oder …

Tulpen verblüht, und nun?

Sobald es Tulpen im Januar/Februar gibt stehen welche bei mir in der Vase, vor den Katern gesichert, in der Höhe.

Trotz der Sicherungsverwahrung lassen sie dann doch irgendwann ihre Blütenblätter fallen, die ich dieses Jahr fleißig sammelte und trocknete.

Mit der ersten Sammlung versuchte ich Wolle zu färben – ein Reinfall!

Alles Rot wurde beim Spülen herausgewaschen und das übrig gebliebene zarte helle Grün ist nur mit der Lupe auf der Wolle erkennbar.

Mit der zweiten Sammlung versuchte ich Malfarbe herzustellen. Es lief super, bis … Mist, angebrannt!

Bei der dritten Sammlung war ich dann sehr vorsichtig bei der Vorbereitung und Aufbereitung. Vor lauter Vorsicht vergaß ich das Alaun beim ersten Auskochen.

oben rote Tulpenblätter ohne Alaun, unten rote Tulpenblätter mit Alaun

Ohne alles Zutun färbte sich das Mullstück beim Auspressen der ausgekochten Tulpenblätter kräftig ein.

Ich versuchte mit den entstandenen Farbtinten, die ich teilweise mit Kieselerde als Füllmittel versehen hatte, zu malen.

Auszug aus roten Tulpenblättern, vermalt mit Essig, Natron, Salz und Kieselerde
alles Tulpe: links mit Kieselerde, rechts Tulpenblätterauszug pur

Das ursprünglich wahrgenommene Rot kann nicht wieder hergestellt werden.

Trotzdem fasziniert die Farbvielfalt, die hinter, wie in diesen zarten Blütenblättern steckt.

Mein Färberhandbuch hat die Doppelseite zur roten Tulpe durch diese Ergebnisse gefüllt.

Bis die Tage,


Verlinkt mit dem Monatsmotto Flower Power von Andrea, der Zitronenfalterin


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25. Februar 2020

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