oder …

Zeit zum Aufräumen – Zeit zum Recherchieren – 2020 #16

Die Viel-Zeit der Corona-Auszeit nutze ich – wie schon berichtet – zur Überarbeitung meiner Blogposts. Das kann auch zum sich Verzetteln führen.
Auf dem Blogpost zur Woche in der ich 60 wurde, steht ein Link zu einer UFA-Wochenschau, die an diesem Tag veröffentlicht wurde. Den schaute ich mir noch einmal an. Kurz vor dem Ende wurde in einem Nebensatz die asiatische Grippe 1957/1958 erwähnt.
Ich recherchierte – Wikipedia – war verblüfft, und sprach dann mit den noch verfügbaren Zeitzeugen in meinem Umfeld, mit meinen Eltern. Konnten sich beide zuerst nicht erinnern, kamen dann doch Geschichten, aus der Berliner Verwandtschaft, die von dieser Grippewelle betroffen war.
Im Anschluss erinnerte ich mich an eine schlimme Grippe, die Weihnachten 1969 unsere vierköpfige Familie über Tage ausschaltete. Wikipedia gibt für diese Grippevariante Hongkong-Grippe an. Wieder etwas dazu gelernt.

Im Zuge dieser Recherche fand ich noch einen lesenswerten Artikel (auf Englisch) über eine interessante Frau, die den Corona-Virus entdeckte: June Almeida – Link zum National Geografic.

Nach vier Wochen home alone türmen sich bei mir die Beschäftigungsbaustellen zwischen meinen vier Wänden. Langsam wird es eng 😉 der Hosen-, wie Rockbund auch.

Resteverwertung – mal wieder Spargelschalen aus Spargelschalen

Die Steuererklärung, die ich machen wollte, die Fenster, die ich putzen sollte könnte, warten auf Bearbeitung. Allein, mir fehlt die Motivation. Selbst die Stricknadeln klappern nicht und heute räumte ich, nach dem Entstauben, das Strickzeug weg. Katerchen wird sich freuen wieder einen Platz auf seinem Lieblingssessel zu haben.

Zwischen Katzen füttern und versorgen, meinereine fit und gesund halten, den Haushalt richten, verbringe ich in den Ferien (ja, es sind Osterferien!) weiterhin eine beträchtliche Zeit am Computer. Das muss sich ändern!
Die Zuviel-Zeit am Rechner brachte mich Anfang der Woche doch in die Puschen, zu Aktivitäten außer Haus.

Gönnt mir erst das Foto und dann den Text.

Via social media erfuhr ich, dass meine Haus-Apotheke wieder über Impfstoff gegen Pneumokokken verfügt. Deshalb begann die Woche nach den Osterfeiertagen mit einem Anruf beim Hausarzt:
„Ich hätte gerne ein Rezept für eine Pneumokokken-Impfung.“
… Stille …
„Ich habe erfahren, dass Apotheke XY den Impfstoff vorrätig hat.“

„Sind Sie noch dran?“
… „Ich glaube es zwar nicht, aber ich schreibe das Rezept einmal aus.“

Rezept abgeholt und in die Apotheke gebracht.

Die Wette mit den Mitarbeiterinnen der Arztpraxis habe ich gewonnen. Bleibt die Hoffnung, dass drin war was drauf steht!

Wochenmitte und warten auf die Entscheidung von ganz oben, wann und wie die Schule nach den „Ferien“ wieder beginnen soll.
Inzwischen besuchen mich Schüler am Schulgarten – auf Distanz – wenn ich am späten Nachmittag meine Wasserversorgungsrunden drehe.

Überhaupt war viel los auf dem Schulgelände. Die großzügigen, weitläufigen Flächen plus verwaisten Hallen wurden vom Roten Kreuz für Blutspenden genutzt.

Dazwischen lief dann immer mal wieder ich mit meiner Schubkarre, die ich allerdings auch immer mal wieder, zur Abholung von liegen gelassenem Handy oder Schlüssel zwischen den Schulgärten bei den abgestellten Fahrzeugen parken musste. So kann man auch die tägliche Schrittzahl zusammen bekommen.

150 Schritte vor mir und 150 Schritte hinter mir

Ende der Woche und noch ein Geburtstag von meinen Lieblingsmenschen, der ganz anders gefeiert wurde. Für beide gab es, wie für meine Tochter Ende März, einen Mund-/ Nasenschutz im Geburtstagskörbchen. Freundlicherweise legten in der Zeit, als ich mein Ständchen hielt, die Sanierungsarbeiten in einer benachbarten Wohnung eine Pause ein. Dass ich einmal in einem Hausflur laut singen würde …

Die Nähmaschine steht noch und ich überlege immer noch, ob ich mich an die Produktion weiterer Mundschutzexemplare setzen soll. Mir fehlt auch dazu die Lust. Lieber setze ich mich an den Rechner, mache es meinen SchülerInnen gleich, klicke mich durch Videos und schaue zu, wie andere ihre Masken nähen.

Nicht ganz ernst gemeintes Tutorial, was trotzdem lohnt sich bis zum Schluss anzuschauen 😀

Macht’s gut und bis die Tage,


Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot

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18. April 2020

Kommentare

Das Corona-Virus hat eine Wirkung, von der jedenfalls in den Medien nicht berichtet wird; „Lähmungserscheinungen“. Zum Glück haben wir unsere Samstagsrunde, da siehst du dann, dass es noch anderen so geht. Seit von Lockerung gesprochen wird, schwächt sich bei mir die Lähmung ab. Aber Masken habe ich noch keine genäht. Ich wünsche dir alles Gute!

Die Partyreste auf dem Schulgelände am Sonntagmorgen zeigte mir schon einmal eine Abschwächung der Lähmung anderer. Andere tummelten sich auf den abgesperrten Sportplätzen … Ich bin gespannt wie sich die neue Woche entwickelt.
Viele Grüße,
Karin

Ich bin auch gelähmt, was aber nur das Maskennähen betrifft… Ansonsten ärgert mich die Falle, in die sich immer wieder tappe: Erst der Gefährte und dessen optimale Versorgung & Unterstützung und die Alltagsbewältigung, dann ich. Macht sich bemerkbar. Muss sich ändern.
Alles Gute für die nächste Woche!
Astrid

Für nächste Woche habe ich mir auch einige Änderungen vorgenommen. Vorher holte ich, entgegen der Vorsätze, die Nähmaschine heraus. Sohnemann meinte bei seinem Anruf doch lieber ein paar Mund-Nase-Dingens aus dem Hause Mutter haben zu wollen. Ist ja für’s Kind. 😀
Eine gute Woche, denke an Dich, sonst geht es Deinem Gefährten auch nicht gut!
Viele liebe Grüße,
Karin

Irgendwie erinnert mich das Tutorial an meine ersten Masken-Nähexperimente. 😉 Mittlerweile nähe ich sie ja in Serie…
Ich bin ganz froh, dass mich der Hund zu meinen 10.000 Schritten anhält. Denn #stayathome geht nicht. Also #walkintheforest….
Liebe Grüße
andrea

Ich bin so froh wenigstens in den/die Schulgarten/Schulgärten gehen zu dürfen. Die wirklich engen Ausgangsregeln in Spanien, die seit Wochen gelten, lassen nicht nur meiner Freundin die Decke auf den Kopf fallen. Wohl dem, der in Spanien einen Hund hat! Hundehalter dürfen Gassi gehen. Andererseits glaube ich, dass es Hunden in Spanien noch nie so gut gegangen ist, wie in diesen Tagen.
Ein paar Maskenteilchen rattern doch noch durch meine Nähmaschine. Sohnemann hat sich welche gewünscht.
Viele liebe Grüße,
Karin

Ein herrlicher Beitrag, liebe Karin
Einen tollen Blog schreibst du, da verfolge ich doch gleich mal dein Wirken
…deine Spargelschalen aud Spargelschalen cool nicht nur die Idee sondern auch das Wortspiel…du siehst mich dauergrinsen.
schönen sonnigen Sonntag
Liebe Grüße und bleib gesund

Danke für Deinen Kommentar und schön Dich zum grinsen gebracht zu haben. Ich weiß wie gut das in diesen Tagen ist.
Ich wünsche dir eine schöne Woche,
mit vielen Grüßen, Karin

Guten Morgen Karin, mit mehrfachem Kopfnicken und weiteren Schmunzlern – das Singen im Hausflur über die kurz eingetretene nachbarliche Stille (wir könnten mindestens zu zweit einen schönen Chor aufmachen, später stößt mein Mann noch dazu) – hoffen wir mal, dass die Krise bald würdig überstanden ist…

…bleib gesund und munter. Frühlingsfrohe Grüße von Heidrun

Auch bei diesem zweiten improvisierten Ständchen hätte ich mich gefreut, wenn irgendjemand aus der Nachbarschaft mit eingestimmt hätte. Es hatte schon nicht bei meiner Tochter geklappt. Aber bei meiner Mutter klappte eine Nachbarstür auf, um einen Geburtstagskuchen zu überreichen. Das sind die kleinen, schönen Momente!
Bleibt auch gesund und munter.
Mit vielen Grüßen,
Karin

Ich bin schon jetzt gespannt, was du uns über die ersten Schultage berichten wirst…eine ordentliche Herausforderung steht da ins Haus…ich bin froh, dass ich nicht mehr mitten drin bin und aus der Distanz beobachten kann… die neuen Helden der nächsten Wochen sind die Lehrkörper…*zinker

Liebe Grüße
Augusta

Das Rätsel Schulstart zu lösen wird sich als eine Megaaufgabe entwickeln. Den Unterricht in den Klassenzimmern zu organisieren wird dabei das kleinste Problem sein. An der meine Schule betreffenden Bahn-Haltestelle steigen zum Unterrichtsbeginn Schüler von drei Schulen/Schularten mit Abschlussklassen aus. Weiter mag ich gerade nicht denken.
Aber ich werde berichten!
Viele Grüße,
Karin

Ja, so wie dir geht es mir auch. Ich denke, daß ich jetzt viel Zeit habe, fange an zu räumen, bleibe bei Gefundenem hängen, mache dies und das, verliere die Lust und lande am Rechner.
Gut, daß die Sonne scheint!
Liebe Grüße,
Gabi

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