Woche 35/2017

oder …

Sommer konservieren in der fünften Ferienwoche

Kaum zu glauben, aber im REWE stehen schon die Spekulatius, Christstollen und anderes Weihnachtsgebäck. Dabei hat Ba-Wü noch eine Woche Sommerferien!

Was die Woche so brachte (ein Ausschnitt):

  • Essig-Variation täglich wenden
  • Kornel-Kirschen und Weißdornfrüchte in Alkohol angesetzt. Dabei darauf geachtet: Nie wieder Trollinger! und Spätburgunder beim Weißdorn verwendet!
  • Tomaten für Gelee entsaftet, die restliche Pulpe kommt mit in die Tomatenmarmelade
  • Kräuter in Salz verarbeitet (Liebstöckel und Estragon)
  • Kater erduldet, wobei mir der junge Wilde momentan zu still ist
  • die Vögel zum Baden eingeladen
  • und entdeckt, dass zwei Eichelhäher die Futterstelle besuchen!

 

 

Soviel für heute, denn ich muss möchte noch zum Sonntagsspaziergang aufbrechen, der mich wohl nur zur Straßenbaustelle führen wird. Dicke graue Wolken ziehen auf.

Bis die Tage,

Karin

Spannung im Katzenkino

und …

Eichhörnchen im Futterhaus

Ich gehöre zu den Ganzjahres-Vogelfütterinnen und ganz besonders seit diesem Jahr. Den Grund schilderte ich im Wochenbericht 32 (Link). Im selben Blogpost berichtete ich zudem von dem Eichhörnchen, das das Vogelhaus von oben leer futtert. Jetzt habe ich von ihm doch tatsächlich mit der Kamera ein Beweisfoto festhalten können, zwar nicht beim Öffnen dafür beim „Auslöffeln“, Futtern und Flüchten. 😀

Katerchen hatte mich aufmerksam gemacht, aufgeregt am Katzenkino-Fenster sitzend.

Eigentlich beobachtet er am liebsten die Büsche. In ihnen ist ständig Bewegung durch eine Horde von Haus- und Feldsperlingen. Es rappelt und zappelt und flattert und wusch sind sie weg. Ist ja auch ein lecker Plätzchen für den Nachtisch!

 

Weil ich mich mit dem Auffüllen der Futterstellen verspätet hatte versuchte sich der Eichelhäher, notgedrungen, an der Spatzenstation, die der Buntspecht am unteren Ende nun beinahe vollständig zerhackt hat. Es herrscht Einsturzgefahr. Demnächst fällt der Boden ab und die Birke vor meinem Küchenfenster muss wohl auch gefällt werden, bevor sie beim nächsten Sturm von alleine fällt.

 

Vielen Dank für’s Schauen und bis die Tage,

Karin

Woche 20/2017

oder …

Der frühe Vogel … – ein Selbstversuch

Montag

Nach einer beinahe schlaflosen Nacht hatte ich mich am Montagmorgen entschieden nach Stand der Dinge aufzustehen. Die Ziffern auf dem Wecker zeigten 4.30 Uhr. Mir ging zu viel durch den Kopf, dann schmerzte in jeder Schlafposition irgendein anderer Knochen um in eine endlos scheinende Hustenattacke überzuleiten. Was für eine Uhrzeit für mich Nachteule und Morgenmuffel!

Aber siehe da, auch wenn ich anfangs muffelig halbblind durch die Wohnung getigert war, als sich der Wecker regulär um 5.50 Uhr regte hatte ich schon meine tiefdunkelschwarze Schwarztee-Infusion in mir, einige Rechnungen überwiesen und abgelegt, Emails erledigt, den Schreibtisch aufgeräumt! Das fühlte sich richtig gut an! Frühes Aufstehen war, passend an diesem Tag, auch Thema im Radio, mit der Information, dass die vier extrem reichsten Menschen Frühaufsteher sind. Hmm, über diese Aussage möchte ich lieber nachdenken wenn ich wirklich ausgeschlafen bin. Trotzdem nahm ich mir für diese Woche vor weiterhin um 4.30 Uhr aufzustehen.

Der frühe Vogel fängt den Wurm! Yeah!!

Dienstag

Kurze Schrecksekunde beim Teewasser kochen. Das schon wache Auge hatte den Geburtstagskalender neben dem Wasserkocher im Blick und die Information über das ausgeschlafene Ohr von der Ansage im Radio richtig verknüpft – es ist der 16. Mai und eine Kollegin hat Geburtstag! Was für ein Glück genug Zeit zu haben jetzt noch ein kleines Geschenk zusammenzustellen bevor ich in der Schule sein musste!

Ein langer Arbeitstag sollte es werden, nicht nur durch die acht Stunden im Stundenplan. Nach Unterrichtsschluss packte ich die ersten zwei Kisten für Workshops, die am Donnerstag stattfinden sollten. Zuhause wurde weiter gepackt, bis ich Hunger hatte, bis ich mir einen Salat richtete, bis ich dazu eine Salatgurke schälte, bis ich die Schale der Salatgurke in der Hand hatte. Die Schale der Salatgurke ist dunkelgrün. Ob die Farbe auch herausgelöst werden kann? Inzwischen 22.00 Uhr war mein Nachteulen-Gen aktiv und mir der Wecker egal, in diesem Moment!

Der frühe Vogel hat schon seine Vorteile.

 

Mittwoch

UHHHHH – WAAAHHH – noch vor dem Wecker landete Kater Angus auf mir, wahrscheinlich auf der Jagd nach irgendetwas Flugfähigem (oder dem frühen Vogel). In den nun zwanzig zusätzlichen Minuten konnte sich zwar die am Vortag gewaschene Wäsche zusammenlegen und eine Aufgabe für den Nachmittag vorzeitig erledigen, doch viel lieber hätte ich die Zeit geschlafen!

Der frühe Vogel schwächelt!

 

Donnerstag

Der frühe Vogel entwickelt sich zum müden Vogel und muss abends mit den Vögeln ins Bett.

 

Freitag

Schlaffer Vogel.

 

Samstag

Mit dem frühen Vogel aufgestanden und dann meinem Bauchgefühl zugestimmt: Zurück ins Bett. Die neuen Rechnungen auf dem Schreibtisch dürfen bis Montag marinieren!

Der frühe Vogel kann mich mal!

 

Sonntag

Dem frühen Vogel den Hals umgedreht und den Katern zum Fressen vorgeworfen. Sie wollten ihn aber auch nicht!

Mir geht durch den Kopf: Wenn Reichtum ursächlich mit dem frühen Aufstehen gekoppelt ist müsste es viel mehr Reiche geben, wenn ich da allein schon an die Putzkolonnen in den Bürogebäuden denke, oder das Personal in medizinisch/pflegerischen Bereichen, die Lokführer, …

Trotz aufgeräumtem Schreibtisch ging mir in dieser Woche einiges ab, denn es fehlte mir eindeutig Kraft für kreative Momente. Die besten Ideen kommen mir abends bzw. nachts und wenn ich diese, mit Frühaufsteherprogramm, auslebte, blieben nur noch vier Stunden Schlaf. Das ist eindeutig zu wenig, wenn am nächsten Tag ein Sack Flöhe in der Schule gehütet werden muss.

Ich verzichte auf materiellen Reichtum und pflege meinen Biorhythmus, soweit es geht!

 

Was die Woche sonst noch brachte:

Vorbereitungen für zwei Workshops in Adelsheim im Landesschulzentrum für Umwelterziehung (LSZU). Dort verbrachte ich vor genau einem Jahr eine sehr interessante Fortbildung und dieses Jahr bin ich selbst als Referentin dabei – Material- und Werkzeugkisten zusammenstellen und packen ist die kleinste Übung. Diese dann zu transportieren, verwenden und zurückzutransportieren, plus den Inhalt wieder an Ort und Stelle zu räumen eine ganz andere Sache 😉

Morgens bot ich am Donnerstag Stationen zu Pflanzenfarben an (im letzten Blogpost berichtete ich kurz darüber) und am Nachmittag war Gestalten mit Naturmaterialien aus dem Garten Thema.

Die Zeit verging wie im Flug und viele schöne Dinge entstanden. Leider fehlte mir die Zeit für Fotos oder die gemachten sind in der Hektik verwackelt.

Schulgartenarbeit

Langsam entwickeln sich aus den öden Gartenflächen wieder kleine Oasen. Selbst der schwarze Gothic-Beet-Bereich scheint zu gelingen. Dafür wollen die Samen im Färberpflanzenbeet nicht so richtig kommen. Zeigt sich dann mal etwas grün wird es sofort von den Schnecken vernichtet.

Im Vorgarten, dem Gartenprojekt vom Vorjahr, blühen die Lupinen.

Im Klecksbeet sind die Tulpen meiner Klasse endgültig verblüht und der Löwenzahn macht sich breit. Da müssen wir nächste Woche noch einmal dran.

Dagegen funktionieren unsere „Unkrautkisten“ recht gut.

Der „wilde“ Garten ist das Projekt für dieses Jahr. Der Buchsbaum muss raus, wie die Disteln, und dann sehen wir weiter.

Rund um das Insektenhotel fehlen seltsamerweise die Blütenpflanzen, dafür entdeckten wir drei Rosenzweige neben der Hasel.

An der Trockenmauer grünt es in vielen Schattierungen. Rainfarn, Dost, Malve, verschiedene Königskerzen bereiten sich auf ihre Blüte vor. Es hat sich gelohnt die Fläche im zeitigen Frühjahr zu „entrümpeln“.

Schrecksekunde

Katerchen, der junge Wilde, saß auf meinen Balkonblumenkästen. An und für sich kein Problem, doch die Kästen hängen außerhalb des Katzennetzes!! Er hatte eine der zwei Schwachstellen in der Montage des Netzes entdeckt und diese natürlich für einen Ausflug in die große weite Blumenwelt genutzt. Die Bequemlichkeit zwischen dem Grünzeug ließ jedoch zu wünschen übrig und er jammerte nach: „Ich will wieder rein!“. Ich musste das halbe Netz abmontieren, um ihm das zu ermöglichen. Katerchen fand das total lustig und sah die Demontage als Spieleinheit mit Scratch-it für meinereine. Nicht lustig für meine Hände und Unterarme!

 

Schmunzelalarm bei den Suchergebnissen zu „Der frühe Vogel“ bei Google/Bilder 😀

 

Am Fernsehen hängen geblieben – Nowhere Boy über den jungen John Lennon (Trailer) geschaut und am Ende schwer mit den Tränen gekämpft. Zwangsläufig erinnerte ich mich an den Morgen nach seiner Ermordung. Ein kalter Dezembermorgen im äußersten Süden Baden-Württembergs, meiner ersten Dienststelle, gerade einmal 22 Jahre jung, in meinem Zimmer zur Untermiete, mit abgeschalteter Heizung, im Wintermantel verpackt die Nacht verbracht , blau gefroren und dann diese Mitteilung im Radio!

 

Am Ochsenweiher im Schönbuch die Seele baumeln lassen und wieder die Graugansfamilie beobachtet.

Diese Woche wird durch Himmelfahrt eine kurze Arbeitswoche werden. Mal sehen was ich aus ihr mache.

Viele Grüße und macht’s gut!

 

 

 

In den Reisfeldern von Pals

oder …

Vor dem Montgri

Es wird Reis in Spanien angebaut! Kaum zu glauben, aber, klar, das Nationalgericht im Osten Spaniens ist Paella. Keine Paella ohne Reis und der wird in Katalonien angebaut, hauptsächlich in der Gegend rund um Valencia. Aber auch in der Gegend rund um Pals, am Fuß des grauen Berges, dem Montgri, finden sich weite Flächen, auf denen Reis steht. Jetzt im Herbst wird er geerntet und auf den freien Flächen tummeln sich Vögel in Mengen!

Seit Jahren hatte ich keine Störche mehr gesehen und schon gar nicht in dieser Anzahl. Doch bevor ich mich auf Fotografierweite herangepirscht hatte flogen alte Bekannte vor mir auf – Stare, viele Stare, die sich vom grauen Himmel und Regen nicht verscheuchen ließen.

 

 

 

Mich vertrieb der Regen dann schon. Regen in überfluteten Reisfeldern macht keinen Spaß! Dafür dreckige Stiefel, nasse Füße und der Rest an mir war auch nicht mehr salonfähig.

Tags darauf sah die Welt deutlich besser aus, wie auch die Chance Störche vor die Kamera zu bekommen. Doch zuerst einmal wieder Stare und Möwen.

 

 

 

 

Interessant war, dass sich fast alles Federvieh nach rechts orientierte, egal ob Stare, Möwen, Reiher oder Störche.
Doch einer entschied sich dann doch um, drehte die Kurve und zeigte mir wo es lang gehen sollte für den Rest meines Tages.

 

 

 

Stare – Stare – Stare

oder  …

Alle Vögel fliegen hoch!

Seit Tagen tummeln und sammeln sich die Stare auf den Feldern und freien Flächen. Aus Grüppchen haben sich Schwärme gebildet, die in wechselnden Formationen ständig unterwegs sind – wenn man denn die Kamera endlich dabei hat und sie richtig eingestellt ist und der geladene Akku drin steckt.
Verflixt viele Unsicherheitsfaktoren auf einmal!
Sitzen die gefiederten Mini-Dinos mal hochspannungsleitungsbevölkernd oder ackerbesetzend kann man davon ausgehen, dass es weit und breit keinen sicheren Platz zum Abstellen des Auto gibt.
Hmmpf!
Man muss abwarten können und die anderen Faktoren einfach sichern. So hatte ich heute die Kamera dabei, mit geladenem Akku beim ersten Ausflug, vorab ganz gut eingestellt – fehlten nur noch die Vögel.

„Da! Oh!“ – Mein Beifahrer war irritiert, fragte: „Wo fährst Du denn hin?“ – „Parkplatz!“, als ich von der rechten Spur zwei Spuren nach links zum abbiegen wechselte, in Richtung einer Baustelle.
Auto abgestellt, Kamera gegriffen, Beifahrer sitzen und Jacke liegen gelassen, frieren vergessen.

Noch sind die unteren Leinen fast nicht besetzt. Aber was für ein Geschrei, Gewusel und Geflatter!

 

Hitchcock lässt grüßen!

Es wird enger auf den Streben und Leinen …

…  und der Baukran ist beinahe voll besetzt.

 

 

Ein Knall vom unter dem Kran stehenden Gebäude lässt die Meute abheben, in meine Richtung!

 

 

 

Keine spektakuläre Schwarmbildung wie in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung:
http://www.sueddeutsche.de/reise/reise-der-zugvoegel-schwaerme-fuer-den-star-1.1155537-10
und trotzdem toll zu erleben gewesen,
bis auf die Menge an quietschegrünen Exkrementen, die rund um mich und nicht nur dort landeten. Ein Klecks klatschte mitten auf das Kameradisplay, gerade als ich die Kamera senkte, und verteilte seine Spritzer breitflächig! Igitt!! Aber das sind nun mal die Nebensächlichkeiten, die eben so passieren. Shit happens. 😀

Mein Beifahrer hat meine Ignoranz ihm gegenüber verziehen 😉 , es gibt ja Handys wenn die Langeweile einsetzt.
Meine angeschlagene Gesundheit nahm es nicht ganz so locker. Ein T-Shirt, selbst mit langen Ärmeln, ist einfach zu wenig für mich bei 5°C. Mit dem Stirnband um das Handgelenk gewickelt  konnte auch ein dicker Schal nichts mehr retten. Es kratzt wieder im Hals.

Island – einmal rundherum #4

oder …

Islands Osten
Wir drei Zicken sind weiter unterwegs: Suzie Q (mein Auto), Konstanze (meine Kamera) und ich. An Suzies „Lightshow“ auf dem Cockpit – ein Licht flackert immer – habe ich mich gewöhnt. Anstrengend ist ganz einfach das immer noch flatternde Lenkrad. Zwischen Tempo 75 und 85 km/h rüttelt es uns alle ordentlich durch. Auf Rumpelstrecken ist das egal, mal sehen, wie es auf der Ringstraße weitergeht.
Durch den Westen und den Norden entlang bin ich, wo immer möglich, Nebenstrecken gefahren.
Den Norden verlasse ich auf der Ringstraße um dann doch wieder ein Stück auf der alten 1, jetzt 901, zu fahren. Wohoo, Schotter, yeah, und jede Menge Möglichkeiten zum Anhalten! Kein Regen, auch keine Sonne, egal, Hauptsache kein Regen. Bevor ich überhaupt mein erstes Quartier erreicht habe weiß ich schon, und das sage ich jetzt ganz leise, drei Tage im Osten der Insel werden VIEL zu wenig sein!
Alle Reiseführer über Island widmen diesem Teil gerade einmal ein paar spärliche Seiten. Kein spektakulärer Wasserfall, kein Canyon, kein Gletscher, pah – lassen wir weg – und das ist gut so. Ich stelle mir die Frage, wie sich all diejenigen fühlen, die mit dem Autofähre von Dänemark aus in Seydisfjördur ankommen. Das will ich auch einmal! Aber es ist auch gut, dass all diejenigen, die dort an Land gehen ganz, ganz schnell weiter fahren. Dieses Fleckchen gehört mir! 😉

 

 

 

 

 

 

Der Osten ist, gerade eben weil viele einfach nur durchfahren, ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderfreunde. Wandern ist zwar nicht so unbedingt mein Ding, aber um dorthin zu kommen, wo Natur zu erleben ist, um ruhige schöne Plätze zu erreichen, muss halt mal etwas an Stock und Stein überwunden werden.

 

 

 

 

 

Wie das Wetter auch wird, hierher komme ich ganz sicher wieder. Der Plan ist im Kopf schon fertig.
Diesen Beitrag werde ich noch überarbeiten und genauere Details zur Reiseroute geben.

 

Die Invasion der Spechte

und …

Es geht doch! Altes Lieblingsobjektiv an neuer Kamera!

Nicht nur mein Kater beobachtet das Treiben am Vogelhaus, seinem Katzenkino. Inzwischen haben viele Nachbarn auch ihren Spaß daran und üben sich in Vogelkunde.

Ganz häufige Gäste sind Sperlinge, Finken und Meisen in den verschiedensten Variationen:
Haussperling, Feldsperling, Grünling, Buchfink, Distelfink, Kohlmeisen, Blaumeisen, Sumpfmeise, Schwanzmeise, Dompfaff, Kernbeißer, Gartenrotschwanz, Rotkehlchen, Amsel, Singdrossel, Star, Eichhörnchen, Kleiber, …, selbst ein Turteltaubenpärchen taucht häufig auf.

Weit weg von Ambitionen einer Hobby-Ornithologin hält sich mein Bestreben zu „Was fliegt denn da?“ in Grenzen und ich blättere am liebsten in zwei Vogelbestimmungsbüchern, wenn ich einen Vogel nicht kenne. Diese Bücher (eines ist 1962 herausgegeben worden) lagen bei meinen Schwiegereltern immer am Wohnzimmerfenster und sie sind voller handschriftlicher Notizen. Ansonsten freue ich mich ganz einfach über jedes Vögelchen, das zu meiner Futterstelle kommt und Nachbarkater Zieschka, ein Freigänger, veräppelt. Nichts gegen Zieschka! Er ist ein supertoller Kater, adoptiert von der ganzen Nachbarschaft, denn er ist der obergenialste Mäuse- und Rattenfänger!

Seit Anfang des Jahres hat die Futterstelle neue Gäste – Spechte.
Es hat Jahre gedauert bis ein Specht begriffen hat, wie er an dem Drei-Kammer-Futterhaus an die Erdnüsse kommt!

„Meins!“

Dann hat es noch einmal gedauert bis die anderen Spechte den Trick erkannt haben, dass sie nur an einer Kammer an die Nüsse kommen, weil davor keine Kunststoffscheibe sondern ein Drahtnetz angebracht ist!
Inzwischen hängt immer ein Specht am Futterhaus und es wird in Rekordzeit zerlegt zerhämmert. Nur ein Specht hat es noch nicht begriffen und der übt noch an der Plexiglasscheibe vor einer der andern Kammern.

Die Stimme von oben: „Brauchst du noch lange?“

 

„Verzieh dich! Mein Futter!“

Buntspechte sind es, dachte ich, bis gerade eben, als ich einen Blick in das alte Vogelbestimmungsbuch warf, und erkennen musste – es sind wohl eher Mittelspechte. Nie davon gehört, egal …

Nicht egal, denn im Frühjahr waren es laut Bestimmungsbuch und Bildvergleich doch Buntspechte, die das Vogelhaus übernahmen! Der Unterschied liegt in der Färbung von der Po-Region und dem roten Fleck am Kopf.

 

Ein anderer Specht sammelt gerne sein Futter rund um das Vogelhaus auf, der Grünspecht – NABU-Vogel des Jahres 2014 – mit seinem roten Irokesen auf dem Kopf.

 

Na, das sah so nach ergiebiger Futterquelle aus, dass sich Herr Mittelspecht auch auf die Wiese begeben musste.

Den sehr, SEHR scheuen Schwarzspecht werde ich wohl so schnell nicht vor die Kamera bekommen. Er bevorzugt die frühen Morgenstunden um vorbeizukommen und das ist so gar nicht meine Zeit! 😉

Es ist Tag 16 meiner Rüsselpest.

Krank zu sein, wenn draußen die Sonne scheint und für Knochenzipperleingeplagte die optimalen Temperaturen herrschen ist gemein. Richtig traurig war ich dann aber erst, als ich meine Abschlussklasse nicht einmal zum letzten Ausflug begleiten konnte!

Ich hatte auch keine Lust mehr meine Islandreise weiter zu planen. Alles soooo teuer, und überhaupt, und ach, und die Hose passt auch nicht mehr, wieder Ausgaben die das Budget annagen und das neue Kameraobjektiv ins Reich der Träume schicken. Alles bäh, …, ich tu mir selber leid.

Dabei liegen manche Lösungen so nah und sind so simpel, wenn man/frau einfach das eigene Hirn einschalten.
Als ich meine „Konstanze“, meine DSLR-Kamera, vor Jahren kaufte hatte ich meine alte analoge Spiegelreflexkamera, eine Nikon FG, dabei. Mein Wunsch war es, eine Kamera zu kaufen mit der ich meine alten Objektive, vor allem mein Lieblingsobjektiv mit Makro-Tele, weiter benutzen kann. Tja, mit wenig Geld in der Tasche war das ein Traum. Traum begraben. Doch immer wenn mir im Kamerafach die alte Kamera in die Hand fiel ging so ein „Ach, schade!“ durch den Sinn. Deshalb suchte ich seit Wochen, Monaten nach Alternativen, sparte, suchte, seufzte mal wieder, sparte, fragte, informierte mich, bis ich die Tage meinte: JETZT kaufe ich mir ein neues Objektiv.

Ich habe KEIN neues Objektiv gekauft!
Das war und ist auch nicht unbedingt nötig, wenn man bereit ist sich altes eigenes Wissen aus der Gedankenschublade hervorzukramen. Ok, es ist zwanzig Jahre her, dass ich zuletzt analog fotografiert habe. Aber das, was ich mal konnte, muss doch irgendwo gespeichert sein!
Altes Lieblings-Objektiv von der alten Nikon ab- und an die neue Kamera angeschraubt – passt. Natürlich klappt die digitale Erkennung nicht, das hatte mir ja schon der Verkäufer vor Jahren gesagt.

Aber, Konstanze lässt sich auch manuell bedienen! Aah!
Darauf musste mich erst mein Sohn bringen.

Mannomann, man denkt inzwischen so in der digitalen Welt, dass es schwierig ist sich auf die alten Techniken zurückzubesinnen!! Dabei macht es so viel Spaß sich selbst Gedanken zu machen, was man mit Blenden und Verschlusszeiten auf einem Foto alles erreichen kann.

Das alte Schätzchen!

 

 

Alt und neu – passt doch zusammen!

 

Das Katzenkino bekommt einen Anbau

und …

Kleine Alltagskatastrophen

Nichts doll kreatives heute, aber eine lange Geschichte aus dem ganz normalen Tollhaus Alltag von Meinereiner, meinem zwiespältigen Verhältnis zu Haushaltstätigkeiten und total glücklichen gefiederten Nachbarn!

Hausarbeit ist ein Notwendigding, keine Frage. Trotzdem bleibt sie bei mir viel zu oft liegen, obwohl ich lieber mit meinem Kater als mit Wollmäusen spiele. Dabei fällt mir ein, ich habe Chewie noch nicht befragt, wie er zu Wollmäusen steht. Das muss ich nachholen, denn die letzten Tage hat er mir eh nicht antworten können. Der kleine Schreihals hatte eine Halsentzündung.

Zurück zu den Hausarbeiten. Fegen, wischen, waschen, bügeln, Staub wischen, … ich frage mich jeden Samstag, wenn ich damit anfange: „Wer hat das erfunden?“, denke mir meinen Teil dazu und hoffe, dass ich dieses Mal vielleicht das volle Programm erledigt bekomme.

Meine Erfahrung:

Schaffe ich das gesamte Haushaltsprogramm am Samstag bin ich so schlapp und müde, dass ich im picobello Drumherum den Rest vom Wochenende völlig abgeschlafft, alle Viere von mir streckend vor dem Fernseher abliege. Vor meinen Augen flimmert der Bildschirm, die Augendeckel klappen zu um hinter flatternden Augenlidern mein Wunschprogramm abzuspielen:

  • endlich die Seide zu spinnen
  • ein Bild zu malen
  • nach Basel in die Kunstgalerie zu fahren – schaffe ich wohl nicht mehr 🙁
  • den kommenden Sommerurlaub planen – wenn ich nicht bald nach Unterkünften suche brauche ich doch ein Zelt 😉

Das hört sich jetzt an wie Jammern auf hohen Niveau, denn ich lebe noch, nicht wie zwei meiner Freundinnen die ihren Kampf mit Krebs in den letzten Monaten verloren haben.
Doch es nervt mich, wenn ich einfach nur so herumhänge und mir die Kraft fehlt mein Leben zu leben.

Dann doch besser putzen!

Noch eine Erfahrung:

Ich verstehe inzwischen, warum es Mitmenschen gibt, die Bügeln als entspannend empfinden. Wirklich!
Fegen, Wischen, Bügeln, Staubwischen sind so langweilige Tätigkeiten, ABER in ihrer stupiden, öden Gleichförmigkeit so was von inspirierend! Tatsächlich!

Wenn ich beim Bügeln nicht den Fernseher mit irgendeiner Soap anschalte müssen sich meine grauen Zellen selbst ein Programm machen um aktiv zu bleiben. Das geht dann in etwa so:

Das Bügelbrett aufgestellt. Das Bügeleisen in der Küche mit Wasser befüllt. Zurück am Bügelbrett den Kater vom Bügelbrett vertreiben. Das erste T-Shirt aufs Brett gelegt. Ich beginne mit bügeln. Zuerst die Ärmel, dann das Shirt gedreht. Ich drehe mich auch um und suche den Kater. Kater aus dem Bügelkorb vertrieben. Kater zieht sich beleidigt zurück. Habe ich eigentlich das Katzenkino befüllt? Muss ich später nachschauen. Das T-Shirt ist fertig gebügelt und zusammengefaltet abgelegt. Es kommt ein Kopfkissenbezug aufs Bügelbrett. Der Knopf vom Kopfkissenbezug ist lose und sollte neu angenäht werden. Wie viele Teile liegen eigentlich noch im Bügelkorb? Sind ja nur noch zwei Teile drin, aber der Knopf sollte am besten gleich angenäht werden, sonst ist er in der nächsten Wäsche weg! Wo sind eigentlich die Ersatzwäscheknöpfe? Knöpfe könnte ich eigentlich auch wieder einmal im Technik-Unterricht machen! Den Kopfkissenbezug fertig gebügelt. An der Ecke, eine Straße weiter, hat jemand Äste vom Kirschbaum liegen. Den Kissenbezug gleich auf das Kissen gezogen und der Knopf geht ab. Rollt weg und ist nicht zu finden. Sch …! Egal. (Sagen meine Schüler auch immer.) Noch ein T-Shirt auf das Bügelbrett gelegt. Keine Lust mehr auf Knöpfe! Auch nicht aus Kirschbaumholz! Ich will endlich den Bügelkorb leer und die Wäsche gebügelt haben! Ah, da ist der Knopf hingerollt! Ich bücke mich nach dem Knopf. Der Kater nutzt seine Chance und springt aufs Bügelbrett. Das Bügeleisen kippt und so wie sich das Bügeleisen im Aufdruck des T-Shirts festbrennt läuft sich bei dem dampfenden Kunststoffgeruch mein Hirn heiß:
Boah, da war doch was, was ich immer schon ausprobieren wollte!
Plastiktüten miteinander verschmelzen!
Yes!
Bloß.
Heute.
Nicht.
🙁

Erst noch Staubsaugen!

Staubsaugen geht am besten mit Musik, vorzugsweise „Queen“ und „I want to break free“ und wenn es mal länger dauert kommt meine Haushalts-CD = „Fleetwood Mac“ mit „Rumours“ in den Player, laut aufgedreht zum Mitsingen.
Nun ist mein CD-Player ziemlich in die Jahre gekommen und verweigert immer öfter seinen Dienst. Zur Not kommt dann die Smartphone-Bluetooth-Minibox-Kombi in Aktion. Aber diese bringt nicht die Leistung um das Saugergetöse deutlich zu übertrumpfen, zumindest mein Gebinde. Hmpf, blöd. Dann muss frau halt schneller arbeiten, damit sie zügig durch kommt und nimmt dann weniger Rücksicht auf das was im Weg steht. Ah, eine Wollmaus in der Ecke! Die muss noch weg! Also Düse abgesteckt und mit dem Schlauch direkt auf Flusenjagd unterwegs. FLUPP!
Am Schlauchende steckt das verloren geglaubte Fläschchen Schnupfenspray! Kurz gefreut und fix zugepackt um es aus dem Sog zu retten. FLUPP.
Verflixt dumm gelaufen! Vor dem Zugriff hätte ich doch besser den Staubsauger ausstellen sollen. Zwischen meinem Daumen und Zeigefinger klemmt nur der Verschluss und der Sprühaufsatz! Vom Fläschchen ist nichts zu sehen und zu erfühlen. Den Staubsauger abgestellt und den Stecker gezogen. Den Schlauch von der Maschine genommen, geschüttelt, alle biegbaren Teile gebogen, gedrückt und geknautscht. Nichts. Durchgeschaut. Der Schlauch hat einen Knick mit einem gebogenen Kunststoffstück, dass abmontiert werden kann. Schlauch auseinandergenommen – Werkzeug liegt ja parat (siehe 12 von 12 im Juni 2015) und – nichts! Den Schlauch wieder zusammengesetzt und an die Maschine gesteckt stecken wollen! Nee, oder? Da steckt das Teil kurz vor dem Auffangbehälter! Gut sichtbar! ARGH! Eine Stunde vertan! Was war ich sauer mit mir selbst! Schlauch an die Maschine. Staubsaugerdüse an den Schlauch. Stecker in die Steckdose. Das verflixte Teil angeschaltet. Mich und das Gerät in Bewegung gesetzt. Fluchend. Der Kater hat sich in Sicherheit gebracht. Ich will jetzt eine Böse sein, fahre mit dem Ding wie ein Berserker in die nächste verkramte Ecke. Bringe ein Bündel Bambus, aus dem Sohnemann vor Urzeiten ein Regal zimmen wollte, zum Einsturz. Der Kater verzieht sich zur Sicherheit in den Kleiderschrank und wirft auf dem Weg den Einkaufkorb um. Himmeldonnerwetteraberauch! Ich stelle den Staubsauger ab, schaue mir die Katastrophe an und … habe eine Idee. Nichts großartiges, Hauptsache ein Ortswechsel ist in Sicht!

Manchmal kaufe ich mir Sachen, einfach weil sie im Angebot sind und ich mir vorstellen kann, daraus etwas machen zu können. Deshalb landete beim Einkauf aum Morgen auch ein apfelähnliches Schälchen auf einem Bambusstiel in meinem Einkaufkorb (dem, den Katerchen später dann umgerannt hat). Zuhause stellte ich dann mit Brille auf der Nase fest warum das Teil so billig gewesen war. Ich muss mir langsam wirklich eine neue Gleitsichtbrille anpassen lassen!

 

Zerrupfte künstliche Blätter einfach mit Tesafilm an den „Stiel“ gefummelt!

Auf jeden Fall lasse ich alles stehen und liegen, schnappe mir das Holzapfelstielschälchen und eine der Bambusstangen und marschiere damit in den Werkraum meiner Schule. Mörderheiß da drin, doch gut für meine Betriebstemperatur! 😀
Zwanzig Minuten später sind ein Stück Bambusstange und das Schälchen zusammengesteckt und neben dem Katzenkino = Futterhaus platziert.

 

 

 

 

 

 

Meine Vögel vor dem Haus füttere ich das ganze Jahr. Mich freut es. Der Kater ist beschäftigt. Nachbarskater als Freigänger auch. Ob die Fütterung auch im Sommer richtig ist, darüber wird viel diskutiert. Ich habe es auch viele Jahre nicht mehr gemacht und bemerkt, dass das Futterhaus unter Umständen im Winter völlig unbesucht im Baum hing. Biete ich das ganze Jahr über Futter an kommen die Vögel regelmäßig.

In dem „Anbau“, der hoch genug ist, dass Nachbarskater keine leichte Beute hat, biete ich getrocknete Mehlwürmer an. Mal sehen wer sie annimmt.

Dauergäste sind Herr und Frau Kleiber, aber auch Mister Buntspecht. Vor allem letzterer hat mit seinen Krallen seit Februar die komplette Leiste vor der Erdnussfutterkammer abgearbeitet!

 

 

Wenn gar nichts mehr klappt muss einfach ein wenig Auszeit sein! Damit erreiche ich mehr als mit Süßigkeiten. Die sitzen schneller auf der Hüfte, als sie sich abbauen lassen und die letzte Schokolinse hat mir einen Zahnarzttermin eingehandelt – wieder ein Stück Zahn weniger.

Wer frisst denn da am Vogelhaus?

und …

Platzmacher-Zwischenbilanz Ende März

Heute Morgen glaubte ich meinen Augen nicht trauen zu können, als ich aus dem Fenster schaute. Irgendetwas saß an meinem Vogelhaus, das eindeutig größer als die üblichen Besucher war, und, nach genauem Hinschauen, dort nicht hingehörte. Der Besucher – Herr oder Frau Eichhörnchen – gab sich die Ehre!

„Hey, Purzelchen! Wie bist du denn dorthin gekommen?“, ging mir durch den Kopf und denke an den Kollegen, der regelmäßig an die Meisenknödel geht. Der nimmt den kurzen Weg über die Äste, hängt sich kopfüber wie der Kleiber, und futtert sich satt.

Aus Erfahrung weiß ich, dass Eichhörnchen auch mit Meisenknödeln, die an langen Stricken aufgehängt sind, gut umgehen können.

Ich habe zugesehen, wie ein Eichhörnchen vor dem Haus meiner Schiegereltern über ein quer verlaufendes Spannseil bis zu einem daran aufgehängten Meisenknödel lief. Dort balancierte es sich aus, griff die Schnur, an dem der Meisenknödel hing, holte diesen hoch, wie der Fischer sein Netz – zirkusreif – biss den Knödel ab um dann damit auf dem Seil zurückzulaufen!
Einmalige Leistung?
Nee!
Wir machten eine Testreihe daraus. Zum Schluss saß das Eichhörnchen, wenn es uns sah, schon so in den Startlöchern, dass der Meisenknödel längst geerntet war bevor wir von der Terrasse zurück im Haus waren!

Wegen ihrer Geschicklichkeit, Sieger über das Vogelfutter zu bleiben, nannte meine Schwiegermutter, die zur Rettung „ihrer“ Vögel im Kampf mit Familie Eichhörnchen lag, diese nur noch „Biester“. Der Rest der Familie fand die Tricks der kleinen braunen Pelze so rattenscharf, dass wir sie zu „Baumratten“ umbenannten.

Als ich Jahre später mein Futterhaus vor meinen Wohnungsfenstern als „Katzenkino“ für meine Kater aufhängte dachte ich nicht an Familie Eichhörnchen.
Mir ging es darum, Nachbarkater Zieschka, der als Freigänger unter anderem auf die Vögel „aufpasst“, keine Ausgangsbasis zur Erweiterung seiner Sprungtechnik von unten auf das Vogelhaus zu geben. Deshalb hängt es an einer langen Schnur freischwebend in einem Baum.
Fragt nicht, wie ich die meterlange Schnur um den drei Meter über mir liegenden Ast bekommen habe!! Das ist eine Geschichte voller guter Ideen, die ziemlich oft zu meinen Ungunsten ausging, bis diese verflixte Schnur endlich an Ort und Stelle hing.

Trotz der frei schwebenden Einrichtung übernahm heute ein Eichhörnchen das Revier, wo sich sonst vor allem Meisen in vielen Varianten herumtreiben.

Obwohl alle drei Futterkammern entweder mit Plexiglas oder Drahtgeflecht abgedeckt sind, war wohl, mittels Pfote, genügend Futter aus den Ritzen zu bekommen.

Und ist der ergatterte Brocken etwas größer, geht es, dank Hinterpfotenmuskelkraft, auch Vorderpfoten-freihändig.

Schaukeln Wind und Bewegung das Vogelhaus zu sehr, dann stützt sich Meister Baumratte auf seinen Oberarmen ab.

Aber Vorsicht …

… bevor die Schwerkraft siegt mal kurz Schwung genommen …

Hut ab vor so viel Akrobatik!

Beneidenswert. Meinereine fällt einfach mal so und ganz blöd beim Tanken zwischen die Tanksäulen um sich grün und blau zu schlagen.

Aber es geht wieder und vor allem geht meine Aufräumbilanz weiter. Von den Zahlen her ist das Ergebnis nicht so toll wie im  Januar (179) und Februar (173), aber über 130

  • 139 Dinge, die meinen Haushalt verließen

gegenüber

  • 9 Dingen, die dazu kamen

kann man nicht meckern, finde ich.

Unterwegs zum Federsee

und …

Vorsätze wahr machen

Es ist nicht immer einfach an seinen Vorsätzen dran zu bleiben um sie wahr werden zu lassen bzw. sie durchzuhalten. So geht es mir gerade. Es gleicht einem Kampf gegen Titanen, dass nicht auch noch das letzte freie Minütchen von Notwendigkeiten gefressen wird.

Mein Jahresprojekt „Mach Platz für Neues“ klappt als Selbstläufer erfolgreich einfach nebenher – Schrank auf, brauche ich nicht, weg damit. So lautet die Zahl des Monats Februar 173, denn 197 Teile flogen raus und 24 kamen dazu.

Um Vorsatz 2 steht es nicht so gut. „Tu dir was Gutes, solange du dich noch hast“ scheint zu egoistisch und zu hoch gegriffen. Trotzdem ich dieses Vorhaben mit Klauen und Zähnen verteidigt habe, war ich mit dem Ergebnis im Februar nicht zufrieden, überhaupt nicht zufrieden, bis ich am letzten Tag des Monats kurz entschlossen die Notbremse zog. Obwohl ich erst zur Mittagszeit los kam und es eigentlich viel zu spät für einen Tagesausflug war, fuhr ich los, in Richtung Schwäbische Alb, durch Reutlingen und Zwiefalten und immer weiter, mit dem Ziel Federsee bei Bad Buchau.
Die Kamera im Gepäck, die Wanderschuhe im Auto, warm angezogen brauchte ich zweieinhalb Stunden 😉 etwas länger als mir der Routenplaner ausgerechnet hatte. Für mich kein Wunder! Ich habe keinen Navi, verlasse mich auf mein Gedächtnis und fahre ansonsten nach dem Sonnenstand. Das bringt mich oft an unerwartete und nette Orte und deshalb bleibe ich dabei.

Am Federsee angekommen war ich zuerst einmal verblüfft. Im Stuttgarter Raum konnte man den Frühling schon sehen und  spüren, doch hier lag noch Schnee und der See war teilweise noch mit mit Eis bedeckt. Das kümmerte jedoch die Vögel wenig. Ihnen reichten die ersten Sonnenstrahlen für Frühlingsgefühle.

Für den Rundweg von 16 km Länge war ich viel zu spät dran, das Museum ist in den Wintermonaten nur an Sonn- und Feiertagen von 10.00 bis 16.00 Uhr geöffnet und es war inzwischen 15.45 Uhr an einem Samstagnachmittag. Keine so guten Voraussetzungen aber davon ließ ich mich nicht beirren. Mir blieb der Steg zum See, was sich bei herrlichem Sonnenschein wirklich lohnte. Vor allem jetzt, außerhalb der Saison, war es herrlich ruhig und die wenigen Spaziergänger unterwegs verteilten sich.
Endlich entspannte Menschen um mich zu haben tat so gut!
Seele baumeln lassen auf einer der Bänke und Vögel beobachten, mehr brauchte ich erst einmal nicht.

Auf dem Steg zum Federsee

 

 

 

 

Auf den Eisflächen hinterlässt der Frühling auf der angetauten Oberfläche interessante Spuren.

 

In den schon offenen Teilen des Sees tummeln sich Blesshühner, Schwäne und Stockenten.

 

 

 

Auch Rotwild fühlt sich sicher in diesem Naturschutzgebiet. Obwohl sich einige Spaziergänger auf dem Steg bewegten, teilweise mit Hunden, ließ sich eine Gruppe Rehe nicht beim Abendessen stören.

 

Zum Schluss noch ein Eindruck vom Federseemuseum und als Erinnerungshilfe die Tafel am Eingang mit den Öffnungszeiten! Im Winter, von November bis Ende März, ist das Museum nur sonntags und an Feiertagen zu besichtigen.

 

Ein Ausflug zum Federsee lohnt sich!
Auch wenn es im März mit meinen guten Vorsätzen genau so weitergeht, wie im Februar, mir bleibt ein wunderbarer Nachmittag mit mir und meiner Kamera.