oder …

Reduce, Reuse, Recycle

Wer kennt das nicht? Plastiktüten zuhauf!

Auch wenn man darauf achtet immer einen Korb oder eine Tasche dabei zu haben, auf ein „Brauchen Sie eine Tüte?“ mit „Nein, danke!“ reagiert, landet das eine oder andere Kleidungsstück oder dies und das doch in einer Plastiktüte bei uns zuhause. – Inzwischen 2020 gelten andere Regeln und die Plastikflut hat etwas nachgelassen!

Und der Berg wächst – 2020 immer noch, wenn man nicht aufpasst. Die eine oder andere Tüte wird als Mülltüte verwendet. Andere schaffen es irgendwie immer wieder durch Farbe, Aufschrift und andere Attribute im Stapel der Tüten unter all den anderen zu landen. Doch die meisten viele landen einfach so in den Eimer. Das muss aber nicht sein.

Ich gebe ja zu, bei diesem Projekt wurden auch einige Tüten bei mir verschont (wie eine Tüte vom Bärenladen aus Totnes, in England). Doch die meisten mussten daran glauben, wurden zerschnitten, gewickelt und verhäkelt – noch ein gehäkelter Utensilienkorb! Aber dieses Mal ist das Ergebnis wieder für Nassräume geeignet. Die Plastiktüten machen das möglich.

Plastiktüten sind sehr unterschiedlich im Material. Einige Tüten musste ich bei der Arbeit aussortieren. Zum einen gibt es unterschiedliches Tütenmaterial und zum anderen gibt es Tüten die einfach nicht beim Häkeln durch die Nadel „flutschen“ wollen.

Dieser Korb entstand aus den glänzenden, stabileren Tüten. Der Korb aus den matten, dünnen Tüten ist noch in Produktion.

Zugegeben, das Häkeln dieser Plastiktüten ist nicht einfach, vor allem weil jede Tüte einen eigenen  Rhythmus zum Verhäkeln einfordert. Am besten lässt es sich mit den dünnen, matten Tüten arbeiten. Es sind die Tüten, die auch knistern beim Anfassen und weniger stabil sind.

Die Vorarbeit

Nachdem die Plastiktüten glatt auf einer ebenen Fläche ausgestrichen worden sind, werden der Boden und das Griffteil abgeschnitten.

Das geht ganz gut mit der Schere, aber mit dem Rollmesser geht das deutlich besser und vor allem exakter. Oben und unten liegen die verschweißten Kanten und rechts und links ist die Tüte jetzt offen.

Die unten liegende Kante nach oben klappen und ca. 5cm Platz zur oberen Kante lassen. Das ist wichtig!

Nun Streifen schneiden. Das geht mit der Schere (wie ich links angefangen habe), aber leichter und genauer ist auch hier das Rollmesser zu handhaben. Die Streifen in einem Abstand von 2 bis 3 cm schneiden und nur bis zur ersten Kante der Tüte.

Die fertig eingeschittene Tüte auffalten und …

… so hinlegen, dass der geschweißte Seitenfalz nach oben zeigt.

Nun mit der Schere weiterarbeiten.  Dazu schräg vom unteren Streifen zum oberen Streifen schneiden.

Erst nach den ersten geschnittenen Streifen den Anfangsstreifen am Rand schneiden.

Die erste Tüte ist in Streifen geschnitten.

Hier liegen die 16 Tüten, von denen ich eine nicht verwendete.

Die Herstellung

Bei der Arbeit nach der Anleitung aus dem letzten Post …

… und hier das fertige Körbchen!

Ach ja, wie ich auf die Idee kam Plastiktüten zu verwenden? Es ist eine der Inspirationen aus Reykjavik, bei meinem ersten Besuch Ostern 2013. Hier sah ich diesen Flechtkorb aus Tütenmaterial:

Viel Spaß beim Nacharbeiten!

Bis die Tage,


Überarbeitet im März 2020

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27. April 2013

Kommentare

Toller Recyclingkorb! Ich habe mich gerade zum ersten Mal ans Tüten häkeln gewagt. Entstanden ist ein kleines Körbchen bzw. eine Obstschale. Habe deine Anleitung leider erst hinterher gesehen, aber trotzdem (fast) genauso gemacht – der Tipp mit dem Rollmesser ist super, muss ich mal ausprobieren.
Liebe Grüße von der Wollzeitmama

Schönes Körbchen!
Es geht wirklich deutlich einfacher zum Schneiden mit dem Rollmesser und einem festen Stahllinieal als Schneidehilfe.
Statt Tüten können so auch T-Shirts geschnitten und verhäkelt werden 😉
Viele Grüße
Karin

Hallo Karin

Eine tolle Webseite hast du. Toll. Und ein spannendes Leben! Ich habe eine Frage: Dürfte ich meinen Schülern und Schülerinnen die Schneidetechnik für Plastiktüten weitergeben? Wir sind gerade daran, mit Materialien zu experimentieren und es würde mir ersparen eine Videoanleitung zu filmen. Für deine Antwort danke ich dir. Herzlich Barbara

Liebe Barbara,
schön, dass du fragst bevor Du einfach weitergibst!
Gerne darfst du die Technik über meinen Blog verwenden. Ich werde heute Abend den Blogpost überarbeiten, damit die Qualität der Bilder eine bessere ist.
Neugierige Frage: Was habt ihr mit den Streifen vor?
Gutes Gelingen und viele Grüße,
Karin

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