Balkon

Woche 19/2018

und …

Jeder Tag ein Gartentag …

… dazu mein unterrichtsfreier Tag, ein paar Schultage und kein Brückentag, Besuchstage, ein Verkaufstag, ein Feiertag, ein Markt- und Haushaltstag und am Ende der Sonntag, (k)ein Ruhetag:

– im Garten der Tochter – der Vorgarten wurde mit Stauden bestückt um zusammen mit den schon stehenden Rosen eine duftende Hecke zu bilden

– im Schulgarten

  • der Apfelbaum bekam nach dem Spaliergerüst seine Spalierdrähte, in verschiedenen Varianten. Es ist nun einmal ein Schul- und Lehrgarten. Welch eine Freude, dass viele kleine Äpfelchen angesetzt sind. 🙂

  • die heruntergetretene Wegkante wurde im Fach Natur und Technik (NuT) erneuert. Es wurde Erde ausgehoben, Flächen geebnet, mit Schotter ausgeglichen und Steine gesetzt. Muss ich sonst im Unterricht Arbeitsaufgaben x-mal erklären, zur Weiterarbeit motivieren, reichte für diese Aufgabe die Auftragserteilung zusammen mit dem Hinweis, wo das Material zu finden war! „Das hält jetzt aber!“, war der trockene Kommentar eines Schülers nach der Fertigstellung, der schon mehrfach mit der Reparatur der alten Holzkonstruktion beschäftigt gewesen war.

  • die ersten eigenen Salatpflänzchen durften ins Hochbeet.

  • die selbst gezogenen Tomaten, Chilis und Paprika kamen aus den Töpfen ins Gewächshaus. Die vielen überzähligen Pflänzchen wurden verkauft. Richtig blöd war, dass ich die Kamera mit leerem Akku mit in die Schule nahm und das Handy zuhause vergessen hatte. So fehlt ein Beweisfoto von diesem Anzuchterfolg. Schade. Andererseits steckte bei der Hälfte der Pflanzen ein falsches Schild. 😉 Bis zur letzten Minute stritt ein Schüler mit mir um die Art der von ihm gezogenen Pflanzen. Seine Stabtomaten hatten sich alle zu Prunkwinden entwickelt. Dafür entpuppte sich das Eisenkraut als Tomaten, die Kapuzinerkresse als Pimpinelle. Selbst das von mir, zum Vergleich, gekaufte Eisenkraut konnte den Schüler nicht überzeugen: „Frau Be, es könnten ja die bei D***** einen Fehler gemacht haben!“. <argh>

  • das neue Beet außerhalb des eigentlichen Schulgartens, der Form wegen Klecks-Beet genannt, fand fleißige Hände, die lieber Unkraut entfernten als in Technik zu werkeln oder künstlerisch kreativ im Kunstunterricht zu arbeiten. Witzig, wie sie sich aus einer Palette und zwei verirrten Baumstümpfen einen Tisch zur Ablage bauten. Einen ähnlichen fand ich die Tage auf der Straßenbaustelle.

In den Werkräumen und im Kunstraum war in dieser Woche kein ruhiges Arbeiten möglich. Sicher, auch Bohren, Sägen, Schleifen, Hämmern macht Lärm, aber das steht in keinem Vergleich zum Bohrhammer, der in diesen Tagen ein altes Straßenstück von altem Asphalt befreit hat. Allein schon deshalb ging es lieber auf die andere Seite des Gebäudes für Unterricht und andere Aktivitäten (im Garten oder auf dem Gelände).

Ärgerlich fanden SchülerInnen und ich die Kratzspuren am Eingangstor zum Schulgarten und das Loch in der Scheibe zum Nebengebäude, wo auch die Werkräume liegen. Wer macht denn so etwas?

Auch bemerkten wir die neuen Markierungen auf den Fußwegen, die zeigen, dass demnächst die Fußgänger wieder kreativ werden müssen um ans Ziel zu gelangen. Die Umwege waren teilweise enorm, die in den letzten Wochen gelaufen werden mussten.

 

– auf dem Schulgelände

  • sammelte ich frische Birkenblätter für meinen Vorrat an Färberpflanzen. Tags darauf fand ich noch gut 1kg getrocknete Blätter vom Vorjahr, die ich komplett vergessen hatte. Ich schüttle über mich selbst den Kopf.
  • sammelte ich Wildkräuter für eine neue Kräutersalzmischung, der noch etwas fehlt oder sie hat ein Zuviel von einem Kraut.

 

– auf meinem Balkon versetzte ich kleine Pflänzchen in größere Töpfe, sortierte die größeren Pflanzen aus für den Schulgarten oder den Garten der Tochter. Wie habe ich micht über meine kleinen Isländer gefreut, die sich nicht nur wieder zeigen, sondern auch vermehrt haben – Rosenwurz, eine tolle Pflanze, über die ich noch ausführlicher berichten werde. Doch es wächst dort noch mehr, obwohl ich letztes Jahr beschlossen habe keine Topfpflanzen mehr zu kaufen. Ich möchte einfach der Natur ihren Lauf lassen und schauen, was sich so aussät. Ab und an drücke ich auch selbst mal ein paar Samen in die Erde. Mal sehen, wie bunt mein Balkon dieses Jahr werden wird.

 

Freude machte der kurze, überraschende Besuch meines Sohns. Nicht nur ich freue mich über diese gemeinsame Zeit. Schon wenn ich in sein Zimmer gehe und den Bettkasten öffne stehen die beiden Graubären bereit und warten. So auch dieses Mal. Beide Kater ließen nicht von ihm ab. Sohnemann musste streicheln bis die Flusen flogen, vorher kam er keinen Schritt weiter. (Härtetest für meinen Staubsauger! mich! – Mistding!!) Sonst halten sich beide Tiere nicht so gerne in diesem Raum auf.

 

 

So ging die Woche vorbei, in der auch der 12te des Monats lag – die Gelegenheit an einer Fotoberichtsammlung teilzunehmen, die Caro von Draußen nur Kännchen organisiert. Schöne Sache und ich nahm daran teil. In meinem 12 von 12 im Mai 2018 steckt der Haushalts- und Markttag, die ich eingangs aufgelistet hatte.

Deshalb mache ich für heute Schluss und wünsche allen LeserInnen eine gute Woche. Danke fürs Lesen.

 

Bis die Tage,

Karin

Winterwonderland

oder …

Was blüht im Dezember?

Eine verrückte Welt! So dunkel, wie es morgens ist, wenn ich das Haus verlasse, habe ich völlig übersehen, dass meine Rosen noch blühen! Rosen, wie Stockrosen!!

Vor genau zwei Jahren blüten dagegen die Eisblumen von den Zweigen der umherstehenden Bäume.

So sehr ich Eis und Schnee mit ihrer Kälte verabscheue, auf Fotos sieht es wunderschön aus und stimmt auf Weihnachten ein!

 

 

 

 

Schnee und Eis waren zu Weihnachten 2012 wieder verschwunden und es blühte nichts alternativ auf Balkon wie Garten. So freue ich mich einfach über den Rosensegen zum 3. Advent 2014.

 

Balkonien …

und …

einfach nur schauen und nichts tun

Schuljahresende, in der Schule brummt der Bär durch Prüfungen, letzte Arbeiten, Zeugnisvorbereitungen, erste Aufräumarbeiten und Schüler bei der Stange halten. Von wegen: in den letzten Schultagen passiert nichts mehr. Ich will nicht jammern, auch wenn ich gerne ein wenig Muße haben möchte um all die Ideen in meinem Kopf zu realisieren, und lasse meine Hände ruhen.

 

 

 

Heute genieße ich erst einmal meinen Balkon mit seinen neu bezogenen Gartenmöbeln, die ich im Mai genäht hatte, der neuen Bepflanzung und all den anderen Pflanzen aus der Wohnung. Die hatte ich in den ersten warmen Tagen vor Kater Chewie retten müssen, denn mit dem Frühling kamen die ersten Fliegen und Katerchens Jagdtrieb erwachte. Von jedem Fensterbrett schepperte es und vor allem meine Kakteen litten schwer. Ich weiß in einen Katzenhaushalt gehören keine Kakteen, doch die standen sicher in einem großen Glasgefäß. Dieses gibt es nicht mehr, es hatte auf der Jagd Platz machen müssen, doch eine umfangreiche „Nachzucht“ aus den ganzen abgebrochenen Kaktustrieben.

Was ich mit den vielen Kakteen machen werde weiß ich noch nicht, aber ich freue mich über jeden neuen Trieb.

Eine ähnliche Geschichte hat dieser Gummibaum hinter sich. Er ist der letzte von fünf abgebrochenen Zweigen einer großen Pflanze, die bei einer Erkundung durch Chewie übrig geblieben waren. Die vier anderen angewachsenen Ableger fanden dankbare Abnehmer in meiner Schule.

In vielen meiner Blumenkästen und -töpfe hat sich ein dekoratives Unkraut breit gemacht, dass ich mir vor vielen Jahren aus Südfrankreich eingeschleppt habe.

Die zwei Pflanzen haben selbst den Weg in die Blumenkästen gefunden.

 

Besonders stolz bin ich auf meine Passionsblume. Vor vier Jahren säte ich ein winziges Samenkorn und seit einigen Wochen scheint sich die Pflanze endlich richtig weiterzuentwickeln. Vielleicht kommt dieses Jahr die erste Blüte.

Mindestens so stolz bin ich auf das Zitronenbäumchen. Letztes Jahr rettete ich es verrupft aus der Abfalltonne eines Pflanzenmarktes. Es tat sich schwer über den Winter. Einige Zweige vertrockneten, Schildläuse machten sich über die wenigen verbliebenen Blätter her und nun zeigen sich die ersten frischen Triebe.

Ein anderes selbstgezogenes Pflänzchen beschert mir seit sechs Jahren über den ganzen Sommer hinweg Erdbeeren. Die erste Beere 2012 ist reif!

Jedes Jahr bin ich verblüfft, wie viel Pflanzen auf meinem kleinen Balkon Platz finden und Mensch, wie Tier noch Platz lassen. Dieses Jahr zog sogar eine Mini-Seerose noch mit ein!

Sommer ist so eine schöne Jahreszeit. Fehlt jetzt nur noch die Sonne und ein wenig mehr Wärme.

Balkonien wird aufgerüstet

oder …

IKEA – Gartenmöbel neu eingekleidet

Beim Aufräumen meiner Stoffkisten und Stoffschubladen fiel mir ein Möbelstoff in die Hand, den ich mir vor zwei oder drei Jahren gekauft hatte. Im Ladenlicht sahen die Farben optimal passend zu meinen bunten Balkonkästen aus. Zuhause angekommen, im hellen Licht auf dem Balkon war mir das Pink absolut zu pinkig, <uuhh>, <schüttel>, <yak>, Schrank auf und rein mit dem Stoff.

Gestern stand ich dann vor der Entscheidung:
verschenken
weg damit
verarbeiten

Kater Chewie nahm mir die Entscheidung ab. Er legte sich sofort auf den Stoff und so schnitt ich gerade so viel ab, wie Katerchen es zuließ, dass ich einen Tischläufer für meinen Balkontisch nähen konnte. Es war ein voller Erfolg. Chewie zog vom Stoffhaufen um – auf den Balkontisch!

Ok, dachte ich. Dann nähe ich noch ein paar Kissen für die Balkonstühle. Und wenn ich Kissen mache könnte ich doch gleich die Stühle komplett überziehen, denn selbst nach Nachschleifen und Einölen sehen sie altersentsprechend fleckig aus.

Gesagt, getan.

Da es diese Balkonstühle bei IKEA immer noch zu kaufen gibt, kommt hier der Schnitt für die Bezüge:

 

Für den Bezug der Stühle, wie für die Kissen, benötigte ich Knöpfe. Dazu bezog ich Knopfrohlinge mit demselben Stoff.

Der Knopf auf dem Stoffbezug für die Stühle verhindert das Verrutschen und wird zwischen der ersten und zweiten Sprosse der Sitzfläche hindurch in das Knopfloch auf der Oberseite des Bezugs geschoben.

Es ist quietschebunt und mir immer noch ein wenig zu pink, doch es hat Spaß gemacht zu nähen und Harry (links) und Chewie (rechts) gefällt es.

Harrison und Chewbacca