oder …

ein Strickwerk, was nicht wollte wie ich – ein Capybara

Lange hing das auf dem Campus Galli begonnene Netz halbfertig in luftiger Höhe. Ich wartete auf die Materiallieferung. Flachsschnur zu bekommen erwies sich als keine einfache Sache und so ganz glücklich macht mich die erhaltene Schnur nicht. Sie ist zu fest gedreht und härter, als die mit der das Netz begonnen wurde. Das im Kurs verwendete Material gibt es nur für Großhändler.

Damit ich in der Wartezeit das Erlernte nicht vergesse nahm ich das, was sich in meinem Fundus in größerer Menge fand, eine Schnur aus Jute, und begann ein zweites Netz. Jute ist kein ideales Material, auch wenn das fertige Netz sicher richtig stabil sein wird. Die Schnur ist unglaublich rau und scheuert nach einer Reihe an Knoten die Haut an den Fingern auf.

Doch nach einigen falschen Knoten, etlichen aufgeknoteten Reihen, wurde das Werk schließlich fertig. Ein ganzes Knäuel Jute mit ca. 200m stecken in dem Netz drin.

Zum Fertigstellen des ersten Netzes kam ich nicht, denn da kam das Strickwerk dazwischen.

Strickwerk der Woche – ein Capybara

Capybaras kannte ich bisher noch nicht, doch ich war sofort verliebt in das kleine Wasserschwein, das Carina vergangene Woche im Samstagsplausch zeigte, dass die Anleitung her und die Nadeln heraus mussten.
Das Schätzchen ist fertig, mit einem leichten Silberblick und einem kleinen Dachschaden. Die Kopfnaht, nachts gearbeitet, musste ich tags drauf noch einmal nacharbeiten und da war der Schaden dann schon passiert. Feinen Fisselkram sollte ich wirklich bei gutem Licht machen! Meine Augen leisten nicht mehr das was sie mal konnten.

Das Schätzchen zu nadeln hat Freude gemacht und gerne hätte ich ihm eine Halskrause in einer anderen Farbe gemacht, doch im Fundus für diese Garnstärke = Sockenwolle habe ich aktuell nur Naturfarben oder das leidige Farbverlaufsgarn. Das habe ich in Mengen aus einer Haushaltsauflösung geschenkt bekommen, gekauft hätte ich mir das nicht. Ich mag es nicht, wenn ich für die zweite Socke Ewigkeiten den passenden Farbansatz suchen muss. Ich schweife ab, … Capybara … es wird einen zweiten geben. 😊

Mithilfe der detaillierten Anleitung, inklusive Verlinkungen zu Videos bei kniffligen Stellen, einer genialen Lösung die Arme anzustricken, ließ sich das Tierchen gut arbeiten – es machte einfach Spaß!
Für meine Augenprobleme konnte das Strickwerk nichts. Die im März bestellte Arbeitslampe – mit vierwöchiger Lieferzeit – soll jetzt Ende August ankommen.

Auch Lust? Schaut doch einmal bei MayLily Knitting vorbei und sucht nach FOFO capybara.

Gartenzeit

Es ist trocken!

Brombeeren

Nicht nur die Himbeeren und die meisten Brombeeren sind vertrocknet. Auch in meinem Beet mit Färberpflanzen sieht es traurig aus. Etliche Pflanzen haben sich dort verabschiedet und da kamen die bestellten Pflanzen gerade zum richtigen Zeitpunkt. Solche Pakete auszupacken liebe ich besonders!

Der meiste Regen kam in den vergangenen Tagen in den Nachbarkreisen herunter, teilweise mit vielen Schäden, wie in Tübingen und vor allem Reutlingen. In der Gartenanlage kamen gerade einmal 1 bis 2 Millimeter pro qm an. Damit ließen sich die Behälter nicht auffüllen. Seit heute Nachmittag regnet es tatsächlich nun auch hier.

Anfang der Woche öffnete sich an einer meiner beiden Baumwollpflanzen die erste Blüte! Tags darauf kam die zweite Blüte und die Farbe der ersten Blüte hatte sich geändert. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Seit Jahren versuche ich es mit der Aussaat von Baumwolle und nie bekam ich sie soweit, wie dieses Jahr. Im Februar ausgesät bekamen sie in ihren ersten Freilandtagen einen großzügigen Schneckenkragen, als Schutz vor den Schleimern, und neben Wasser auch regelmäßig Düngung mit Brennnesseljauche oder Bokashi-Tee.

Baumwolle Tag 1
Baumwolle Tag 2

Anfang der Woche erntete ich schließlich die allerletzten Beeren und ich verarbeitete die ersten Brennnesselstengel, die ich am Sonntag aus dem Wald geholt hatte.

Das restliche Gartengeschehen lasse ich erst einmal weg und schaue, ob das Ausgedachte klappt. Es ist zu bekloppt, auch wenn es bisher Spaß machte.

Ansonsten

Ohrwurm der Woche

Luzia verdrängte Bob Marley …

Mal schauen, was das Wochenende bringen wird. Mir wird schon etwas einfallen.
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage


verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot

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Kommentare

Ein tolles Netz und ein sehr niedlicher Capybara – insbesondere über den kleinen Kerl freue ich mich sehr gerade 🙂 So sehr, dass ich den Rest Deines Posts noch gar nicht gelesen habe.

Hab ein wunderbares Wochenende – Carina.

Das Tierchen ist lustig und tummelt sich auf der Website von Maylily zwischen anderen lustigen Gesellen.

Der Regen reicht hoffentlich auf, um die ärgste Trockenheit in deinem Garten zu mildern.

Liebe Grüsse von Regula

Wenigsten konnte ich eine der beiden Reserve-Wassertonnen wieder füllen. Das ist schon einmal gut.
Von den Stricktierchen wird sicher noch das eine oder andere auf meiner Nadel landen. Ich finde sie einfach zu niedlich.
Schönen Sonntag und viele Grüße
Karin

So schön, die Baumwollblüte! Kannte ich gar nicht. Capybaras wohl. Aber deines ist besonders süß!
Viele Pflanzerfolg mit den Neuzugängen!
Herzliche Grüße!
Astrid

wie sich die Baumwollpflanzen weiterentwickeln bleibt interessant, denn sie entstanden aus unterschiedlichem Saatgut. Die aktuell blühende Pflanze ist aus Samen von der Bremer Baumwollbörse, noch aus meinen Dienstjahren. Das die Samen überhaupt noch gekeimt haben wundert mich. Die zweite Pflanze ist eine Hochlandbaumwolle.
Für die neuen Pflanzen hoffe ich auf einen trüben Tag in der nächsten Woche, um sie in die Beete zu bringen.
Schönen Sonntag, mit lieben Grüßen
Karin

Ja der Regen ist ein Segen, nach mehr als fünf Wochen sind unsere Regentonnen endlich wieder von oben gefüllt. Dein Netz habe ich schon bei Insta bewundert und eine Baumwollblüte habe ich in unseren Breitengraden auch noch nie gesehen. Dein Capybara gefällt mir und wird wohl bald eine Besitzerin finden!
L G Pia

Viel Wasser kam hier nicht von oben, aber eine Tonne ist gefüllt. Dem Garten hat das Nass auf jeden Fall gut getan.
Baumwolle zu säen und zu pflanzen hatte ich schon mit SchülerInnen probiert, aber meist kamen sie nach der Keimung nicht über die erste Freilandphase hinweg. Seit letztem Jahr probiere ich es zum zweiten Mal, mit früherer Voranzucht und einem anderen Standort. Daumen drücken, dass es gut weitergeht.
Liebe Grüße und schönes Wochenende
Karin

Netze selber machen zu können ist sicher in vielen Situationen nützlich und schön! So schön und praktisch Dein Ergebnis.
Regen kann ich noch wenig sammeln. Vom Hausdach geht es leider nur (mitten im Haus) in die Kanalisation. Ein neues Gartenhaus gibt es immer noch nicht. Wolkenbilder gab es viele,… tja. 😉
Ich hoffe, die neuen Pflanzen werden gut angehen und die Lücken füllen.
Einen schönen Sonntag Abend noch und liebe Grüße
Nina

Mein Ziel ist es nächstes Jahr ein Ranknetz für den Garten selbst zu knoten. Ds wird noch etwas dauern, denn bis jetzt kenne ich nur den runden Anfang.
Meine Regenauffangmöglichkeiten sind auch begrenzt. Keine Ahnung was sich die Person dachte, als sie das bestehende System aufbaute. Regenwasser der größeren Dachfläche fließt in das kleinere Auffangbecken, das inzwischen auch undicht ist.
Jetzt schaue ich mir noch deinen zweiten Kommentar an, mit lieben Grüßen
Karin

Liebe Karin,
das Netz ist super geworden – und das Schmusetierchen auch. So niedlich. Deinem Enkelkind wird es auch gefallen.
Du hast Baumwolle gesät, wow. Sie ist wohl gut gewachsen und blüht sehr hübsch. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg damit. Bei uns hat es inzwischen etwas geregnet. Wie gut, dass es nicht mehr so heiß ist.
Hab eine gute neue Woche!
Liebe Grüße
Ingrid

Danke, Ingrid.
Netze zu knüpfen ist nicht so schwierig, wenn man über den Anschlag und die ersten Reihen hinaus ist. Ich bleibe dran, weil es einfach auch herrlich meditativ ist.
Bei der Baumwolle würde ich mich riesig freuen, wenn sie dann tatsächlich in die Samenreife kommt. Daumen drücken!
Bis das kleinste Lieblingsmenschlein sein Tierchen bekommt wird es leider etwas dauern.
Liebe Grüße und eine schöne Woche
Karin

Ich war mir nicht sicher, ob ich schon abgeschickt hatte oder nicht. Glaube nicht, lieber noch mal schreiben, wie gut ich es finde, wie Du das Netzte knoten kannst. Das ist ganz sicher vielfältig und praktisch. Und sieht gut aus. Bei uns geht das Wasser vom Flachdach leider nur (mitten im Haus) direkt in die Kanalisation. Und ein neues Gartenhäuser steht noch nicht. Daher gibt es keine großen Vorräte, auch weil wenig Regen gekommen ist und es kommt wohl auch keiner.
Dein Strickwerk der bezaubernden Tiere ist wunderbar♡
Liebe Grüße
Nina

Du hattest abgeschickt. 😊
Für meinen Garten möchte ich mir die Speichermöglichkeiten von Regenwasser überdenken, aber das wird erst nächstes Jahr. Vorher geht es um die Beete, wo ich noch nicht begonnen habe die Bodenqualität zu verbessern. Das zieht sich, weil ich auch nicht zu viel Erde und Kompost zukaufen möchte.
Mit vielen lieben Grüßen
Karin

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