und …

Tradition gepflegt

Besuch hat/te sich angekündigt. Einer ist leider schon wieder vorüber, der andere ist im Anflug, bleibt etwas länger und benötigt einen Schlafplatz.

Anfang der Woche war das Gästebett durch den Umzug in der eigenen Wohnung immer noch nicht nutzbar. Das musste ich ändern. Die Motivation war vorhanden. Es fehlte die Energie. Zumindest war eine Idee inzwischen vorhanden, wie ich weiter vorangehen könnte. Ein Teil des Materials lag in der Gartenhütte, einen anderen musste ich besorgen.

Die Parkplätze bei den Kleingärten waren fast völlig leer, die im Baumarkt so gut wie alle besetzt.

Mein Plan – die ins Zimmer zeigenden Rückwände zweier Billy-Regale möchte ich verkleiden (für Nachahmer: ob das mit neuen Modellen klappt kann ich nicht garantieren!). Dazu benötigte ich noch zusätzliche Leisten und Munition für meinen Tacker. Alles besorgt und … erst einmal nicht losgelegt. Müde.

Irgendwann waren die ersten Leisten zugesägt und angenagelt. Mit ihnen erreichte ich eine gleichmäßige Höhe zwischen den Seitenteilen der Regale. Die Rückwände liegen nämlich tiefer. Auf diese tackerte ich danach einen Vorhangstoff, der noch aus dem Fundus meines wunderbaren Schwiegervaters stammt. Im neuen Arbeitszimmer hängen auch Vorhänge aus diesem Stoff.
Doch zuerst vermisste ich wieder die Möglichkeiten, die ich früher mit und in meinen Werkräumen hatte. Dieses Behelfsarbeiten nervt reichlich, selbst wenn es zu Ergebnissen führt.

Zuletzt kamen noch Leisten zum zusätzlichen Fixieren der Stoffbahnen und zum Verdecken der Tackerkrampen.

Das hat alles etwas gedauert, doch nun war dieser Teil fertig.
Blieb das zum Sortieren verteilte Sammelsurium allüberall!
Dienstag hatte ich einen Teil meiner Zeitschriften durchgeschaut und lieferte sie aus. Zwei Tage später folgte ein Bündel mit Stoffen dem gleichen Weg, zu ehemaligen und neuen KollegInnen im neuen Schulgebäude.

Einen Karton mit Brettspielen und Puzzles gab ich im Sozialkaufhaus ab, den Inhalt eines anderen stellte ich ins Verschenkhäusle vom hiesigen Wertstoffhof und auch die Sammlung von Lucky-Luke-Heften fanden einen Abnehmer.

Noch immer gleicht das zukünftige Arbeitszimmer- und Gästezimmer einer Kruschtelkammer und mein großer Tisch einer Müllhalde.
Der Stoffschrank ist ausgeräumt und ich weiß wieder warum ich Möbel mit Stauraum überhaupt nicht mag. Sie sind nur gut für Überraschungen aus den tiefsten Tiefen, wenn sie mal leer geräumt sind! Ich fand einen bestickten Wandbehang wieder, den ich ursprünglich für das Aufhängen der Strohsterne (als meine Kinder klein waren) in der Adventszeit hergestellt hatte! Was habe ich den gesucht!! Jetzt habe ich ihn wieder, werde ihn aber selbst nicht mehr benutzen. Stauraum halt. Abgelegt, neues dazu gepackt, anderes nach hinten geschoben, … immer wieder gesichtet, aber nie TOTAL ausgeräumt, bis jetzt.
Schade um die Fingerpuppen. Sie sind, trotzdem in Tüten verpackt, zum Mottenopfer geworden.

Langsam muss ich noch ein wenig mehr in Schwung bekommen. Der Besuch naht, ist schon bei den Reisevorbereitungen über den kleinen Teich.

Aus der Küchenwerkstatt – traditionelles Weihnachtsbacken

Am letzten Samstag/Sonntag vor dem Beginn der Adventszeit wird bei uns gemeinsam gebacken, eine Tradition. Die entstand, als meine Kinder in trübster, gelangweilter Novemberstimmung waren, draußen wetterbedingt nichts los, auch keine Veranstaltungen, erst Volkstrauertag, dann Totensonntag. FreundInnen der Kinder durften gerne teilnehmen. In besten Zeiten wurden drei Sorten gebacken und danach noch nett beisammen gesessen.
Dann zogen die Kinder langsam ihre Wege, doch irgendwie blieb der Zeitpunkt erhalten, auch während der Corona-Zeit. Inzwischen ist es wieder keine Allein- oder Zu-Zweit-Backzeit mehr.
Zusammen mit meiner jüngsten Lieblingsmenschin ging es bei mir hoch her, nicht nur in der Küche. 😊

Wir nahmen in unser Programm noch eine zuckerfreie Sorte auf, damit das Menschlein auch etwas von der Backaktion hat. Der Teig für die Vanillekipferl bekam noch etwas Ruhezeit.

Die letzte Sorte, die Wichtigste!😊, die pepparkakor, kommt auf das Blech, wenn die Verstärkung angereist ist. In der nächsten Woche gibt es einen weiteren Backgang, zu fünft.

Ansonsten

Ohrwurm der Woche

Ásgeir hatte ich schon einmal, mit PicturesLink. Er ist ein isländischer Musiker, der inzwischen nicht mehr ganz so unbekannt ist, was mich freut.

Jetzt werden die Ärmel hochgekrempelt und der Krempel endgültig versorgt. Sonntag ist 1. Advent!

Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage


Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot.

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Kommentare

Backen mit Kinderhänden ist einfach viel viel schöner. Mein Schatz hat hier 3 alte, hölzerne Ikea Regale mit gebracht, wahrlich ein großer Unterschied zu den später gekauften. Wie neue sind, weiß ich nicht, ich versuche ohne den „Schweden“ auszukommen. Eine schöne Zeit mit dem Besuch! Und weiterhin gute Gesundung des Rückens.
Mit lieben Grüßen und einen schönen ersten Advent
Nina

Kommentar geschrieben, auf Antworten geklickt und weg war er. Sorry! Ich habe es jetzt erst bemerkt.
Zum Möbelriesen gehe ich nur gezielt, schnurstracks durch, bezahlen, fertig.
Ich habe drei Generationen Billy-Regale, die sich, bei gleicher Größe, vor allem durch das Gewicht und das Holzfurnier unterscheiden. Ich denke, dass das verwendeten Pressspanplatte inzwischen weniger fest gepresst werden, was sie leichter macht. Viele moderne Regelsysteme sind noch leichter, das steckt noch weniger Holz drin. Den Kern bilden Kartonwaben, die mit Kunststoff beschichtet werden. Meine schwierigen Jungs hatten ihre Fäuste geschwind einmal mitten durch – seitdem weiß ich was in diesen Regalen steckt.
Komme gut im Dezember an und noch besser durch die Woche. Mit vielen lieben Grüßen
Karin

Ich hab nie mit Kindern gebacken, das war immer ein Vater-Tochter-Ding. Und in der Grundschule: nur wenn Mütter den teig anlieferten. Die Bedingungen waren auch grenzwertig: Backöfen im ungepflegten Werkraum, Kinderhände die nie genug gewaschen wurden, aber jeden Mürbeteig fast flüssig kneteten. Und dann diese Zuckerverzierungen. Ich hab davon nie ein Stück runtergekriegt. Aber die Kinder waren glücklich.
Ich mache jetzt erst auf meine alten Tage die Erfahrung, dass es schön sein kann, das Gebäck, dass ich so gerne esse, selbst herzustellen. In diesem Jahr backe ich sogar für meine Bäckerprinzessinnen, da die Tochter wg. Ausbildung kaum Zeit hat.
Großartig finde ich ja deine Überlegungen zum Verkleiden der Billy-Rückwände! Und solche irren Funde, die mache ich ab und an auch. Furchtbar! Ich schäme mich immer so wg. der unvollendeten Ideen…
HAb es morgen fein!
Astrid

Weihnachtsgebäck mit SchülerInnen zu backen war auch nicht mein Ding. Ich habe sofort einige Dauerrotznasen vor Augen, die mit der Hand abgewischt wurden um dann wieder – so schnell konnte ich nie STOPP sagen – im Teig zu landen. Ja, die Temperatur beim Backen hat bestimmt etliche Keime vernichtet, aber die im Zuckerguss und bunten Streuseln, Perlen, … ich weiß nicht … 🫣😅
Ob die Hände meiner Kinder und ihrer FreundInnen immer so sauber waren, kann ich auch nicht garantieren. 😂
Auch wenn in diesem Jahr ein Hauptgenießer der Weihnachtsbäckerei weggefallen ist, es gibt Abnehmer, die aus verschiedenen Gründen auch keine Zeit zum backen haben. Und mir macht es Spaß und gehört dazu.
Punktlandung im Arbeitszimmer-/Gästezimmer. Die Stoffe sind sortiert, aufgeräumt bzw. aus dem Haus, verteilt, entsorgt. Was jetzt noch zu tun ist wird im Neuen Jahr erledigt.
Mit vielen lieben Grüßen und einen schönen Adventssonntag
Karin

Guten Morgen,
fleissig, fleissig.. und immer der eine oder andere Kater in der Nähe zur Begutachtung… so süß.
Einen wunderbaren Sonntag und viel Spass beim nächsten „Backtag“
Liebe Grüße
illy

Wenn es interessant wird sind meine beiden Grauen immer mitten drin. Selbst wenn Handwerker kommen und Maschinen auspacken, die Kater sind immer dabei.
Die Teige für den letzten Teil der Weihnachtsbäckerei sind fertig.
Ich wünsche dir eine gute Woche, mit vielen Grüßen
Karin

Wissend, wie anstrengend es ist, habe ich Dein Bauen und Um-, Auf- und Ausräumen dennoch sehr gerne gelesen. So inspirierend! So schöne Bilder!
Schade um die kleinen Fingerpuppen und das gestickte Tuch. Vielleicht kommt beides ja doch zurück, wenn ein kleiner Lieblingsmensch größer wird?
Für einen solchen kleinen Menschen (der vielleicht irgendwann auch in mein Leben kommt, aber noch nicht jetzt) hebe ich übrigens alle Lucky Luke Hefte auf und kaufe tatsächlich noch zu, wenn ich sie auf Flohmärkten erwische. Hätte ich geahnt, dass Deine ein neues Zuhause brauchen …
Hab einen schönen 1. Advent
Carina.

Die Lucky Luke-Hefte habe ich für einen guten Zweck abgegeben. Damit tat die Trennung weniger weh. Tja, wenn ich gewusst hätte, … Meine Sammlung an Asterix-Heften ging vor Wochen ähnlich weg. So lange aufgehoben, abgestaubt und nun sind sie in meinem Haushalt Geschichte. Es hat sie sich doch keiner mehr angeschaut. Letztlich bin ich froh, wenn ich mich in meinem Zuhause umschaue. Es lichtet sich und das tut auch gut.
ICh wünsche dir einen guten Start in den Dezember, mit vielen Grüßen
Karin

ich schrieb schon bei astrid (und bewunderte sie für ihre backkünste), dass ich das einfach nicht gerne mache und mir beim bäcker meines vertrauens immer ein paar tütchen hole. geht auch… deine bäckerei mit dem kleinen lieblingmenschen ist natürlich wunderbar!!
ich wünsche dir weiterhin energie für deine umräumaktionen und für die weihnachtsvorbereitungen. ich bin froh, dass ich meinen adventskranz gestaltet habe!
hab eine schöne neue erste dezemberwoche, ich schicke
liebe grüße gen süden.
mano

Für mich alleine würde ich mich auch eher auf den Weg zum Bäcker machen. Doch wenn Sohn und Nichte diese Tradition weiterleben lassen möchten bin ich gerne dabei. Der letzte Teig für die Weihnachtsbäckerei zieht gerade durch und ich bin sogar zu ein wenig Dekoration gekommen.
Das Räumen ruht jetzt erst einmal. Zuerst genieße ich meinen Besuch und dann kümmere ich mich um etwas Weihnachtspost.
Starte gut in den Dezember und genieße die Adventswoche. Mit lieben Grüßen
Karin

Liebe Karin,
so niedlich, das Foto mit den werkelnden Kinderhändchen. Es freut mich, dass du so schöne Zeiten genießen kannst und du in freudiger Erwartung weiterer Besucher bist.
Meine Bewunderung hast du für deine Ausdauer bei der Aufräumaktion! Mit den schicken Rückwänden sehen die Regale auch von hinten sehr wohnlich aus. Klasse gemacht.
Und so schade um die Fingerpüppchen…
Ich wünsche deinem Rücken weiterhin gute Besserung und dir eine wunderschöne Adventszeit!
Liebe Grüße
Ingrid

Liebe Ingrid,
es zeigt sich nun, mit dem Besuch, das Umziehen in der Wohnung hat sich gelohnt. Noch bin ich mit dem Sichten und Sortieren nicht fertig, doch an einem Punkt für eine Pause, in dieser Angelegenheit.
Es ist Familienzeit, die es zu genießen gilt. Da bleibt auch die Weihnachtswerkstatt geschlossen, die Weihnachtspost liegen.
Mit vielen lieben Grüßen, von ❤️en
Karin

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