Woche 6/2017

oder …

Die Woche der Versuche und Prototypen!

Ich weiß nicht, wie es euch so ging, für mich war diese Woche viel zu kurz. An manchen Tagen wünschte ich mir ein paar Stunden Verlängerung, denn wenn sich bei mir eine kreative Idee entwickelt, wollen meine Hände immer sofort loslegen. Das geht in einem (Schul-)Alltag natürlich nicht, aber nach Unterrichtsschluss nutzte ich die Chance dafür in meinen Werkräumen und an den Maschinen – sehr zum Missverfallen der Reinigungstruppe (und meine Ärzte brauchen das auch nicht wissen!).  Dabei kann ich völlig das Zeitgefühl verlieren, dass ich alles andere völlig vergesse. Das bestellte Paket musste ich dann bei der Post abholen. Die Apotheke hatte schon geschlossen und ich durfte die Nacht büßen. Die gewaschene Wäsche lag zu lange in der Waschmaschine und benötigte eine Extrarunde. Die Pflanzen zuhause ließen die Köpfe hängen und meine Kater legten sich demonstrativ vor die Wohnungstür, wenn ich, kaum angekommen, die Jacke wieder anzog um den Müll wegzubringen – es könnte ja länger dauern 😉 .

 

Aus der Werkstatt:

  • Rahmen mit Waldoptik und Elchen nach einer Idee aus Pinterest
  • Meisenknödelhalter aus Asthölzern, auch nach einer Idee aus Pinterest
  • Minigewächshaus aus Bausatzresten
  • Versuche an Schreibwerkzeugen aus Gänsefedern, Schilfrohr und Bambusrohr (noch nicht reif für Bilder)
  • polierte Baum- bzw. Astscheibe mit Geschichte

Mit Bausätzen und manchen Anleitungen habe ich so meine Probleme. Auch wenn sie irgendwie funktionieren gibt es, so empfinde ich es, immer Arbeitsschritte an denen bei mir eine Alarmglocke angeht. Deshalb bestelle ich, wenn ich für meinen Unterricht etwas Neues anbieten möchte, in der Regel zwei Bausätze, einen für die Punkt-für-Punkt-Folge der Anleitung und einen für meinen Weg, inklusive Modifikationen. Privat lasse ich, bis auf ganz wenige Ausnahmen, wie beim Schal fürs Leben, die Finger von Bausätzen und Materialpackungen. Mich stört, abgesehen von den oft ungenau beschriebenen Arbeitsschritten, meist der Resteberg, der nach der Fertigstellung übrig bleibt. Beim Schal hatte ich nach zwei, aus den Materialpaketen gestrickten, Exemplaren genug Wolle für einen dritten Schal übrig. Nur eine Farbe fehlte, die mir mein Wollladen, obwohl die Farbe vergriffen war, irgendwie besorgte. Glück gehabt.

 

Weniger Glück hatte ich bei einer Fundsache. Ich fand bei Aufräumarbeiten an verschiedenen Stellen gleich große Leisten und Folien, von denen ich nicht wusste, für was diese ursprünglich gut waren. Spätestens ab 10 Stück suche ich mir ein Sammelbehältnis und am Ende hatte ich bei dieser Sammlung zwei kleine Kartons voll. Dann tauchte eine geschlossene Plastiktüte auf, gefüllt mit solch Material, ein Originalbausatz, und verriet durch einen Aufkleber, was daraus hergestellt werden kann, ein Mini-Gewächshaus. Keine Anleitung! Trotzdem fanden meine 9er Schüler in Technik diesen Fund nur cool. Als dann noch ein paar knittrige technische Zeichnungen und einige halbfertige Bauteile gefunden wurden, schien das genug Information, dass meine 9er-Schüler motiviert waren, sich nicht abbringen ließen: Wir bauen Mini-Gewächshäuser.

Meine Reaktion: Luft holen, noch einmal durchatmen, Schüler machen lassen, nach der kompletten Anleitung recherchieren und ganz schnell feststellen, nee nee, das geht so nicht, bzw. ist technisch falsch. Was soll das für ein Gewächshaus sein, bei dem nur die Seitenteile mit Kunststofffolie verglast werden und die Giebelseiten offen bleiben? Und warum sollen die Dachteile mit Scharnieren verbunden werden, wenn das Dach, laut Anleitung, nur auf die Giebelschrägen aufgelegt werden soll? Da musste ich tüfteln und modifizieren!

Bei Ideen, die Pinterest liefert erwarte ich keine funktionierende Anleitung. Mir reicht die Idee, im Wissen, die Details muss ich mir selbst überlegen. So ging es mir mit denEntdeckung der „Vogelfutter-Diamanten“ auf Pinterest. Sieht toll aus, aber in der Praxis sind Apfel, Meisenknödel & Co. nur zur Deko hier gut aufgehoben. Meine Eichhörnchen würden bei diesem Angebot sofort zuschlagen und den Fettfutter fressenden Piepmätzen, bevor sie nur die Schnäbel ansetzen können, den Tisch abräumen. Ein eingebauter Nagel ist die Lösung, aber noch sitzt dieser hier nicht perfekt und stabil genug.

Auch von Pinterest inspiriert (Quelle werde ich noch angeben), aber mit eigenen Schablonen für die Elche, entstehen im Unterricht dekorative Fenster- und Wandbilder

Als mir aus meinem Sammelsurium eine halbfertiges Werkstück in die Hand fiel ging dann so etwas wie Sonne in mir auf!

Sie stammt noch aus meiner frühen Zeit als Mutter und Lehrerin. In den Herbstferien fuhr ich viele Jahre für einen Tag nach Zürich. Hier hatte ich in meinem ersten Jahr als Lehrerin viel Zeit verbracht, schöne Plätze gefunden, Bekanntschaften gemacht. Meinen Kindern erzählte ich, ich fahre auf die Weihnachtswiese (in Anlehnung an Peterchens Mondfahrt) und besorgte dort tatsächlich viele Weihnachtsgeschenke für sie. In Zürich gab es in dieser Zeit eines der besten Geschäfte für Holzspielzeug. Daneben besuchte ich an diesem mir sehr speziellen Tag oft die Kunsthalle, ging im nahe gelegenen Restaurant von Agnes Amberg essen (sie hat 1991 schon bewiesen, wie lecker vegetarisches Essen sein kann)  und traf Freunde. An einem dieser Treffen sprachen wir über Schmuck aus Holz: gesägt, gefeilt, geklebt, gefräst, aus Furnier verklebt, gebeizt, gebohrt. Heute polierte ich die Astscheibe, die ich damals frisch geschnitten geschenkt bekommen hatte.

Plötzlich erscheint im Grau des Tages die Sonne! Neu überschliffen, mit Stahlwolle bearbeitet und mit Bienenwachs poliert, glänzt mich in diesem Licht, schmeichelnd glatt, das Scheibchen an.

Nur, leider leider, kann sich die Sonne wieder nicht behaupten. Sie verschwindet in wenigen Minuten im Wolkendunst.

Und dunkel wurde es auch schon! Wieder die Zeit vergessen. Und die sonstigen Höhen und Tiefen der Woche 6? Abgehakt! Wusch, weg!

 

Weihnachtsdorf in klein und schlicht

oder …

Mein Beitrag zum DIY-Adventskalender 2015

 

Ein Haus allein ist ein Einsiedlerhof oder eine Einsiedelei. Bei zwei Häusern kann schon von einem kleinen Dorf gesprochen werden, wenn es sich, laut Wikipedia, um eine Gruppensiedlung mit geringer Arbeitsteilung handelt. Ein Haus trägt eine Kerze, das andere einen Stern, bedeutet: Arbeitsteilung, also Dorf. Dreiundzwanzig solcher kleinen Dörfchen stellte ich für den DIY-Adventskalender für dieses Jahr her, obwohl ich ursprünglich mit einem ganz anderen Gegenstand teilnehmen wollte.

Als ich Mitte Oktober über die Blogpostreihe 12 von 12 über die Idee zu diesem Kalender buchstäblich stolperte, war ich gerade mitten im Häkelfieber, nach
2012 Häkelkissen
2013 Aufbewahrungskörbchen in Varianten
auch
2013 das Ende der unendlichen Geschichte vom Pullover aus Rosetten
nun
2015 Mützen und diese Kleinigkeit …

 
…, die ich wegpackte, als klar war, dass wir ein gemischtes Team in Sachen Kalender sein werden.

Eine neue Idee musste her! Mitten in den Vorbereitungen zu einem Weihnachtsmarkt. Mein interner Ideen-Pool wie ausgeschaltet. Kein kreativer Blitzgedanke. Da half auch keine Klositzung. Mit meinen Kindern gesprochen. Zum Schluss meine Geheimwaffe wenn gar nichts mehr geht – Mutter fragen, besser, bei Mutter internen Ballast abladen.
Darauf folgte dieser Dialog.
Mutter: „Wieso willst Du was anderes machen?“

Ich mit ungeduldigem Stoßseufzer: „Was soll ein Mann mit solchem Schnickschnack anfangen?“
Meine Mutter: „Verschenken! Ich würde mich über solch ein Teil freuen!
Okaaayyyy, den Wink mit dem Zaunpfahl habe ich verstanden! liebste Mutti der Welt! *

Einen Tag später, im Maschinenraum, beim Vorbereiten für weitere Produkte, die unsere Schüler für den Weihnachtsmarkt herstellten, war die Alternativ-Idee geboren. Wie üblich sägte ich die Reststücke auf gleiche Größe zu und stellte sie in eine der Sammelkisten. Beim Wegstellen schaute ich noch einmal in diese Kiste …

 

… die Rädchen in meinem Kopf drehten sich, ich erinnerte mich an ein Schaufenster das ich fotografiert hatte, klickte mich durch die Fotogalerie in meinem Handy, wurde im Frühjahr des Jahres fündig, zog meine Jacke wieder aus, stellte den Strom für die Maschinen wieder an.

Eine Stunde danach stand der Prototyp fertig vor mir, bereit für eine Begutachtung durch Kollegen.

Zwei Stunden später waren die Sterne fertig und ich war unterwegs um zusätzliches Material zu besorgen.

 

 

Zwei weitere Arbeitsstunden Stunden später standen die kleinen Häuschen mit Dachschräge, Bohrung für Stern und grob geschliffen in der Kiste.


Zwei Schablonen zum Anzeichen etc. hergestellt und ran an die Kreissäge, Bandsäge, Ständerbohrmaschine, Schleifteller und Schleifband und die Kerzenständerhäuschen reihten sich in der Kiste auf.
Stopp, ich vergaß, die Schornsteine sind reine Handarbeit mit Bügelsäge, Feile und Schleifpapier!

 

 

Alles durchsortiert und abgezählt. Es sollte nicht das letzte Mal sein!
 

 

Passende Kerzen organisiert und es konnte an das Verpacken gehen.

 

Bei diesem Teil bekam ich das Gefühl nicht los, dass dieser Teil der komplizierteste und zweitaufwendigste war. Das konnte auch täuschen, doch zum Schluss steckte alles im Karton, nach zwei Mal auspacken und nachzählen.

 

 

 

Leider habe ich aus irgendeinem Grund keine weiteren Fotos von den verpackten Dörfern gemacht. Es ist mir ein Rätsel.

 
 

 

Nachdem mir die Herstellung so viel Spaß gemacht hatte habe ich mich sehr gefreut Freude mit meinen Häuschen machen zu können – mehr dazu auf meinem letzten Blogpost.

Mein Adventskalender 2015 von Tag 11 bis Tag 16

oder …

Weiter geht es im Gemischtwarenladen voller Überraschungen

Jeden Morgen werde ich weiterhin von den Inhalten aus meinem Adventskalender überrascht, was wirklich nicht überraschen sollte. Da ich keinen der TeilnehmerInnen an dieser Aktion kenne und auch nicht jede/r mit einem Blog im Internet unterwegs ist, habe ich absolut keine Ahnung was ich aus den Tütchen erwarten kann und die Spannung ist doppelt so groß.

Es ist und bleibt der abwechslungsreichste Adventskalender den ich je auspackten durfte!
Super. Toll. Danke.

Tag 11

Miri hatte in ihre Tütchen ein trockenes Tomatenpesto zum Würzen, Naschen, Kochen und zum Drüberkrümeln gepackt. Superlecker! Es erinnerte mich sehr an die japanischen Gewürzmischungen, Furikake, das alles Leckere noch leckerer macht. 😉
Schwups auf das Abendessen gestreut – hmmmm!

 

So nebenbei erwähnt, wer im Netz nach Furikake-Rezepten googelt landet fast sofort auf dem Blog meiner Tochter.

Tag 12

Mein Tag, an dem alle anderen TeilnehmerInnen ein Miniatur-Weihnachtsdorf von mir auspacken konnten und es dann noch sooo hübsch auf ihren Blogs präsentierten, dass mir die Röte in die Backen stieg. So schön liebe
Undine
Judith
Tobia
Merle
Melanie

Ich selbst fand an diesem Tag zwischen Monsterkonfetti handgefertigte Schokolade, die nicht nur mir den Mund wässrig machte, sondern auch Katerchen aus der letzten Ecke lockte. Er liebt Schokolade noch mehr als ich und machte sich sofort über das Einwickelpapier her. Ja, ich weiß, Schokolade ist überhaupt nicht gut für Katzen. Aber er hatte Spaß mit dem Papier und falls noch ein Krümelchen zu finden war, so sei es ihm heute gegönnt.

 

 

Tag 13

Aus Sabines Tütchen purzelte wieder ein Notizheft, jetzt habe ich ZWEI total hübsche Unikate, YEAH! und dazu gab es noch einen Gutschein!
Sei mir nicht böse Sabine, aber den Gutschein schickte ich sofort, vor dem Fotografieren, vorübergehend in Quarantäne, aus Sorge er aktiviert sich von selbst!
Vergessen das Kleingedruckte zu lesen.
Selbiges nachgeholt.
Puh, Entwarnung, er muss ja erst aktiviert werden.
Adresse viel zu lang um sich zu merken und dann auswendig mit geschlossenen Augen aufzusagen. Als Niete im Auswendiglernen wird mir das nicht mal Ausversehen passieren!
Gutschein ans Tageslicht geholt. Ist ja ein Hübscher! Lieber habe ich ihn im Auge, bevor ihn jemand anderes aktiviert.
Weiße Weihnachten brauche ich nur im Fernsehen, schneien soll es ruhig woanders. 😉

 

 

Tag 14

Heute gab es duftendes Genähtes von Patricia (ohne Blog). Sie nähte uns allen ein mit Lavendel gefülltes Herz aus einem Sternenstoff. In Nachbarschaft zu Steffis Schneeball-Raffaelo-Baumkugel und Annettes Stern hübscht es meinen Oleander im Winterquartier mit auf.

 

 

Tag 15

Mein erster Gedanke beim Auspacken war:
Fernsehprogramm rausholen und schauen ob unter all den chick flicks der Vorweihnachtszeit noch einmal „Liebe braucht keine Ferien“ wiederholt wird. Mannmannmann, der kam doch erst vor kurzem.
Wie gern würde ich Debbis Trinkschokolade mit Mini-Marshmallows genau dann genießen wenn Graham (Jude Law) seinen Kindern und Amanda (Cameron Diaz) heiße Schokolade macht und Tochter Olivia beanstandet zu wenig Mini-Marshmallows bekommen zu haben.
Hach. Seufz.
Egal, es wird schon noch ein anderer passender Schmachtfilm laufen. 😉

 

Tag 16

Ulrike (ohne Blog) schickte Rudolph das Rentier im hübschen Stoffbeutel auf die Reise, begleitet von Musik (dem Liedtext) und der restlichen Herde (in Form von Schokoladen-Rentier-Nasen).

 

 

Danke – Danke – Danke – Danke – Danke – Danke (habe ich richtig gezählt? 11, 12, hmm hmm … hmm, 16, stimmt)

und ich glaube ich schnappe mir vor dem Schlafengehen noch schnell eine der Nasen!

Mein Adventskalender 2015 von Tag 7 bis 10

oder …

Schöne Überraschungen sind die beste Medizin

Vier Tage und an jedem Morgen ein Grund sich aus den Klauen einer Rüsselpest für kurze Zeit zu befreien, sich aus dem Bett zu winden, bereit für die Klettertour zum Adventskalender, Päckchen finden, auspacken, auch mal sich wundern, uih, ahh, um sich zu freuen!

Danke an …
Tobia
Michaela
Madeleine
+ Steffi
… für die beste Medizin neben Pulver, Pillen, Pasten und pints an Tee!

Tag 7

Grußkarten von Tobia ausgepackt, aufgestellt, fotografiert, Kater gefüttert, Tee gekocht, Pizzabrot aus dem Tiefkühler geholt, ins Bett gegangen, Ende des Tages!

 

Tag 8

Hmm. Öhmm.
Vor lauter Dummdösigkeit durch Rüsselpest & Co., oder tagsüber zu viel Schlafen, so die Übersicht über den laufenden Alltag verloren, dass ich am 8. das Päckchen für den 9. Tag auspackte! Erst tags darauf gemerkt. Egal.

Zuckerlis, Anhänger und Lesezeichen zum selbst schmücken von Madeleine ausgepackt, fotografiert, Tee gekocht, Suppe aus dem Tiefkühler geholt, aufgetaut und mein Tages-Rekonvaleszenz-Plätzchen in der Dezembersonne voll belegt vorgefunden. Chewbacca!
Katerchen hat ja recht, ich gehöre ins Bett!

Tag 9

Etwas frischer im Kopf hatte ich jetzt wieder den Überblick und packte Michaelas Geschenkanhänger aus! Mich gefreut, Tee gekocht, Kater gefüttert, Gemüsebrühe aufgetaut, …, und abends mal nicht für mich kochen gemusst 😉

Tag 10

Mein Kopf ist immer noch dicht und meine Lungen etwas musikalisch wenn ich versuche tief durchzuatmen, aber ich hatte den Kalender wieder zahlenmäßig im Auge und das richtige Päckchen von Steffi ausgepackt. 😉
Ihr kleiner kokosduftiger Schneeball hängt über Annettes Stern an meinem Oleander.

Ich koche und trinke weiterhin viel Tee, die Teekreation „Kratzen im Hals“ aus unserem Schulgarten konnte ich erfolgreich testen, halte mich warm, habe viele Gänge runtergeschaltet und nun warte ich auf …
erst einmal auf das nächste Päckchen zum Auspacken.
😀

Mein Adventskalender 2015 von Tag 4 bis 6

oder …

Variantenreiches Nähwerk in allen Tüten

Drei weitere spannende Tage liegen hinter mir mit der Frage des Morgens: „Was das Tütchen aus dem Adventskalender heute wohl zutage bringen wird?“

Die drei Kreativen der letzten Tage zauberten alle hübsche Kleinigkeiten mit der Nähmaschine.

Tag 4

Lisa nähte aus Papier Notizhefte! Wie praktisch!! Viel hübscher als all die anderen in meinem Gebrauch.

Anfang des Jahres hatte ich meiner Zettelwirtschaft Besserung versprochen und wieder mit Notizheften, -büchern und -blöcken begonnen, bzw. ich holte die alten Exemplare aus der verkramten Versenkung. Was so viele Jahre geklappt hat muss doch wieder funktionieren – Schluss mit Zetteln – Ausrufezeichen – fettes Ausrufezeichen! Wenn dann doch mal eine Notiz auf einem Zettel landet MUSS sie ins entsprechende Heft geklebt werden. Pflicht!!

Da liegen sie:
– das Näh-, Strick-, Bastel-, Schablonen-, Anleitungs-, Sammelbuch für’s Handwerk in grün
– das Planungs-, Informations-, Rezept-, Ehrenamt-, Familien-, Notiz- und Sonstwasbuch in blau
– die Kladde für die täglichen, wöchentlichen Aufgaben
und ja, das bunte, hübsche, kleine neue im Gebinde!
Danke Lisa von kanoschl.

Tag 5

Aus Biggis Tütchen purzelte nicht nur ein Teil heraus! Das herzige genähte Winter-Weihnachtsbäumchen wurde mit Utensilien und einer Anleitung zum Wohlfühlsein begleitet.

Das Bäumchen gesellte sich gleich auf den „Kamin“Sims zu Sternen und Engeln, Annettes Stern in der Nachbarschaft. Die Tasse Tee genieße ich gerade beim Blogpost schreiben.
Danke Biggi von allesbiggi.

Tag 6 und Nikolaustag

Was wäre der Nikolaustag ohne Nikolausi von Gerhard Polt
https://www.youtube.com/watch?v=3eX38aKmX_4
und einem Nikolausgeschenk? Normalerweise bekomme ich seit Jahren keines mehr. Da kann ich die Stiefel noch so schön putzen und vor die Tür stellen. Dieses Jahr gab es gleich drei vier Überraschungen – eine aus dem Adventskalender, zwei hingen oder lagen vor der Tür (Katzenwolle von Nachbars Francis und Mogli und ein Blümchen von meiner Mutter) und nun brachte mir mein Vater noch etwas Süßes vorbei!

Nikolaustag war Undines Tag und sie machte es mit ihrem Päckchen im Tütchen doppelt spannend beim Auspacken.

Heraus kamen drei weihnachtlich-winterliche Patchwork-Geschenkkanhänger. Genau das wird in diesen Tagen gebraucht! Wobei ich mir momentan gar nicht so sicher bin, ob ich sie überhaupt hergeben möchte. 😉
Ich liebe Anhänger mit Rudolph, ohne rote Nase und gerade weil er eine orangefarbene Nase hat! Vielen Dank Undine von undiversell.

Wer noch nicht mitbekommen hat, was so besonders an diesem Adventskalender ist, kann hier und hier und hier etwas dazu nachlesen.

Mein Adventskalender 2015 von Tag 1 bis 3

oder …

Mastbruch im Potpourrie der letzten Rosenernte

Oh wie schön!
Jeden Morgen stehe ich mit meiner Tasse Tee an meinem Adventskalender, auf der Suche nach dem nächsten Tütchen. Ein wenig Morgengymnastik ist dann zwar nötig um an das Päckchen des Tages zu kommen, aber das Gebinde macht in der Höhe einfach mehr her. Vor dem Auspacken stellt sich regelmäßig etwas Bedauern ein die hübsche Verpackung zu zerstören!
Hach!
Qualvoll!
Toll!

Tag 1

Ein Schlüsselanhänger für den ich auch sofort eine Aufgabe habe! – Danke an Stefanie.

In das bestehende Schlüssel-Gebinde muss sich die hübsche Kleinigkeit zur Unterstützung der Ordnung erst einpassen. Aber ich weiß an welche Schlüssel der Anhänger passend passt! 😉

Tag 2

Ein Stern, der aus dem Päckchen nur 30 cm weiter wandern musste und an meinem Kerzen“kamin“ sein Plätzchen fand. – Danke an Annette.

Tag 3

Die „Überfahrt“ im Paket mit den anderen 23 Tüten/Päckchen muss wohl etwas stürmisch gewesen sein. Das Segelschiff im Tütchen hatte einen Mastbruch, was zu meinem Tag passte. Ein Mastbruch ist aber kein Ende. Ein schlechter Tag ist es ebenso wenig.
Das havarierte Boot fühlt sich mit seinen Begleitschiffen wohl im Blütenblättermeer meiner letzten Rosenernte.

Meinen schlechten Tag lasse ich in Flamme und Rauch eines der Begleitboote meines heutigen Adventsgeschenks aufgehen. – Danke an Esther.

Morgen geht es weiter!

Mein DIY-Adventskalender nur für mich

oder …

Vorweihnachtszeitfreude neu entdeckt!

Er hängt, mein Adventskalender, und tatsächlich macht sich bei dem Anblick ein Tränchen auf den Weg, das sich vor dem freien Fall noch eine kleine Weile in den Wimpern verfängt. Was für ein schöner Anblick!
Der Adventskalender, nicht das feuchte Auge mit dem krähenfüßig zerklüfteten Delta am unteren Augenlid, das nicht hübscher wird, wenn es mit Wasser und verflüssigtem Eyeliner gefüllt wird!

 

Er hängt. Allen Schwarzsehern in meinem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zum Trotz klappte dieses Projekt via Internet von Merle und Undine reibungslos. (Ich hatte hier darüber berichtet.) 23 gleiche Päckchen hatte ich im Oktober/November gewerkelt, an Merle geschickt und zurück kam ein bunt gemischtes Paket. Jetzt schmücken pünktlich zum 1. Advent 24 liebevoll verpackte Päckchen, mit irgendeiner selbst hergestellten Kleinigkeit von wildfremden Leuten, festlich mein Wohnzimmer!
Woohoo!

 

Was bin ich gespannt, was sich alles aus den Päckchen auspacken lässt. Ich habe auch nicht gespickelt beim Aufhängen der Päckchen. „Ich schwör!“, wie meine Schüler immer sagen. 😉

 

 

Seit keine kleinen Kinder mehr in meinem Haushalt wohnen hat sich die Vorweihnachtszeit sehr verändert. Jedes Jahr verschwindet eine kleine Familientradition nach der anderen mangels Teilnehmern, nicht kompatiblen Terminkalendern und überhaupt. Es macht deutlich mehr Spaß mit Kindern Adventskränze und Weihnachtsbäume zu schmücken, Kekse zu backen und Geschenke herzustellen.
Legendär ist das Adventsgebinde als der Adventskranz schon beim Bestücken so nadelte, dass wir die Kerzen kurzerhand einfach auf ein altes Tablett pappten. Da die vier Kerzen so alleine standen sammelten meine zwei kids alle zu findenden Kerzen in der Wohnung zusammen und pappten sie dazu. Ein tolles Sammelsurium mit der Option für beide jeden Tag mindestens eine neue Kerze anzünden zu können, nicht nur an den Adventssonntagen. Nachteil dieser Anordnung war jedoch, dass sich manche Kerzen durch die Wärmeentwicklung bogen, andere brandgefährliche Kooperationen mit Nachbarn bildeten,  plötzlich an einer Kerze zwei Enden brannten und zum Schluss alles miteineinader verschmolzen war. Allerdings konnte ich die Kerzenreste en bloc am Ende der Weihnachtszeit samt Tablett entsorgen.
Auch sehr hübsch war der Weihnachtsbaum auf dem alle kleinen Plüschtiere gepackt wurden, die in Spielkisten und bei einem schwedischen Möbelhaus zu finden waren, zusammen mit einer gefühlten Tonne Watte.

Bis letztes Jahr schafften wir es im kleinsten Kreis noch den Kekse-Backtag am Wochenende vor dem 1. Advent einzuhalten. Dieses Jahr fiel diese Aktion aus und es gibt eben keine eigenen Weihnachtskekse. Nicht einmal pepparkakor, Pfefferkuchen nach schwedischem Rezept. (Nicht noch eine Träne die ihre Kurven durch die inzwischen durch Müdigkeit vertieften Furchen der Augenlandschaft mäandert!)
Dieses Jahr sieht es sogar so aus, dass es nach fast dreißig Jahren nicht einmal eine selbstgemachte Weihnachtskarte von mir an Familie und Freunde geben wird! Ich bin verflixt spät dran. Keine Idee, wie sie aussehen könnte.
Müde bin ich.

Dafür liegen Wochen an Vorbereitungszeit für die Teilnahme am örtlichen Weihnachtsmarkt mit Schülern meiner Schule hinter meiner Kollegin und mir. Im Vordergrund stand dabei unser Schulgarten und seine Nutzung über den Kochunterricht hinaus. Kräuter ernten, bündeln, trocknen, rebbeln, verarbeiten zu Tees und Kräutersalz. Obst und Gemüse ernten, waschen, putzen, verarbeiten zu Trockenobst, Gelees, Marmeladen und Gemüsebrühe. Daneben entstanden wieder viele gesägte Sterne, Vogel- und Futterhäuser, und vieles mehr.

 

 

Es ist immer wieder herrlich die glücklichen Kinder zu sehen wenn sie ihren Stern verkaufen können, wenn mein Schreikind aus der Klasse plötzlich höflich das Kräutersalz zum Riechen anpreist, eine eher schüchterne Schülerin hektisch angelaufen kommt und mir fast mit Schnappatmung verkündet: „Frau. Brinker. Da. hat. einer. 10. . . EURO! . . . in die Spendendose geworfen! Jajajajajaaaaa!“ – Zwölf-/ dreizehnjährige Mädels sind ein Abenteuer!
Schöne Momente in der Vorweihnachtszeit.

Pünktlich vor dem 1. Advent verteilte ich noch mit Schülern meiner Klasse aus Ordnern und Kisten heraus die sorgsam aufbewahrten Sterne auf Fenster, Wände und Decken im Schulhaus. Die Sternenketten im Treppenbereich hingen dieses Jahr in Rekordzeit!

Nach fünf Tagen Weihnachtsmarkt reicht es mir eigentlich schon mit Weihnachten. Montag muss noch gesichtet werden was nicht verkauft wurde, alle Marktutensilien müssen einen vernünftigen Platz finden, Werkzeuge, Kisten und Kartons aufgeräumt werden. Ich habe die Hoffnung auf ein paar Tage Schulbetrieb ohne Sonderprogramm.
Müde bin ich.
Doch da liegt noch das Paket, das in dieser Woche ankam. Das Paket mit meinem Adventskalender, (m)ein DIY-Adventskalender nur für mich!!!

 

 

Ich raffe mich auf um es mir selbst doch auch ein wenig weihnachtlich zu machen. Dazu hole ich meine Advents-Deko-Kiste aus dem Keller und überlege mir auf dem Rückweg, wie ich die Päckchen anordnen könnte. In der Zwischenzeit hatte es sich Katerchen natürlich schon wieder gemütlich gemacht um mir im Anschluss beim Sortieren der Päckchen „zu helfen“.

 

 

Baustrahler sei Dank reichte dann das Licht für einigermaßen ausgeleuchtete Eindrücke des Gebindes. Mein Plan ist die frei werdenden Plätze mit Weihnachtskarten zu bestücken, falls welche kommen. Ansonsten kommen Sterne oder Engelchen an die Schnur.

 

Ich musste 57 Jahre alt werden um wieder einen Adventskalender zu bekommen!
Ich brauchte einen Adventskalender um ein wenig zur Besinnung an diesem 1. Advent zu kommen.Vielen Dank an Merle und Undine für eure Mühe!!

Eine schöne Adventszeit wünsche ich euch!

 

Adventskranz in the Box

oder …

DIY-PopUp-Advents-Kleinigkeit für Papierbastelfreunde

Eine Fundsache auf Pinterest hatte mich schon im Sommer fasziniert und nun habe ich sie, passend zur Jahreszeit, ausprobiert – ein in der Box versteckter Adventskalender zum Auffalten nach einer Idee von lovelymade!

 

 

 

 

 

 


Auf der Seite von lovelymade gibt es einen Link zu einer perfekten Anleitung, die als PDF heruntergeladen werden kann.

Für begeisterte Papier-Schnippel-Klebe-Werker mit geeignetem Werkzeug, wie Schneidemesser, Kreisschneider, Falzbein, Stanzen und gutem Kleber, passt die Herstellung von diesem Adventskalender perfekt für einen kreativen Mußeabend an einem grauen November(sonn)tag.

Ansonsten ist dieser Adventskalender einfach ein schönes Mitbringsel in der Vorweihnachtszeit. Ich habe mir überlegt, die Teelichter durch LED-Lichter zu ersetzen, damit sich diese Box auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen verschenken lässt.

Kleine Kunstwerke aus Draht ganz frei nach Alexander Calder

und …

Draht-Recycling ganz frei nach dem lebenden Kater-Objekt

„Bewegte Schule“ lautete das Thema der Projektwoche an meiner Schule in diesem Jahr. Da nun nicht jedes Kind Lust und/oder Laune auf sportliche Betätigung hat, vielleicht auch gerade keinen Sport machen kann, mussten auch alternative Angebote her. Mein Angebot lag dann im künstlerischen Bereich: Möglichkeiten in der Kunst Bewegung darzustellen.

Mit diesem Angebot konnte ich mein zweites Projekt verknüpfen, das nebenher laufen musste – die Dekoration für die Abschlussfeier meiner Hauptschulklasse. Ich werde darüber im nächsten Blogpost berichten.

Es kam eine klitzekleine Schülergruppe zusammen, lauter Mädchen im Alter von 11 bis 13 Jahren. Keine der Schülerinnen hatte ich je im Kunstunterricht und nur zwei eine kurze Zeit in Technik. Ich musste mein geplantes Programm umstellen und machte mich auf die Suche nach neuen Ideen im Internet. Dabei fand ich ein Kleinod, das erst einmal für mich Spaß und Fingerwerk versprach! 😀

 

Das Ausgangsmaterial für diese Drahtkatze ist nichts anderes als die Agraffe, der Drahtverschluss, und der Korken einer Sektflasche.

Dazu nutzte ich das Fläschchen aus dem Abschiedsgeschenk meiner Klasse. Dazu sind eine Zange und eine Haushaltsschere sehr hilfreich.

Die Idee fand ich auf Pinterest und dem Blog „Fifi Colston Creative“ – „Craft of the Week!“: Corker!. Ein wenig scrollen ist nötig bis zum eigentlichen Blogpost, wo die Bildanleitung zu finden ist.

Meine paar Mädels in der Projektgruppe hatten ein wenig länger zu biegen, denn sie hatten die Aufgabe eine Figur in Bewegung aus Draht zu biegen. Dazu schauten wir uns erst Bilder von Drahtplastiken an, die Alexander Calder gestaltet hatte. Da keine der Schülerinnen je eine Zange in der Hand gehabt hatte dauerte es etwas, bis sie Ergebnisse gebogen hatten, mit denen sie selbst zufrieden waren.