oder …
alles benötigt seine Zeit

Was war ich stolz und glücklich über meine erste geöffnete Baumwollkapsel, die dann noch Zuwachs bekam! Baumwollanbau in einem deutschen Kleingarten war in diesem Sommer tatsächlich möglich. Nicht nur mir war es geglückt und so tauschte ich in dieser Woche diese Erfahrung im monatlichen Spinntreff mit einer anderen Spinnerin aus. Ihr war es geglückt braune Baumwolle anzubauen.
Meine beiden Baumwollpflanzen sind inzwischen in mein Wohnzimmer gezogen und stehen dort auf dem Fensterbrett. Sie hatten nicht allzutief im Gartenbeet gewurzelt, dass sie sich gut ausgraben und in Töpfe pflanzen ließen. Das Erfolgsmodell hat mir trotz besonders großflächig bemessenem Wurzelballen diese Aktion bisher noch nicht wirklich verziehen. Die Hochlandbaumwolle behielt dagegen ihr üppig grünes Blattwerk, bis jetzt. Bei dieser Pflanze hoffe ich immer noch auf Blüten, denn die haben sich an ihr noch nicht entwickelt.

Abwarten und mich überraschen lassen.
Eine der Kapseln im Glas zeigte eines Morgens an den Sollbruchstellen kleine Risse. Es dauerte danach noch einen Tag, bis sie sich ganz geöffnet hatte. Das motivierte offensichtlich weitere Kapseln es gleichzutun.

Ich versuche mich nicht schrecken zu lassen, wie schwierig es ist Baumwolle ohne Gewächshaus oder Wintergarten zu ziehen. Es ist ein Malvengewächs und ich versuche mich an das Tun meiner Mutter zu erinnern. Sie war äußerst erfolgreich mit ihren verschiedenen Malven, die im Winter auf der Ostseite auf dem Fensterbrett ihres Schlafzimmers standen. Ich kann nur mit Nord- und Südseite dienen, aber ich versuche es. Meine Mutter kann ich ja leider nicht mehr um Rat fragen.

Inzwischen sind fünf Kapseln geöffnet und zwei platzen gerade auf.
Die Hochlandbaumwolle bekommt erste gelbe Blätter. Die Kapseln tragende Baumwollpflanze verliert zwar immer noch Blätter, doch es besteht Hoffnung. Erste frische Blättchen zeigen sich. Es dürfen Daumen gedrückt werden.
Ansonsten, …
… ein Ausschnitt aus dem sonstigen Geschehen der Woche:
- das Chaos in meinem Büro-Arbeits-Gästezimmer will sich nicht lichten. Ich komme mit dem Kategorisieren und Sortieren nicht voran. Nicht nur mir wurde es in der vergangenen Woche etwas viel. Selbst der „kleine“ Dicke schaute sich, wenn möglich, die Sache von außen an. Drinnen fehlte zudem der Platz für seinen breiten Hintern. Doch kaum war eine Stelle frei … machte sich der Kater breit. Zur Not schob er für ihn überflüssiges Material einfach beiseite.
Bis mir der Schreiner die neuen Regale montiert muss Übersicht in diese ganze Angelegenheit! Ich brauche die Zeit mich durch meinen Materialfundus zu arbeiten und die möchte sie mir auch geben. Einmal rigoros (aus)sortiert und richtig aufgeräumt ist mir im Augenblick lieber, als kleckerlesweise hier und dort ein wenig umzuschichten. Bis dahin sieht es eben bei mir aus wie bei Hempels unterm Sofa.

- meine Impfungen habe ich mir abgeholt. Ja, Mehrzahl. Von mir waren zwei geplant, in einem Rutsch, gegen Grippe und Corona. Im vergangenen Jahr hatte ich die gleichzeitige Impfung gut überstanden, dass ich das auch dieses Jahr so machen ließ. Beim Eintragen schaute die Fachangestellte durch meinen Impfpass und stellte fest, da muss auch nachgeimpft werden. Die holte ich mir dann Ende der Woche auch noch ab, gegen Pneumokokken und RSV. Muss ich alles nicht haben, deshalb habe ich mich für das Impfen entschieden.
So lief die Woche insgesamt im Verlauf etwas ruhiger ab, denn die Piekserei muss der Körper erst verarbeiten. Alles lief gut. - so hatte ich die Zeit und die Muße mich ein wenig um die Fertigstellung eines Pullovers zu kümmern und ich holte das Teppichflick- bzw. Stickwerk heraus. Richtig in die Puschen kam ich mit beiden Teilen allerdings ebenfalls nicht.

- mein großer Topf musste gleich zwei Mal an den letzten beiden Wochenenden gefüllt werden. Die Sohnemannfamilie renovierte mit Familienmitgliedern eine neue Bleibe, in die mit etlichen HelferInnen nun auch eingezogen wurde. Damit denen die Energie nicht ausgeht stellte ich mich an den Herd und schaute was ich dazu beisteuern konnte. Die acht Liter Bohneneintopf an diesem Wochenende waren nach den knapp 80 km immer noch warm. Das gelingt nur bei wirklich großen Mengen.
Mein Kühlschrank ist fast komplett leer, selbst die allerletzte Schrumpelmöhre kam in den Topf. Die Vorräte an getrockneten Hülsenfrüchten sind verarbeitet. Mit den Linsen gab es vor drei Wochen vegetarische Bolognesesoße, für die schnelle Küche. Zudem kenne ich jetzt die Kapazitätsgrenzen meines Reiskochers.


- das Schönste jedoch war die Zeit mit dem jüngsten Lieblingsmenschen, die das Herz aufgehen lässt. Mitten im Umzugstrubel saß sie und probierte sich mit Hingabe durch Schuhe durch. 😅
Danke ...
… für die vielen Reaktionen vergangenes Wochenende, als ich mich bezüglich meiner Blogmüdigkeit äußerte. Diese hat sich nicht gelegt, doch es tat mir gut zu hören und zu lesen, dass nicht nur Spam-Boss und die KI mitlesen.
Wie es mit meinen Blogs weitergehen wird weiß ich immer noch nicht.
Ohrwurm der Woche
U2 veröffentlichen demnächst ein neues Album und einige Lieder daraus sind jetzt schon zu hören. Im Sommer war es ‚Street of Dreams‘ und diese Woche ‚The Greatest Show on Earth‘ (Link). In das neue Stück muss ich mich noch reinhören, was bei ‚Street of Dreams‘ schon erledigt ist. U2 hört sich wieder wie U2 an, wie erfreulich.
Was mir die neue Woche bringen wird? Es wird sich zeigen, mit der Hoffnung auf eine erfolgreich organisierte weitere Kategorie.
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot
Kommentare
Das war dann wieder eine trubelige Woche, räumen und aussortieren, kochen und schleppen, Wolle verarbeiten… wenn man das so schreibt, sieht es klein aus, nicht wahr? 😉🤣
Ich hoffe, der Kühlschrank ist wieder etwas gefüllter und die Baumwolle berappelt sich. Innenräume haben einfach nicht die gewohnte Luft(feuchtigkeit)
Mein Kaffee wird nun auch erstmal Jammern, aber mit sprühen hoffentlich klar kommen. Hoffe, Deine Gewächse auch! Denn so schön sehen sie aus, diese baumwollnen Kapseln.
Sende liebe Grüße
Nina
Stimmt, es war schon einiges los bei mir und dann auch wieder nicht. Die Impfungen brachten meine Zeitplanung etwas aus der Reihe.
Manchmal ist es jedoch von Vorteil ausgebremst zu werden. Dadurch konnte ich einige meiner Ideen überdenken und kam zu einigen Raumlösungen.
Deiner Kaffeepflanze drück ich nun auch die Daumen, dass sie gut durch den Winter kommt.
Viele liebe Grüße
Karin