oder …

2020 #17 mit Eimer, Schippe, Schubkarren voll Arbeit für den Schulgarten plus Schulprogramm von zuhause

Sonntag

Morgenspaziergang. Auf dem Schulgelände auf Partyreste der letzten Nacht getroffen und auf dem geschlossenen Sportplatz wird Basketball gespielt! Grrr!

Montag

Ich hatte mir vorgenommen in diese Woche mehr Struktur und Tun hineinzubekommen, um aus dem antriebslosen Dauereinerlei herauszukommen. Immer mehr hatte ich den Eindruck mich im Kreis zu drehen.
Deshalb stellte ich mir den Wecker und drückte ihn morgens erfolgreich weg. Sechs Uhr morgens wird nie meine Zeit werden! Mein innerer Wecker und der an der Steckdose einigten sich dann auf 7:00 Uhr.

Ringeltaubenpaar am Katzenkino

Früh genug für einen Einstieg. Pflegeroutine, Gesundheitsroutine, Haushaltsroutine, begleitet vom Frühstückstee, Katzen versorgen, Katzenkino auffüllen und ich bewegte mich in Richtung Schule, Werkräume und Schulgarten. Statt weitere Beetumrandungen zu zimmern, entschied ich mich ein bestehendes Beet zu leeren, um es in den neuen Garten zu verlagern. Fünfzehn gefüllte Eimer später und nach etlichen Fahrten mit der Schubkarre stand das Beet – 2015 im Rahmen einer Projektprüfung gebaut – an seinem neuen Platz.

Lieblingsbild der Woche!!!

Meine beiden Schulleiter beim Wasser schleppen für den neuen Schulgarten!
DANKE!

World-Weed-Day, oder 420 Day: Link zu Wikipedia – Link zu CNN – und der Tag, an dem ich spätestens schaue, was von meinem Vogelfutter nicht gefressen wurde, sondern ausgekeimt ist. Erfahrung macht klug! 😀

Dienstag

Der frühe Wecker ist … aus. Trotzdem blieb ich diszipliniert und aktiv. Die Nähmaschine wurde wieder hervorgeholt, denn Sohnemann hätte gerne Mund- und Nasenschützer aus dem Hause Mutter. Beim Verpacken verkünstelte ich mich etwas – ein bisschen Spaß muss sein. 😉

Dafür versagte ich total beim Fotografieren. So daneben bei der Einstellung lag ich schon lange nicht mehr!
(Noch mehr daneben schaffte ich tags drauf! 😉 )


Als Ausgleich lief ich eine kurze Runde zu meinem hierundfort-12tel-Blick. Dabei genoss ich es durchgepustet zu werden! Ok, der Wind kam aus dem Osten und das ist für Freunde Nordeuropas nicht gerade der Favorit. Heute waren die Böen allerdings nicht mehr ganz so kalt und ich konnte, mit Arme breit und geschlossenen Augen im Wind stehend, auf Fernreise gehen. Sylt, Dänemark, Norwegen, Schweden, Öland, Gotland und Island zogen am inneren Auge vorbei.
Hach! Schöne Momente!

Island 2017


Für die letzten Ferienwochen der Sommerferien 2020 hatte ich im Herbst/Winter 2019 angefangen eine Reise nach Island zu planen. Flug, Mietwagen, die ersten Quartiere sind gebucht bzw. reserviert. Es fehlen noch die Unterkünfte für die letzten zehn Tage. Dass aus diesen halb fertigen Plänen nichts werden wird, ist mir seit Wochen klar.

Alternativ hing ich den Kopf und die Nase noch einmal in den Wind, den wir, in dieser Art, hier in Süddeutschland eher selten haben und machte Wasser heiß. Denn an diesem Tag war …

National Tea Day in UK –Link zur offiziellen Seite – Link bei Wikipedia

Nett die Zusammenarbeit von Brian May von Queen mit der Girl Band Kings Daughters

Zuerst das Interview mit Brian May

Better, das nette kleine Video

Mittwoch

Mir war schon nach dem ersten Blinzeln am Morgen nach Bewegung, Kloppen, Hauen, Hämmern. Dem gab ich nach, bevor die miese Stimmung in mir die Oberhand bekommen konnte. Ich zog mich in meinen Werkraum zurück.

Das.tat.gut! Trotz Missgeschicke.

Wieso ich ein Brett mit falscher Länge übersehen konnte und es erst bemerkte, als es schon fest genagelt war, ist mir ein Rätsel. Nacharbeit war nötig, in Handarbeit.

Zwei gezimmerte Mörtelwannenumrandungen später ging es mir besser.

Noch besser ging es mir, als ich auf dem Transportweg, schon aus der Ferne sah – woohoo – die Stadtgärtnerei hat geliefert! Die zwei georderten Kubikmeter Hackschnitze lagen vor allem genau dort, wo ich sie haben wollte! Yeah!

Nun fehlte noch die Erde. Die kam keine zwei Stunden später und ich konnte das Abladen steuern. Vier Kubikmeter Erde am Tag der Erde. Wie passend!

Tag der Erde – Link zur offiziellen Seite in Deutschland – Link zu den Vereinten Nationen – Link zu Kuriose Feiertage –

und immer wieder ansehens- und hörenswert das Video von Alexander Gerst:

Donnerstag

Einkaufstag mit mehreren Listen zur Versorgung. Statt einer Station besuchte ich heute drei, denn ich wagte mich zusätzlich auf den Wochenmarkt in Sindelfingen und zum Tierfuttersupermarkt – das Katzenkino benötigte dringend Nachschub, wie die grau-pelzigen Zuschauer.

Alles besorgt, ausgeliefert und die Einkaufskörbe mit dem Gartenkorb ausgetauscht! Kurz überlegte ich, ob ich zuerst an den Rechner gehe und nach Rückläufen bzw. Emails mit Hausaufgaben meiner SchülerInnen schaue. Diese Homeschooling-Woche lief bisher zäh an.

Während ich grübelte, an meinem Tee nippend zum Katzenkino schaute, überraschte mich Familie Kernbeißer!

Mich für den Garten entschieden.

Erde geschippt und dann mit der voll beladenen Schubkarre – pffft – auf einen Reifen killenden Störfaktor gelandet! Mist aber auch! Die Vorstellung Wasser und Erde von Hand schleppen zu müssen ließ kurz ein Grauen in mir aufsteigen. Mit der Harke in der Hand stoppte ich den Hausmeister, der sich gerade auf den Heimweg machen wollte. Er ist mir mindestens eine Sache schuldig – zumindest eine geliehene Schubkarre!

Vorerst also doch Arbeiten am PC, Homeschooling-Ergebnisse sichten anfordern und Aufgaben für die nächste Woche zusammenstellen. Mindestens eine Idee kam mir am Mittwoch zwischen sägen, hämmern und im Garten wuseln.

Welttag des Buches – Link zur offiziellen Seite – Link zu Wikipedia – Link zu Kuriose Feiertage

Beginn des Fastenmonats der Muslime

und kein passendes Bild.

Freitag

Schulbesuch auf Abstand! Ach ist das schön KollegInnen zu treffen. Während ich Material für meine Homeschooling-Projekte zusammensammelte wurden in den Klassenzimmern Tische gerückt und aussortiert. Mengen an Klebe- und Absperrband markieren Positionen, Wege, Distanzen.
Kommentar der Putzkolonne: „Nicht gut für Putzen!“

Ich zog mich in den Garten zurück, denn – Überraschung – meine Schubkarre funktionierte wieder, mit einem neuen Rad – oh, yeah!

Trotz den positiven Erlebnissen des Tages hing ich abends wieder in einem Loch. Das Wochenende naht und dieser Feldweg wird die nächsten Tage nicht, wie heute, Freitag, 18:00 Uhr, so leer gefegt aussehen!

Welt-Versuchstiertag – Link zum Deutschen Tierschutzbund
Geburtstag von Shirley MacLaine *1934

Samstag

Wieder.
Kein Markttag. Kein Kinotag. Kein Museumstag. Keine Ausfahrt. Kein Freundetreffentag. Kein Familientag.

Es bleibt das Telefon und die Freundin aus Studienzeiten am Telefon, die sich auch Gedanken macht, ob sie am 04. Mai in die Schule gehen wird. Mir hatten gestern meine Chefs die Entscheidung erleichtert abgenommen. Mein Angebot einen Teil meines Deputats präsent zu sein wurde abgelehnt.

Ärgerlich war ein anderer Anruf, der mich darauf hinwies, dass am Schulgarten wieder Party gemacht worden ist. Dabei sind dieses Mal Flaschen zu Bruch gegangen und die Scherben auf dem Gelände verteilt worden.

Nach den Aufräumarbeiten kam die Belohnung beim Blick auf den sich erholenden Apfelbaum! Ich entdeckte drei neue Knospen!

Ist das schön, vor allem am …
Tag des Baumes – Link zum Bundesministerium … – Link zu Wikipedia.

So viel zu dieser Woche, die mich ordentlich in Bewegung brachte.

Macht’s gut und bis die Tage,


Verlinkt mit dem Samststagsplausch von Andrea Karminrot.

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25. April 2020

Kommentare

Diese Partys sind auf dem weitläufigen, nicht von der Straße aus einsichtbaren, Schulgelände die Plage in jedem Sommer. Allein schon durch das anhaltend schöne Wetter begannen diese Gelage früher im Jahr, als sonst. Corona tut sein weiteres dazu.
Die Schulöffnung macht mir Sorge und ich begrüße die Entscheidung Italiens, seine Schulen bis September zu schließen.
Mit Grauen denke ich an einen Sommer ohne Vergnügungen am Wasser an Flüssen, in Seen und Badeanstalten und wenig bis ohne Wasser von oben.
Viele liebe Grüße,
Karin

Sie kamen im Doppelpack und hatten sich angeboten. Da kann man nicht nein sagen! 😀 Und zu dritt wurde dann noch am Freitag geschleppt.
Ich weiß bei diesem Blick in diesem Monat nicht wo ich anfangen soll.
Viele Grüße,
Karin

Die wasserschleppenden Schulleiter haben mir auch gefallen. Und dass du scheint’s als Risikopatient eingestuft worden bist.
Dafür schuftest du aber ordentlich im Garten ( ich hätte da schon längst das Handtuch geschmissen wegen der Flaschenorgien…)!
Aber ich bin ja aus allem fein raus und schaff es mental auch meist, mit nichts als meinem Alltag beschäftigt zu sein.
Bleib gesund!
Gute Nacht!
A

Mit über 60 gehöre ich zur Risikogruppe, da müssen nicht einmal die Vorerkrankungen aufgelistet werden. Allerdings muss ein Vordruck ausgefüllt werden, bei dem ich ab und an auch den Kopf schütteln musste.
Ich zitiere aus dem Formblatt …
Entbindung von der Präsenzpflicht an der Dienststelle:
Dies stellt eine rein präventive Maßnahme dar und ist nicht mit einem Verbot der Anwesenheit an der Dienststelle verbunden. Diese Personengruppen können somit auf freiwilliger Basis an der Dienststelle präsent sein. Eine freiwillige Anwesenheit zieht keine Nachteile (bspw. im Bereich der Beihilfe) für die betroffenen Personen nach sich.

Was bin ich froh, dass mir keine Frage gestellt worden ist, wie: „Ich möchte Sie ja nicht unter Druck setzen, aber könnten Sie sich nicht vorstellen …!“. Ich hatte angeboten die Hälfte meiner Stunden präsent zu sein und es wurde abgelehnt, mit wertschätzenden Worten, die mir zu Herzen gingen.
Mir beginnen die Lockerungen und die Schule viel zu früh!
Viele liebe Grüße,
Karin

Eigentlich eine volle Woche, da musst du am Ende in kein Loch fallen…Doch der leere Blick gefällt mit.
Wasserschleppende Schulleiter, sind doch ein feiner, entlohnender Anblick. Ich würde unsere Führungsriege auch gerne mal körperlich arbeiten sehen wollen. Doch die greifen nur ab.
Genieße, dass du den Garten hast un
Lieben Gruß
Andrea

Meine Führungsriege bot sich für diesen Job an und machte ihn freiwillig gleich zwei Mal die Woche! Ja, es täte manch einem gut, das auch einmal zu tun, was er/sie von anderen erwartet!
Es ist zwar nicht mein Garten, sondern „nur“ der Schulgarten, aber es ist ein Stück Grün in dem ich in diesen Tagen ganz viel Freude erlebe – Arbeit hin oder her.
Viele Grüße,
Karin

Ein Glück hast du den Garten, alles andere ist ja kein Leben mehr. Wenn Schule so sein muss, mache ich Unterricht lieber auf Distanz. Grässlich. Wie lange kann das noch ertragen werden? Alles Gute dir! Liebe Grüsse von Regula

Ich bevorzuge, ganz klar, im Augenblick Homeschooling. Der heutige Sonntag war dadurch zwar ein voller Arbeitstag um sich mit KollegInnen abzusprechen, Material vorzubereiten, Arbeitsergebnisse zu kontrollieren, mit dem einen oder anderen Schüler zu texten, aber momentan habe ich es lieber so. Mir gehen die Lockerungen hierzulande etwas zu schnell, vor allem weil die Menschen sie noch lockerer nehmen.
Italien schließt seine Schulen bis September! Bei wachsen inzwischen die Ideen meine SchülerInnen aus der Ferne zu beschulen.
Hoffen wir das beste,
mit vielen Grüßen,
Karin

Liebe Karin,
da hast du aber eine volle Woche hinter dir. Schön, dass es im Garten so gut voran geht. Ich kann ja sogar verstehen, dass die Jugendlichen/ jungen Erwachsenen sich irgendwo treffen, auch wenn es gerade eigentlich nicht erlaubt ist. Die werden auch langsam verrückt alleine. Geht mir ehrlich gesagt nicht anders, da ich mich brav an die Auflagen halte. Aber es wird jeden Tag schwerer. Diese Kontaktsperren sind einfach nichts, was wir durchhalten können, ohne psychische Probleme damit zu bekommen (aus meiner Sicht).
Schön wäre aber ja, wenn sie dann aber ihren Müll wegräumen würden. Das ist immer so schade, dass dann auch Scherben hinterlassen werden und manchmal sogar Dinge kaputt gemacht werden.

Ich wünsche dir, dass die nächste Woche für dich angenehmer wird und du nicht in ein Loch fällst.

Ganz liebe Grüße
Yvonne

Du sagst es! Es wäre schön, wenn sie ihren Müll nicht zerschlagen und verteilen würden, solange sie ihn nicht mitnehmen oder in den vorhandenen Mülleimern entsorgen. Aber das ist seit Jahren ein Dauerproblem während der warmen Monate auf dem Schulgelände und hat nur teilweise mit der momentanen Corona-Problematik zu tun.
Ansonsten, wir tun gut daran noch eine gute Weile durchzuhalten, unsere Kontakte zu reduzieren, überschaubar zu halten. Wenn nach Corona uns liebe Kontakte nicht mehr leben, weil wir es zu schnell zu locker genommen haben, wird es auch an die Psyche gehen.
Ich wünsche Dir eine gute Woche,
mit vielen Grüßen,
Karin

Liebe Karin,
solche „Fehler“ wie das falsch abgelängte Brett sind mir auch schon unter gekommen, sogar schon mehr als nur einmal. Ich stand dann auch jedesmal völlig ungläubig davor und versuchte mich zu erinnern oder heraus zu bekommen, wie ich das wohl hin gekriegt habe. Wahrscheinlich war ich mit meinen Gedanken einfach ganz wo anders.

Viele liebe Grüße
Wolfgang

Hallo Wolfgang,
meine erste Antwort scheint im Daten-Nirwana verschunden zu sein.
Mehr als 30 Bretter abzulängen, zu versäubern, aufzuteilen und dann erst nach dem Verbinden zu bemerken- Wie? – hat schon etwas von total vernagelt gewesen zu sein.
Doch angenehm, wenn andere ehrlich sind und zugeben, dass es ihnen auch schon so ergangen ist. 😀
Viele Grüße,
Karin

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