oder …
Luftholen und vorbereiten für die nächsten Fortbildungen
Im Grunde wollte ich nur meinen Gartenschnitt auf den Häckselplatz bringen. Diesen Weg mache ich immer seltener, weil ich das meiste auf dem kleinem Gelände lasse, verarbeite oder kompostiere. Doch nun war es wieder mehr, als ich leisten konnte und so blieb nur die Fahrt zum Häckselplatz, So zugeschüttet habe ich diese Fläche noch nie gesehen! Das Auto abzustellen oder dieses zu wenden war fast nicht möglich. Zum Glück kam ich in einem idealen Zeitfenster an, dass ich nicht nur meinen Sack leeren konnte, sondern auf die Suche gehen konnte. Die drei Bambusstangen, die ich fand waren zu lang, dass ich sie, quer ins letzte Eck vom Auto geschoben, kürzen musste. Leider kam ich nur an einen der abgelegten Weidenäste heran, ohne Chance, denn die nächsten Fahrzeuge mit Hängern voll mit Gartenschnitt fuhren an. Schnell weg, bevor es eng zum Rangieren wird.
Besser ein Weidenast, als keiner.
Mit dem frisch geschärften Schnitzmesser schnitt ich der Länge nach die Rinde ein und hob sie entlang der Schnittkante vorsichtig, von beiden Seiten, mit einem schmalen Stecheisen an.

Die Rinde ließ sich überraschend einfach Stück für Stück mit etwas Fingerdruck ablösen. (Auch wenn sich das Alter nicht aufhalten lässt, ich sollte öfter meine Hände eincremen – habe ich gerade wieder gemacht 😉)

Auf den astfreien Teilen des Asts lässt sich, wenn ca. die Hälfte der Rinde abgelöst ist, Stück für Stück mit Daumendruck der Rest der Rinde wegdrücken bzw. abziehen.
Danke Josipa für die Fotos.

Schließlich war der gute Meter Rinde abgelöst.

Aufgerollt …

… einen Platz zum Trocknen gesucht und feststellen müssen, dass ich wohl genau vor einem Jahr genau das Gleiche gemacht hatte.

Es wird Zeit die Rindenstreifen endlich zu verwenden!
Ansonsten
- Gartenzeit, bei Sonne und fiesem, kalten Ostwind – es wird Zeit für einen Parzellen-Blogpost
- das Strickwerk wächst, bei Nadelstärke 2,5 entsprechend langsam
- den ersten Spargel des Jahres gab es auf dem Teller und die Reste konnte ich einfach nicht kompostieren

- wieder beim Zusammenstellen und Packen von Materialien für die kommenden letzten Fortbildungen in diesem Frühling. Katerchen belegte schon einmal eine Box, bloß blöd für ihn, diese kommt dieses Mal nicht mit 😊
Danke, liebe Nina für dein Päckchen! Die Hölzer sind gleich in die Materialbox gewandert, bevor ich sie fotografieren konnte.

Ohrwurm der Woche
Nebenher von dieser Schreiberei für den Blogpost lief der Fernseher mit einem Film über Bob Marley. Ich liebe Reggae seit den ersten Liedern, die durch das Radio liefen. Diese Liebe hat auch kein Dauerdurchlauf seiner LPs in einer Strandbar, während Tauchurlauben mit Sohnemann in Ägypten, zerstören können. (Zwei Jahre später liefen sie tatsächlich immer noch, gleiche Strandbar, jeden Abend, zwei Wochen lang! 😂)
Diese Fundsache aus den 1980ern aus den Anfängen von MTV lässt mich schmunzeln und erinnert mich gleichzeitig an eine hoffnungsvolle und gleichzeitig schwierige Zeit:
Mein kleines Lied, an das ich mich immer versuche zu erinnern, wenn Tage besonders bescheiden beginnen, vor allem in den vergangenen Jahren, ist dieses:
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot
Kommentare
So eine Schnecke magst Du natürlich 😉 bin gespannt, wofür Du sie und die trockenen verwendtest.
In der kalten Jahreszeit muss ich wieder beschneiden, werde wieder gute „Stöckchen“ beiseite tun für Dich, wenn nötig. Und die sind ja auch nicht fürs Fotografieren da 😊
Das der Hexelplatz jetzt so voll ist wundert mich von wg Brut und4 erlaubtem Rückschnitt.
Ach und gegen dauerraue Hände hilft gerade nicht viel, ich hab schon 3 Cremes auf jeder Etage verteilt und immer noch „Reibeisen“ von Arbeit und waschen.
Schönen Sonntag noch und liebe Grüße
Nina
Schnittgur vom Erhaltungsschnitt sieht wirklich anders aus, das dachte ich zumindest als idh vor den Bergen und Haufen stand, kein Parken und kein Treten möglich war.
Meine Reibeisenhände versuche ich nun mit einer Emulsion aus Aloe Vera-Gel und Olivenöl zubehandeln: ein halber Teeloffel Olovenöl und ein Klecks Aloe Vera in die Handfläche geben, mit dem Finger verrühren und dann eincremen. Ja, etwas Fettfilm, aber das legt sich schnell.
Genieße noch ein paar Stunden Sonntag, mit vielen lieben Grüßen
Karin
Hä! Ich dachte, ich hätte dir schon geschrieben! Bin wohl wirklich arg im Hier & Jetzt in diesen Tagen…
Bereitest du wieder was vor für Adelsheim? In 3 Wochen komme ich, nach zehn Jahren auch mal wieder in die Gegend, wird aber seeehr familienlastig.
Sonntagsgrüße!
Astrid
Solche „Ich-hab-doch“-Momente kenn ich. 😅
Ich sortiere und organisiere meine Fortbildungskisten neu, damit es nicht jedesmal wie ein Umzug aussieht, wenn ich abreise und ankomme. Das muss ja auch wieder ausgepackt und vor Ort an Ort und Stelle geschleppt werden. Vieles lasse ich ja inzwischen am LSZU, aber nicht meine Werkzeuge und auch nicht alle Beispiele.
In drei Wochen bin ich wieder abgereist. Ich bin gespannt was du berichten wirst.
Schöne, gemütliche sonntägliche Stunden,
mit vielen lieben Grüßen
Karin
ich bin sehr gespannt, was Du aus der Rinde anfertigen (flechten?) willst!
Liebe Grüße
Carina.
Das bin ich ebenfalls! 😅
Liebe Grüße
Karin
tolle fotos vom entrinden – sie sehen nach einer kräftezehrenden armtätigkeit aus! ich bin auch neugierig, was du damit machen wirst.
schönes spargelpapier hast du gemacht und das bild vom schlafenden katerchen ist allerliebst.
hab eine gute neue woche, ich schicke viele grüße gen süden.
mano
Entrinden funktioniert im Frühjahr ohne großen Kraftaufwand. Das hatte ich auch nicht erwartet. Was aus den Rindenstreifen entstehen wird entwickelt sich so langsam.
Bei dem Spargelpapier habe ich dieses Mal die organischen Reste entfernt und nur die holzigen Fasern verwendet. Wahrscheinlich werde ich es weiter zerkleinern und ein neues Blatt herstellen.
Mit vielen lieben Grüßen in Richtung Norden
Karin
oh ja.. auch bei uns steppt der Bär auf dem Grünschnittplatz 😉
aber ich gebe zu ich schneide auch ..
mein Kirschlorbeer blüht.. da muss er Federn lassen
und da brütet auch nichts
ich bin wieder mal am Staunen was du alles verwendest
bin vor allem gepannt was du mit der Rinde anstellst 😉
liebe Grüße
Rosi
Es tut mir leid, dass ich so spät erst deine Kommentare freigeben konnte. Ich verbrachte eine Fortbildungswoche, die mich beanspruchte.
Meine Kirschlorbeerpflanzen habe ich inzwischen aus meinem Garten entfernt, weil er sich viel zu sehr ausgebreitet hatte und schwer zu schneiden war.
Mein Rindenvorrat wächst und trocknet vor sich hin. Noch bin ich nicht ganz sicher, was daraus entstehen wird. Das muss sich bis November ändern, wenn der nächste Kurs stattfinden wird.
Viele Grüße
Karin