oder …

Was wächst aus Vogelfutter, das nicht gefuttert worden ist?

Ich bin eine sehr wählerische Vogelfutterkäuferin. Doch meine Auswahl scheint gut zu sein, denn das Angebot wird ratzeputz weggefuttert. Was runter fällt hat fast keine Chance zum Keimen. Falls doch etwas auf dem Boden landet und grünt sitzen Vögel dort und „ernten“ die Keimlinge. Unter meinen Vogelhäuschen wächst nichts, und auch nichts unter dem im Schulgarten!

Meine SchülerInnen und ich wollten aber wissen, was aus Vogelfutter wächst.
So sortierten wir im Frühjahr nach Aschenputtel-Prinzip eine gute Handvoll Vogelfutter in seine Bestandteile.

Hafer, Weizen, Hirse, Knöterich und Sonnenblumen ließen sich gut bestimmen. In der Mitte liegt ein undefinierbarer Rest.

Die sortierten Samen kamen im März in eins unserer Quadratmeterbeete, sauber sortiert, und
voilà
einen Monat später keimte es.

20.04.2019
20.04.2019

Der Knöterichsamen, wie die Hirse ließen sich noch ganz viel Zeit. So sah das Beet einen Monat später immer noch sehr überschaubar zweigeteilt aus.

19.05.2019

Im Juni kam der Regen. Es grünte , inklusive Winden, Wicken, Ackerschachtelhalm und die Schnecken kamen.
Im Beet schossen die Gräser, lange undefinierbar was aus ihnen wird.

Der Hafer war der Erste, der sich Anfang Juni eindeutig präsentierte.

Inzwischen zeigt der Weizen von welcher Art er ist, ein Hartweizen.

Vielleicht zeigen sich noch bis zum Ende des Monts die anderen Vogelfutterpflänzchen welcher Art sie sind.

Bis die Tage,
Karin


Verlinkt bei „Ab in den Garten„, dem Monatsmotto der Zitronenfalterin Andrea


# # #

18. Juni 2019

Kommentare

Spannendes Experiment! Bei mir ist aus einem Kranz, den ich den Vögeln im Winter überlassen hatte, eine Frucht der Chinesischen Hanfpalme gekeimt und, da ich nichts dagegen unternommen habe, eine kleine Palme erwachsen.
LG
Astrid

Meine Schüler aus der Trainingsklasse hatten so gehofft, dass einer der beiden Hanfsamen keimt. Ich hätte mich über eine Maispflanze gefreut.
Es ist immer wieder toll, wie, wo und wann Samen meinen aktiv zu werden.
Viele Grüße,
Karin

Das Aschenputtel-Experiment war gewiss recht spannend. Bei uns stand zeitweise ein Blumenkübel unter dem Futterhäuschen. Ich bin auch schon neugierig, was da wächst.
Mittlerweile mixe ich mir das Vogelfutter teilweise selber aus Lieblingsbestandteilen der Vögel und einer akzeptierten vorgemischten Sorte. Seitdem gibt es weniger Reste. Vorher hatten die Reste nämlich die Mäuse angelockt…
Liebe Grüße
Andrea

Ich warte jedes Jahr unter meinen eigenen Futterhäusern – dem Katzenkino – ob sich einmal etwas aus den Samen entwickelt. Keine Chance! Es wird alles aufgepickt! ALLES! Wenn dann doch einmal etwas keimen sollte ist es über Nacht auch weg.
Viele Grüße,
Karin

Schreibe einen Kommentar zu jahreszeitenbriefe Antworten abbrechen