oder …

Winter ade und bitte nimm alle Erkältungsviren mit!

 

Es liegen Monate hinter mir in denen ich das Gefühl hatte Erkältungs-Viren geben per Staffellauf ihren Input an die nächste Generation weiter und haben sich als Brutstätte Meinereine ausgesucht: „Ey, Paradies! Cool hier! Bei der Alten habt ihr sturmfreie Bude! Lauter verpeilte Abwehrzellen, yeah!“.

Ich arbeite daran wieder Chef in meinem eigenen Körper zu sein und freue mich auf meinen ersten Arbeitstag nach drei Wochen. Trotzdem sich meine Stimme immer noch nach Bär anhört (unterstützt durch den Soundeffekt der dichten Nebenhöhlen), es wieder im Hals kratzt, mich gerade eine neue Niesattacke plagte, bin ich erst einmal froh darüber nicht mehr zu husten, Luft zu bekommen, und huste mir auf diese letzten Worte eine Runde. Nicht lustig!

Es war auch nicht lustig sich zum dritten Mal im Winter 2015/16 drei Wochen lang Tee reinzuschütten bis er aus den Ohren quillt um mit der Flüssigkeitszufuhr über Umwege Berge an Papiertaschentüchern zu befüllen. Die durch die Dauerreibung beim Nase putzen entstandene Hornhaut zwischen Nasenspitze und Kinn verfestigte sich mit Botox-Charakter, was heißt: Lächeln unmöglich oder die Fassade bröckelt.

Als Dankeschön für die häufigen Vertretungen, die bestimmt nicht lustig waren, brachte ich meinen Kolleginnen und Kollegen einen Pausensnack mit, selbst zubereiteten Hummus, Kichererbsenmus, in drei Variationen – himmlisch, teuflisch, traditionell. Ungefähr 400 g getrocknete Kichererbsen hatte ich dafür verarbeitet, und bis ich Zeit hatte das Ergebnis zu fotografieren waren die Schüsseln schon ausgeplündert. 😉 Ich sah es als Lob an die Köchin, doch ohne einen wertvollen Tipp, den Ella in ihrem Blog Ringelmiez geteilt hat, wäre mir das nicht so geglückt. Hummus wird nur dann richtig lecker, fluffig, smoothie-mäßig geschmeidig, wenn man sich die Mühe macht die Erbsen von ihren Häutchen zu befreien. Das ist so! Über 20 Testesser haben mir heute die Bestätigung gegeben! 😀

Aber dazu später mehr Details. Jetzt erst einmal drei Mal Hummus, drei Rezepte!

Gekochte, enthäutete und glänzende Kichererbsen für ein perfektes Hummus

Vorbereitung

Kichererbsen verdoppeln in etwa ihr Gewicht vom getrockneten zum gekochten Zustand.

Das Testessgebinde – von links nach rechts: teuflisch, traditionell, himmlisch

Hummus traditionell

Zubereitung:

Knoblauch pellen, klein hacken und zusammen mit den Gewürzen, dem Zitronensaft, dem Olivenöl und der Sesampaste mit dem Pürierstab zu einer gleichmäßigen Masse verrühren

Einen Teil der Kichererbsen dazu geben und pürieren. Bevor die Masse zu dick wird immer etwas von dem Kochwasser einarbeiten. Dann wieder Kichererbsen dazu geben, pürieren, Kochwasser dazu, … bis alle Kichererbsen verarbeitet sind.

Ist das Hummus zu fest, kann zum Schluss mit etwas Olivenöl oder Zitronensaft eine weichere Konsistenz erreicht werden.

Hummus himmlisch

Zubereitung:

Knoblauch pellen, klein hacken und zusammen mit den Zitronenfilets, dem Zitronensaft, der Petersilie, dem Frischkäse und der Cashewpaste (oder den Cashewkernen) mit dem Pürierstab zu einer gleichmäßigen Masse verrühren

Einen Teil der Kichererbsen dazu geben und pürieren. Bevor die Masse zu dick wird immer etwas von dem Kochwasser einarbeiten. Dann wieder Kichererbsen dazu geben, pürieren, Kochwasser dazu, … bis alle Kichererbsen verarbeitet sind.

Eventuell mit etwas Salz nachwürzen.

Hummus teuflisch

Zubereitung:

Knoblauch pellen, klein hacken und zusammen mit den Gewürzen, dem Zitronensaft, dem Limettensaft, den Chilistückchen, dem Olivenöl und der Sesampaste mit dem Pürierstab zu einer gleichmäßigen Masse verrühren

Einen Teil der Kichererbsen dazu geben und pürieren. Bevor die Masse zu dick wird immer etwas von dem Kochwasser einarbeiten. Dann wieder Kichererbsen dazu geben, pürieren, Kochwasser dazu, … bis alle Kichererbsen verarbeitet sind.

😀 Ich nahm nur knapp 1/3 Espressolöffelchen voll Bhuts in diese Variante! 😀

War kein Flammenwerfer, hat aber, „huch, watt is dat scharf!“, trotzdem dazu geführt, dass die Schüssel als erste geleert war!

Ich muss mir wieder selbst diese Superscharfteilchen anbauen. Das was man an Chili auf Märkten bekommt ist Scoville entfernt von dem was ich für „Heute-muss-es-brennen-Anlässe“ und meine „Karibische Chilisoße“ (bekommt die Familie immer zu Weihnachten) verwende. Jetzt ist gerade noch Zeit für Aussaat und Anzucht.

Vorerst kümmerte ich mich um die Trocknung der gesammelten Kichererbsenpellen, bis ich weiß was daraus entstehen soll. So ganz nebenbei machte ich die Erfahrung, Dosenkichererbsen lassen sich auch flutsch-plopp pellen. Die Schalen oder Häutchen der Dosenware sind jedoch deutlich heller, als die von den von mir gekochten Kichererbsen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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3. März 2016

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