oder …

Reste verwerten mit einer kleinen Anleitung für (meine) Granny Squares

In der Regel gibt es gequiltete Patchworkdecken von mir für neue Erdenbürger, mit Ausnahmen.
Allerdings steckte ich im vergangenen Winter, als ich erfuhr, dass sich ein Baby-Doppelpack im Kollegium entwickelt, in den Resten der Ausnahmen für die 2016er Babys (Link) und der Überlegung, was ich mit dem wachsenden Berg an Wollresten anfangen soll. Interesse an den Knäueln hatten erste Motten angezeigt. Aussortiert und ein Mal Sibirien (im Tiefkühler) sammelte ich Ideen zum Verarbeiten. Die Menge an kleinen Knäueln zeigte den Weg.

Häkeln ist zwar nicht meine liebste Handarbeitstechnik, aber ab und an nehme ich die Haken doch ganz gerne in die Hand. Beim Häkeln denke ich immer an meine Großmutter, die es mir beibrachte. Unvergessen, der Kilometer an Luftmaschen für eine Wäscheleine: „Kind! Mach Schluss. Das reicht!“ 😀

Großmutter – Grandmother – Granny – und Resteverwertung in Form von Häkelquadraten liegt fast auf der Hand oder zwischen den Fingern.

Granny Squares

In Runden gehäkelte Quadrate sind eine ideale Resteverwertung von Wolle – wenn sie von gleicher Qualität ist oder gleiche Stärke bzw. Lauflänge hat.

Meine Quadrate häkelte ich in sechs Runden und verarbeitete/verhäkelte/vernähte den Faden sofort! bevor ich mit der nächsten Runde begann.

Erste Runde

Ein Luftmaschenring aus 6 LM, geschlossen mit einer Kettmasche.

Zweite Runde

Gehäkelt werden Luftmaschen und Stäbchen.

Dritte Runde

Vierte Runde

Fünfte Runde

Sechste Runde

… und alles in der Übersicht

Meine Reste reichten für zwei mal 42 Granny Squares bevor ich dann doch zum Zusammenhäkeln und für den Rand zusätzliches Material kaufen musste.

Und wieder blieben Reste, die ruckzuck Staub anzogen.

Diese Reste sind inzwischen auch verarbeitet um dem Geschwisterkind der Zwillinge eine Freude zu machen.

Ein Mausetier

Über die Anfänge hatte ich in Woche 25 berichtet (Link), wie es nach dem Häkeln wieder ans Stricken ging, nach Anleitung (was ich gar nicht so gerne mag) in französisch (ohne Worte) , aber alles gut! 😀

Selten hat mir eine knifflige Strickarbeit so viel Spaß und Freude beim Entstehen gemacht.

Aus den allerallerletzten Resten bekam der/die/das Mausetier noch etwas zum Anziehen bevor alles an Mutter und Kinder übergeben wurde.

Zum Glück habe ich dem Tier keinen Namen gegeben, sonst wäre es meines geblieben.

Noch ein paar letzte Bilder.

Schön an Granny Squares ist, wenn damit Reste verwertet werden können. Meine Kinder sind inzwischen Anfang 30 und sie wurden, wie später meine Nichten und Neffen, immer mit einer Wolle bestrickt, die in vielen Farben angeboten wurde. Immer mal wieder wurde der Name geändert, aber das Produkt und die Farbvielfalt blieb gleich.

Aufgefaltet sind die Decken ca. 90cm x 110cm groß.

In diesen Decken stecken Reste aus 30 Jahren Lana Grossa Cool Wool und Vorgängern. Auch cool! Oder? 😉

Aber die Maus, … da gab es doch fast etwas Trennungsschmerz, … aber nur bis zur Übergabe. Alles gut.

Bis die Tage,
Karin

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21. August 2019

Kommentare

Ich muss mich doch endlich mal wieder bei dir melden ( heute bin ich nach dem Aquajogging zu müde für Frauenporträts ).
Ich finde ja bewundernswert, wie oft du Babies in deinem Dunstkreis mit so tollen, großen Arbeiten bedenkst ( bei mir reicht es ja nur zu Kissen )! Und eine solche Granny-Decke finde ich ne tolle Alternative ( die einzige, die ich je gehäkelt habe ist wohl bei meinem Ex geblieben ). Die Maus gefällt mir auch. Ich hab ja einige solcher Bücher für Tiere, ob gestrickt oder gehäkelt, aber ich kann mich dazu nicht aufraffen. Großes Kompliment!
Hab noch zweieinhalb erholsame Ferienwochen!
Herzlich
Astrid

Du bist dagegen die Meisterin der T-Shirts und Taschen! :
Danke für Dein Kompliment!
Eine Granny-Square-Decke werde ich bestimmt noch einmal machen. Es war so praktisch, da die kleinen Knäuel in jede Tasche passten, die Nadel rutschte sowieso in irgendeine Nische und aus einem Reisenecessaire nutzte ich die klappbare Minischere. Tasche zu transportieren und mal hier mal dort eine Runde zu häkeln.
Für Tiere braucht es Geduld und jede Menge Zeit und Muße. Das mache ich erst einmal eine Weile nicht mehr und schon gar nicht mit einer französischen Anleitung! 😀
Viele Grüße,
Karin

Wie zauberhaft ist das denn? Was für eine allerliebste Resteverwertung!!
Oje, die Maus,… dass da der Trennungsschmerz groß war, ist nur zu verständlich.
Ich weine mal wieder hinter Strick- und Häkelnadeln her. Aber sie sind nun in Tochterhänden an besserer Stelle.
Liebe Grüße
Andrea

Danke!
Als Exklusiv-Ausstatterin Deiner EnkelInnen entstehen bei Dir dagegen mit der Nähnadel feine Sachen. Das kann ich inzwischen fast gar nicht mehr, da bin ich seit den Kindertagen meiner eigenen beiden Kinder völlig raus.
Mit vielen lieben Grüßen,
Karin

Materialreste, egal welcher Art, neu zu verarbeiten hat etwas besonderes. So sehe ich es auch. Und, man muss nicht immer wegschmeißen!
Und die Maus – hach – aber sie lebt in guten Händen 😀
Viele Grüße,
Karin

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