oder …

Novemberende und 2019 #48

Herbst – Klasse 7

Raschelte im November immer mehr Herbstlaub unter den Füßen ändert sich nun im beginnenden Dezember die Geräuschkulisse.

Zum Rascheln kommt das Knistern von Papier dazu. Reichlich davon bewegte sich zwischen vielen Händen, denn Mitte der Woche trafen sich 25 Frauen zum Austausch ihrer Adventspäckchen. Ein wenig Nachhaltigkeit muss noch geübt werden, doch es wird jährlich besser und im Augenblick kommt es uns allen vor allem auf den Inhalt an. Da lässt sich viel Mühe erspüren und erfühlen.

Natürlich kam das gemütliche Zusammensein nicht zu kurz.
Kamen letztes Jahr meine Freundin und ich noch zu spät – wir hatten zu dieser Zeit die Hütte auf dem örtlichen Weihnachtsmarkt – gehörten wir dieses Mal zu den ersten, die ankamen.

Tags darauf verabschiedete sich das Novembergrau für kurze Zeit, als sich der Hochnebel lichtete und von der Sonne angestrahlt wurde.


November, wie Dezember und Blues passen so etwas von optimal zusammen.

Ich liebe Blues!

Vor allem in der dunklen Jahreszeit mag ich mich gern auf auf die Blues-Taktung einlassen, vor allem wenn die Musikstücke in gewisser Weise auch Geschichten erzählen.

Zum Monatsende fiel mir auf, ich habe mir dazu noch keine Musikauszeit gegönnt. Das holte ich sofort nach! Und ich blieb, nachdem ich mir eine Reihe an CDs herausgesucht hatte, doch bei der hängen, die noch vom letzten Winter im Laptop steckte – Asche über mein Haupt für diese Schlamperei – mit der Discographie von Tom Waits.

Mit dieser musikalischen Begleitung begann ich die Vorbereitungen für das große Packen für Weihnachten.

Noch sind nicht alle Gläser, Tüten und Flaschen mit den Produkten, die ich über das Jahr hergestellt habe, abgefüllt, abgepackt und beschriftet.

Johannisbeerauszug in Wodka

Selbst das im Juli hergestellte Liebstöckelblüten-Salz (Link) hatte noch keine Beschriftung. So langsam leeren sich die großen Töpfe in die kleinen.

Für das große Paket für meine Engländer muss ich nun etwas Tempo zulegen. Dabei würde ich so gerne einfach die Füße hochlegen.

Zumindest sind die meisten Gläser gefüllt und beklebt. Ich wunderte mich über das Zuviel an Gläsern. Naja, man kann sich auch einmal verrechnen! Die Erinnerung kam allerdings, als ich mir Zutaten für das Mittagessen aus dem Tiefkühlgerät heraussuchte. Dort lagern auch die gesammelten Schlehen zum Durchfrosten vor dem Verarbeiten. Das geplante Schlehengelee hatte ich völlig vergessen!
Nun ja. Mal sehen, ob es das noch gibt. 😉

Der große, selbst gebaute Karton steht. Verpackungsmaterial ist gesammelt. Es könnte mit Einpacken losgehen. Könnte. Wenn da nicht gerade die Sonne herauskommen würde und sich meine Freundin nicht gemeldet hätte. Ich stimme ihr völlig zu; nach fünf Jahren Böblinger Weihnachtsmarkt geht es gar nicht an, wenn wir uns nicht wenigsten ein Mal zu einem Glühwein dort einfinden würden!

In diesem Sinne breche ich hier ab …
– ohne Verpackungstipps
– ohne Aktionstage
– ohne sonstige Gedanken
– ohne der Geschichte zur Suche meiner verkramten Weihnachtsdekoration
und wünsche allen einfach noch einen schönen 1. Advent!

Bis die Tage,
Karin


Nachtrag
Gelesen:
https://www.spiegel.de/geschichte/man-spreche-deutsch-der-kampf-der-sprachpuristen-gegen-fremdwoerter-a-1296689.html


Verlinkt mit dem Samstagsplausch bei Andrea Karminrot

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1. Dezember 2019

Kommentare

Oh, beim Päckchenpacken prokrastiniere ich auch gerne vor mich hin. Aber morgen! Bring ich sie! Zur Post! Garantiert! ( es sind Sachen dabei, die wollte ich schon zur Kastanienzeit verschicken. Na ja.
Weihnachtsmarkt ist noch nicht, vielleicht am nächsten Wochenende?
Gute Nacht!
Astrid

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