Rosenkekse

oder …

Rosen über Rosen #2

Deutschland stöhnt vor Hitze! Ganz Deutschland? Nein! Da gibt es noch ein paar Verrückte, die jetzt endlich tagsüber auf Betriebstemperatur kommen und abends um 10 Uhr sich was zum Überziehen suchen – Menschen wie ich!

Da ist der Nachbar, der seinen Grill auf dem Balkon anschmeißt, obwohl die Sonne gegen 7 Uhr abends noch voll drauf scheint. Ich rufe beim Vorbeigehen mal kurz hoch: „Na, Ihnen scheint es noch nicht warm genug zu sein?“ Zurück kommt ein zweifaches „JA!“. Kein Echo, nein. Zwei Antworten von zwei Balkonen! 😀

Und ich werfe bei für mich angenehmen Außentemperaturen meinen Backofen an:

  • zum einen habe ich ein unangenehmes, lästiges Kratzen im Hals und die Ohren schmerzen (ich hasse Klimaanlagen, wenn sie so kühl eingestellt sind, dass ich mir beim Betreten mancher Geschäfte eine Jacke mit Kapuze wünsche!)
  • zum anderen um zu testen, ob mein Rosenzucker, den ich vor zwei Wochen angesetzt hatte, auch gelungen ist.

Ich backe Kekse  – Rosenkekse

Dazu brauche ich einen Mürbeteig und ich entscheide mich bei den sommerlichen Temperaturen für die Variante ohne Ei:

  • 300 g Mehl (es geht eigentlich jede Sorte – ich nahm Weizenmehl 550)
  • 200 g Margarine oder Butter (heute war es eine Sojamargarine)

und

  • 80 – 100 g Zucker (für Rosenkekse nahm ich den Rosenzucker)
  • 1 Prise Salz

Anmerkung:
Wenn ich einen salzigen Mürbeteig brauche ersetze ich bei diesem Rezept den Zucker mit 1 – 2 Teelöffel Salz.

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und miteinander verkneten. Wenn es schnell gehen soll nehme ich dazu die Rührmaschine mit Knethaken. Doch viel lieber knete ich Mürbeteig zuerst mit der Gabel und dann mit der Hand. Irgendwie wird der Teig dadurch feiner, meine ich.
Ist eine glatte Kugel entstanden kommt der Teig abgedeckt für mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank.

Das Kneten mit dem Rosenzucker war ein Traum! Dieser Duft und dazu die leicht rosa-violette Farbe. Ein Fest für die Sinne!

Da mein blütenförmiger Ausstecher nicht zu finden war musste zum Ausstechen ein Schnapsglas her. Doch vorher wurde der Teig auf einer bemehlten Oberfläche dünn ausgerollt.
Die ausgestochenen Plätzchen kamen nun auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und für ca. 12 Minuten in den Backofen, der auf 175°C vorgeheizt war.

In der Zwischenzeit stellte ich aus Puderzucker und Rosenwasser (aus eigener Produktion) eine Glasur für die Kekse her, die sofort nach dem Backen mit einem Backpinsel auf die Kekse gestrichen werden muss.

 

Zum Auskühlen kamen die Plätzchen auf ein Gitter und ich streute noch ein wenig Rosenzucker auf die noch nicht feste Glasur.

 

Es war verflixt schwer abzuwarten, bis die Plätzchen kalt genug zum probieren waren, verflixt schwer 🙂

Wie sie schmecken?

Lecker!

Echte Sommerkekse. Den Geschmack als den von Rosen zu erkennen ist schwierig, aber die Plätzchen haben ein feines Aroma nach … ? … , wir rätseln noch.

Das Rezept für Rosenzucker folgt.

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