oder …

Das Ende meines 41. Lehrerschuljahres

Die letzte Schulwoche des Schuljahres 2018/19 war in Baden-Württemberg ausnahmsweise eine komplette, fünftägige Woche, voll gestopft mit Aktionen und Projekten, Aufräumen und Verabschiedungen an meiner Schule. Das alles bei einer Affenhitze, die nach Schatten oder Abkühlung schrie.
Beides konnten die Projekte bieten, an denen ich beteiligt war, Gartenprojekte.

Eine Gruppe baute in den Werkräumen, die Nord-West gelegen morgens kühler waren, Sitzbänke aus Europaletten.

Die zweite Gruppe kümmerte sich um den Schulgarten und die Einrichtung der neuen Gartenhütte.

Dabei wurde der Lauf der Sonne beachtet um in den Schattenplätzen arbeiten zu können, meistens.

Schnell raus aus der Sonne!

Die erste Anschaffung nach dem Bau der Gartenhütte war eine Schubkarre und die wollten alle 5er und 6er in der Projektgruppe schieben, selbst im Schweiße des Angesichts! Noch am dritten Projekttag hatte dieses Gerät seinen Zauber nicht verloren und so wurde fast der gesamte Erdaushub vom Fundament weg gekarrt und im Anschluss kamen Flusskiesel von einem Ende des Schulgelände zum anderen, in den Gartenbauhof. Die Jungs waren nicht zu bremsen! Am Ende lagen, ebenso ungeplant wie die Flusskieselverlagerung, auch noch alle Waschbetonplatten aus dem Bauhof als Weg für die Schubkarre – Hauptsache dieses Teil konnte bewegt werden!
Selbst wenn ich gesagt hätte: „So Jungs, alle Flusskiesel wieder zurück!“, hätten sie das mit Feuereifer erledigt. „Ich will schieben!“ – „Nein, ich bin jetzt dran!“ – „Du hast aber schon!“ – „Frau Be, der XX will mir nicht die Schubkarre geben!“ – Friedensverhandlungen!

Das Endergebnis aller Aktivitäten kann sich sehen lassen – schattige Sitzplätze im wachsenden Grün. Rechts von dieser Anlage liegt das Klecksbeet und die U-Steine sind mit Hauswurz bepflanzt.

Zum Wochenabschluss erreichte uns ein Dankesbrief der Grünen im Landtag zu unserer Arbeit im Schulgarten und einen Tag später stand unser Garten in der Zeitung! 😀 – das Sternchen zum Schuljahresabschluss!

Kreiszeitung Böblinger Bote vom 25.07.2019

Die Abkühlung von oben kam dann pünktlich am letzten Schultag, zum Beginn der Sommerferien, wie gemein!

Mittags lag der junge Wilde meiner Kater noch in der Waschmaschine, nachmittags unter den Pflanzregalen meines Balkons.

Am späten Nachmittag verdunkelte sich der Himmel gespenstisch mit Gelbstich, und dann ging das Unwetter los!

Auch Samstag prasselte es zum späten Nachmittag heftig aus allen Wolken.


Überhaupt fühlt sich der Ferienanfang dieses Jahr gar nicht nach Ferien an, sondern nach einem ganz normalen Wochenende. Anscheinend bin ich nach diesen vielen Schuljahren auf den Mittwoch als letzten Schultag kondizioniert. Ich liebe das Gefühl in der Wochenmitte die Füße hochlegen und den Wecker abstellen zu können. Danach die herrlichen zwei Bonustage bevor das Wochenende kommt. Das fehlt mir 2019 zum Ferienbeginn. Naja, nächstes Jahr wieder und ich will auch nicht meckern.

Wenn ich nur nicht so müde wäre!
Zwei Mal hatte ich in der letzten Schulwoche, trotz Wecker (im Plural), verschlafen. Samstag und Sonntag war ich ohne Wecker pünktlich um 5:50 Uhr wach!


Was ich die Woche sonst noch unternahm bzw. verfolgte:

So viel für heute.
Vielen Dank für’s Lesen und bis die Tage,

Karin


Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot (wie üblich verspätet).

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28. Juli 2019

Kommentare

Gratualtion für das gelungene Projekt mit den motivierten Schülern, so etwas ist ja immer Nachhaltig. Und die Auszeichnung habt ihr wirklich verdient. Schöne ferien wünscht, Pia

Liebe Karin, toll was in eurem wunderschönen Schulgarten alles entsteht und welche kostbaren Samen dort gesetzt werden.Ich bin mir sehr sicher, dass die Schüler*innen sich immer an das Tun dort erinnern werden. Genieße deine freie Zeit!!
Liebe Grüße aus dem hohen Norden
Lydia

Danke Lydia! Ich hoffe doch auch, dass sich meine SchülerInnen an ihre Gartenzeit mit mir erinnern werden.
Ich grüße Dich und (mit Sehnsucht) den Norden,
Karin

Toll, dass die Schüler so große Freude an ihrem Gartenbau-Unterricht hatten. Das Ergebnis kann sich ja wirklich sehen lassen!
Die Abkühlung hat uns allen gut getan. Wenn uns nicht zweimal Wolkenbrüche mitten auf den Hunderunden erwischt hätten.
Liebe Grüße
Andrea

Ich sag’s ja, ein bissele gemein ist das schon mit den Sturzbächen von oben. Sonntagabend reichte es mir mit der Abkühlung, ich hatte kalte Füße, wirklich!
Viele Grüße,
Karin

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