Häkelwerk 2013 #2.5 – Ein Häkelpullover aus Rosetten

oder …

Häkelarbeit für Puzzlefreunde mit viel Geduld

Es ist geschafft!!!
Der Häkelpullover aus dem Handarbeitsheft Lena 7/2002 (ich berichtete hier darüber) ist auf dem vierten Anlauf endlich fertig geworden. Und ich möchte nicht wissen, wie viele halbfertige Modelle von dieser Anleitung bzw. diesem Modell in diversen Handarbeitskörben liegen geblieben oder inzwischen im Eimer gelandet sind.
Die Häkelanleitungen sind problemlos nachzuarbeiten, aber beim Zusammennähen wird man ziemlich alleine gelassen. Ich berichtete über mein Problem, die zwei geforderten Dreiecke eingepasst zu bekommen, im letzten Post. Nach dem Aufwand 135 Rosetten zu häkeln (ich rechne mal die paar anderen Teile nicht dazu), zusammenzunähen und zu vernähen, möchte man doch endlich zum Ende und einem Ergebnis kommen! Oder?

Ich probierte hin und her, trennte, schob, zog, nähte, trennte, … – das Dreieck, so wie es war, passte NICHT.

Irgendwann druckte ich die Schemazeichnung aus um sie auszuschneiden und durch falten eine Idee zu bekommen.

Dadurch kam mir auch nicht die Erleuchtung. So, wie dieses gefaltete Muster vor mir lag, ließ sich das Dreieck nicht vernünftig einnähen, nur die Position war klar. Doch dann, beim zehnten, zwölften Versuch, als das x-fach herausgetrennte Dreieck schon durch die Beanspruchung zerfledderte, hatte die Kniffelei ein Ende.

Das Dreieck war zu breit! Mit ein paar Maschen rechts und links weniger konnte ich für den Keil endlich einen Platz finden. Allerdings, trotzdem ich den Dreh herausgefunden hatte, brauchte ich beim zweiten Ärmel noch einmal vier Anläufe, bis alles passte.

 

Endlich konnte ich zum ersten Mal den Pullover anprobieren! Er passte!!! Jubel! Erleichterung!

Die Folge:

 

  • ein Motivationsschub zu später Stunde
  • ein Blick ins Fernsehprogramm
  • völliges Ignorieren der Uhrzeit
  • Häkeln bis die Fingerknöchel knacken

Und hier ist er – mein Häkelwerk #2 in diesem Jahr, ein Pullover aus gehäkelten Rosetten

 

 

 

 

 

Fazit:

Von dem verwendeten Material, Secondo von Lana Grossa, benötigte ich fast 750 g. So ist der Pullover ein echtes Schwergewicht. Durch den Seidenanteil liegt er trotzdem angenehm glatt auf der Haut.
Ich stehe eigentlich überhaupt nicht auf gehäkelte Kleidungsstücke, aber ich lasse mich immer wieder von ausgefallenen Mustern und Materialien verführen. Unvergessen ist mir ein Seidenpullover in tunesischer Häkelei, der bei der Fertigstellung auch ein echtes Schwergewicht war und trotzdem ein Lieblingspullover wurde.

Ob ich diese Häkelarbeit noch einmal machen würde?

JA!
Warum?

Patchwork und Handquilten ist ähnlich arbeitsintensiv und ich liebe es!

Ich habe den Verlag angeschrieben, ob ich die Anleitung mit meinen Verbesserungen veröffentlichen darf. Auf diesem Post ist der Link zur frei gegebenen Anleitung!

Was bleibt?

Die Wollbaustelle 9! Der Häkelpullover ist zwar fertig, aber was mache ich aus den vielen angefangenen Rosetten aus dem letzten Material, das ich nicht mehr nachgekauft bekam?

 

5 Responses

  1. Na das muss wirklich eine Fiese Arbeit gewesen sein.
    Hmm, ich weiß nicht, vielleicht eine Tasche zum Einkaufen,eine Hülle für ein Buch oder Laptop…?

    Liebe Grüße
    Anne

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