Häkelwerk 2013 #1.2 – Noch mehr Häkelkörbchen

oder …

Die Anleitung

links Baumwolle, Mitte Leinen, rechts der Kaufartikel

Inzwischen sind vier weitere Körbchen entstanden, alle nach dem gleichen Prinzip –  es wird quer gehäkelt.

Die Anzahl der Luftmaschen/Maschen entscheidet über die Höhe der Körbchen,
die Anzahl der Reihen über die Breite.
Gehäkelt wird mit festen Maschen.

Verwendet habe ich Baumwollgarn und Leinenbindfaden aus der Krabbelkiste in der Gartenabteilung eines Reste-Discounters. Normales Topflappengarn fand ich im Ergebnis als unbefriedigend, es war ganz einfach zu weich und gab den Körbchen zu wenig Festigkeit. Das Baumwollband bzw. -garn ist im Vergleich mit dem Kunststoffband vom Prototyp-Körbchen fast genauso fest und deutlich besser zu verarbeiten. Allerdings eben nicht geeignet für Nassräume.

Als Beispiel zur Anleitung erkläre ich das Körbchen in der Mitte aus dem Leinengarn.

Vom Leinengarn brauchte ich 2 Docken und häkelte mit einer 4,5er-Nadel.

Anschlag: 30 Luftmaschen + 1 Luftmasche zum Wenden
Danach: 24 Reihen feste Maschen

Die 25. Reihe ist zugleich die 1. Reihe der zweiten Seite!
Nach der Luftmasche zum Wenden wird die erste Masche von hinten aufgenommen und …

… die Nadel in die Vorreihe eingestochen bevor eine feste Masche gehäkelt wird.

 

Dadurch entsteht eine Rippe, die die Kante des Körbchens markiert und festigt.

 

Auf diese Rippenreihe 23 Reihen feste Maschen häkeln = 24 Reihen und die zweite Seite wie vorher beschrieben mit der 25. Reihe bzw. 1. Reihe der neuen Seite beenden.

Die vierte Seite nur 23 Reihen hoch häkeln.

Mit der 24 Reihe wird das Körbchen geschlossen.

Dazu zuerst eine Luftmasche zum Wenden häkeln.
Danach aus dem Luftmaschenanschlag einen Faden aufnehmen, dann die zwei Fäden aus der letzten Reihe …

… und eine feste Masche häkeln. Wiederholen bis die Seite geschlossen ist.

Der Boden wird direkt angehäkelt!

Zuerst 1 Luftmasche zum Wenden häkeln.
Aus der nächsten Kante 23 feste Maschen heraushäkeln und …

… insgesamt 23 Reihen feste Maschen häkeln.

Den Faden mit einer Schlaufe sichern und abschneiden – nicht zu kurz, damit er noch zum Zusammennähen reicht.

Nun noch ein paar Ansichten meiner Häkelergebnisse.

 

Das Leinengarn-Körbchen ohne ungeklappten Rand.

 

Manches Garn lässt sich richtig toll verabeiten, obwohl es fest ist. Andere sind die Pest!!! Es hakt im Haken der Häkelnadel, das Zeug rutscht nicht über den Nadelschaft <argh> und dann passierte etwas, was man mir nie zutrauen würde:

Ich verbiege und zerbreche Metalle!!! Cool!
Solange es nicht die eigenen Knochen betrifft, Materialermüdung die aufbaut 😀 !

 

8 Responses

  1. Vielen Dank für die Anleitung!!! Das hört sich nach ganz schön viel Arbeit an und ich bin gespannt, ob ich das auch so hinbekommen. Die Körbchen gefallen mir sehr gut und könnten meine aus Stoff sehr gut und sinnvoll ersetzen. Außerdem sehen sie viel schöner aus. Toll finde ich auch, wie Du mit verschiedenen Materialien probierst. Bin gespannt, was da noch so wird, in Deiner "Häkelküche 🙂

    liebe Grüße, Suzie

  2. ist schon ne weile her, ich hoffe, sie schauen ab und an noch vorbei. ich bin mir nicht sicher, wie das mit der rippe funktionieren soll… meine versuche sind leider gescheitert… ansonsten echt tolle körbe, die besten, die ich bis jetzt gefunden habe!!! danke!!!

  3. Schade, dass es bei Ihnen mit meiner Anleitung nicht geklappt hat.
    Diese Kantenrippen zu häkeln ist wirklich ganz einfach! Die erste gehäkelte Reihe, die die Kantenrippe markiert, sieht zuerst etwas "unübersichtlich" und "falsch" aus. Erst die darauf folgende Häkelreihe macht die Rippe richtig sichtbar. Einfach weiter probieren.
    Vielen Dank für das Lob!
    Karin Brinker

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