oder …

2019 #23

Der im Schulgarten sprießende Schachtelhalm, auch Zinnkraut genannt, verleitete mich noch vor den Ferien meine neue Küche so zu nutzen, wie ich es vor dem Umbau geplant hatte – als Werkstatt, zum Beispiel zum Färben mit Pflanzen.

Weit über 800 g Schachtelhalm hatte ich gesammelt. Ein kleiner Teil kam in den Jauchetopf im Schulgarten. Aus dem größeren Teil wollte ich einige Stoffbahnen einfärben.

Erste Anfangsschwierigkeiten machte die Suche nach den Utensilien. Als einer der Töpfe gefunden war, überraschte der Inhalt.
Meinereine und ihre gesammelten Kleinteile!

Noch ein Dingens, das ich nun endgültig auseinander sortieren muss! (Inzwischen erledigt!)

Jetzt hat die Spüle ihre ersten Kratzer und der erste echte Fleck kam auf die Arbeitsplatte. Die Küchenwerkstatt ist somit offiziell eingeweiht.

Spaß hat es gemacht, auch wenn der MissErfolg noch etwas Prosa für den Bericht über die Färbeaktion benötigt.

In der restlichen Freizeit nutzte ich die Sonnenstunden und den Regen um die Wolle der zwei Schafe aus der Schafschur zu waschen und zu trocknen. Ein Kraftakt!

Nasse Wolle ist unvorstellbar schwer und das Waschwasser wollte ich nicht im Gulli entsorgen. Das hieß Wasser schöpfen und Eimer zum Gießen der Beete schleppen. Bisher lohnt sich der Aufwand, denn ich möchte in der Wolle so viel Wollfett erhalten, wie möglich!

Im Schulgarten trocknen die großen Wollportionen, der Rest bei mir auf dem Balkon. Die trockene Wolle füllt einen Karton nach dem anderen, die sich dadurch wieder bei mir stapeln.

Die freien Tage in den Pfingstferien können kommen! 😀

Die neue Kardiermaschine kam pünktlich zum Ferienbeginn. Zwar musste ich dem Postauto etwas hinterher laufen, doch, dank der vielen Baustellen, gelang mir das tatsächlich zu Fuß.

Nachdem die Kochplatte zum Pflanzenfärben abgebaut ist kann ich die nächsten Tage dieses Gerät aufbauen und einsetzen. Aus der gewaschenen Rohwolle soll Wolle zum Filzen und Spinnen entstehen.

Bis dahin müssen ganz schnell die Granny Squares in eine oder zwei Babydecken verwandelt werden. Fast alle Wollreste sind verbraucht und ich muss noch das eine oder andere Quadrat dazu arbeiten. Das wird noch einmal trickreich.

Die Schulwoche an und für sich habe ich mal ausgespart. Auch das was mir sonst so durch den Kopf ging und mich beschäftigte, lasse ich dieses Mal weg. Es war vieles nicht lustig und kommt einfach in einen großen Sack.

Ich wünsche euch frohe Pfingsten, eine gute Zeit und
bis die Tage,


Karin



Verlinkt mit Andrea Karminrots Samstagsplausch


Nachtrag
Gerade wieder gehört, von den Ärzten, während ihres Konzerts an „Rock am Ring“, nicht neu, aber immer noch aktuell … Deine Schuld

https://www.youtube.com/watch?v=kRrP-bZvD2s

 

 

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8. Juni 2019

Kommentare

Guten Morgen Karin. Ist das jetzt deine Küchen-Werkstatt zu Hause oder in der Schule? Der Tisch ist meag schön. Viel Freude beim Färben und Gärtnern. Liebe Grüsse von Regula

Liebe Regula,
das ist meine neue, private Küche. Dort wo der Tisch steht (mein alter Wohnzimmertisch) standen einmal zwei Wände. Es ist herrlich nun so viel Platz zum Werken und Wirken zu haben.
Liebe Grüße, Karin

Jetzt verstehe ich die Dimensionen der neuen Küche! Habe mich schon gefragt, was du so als Einzelperson zu kochen hast 😉
Viele Spaß dann in den Ferien!
Herzlich
Astrid

Du hast jetzt wirklich eine tolle Werkstattküche! Die lädt zum Schaffen ein. An die viele Wolle und die damit verbundenen Mühen erinnere ich mich noch gut. Am liebsten mochte ich das Kardieren mit der Maschine von pflanzengefärbter Wolle.
Liebe Grüße
Andrea

Neben den Katzen hast du auch noch 2 Schafe???
Auf den Fortsetzungsbericht bin ich schon gespannt.
Hach, meine Küche ist zwar nur ein Viertel von deiner, aber funktioniert auch ganz gut als Werkstatt.
Liebe Grüße Ulrike

Lach! 😀 Nein, Schafe habe ich nicht! Schwierig ohne eigenen Garten. Aber ich bin Schafpatin bei Schäfern im Hecken- und Schlehengäu und war bei der Schafschur dabei (Wochenbericht #18).
Wenn ich bedenke, was ich alles in meiner alten, kleinen Küche hergestellt habe genieße ich es jetzt. Ein wenig habe ich vorgearbeitet auf die Zeit im Ruhestand. Die Werkräume und die Geräte werden mir fehlen.
Viele Grüße,
Karin

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