vernünftigen Platz finden, Werkzeuge, Kisten und Kartons aufgeräumt werden. Ich habe die Hoffnung auf ein paar Tage Schulbetrieb ohne Sonderprogramm.
Müde bin ich.
Doch da liegt noch das Paket, das in dieser Woche ankam. Das Paket mit meinem Adventskalender, (m)ein DIY-Adventskalender nur für mich!!!

 

 

Ich raffe mich auf um es mir selbst doch auch ein wenig weihnachtlich zu machen. Dazu hole ich meine Advents-Deko-Kiste aus dem Keller und überlege mir auf dem Rückweg, wie ich die Päckchen anordnen könnte. In der Zwischenzeit hatte es sich Katerchen natürlich schon wieder gemütlich gemacht um mir im Anschluss beim Sortieren der Päckchen „zu helfen“.

 

 

Baustrahler sei Dank reichte dann das Licht für einigermaßen ausgeleuchtete Eindrücke des Gebindes. Mein Plan ist die frei werdenden Plätze mit Weihnachtskarten zu bestücken, falls welche kommen. Ansonsten kommen Sterne oder Engelchen an die Schnur.

 

Ich musste 57 Jahre alt werden um wieder einen Adventskalender zu bekommen!
Ich brauchte einen Adventskalender um ein wenig zur Besinnung an diesem 1. Advent zu kommen.Vielen Dank an Merle und Undine für eure Mühe!!

Eine schöne Adventszeit wünsche ich euch!

 

Adventskranz in the Box

oder …

DIY-PopUp-Advents-Kleinigkeit für Papierbastelfreunde

Eine Fundsache auf Pinterest hatte mich schon im Sommer fasziniert und nun habe ich sie, passend zur Jahreszeit, ausprobiert – ein in der Box versteckter Adventskalender zum Auffalten nach einer Idee von lovelymade!

 

 

 

 

 

 


Auf der Seite von lovelymade gibt es einen Link zu einer perfekten Anleitung, die als PDF heruntergeladen werden kann.

Für begeisterte Papier-Schnippel-Klebe-Werker mit geeignetem Werkzeug, wie Schneidemesser, Kreisschneider, Falzbein, Stanzen und gutem Kleber, passt die Herstellung von diesem Adventskalender perfekt für einen kreativen Mußeabend an einem grauen November(sonn)tag.

Ansonsten ist dieser Adventskalender einfach ein schönes Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit. Ich habe mir überlegt, die Teelichter durch LED-Lichter zu ersetzen, damit sich diese Box auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen verschenken lässt.

Herbstdeko reloaded – ein müllsortierter Herbstkranz

und …

Werbung für einen ganz besonderen Adventskalender

Die Türdeko hängt, super!
Die Freude daran wäre noch größer wenn der Arbeitstisch nicht so zugemüllt wäre. Dazu tut es in der Seele weh bei all den Materialresten, die jetzt in die Tonne landen sollen müssen.

Den Arm voll mit „Gemülle“ führt mein Weg vom Arbeitstisch zur Tonne entlang einer meiner rappelvollen Material-Sammelkisten für die Schule (Schächtelchen, Schraubgläser, Röhrchen, Papprollen, …). Strategisch ungünstig. Mit angereichertem „Gemülle“ drehe ich eine Kurve zurück zum Arbeitstisch.

Keine 20 Minuten später war mein Wohnzimmer-Ess-Arbeitstisch entmüllt – falsch, bemüllt – falsch, hmm, oder? AHH – müllsortiert und aufgeräumt!

Hier steht das Mülltrennungsdekoprojekt aus einem Platzteller mit einer ganzen Reihe an halbierten leeren Klopapier-Papprollen. In jeder dieser Rollenhälften haben meine Dekoreste einen Platz gefunden, die sonst auf den Müll gelandet wären.

Im Zentrum steht eine mit Sand gefüllte Schale mit Kohle und einer Räucherkugel, parat für duftige Momente in den dunklen Stunden der kommenden Jahreszeit, die sich so langsam ankündigen.

Apropos Jahreszeit!
Ich stolperte bei der Lektüre der 12 von 12 Geschichten in diesem Monat über eine tolle Adventsidee, bei der ich mitmachen möchte/werde und andere noch mitmachen können.
Es geht um die Mitarbeit und die Gestaltung eines Adventskalenders für einen selbst und 23 andere! Ein echtes WOW-Überraschungsprojekt.
Auch Lust dazu einmal einen Adventskalender nicht nur zu bestücken, sondern auch einen zu bekommen?
Dann schaut mal rein in den Blog von Frau Masulzke!!

Herbstliche Dekoration für eine Tür

oder …

Aufgehübschte Fundsachen aus der Natur

Im letzten Blogpost, 12 von 12 im Oktober, hatte ich meine Türdekoration für den Herbst 2015 vorgestellt und eine Anleitung dazu angekündigt. Hmm, diese kann schon schildern, doch leider finde ich die dazu gehörenden Bilddateien nicht mehr alle. Bevor ich das bemerkte, hatte ich das restliche Material schon verarbeitet und für neue Fotos war es dann zu spät. Blöd. Ich versuche es trotzdem.

Ausgang für dieses Gesteck sind Rosen aus Herbstlaub, wie ich sie letztes Jahr hergestellt hatte. Es sieht kompliziert aus, aber meine 12- bis 14jährigen Schüler/innen haben es spätestens beim zweiten Versuch auch hinbekommen.

Zweiter Ausgang sind Rindenstücke! Ich sammelte meine nach einem Sturm im Juli, als die Platanen alle auf einmal ihre Rinde abwarfen. Kurz vor Schuljahresende hatte ich zwar keinen Kopf und keine Idee was ich damit anfangen könnte, doch ich sammelte einen ganzen Schwung davon ein.

Zuhause krumpelten sich die Teile in der Sommerhitze so schnell zusammen, dass ich alle Borkenstücke einweichte (zu Chewbaccas Freude). Wieder weich geworden wickelte ich die Borkenstücke zum Trocknen um Flaschen, fixierte die Gebinde mit Gummibändern und Schnüren und vergaß alles auf dem Balkon.

Bis jetzt. Bis alles auf dem Balkon nach „räum mich auf“ rief. Bis mir beim Aufräumen die getrockneten Rosen des Jahres in die Hände fielen. Bis mir …
Ich schweife ab, sorry. Also noch einmal von vorne.

Material:
Herbstlaub
Draht
Rindenstücke
1 lange Papprolle von Küchenpapier
Nylonschnur
Schaschlikspieß

Werkzeuge:
Schere
Seitenschneider
Nagelbohrer
Heißklebepistole

Herstellung:

  • Herbstlaubrosen nach der Anleitung hier herstellen
  • Rindenstücke über die Papprolle legen und mit Heißkleber festkleben
  • die Drahtenden der „Rosen“ zwischen die Rindenlagen schieben und mit Heißkleber fixieren
  • den Schaschlikspieß in zwei Teile schneiden
  • am oberen Ende der Rinden-Rolle jeweils zwei Löcher auf gleicher Höhe bohren
  • in diese Löcher zwei kurze Stücke vom Schaschlikspieß schieben und festkleben
  • an den Enden der Spieße die Nylonschnur zum Aufhängen befestigen

 

 

Die mit Borke ummantelte Papprolle könnte ich mir auch gut mit Hagebutten, Schlehen, Ebereschenbeeren oder ähnlichem bestückt vorstellen.
Wer die Geduld hat könnte mit Heißkleber auch Samen, Eicheln oder Kastanien aufkleben, aus buntem Laub mit Draht einfache Puschel binden und sie in die Ritzen stecken.
Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Graffitis zum Ende des Schuljahrs und der Schulzeit

oder …

Mit lachendem und weinendem Auge

Es ist Schuljahresende in Baden-Württemberg und ich rettete die letzten Graffitis meiner Abschlussklasse von den Fenstern. Sie waren Teil der Dekoration ihrer Abschiedsfeier.

 

 

Im April und Mai entstanden diese Werke kurz vor der Hauptschulabschlussprüfung, die in der Projektwoche mit den vielen freudigen Hüpferlis präsentiert wurden. Wie die Hüpfer entstanden sind steht im Blogpost Scherenschnitte im zappeligen Vorferienfieber.

Das Sommer-Graffiti gestaltete eines meiner Projektmädels aus der 6. Klasse! Sie hatte den „Großen“ immer wieder zugeschaut und wollte dann auch einmal!

 

 

 

Nach drei Jahren eine Klasse zu verabschieden ist ein tolles Gefühl, vor allem wenn man als Lehrer weiß, dass es gut für die Schulabgänger weiter geht. Das ist für unsere Schüler mit Hauptschulabschluss nicht selbstverständlich!
Mein Team-Kollege und ich haben im vergangenen Schuljahr noch einmal eine Woche Praktikum in Betrieben für alle Schüler ermöglicht, haben Bewerbungsschreiben Korrektur gelesen, angefangen von der Arbeitsagentur bis hin zur Betrieben alle Kontakte genutzt, viele Gespräche mit Schülerpaten und Betreuern geführt und wir waren flexibel, wenn zum Bewerbungsverfahren ein Tagespraktikum nötig war. Fast die Hälfte unserer 25 Schulabgänger beginnt im Herbst eine Ausbildung, vor allem im Handwerk. Ein Viertel wird die 10. Klasse der Werkrealschule besuchten, das andere Viertel geht auf zweijährige berufliche Schulen und unsere zwei Sorgenkinder gehen erst einmal in ein Langzeitpraktikum mit Aussicht auf eine Lehrstelle.

Noch ist nicht alles aufgeräumt und ich gebe mir die Zeit bis zum Wochenende um das Klassenzimmer für die „Neuen“ zu richten.

Nächstes Schuljahr ist für meinen Team-Kollegen und mich dann wieder ein Neuanfang mit einer neuen Klasse. Doch jetzt sind erst einmal …

 

 

 

 

Juhuu!

Scherenschnitte im zappeligen Vorferienfieber

oder …

Der Countdown zu den Sommerferien läuft

Von wegen: Es passiert ja nichts mehr in den letzten Schultagen in den Schulen und es werden eh‘ nur Filme angeschaut!
Einspruch!!!
An den Titel des letzten Films, als „nur“ Film, den ich mit meinen Schülern angesehen habe kann ich mich nicht einmal erinnern, dafür sprechen die Schüler immer noch von dem Inhalt! 😀
Dafür erinnere ICH mich an die Umstände, als ich dieser Klasse einen Schulfilm zeigen wollte und KEIN Gerät funktionierte!!!

Ich liebe die letzten Schultage, eigentlich.
Endlich die Möglichkeit als Lehrerin zu haben auf die Interessen der Schüler/innen einzugehen und Aktivitäten anbieten, die sie sich im Laufe des Jahres wünschten.
Die Idee, genial.

Es kommt der Tag nach der Bücherabgabe,
der Tag nach der Notenkonferenz,
die Zeugnisse sind gedruckt, aber noch nicht unterschrieben und gesiegelt, auch noch nicht kopiert und die Noten noch nicht in die Karteikarten übertragen,
es ist der Tag, ab dem Schule wertfrei stattfinden und Spaß machen soll …
man legt seine Vorbereitungen auf den Tisch und bietet sie den den Schülern an
und es kommt nach kurzer Zeit die Frage:

„Gibt es dafür Noten?“

ARGH!
Das ist DIE Spaßbremse mit der man nicht nur als Lehrer leben lernen muss.

Und nun?
Ich habe keine Patentlösung für die letzten Schultage! Aber da man sich an die letzten Tage vor einem Wechsel am besten erinnert, sollte man diese mit Leben füllen, mit schönen Erinnerungen.

„Wie fühlst du dich, wenn du an das Schuljahresende denkst!“, war meine Frage an die Schüler.
„Ich könnte in die Luft springen!“, war die Antwort.

Und aus dieser Antwort haben wir etwas gemacht!

Zuerst entstanden Gliederfiguren aus Karton und Musterbeutelklammern, so wie früher auch Hampelmänner gestaltet wurden.

Diese Hampelmann-Glieder-Figuren sollten sich jetzt vor Freude auf schwarzem Papier „bewegen“ um dann im Umriss nachgezeichnet zu werden.

Jetzt noch ausschneiden …

… und den Scherenschnitt zu den anderen Hüpfern bringen …

… wo sie sich auf einmal schneller vermehren, als man sich es erhofft hat!

Unbenotete Vorferienarbeit kann doch einfach nur Spaß machen!

Wo all die Hüpfer dann landeten kommt im nächsten Blogpost, Graffitis zum Ende des Schuljahrs und der Schulzeit.