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Buntpapiere #1/2018

oder …

Kleisterpapiere mit Rotkohl-Tinte

Zwischen Katern und Jungpflanzenanzucht fand ich einen kleinen, schattigen Platz auf meinem Balkon für die Herstellung einer Kleisterpapier-Testreihe. So gerne ich in diesen Frühlingstagen jedem Sonnenstrahl folge, für diese Aufgabe ist ein Schattenplatz besser. Direkte Sonne lässt den Kleister zu schnell trocknen.

Vorbereitet hatte ich Papier, Kleister, etwas in Wasser gelösten Kaiser-Natron, Essig (letztlich nicht verwendet), Pinsel, … , und frisch hergestellte Tinte aus Rotkohl.

Mit Tinkturen oder Tinten aus Pflanzen lassen sich keine deckenden Farbaufträge herstellen. Zudem reagieren sie mit jedem anderem Stoff, der verwendet wird.

Die ursprünglich knall-lila Tinte wechselte zusammen mit dem Kleister auf dem Papier bei jedem Pinselstrich die Farbe. Für das knallige Grün sorgt das Kaiser-Natron.

Für alle weitere Versuche ließ ich einfach Luft, Papier, Kleister und Rotkohl-Tinte miteinander reagieren, mit ein wenig Zutun von mir.

 

Noch sind die Papiere nicht getrocknet und ich bin gespannt, was sich bis dahin auf ihnen noch verändert.

 

Bis die Tage,

Karin

 

Woche 15/2018

oder …

Es ist Frühling, hurra!

 

 

Ein paar Sonnenstrahlen, dazu zweistellige Temperaturen und fertig ist das Rezept für den Frühlingsanfang! Yeah!! Letzten Sonntag war ein Hauch zu erahnen gewesen, dass die Bäume ihre frischen Blätter öffnen möchten. Keine Ahnung welche Komponente fehlte, die dann am Mittwoch vorhanden war, um es grünen zu lassen! Yeah Yeah!!

Spitzahorn

 

Jetzt ist, gefühlt, wirklich Frühlingsanfang und es ging, so oft es mir möglich war, in irgendeinen Garten. So schwer es fiel, nicht jedes angezogene Pflänzchen ist schon bereit für den Auszug ins Freie!

Salatgurke

 

Trubel und Frühlingsgefühle herrschten ebenso am Katzenkino, bzw. den Futterhäusern. Kaum zu glauben, der Eichelhäher ließ sich wiederholt vom zwei Köpfe kleinerem Papa Amsel vertreiben! Neuer Gast ist dafür einmal wieder der Kernbeißer, der sich ziemlich rüde gegenüber der ansässigen Spatzenschar verhält.

 

Wenn Erich kommt sind dann alle weg!

 

Spätestens in diesem Frühjahr fällt mir auf, wie sich meine (Einkauf-)Vorlieben im Laufe der Jahre verändert haben, vor allem wenn es mir nicht so gut geht. Früher stöberte ich zuerst in Buchläden und Büchereien, besuchte danach ein Blumengeschäft, um mir einen Strauß binden zu lassen, und vergrub mich anschließend zuhause mit meinen frisch erworbenen Schätzen auf dem Sofa. Aktuell zieht es mich in Frustsituationen zuerst in Baumärkte und Gärtnereien, und hinterher an die Werkbank oder in die Beete. Alternativ ist ein Spaziergang im Schönbuch mindestens ebenso schön und vor allem kostengünstiger.

Löwenzahn und Gundermann

 

Zum Ende der Woche kehrten zwei meiner weit gereisten Familienmitglieder zurück. Der verdrückte Snack, der 12 Stunden Reise überlebt hat, war es wert hier zu präsentieren.

Das waren die leckersten, umgerechneten, 99 Eurocent, die ich je genießen konnte! Kein Burger kann da mithalten, wirklich!!

Onigiri mit Thunfisch

 

Glücklich war ich über einen Einsatz einer Fundsache meiner Aufräumarbeiten während der Osterferien. Die Ausschneidevorlagen „one of a kind“ hatte ich vor ca. 30 Jahren für 75 pennies, somewhere around London, bei einer Patchwork-Ausstellung gekauft. Endlich ausgeschnitten bekommen mit diesen Vorlagen meine gesammelten Stoffabschnitte der letzten Jahre wieder Form für neue Projekte.

 

Noch glücklicher war ich, als ich die vor einer Woche abgegebene Rebschere, so gut wie möglich neu geschliffen, von unserem hiesigen Messerschmied abholte. Vor vierzig Jahren bekam ich diese Schere von meinem späteren Schwiegervater geschenkt, der sie bis zu seinem Tod regelmäßig pflegte und schleifen ließ. Übersetzt heißt das die letzten zwanzig Jahre benutzt, Wind und Wetter ausgesetzt und durch viele Hände gegangen = total versifft. Doch diese Schere hat jede Menge Billigscheren, die ich für die Schule in diesen Jahren besorgt habe, überlebt. Für die 15 Euro, die ich für Schliff und Reparatur nun bezahlt habe, hätte ich eine neue Schere kaufen können – aber NICHT diese, die mich so viele Jahre begleitet hat!

Das war die eine Seite dieser Woche, die erfreuliche, mitteilenswerte. Der Rest soll bitte ganz schnell aus meinen Gedanken verschwinden!

 

Bis die Tage,

Karin

12 von 12 im April 2018

und …

Hauptsache raus!

Der zwölfte Tag dieses Monats fing so gut an. Der Himmel war frühmorgens zwar noch hauptsächlich grau, doch es versprach ein Frühlingstag zu werden. Prima! Dieses positive Gefühl war, kaum im Lehrerzimmer angekommen, vorbei und der letzte Rest von Ferienentspannung verpufft. Wo viele Menschen zusammenarbeiten menschelt es, ganz klar. Damit kann ich umgehen und als ältere Kollegin bin ich oft in der Vermittlerrolle. Doch heute war meine Erduldungsschwelle noch vor Unterrichtsbeginn erreicht.

Was ich donnerstags sonst nie mache, ich verließ die Schule nach dem ersten Unterrichtsblock am Morgen und ging in meinen Hohlstunden spazieren. Natur beruhigt.

Grün beruhigt mich besonders, vor allem wenn es, wie jetzt im Frühling, frisch sprießt oder aus der Erde kommt.

Auch die Bäume vor dem Schulhaus zeigten grün, doch heute hatte ich eigentlich überhaupt keine Lust mehr dorthin zu gehen. Doch die Pflicht rief.

Wie die letzten Tage hatte ich schon gegen Mittag meine 10000 Schritte erledigt.

Nachmittagsunterricht in Natur und Technik. Während meine 10er ihre Werkstücke fertigstellten und polierten versorgte ich die selbst gezogenen Pflänzchen der 8er und 9er.

Auf dem Heimweg faszinierten wieder die Wolken. Ich überlegte mir einen meiner Blickwinkel für den 12tel-Blick zu besuchen und entschied mich dann doch für den Baumarkt.

Das war übrigens nicht mein Einkaufswagen. Was ich mir aussuchte lag, außerhalb dieses Bilds, links im Regal, passte in meine Hände und wird morgen ausprobiert.

 

Inzwischen ist es Abend, wirklich beruhigt habe ich mich zwar immer noch nicht von den Geschehnissen am Morgen, aber ich machte das beste aus diesem Tag. Am Ende kamen sogar noch zwölf Bilder zusammen, die die schönen Seiten meines Tages zeigen.

Mehr Tagesgeschichten zum zwölften Tag des Monats mit zwölf Bildern gibt es bei Caro!

Bis die Tage,

Karin

Woche 14/2018

oder …

Woche #2 der Osterferien

Wie vom Wind verweht sind die zwei Ferienwochen rund um Ostern vergangen. Um zwei Ferientage tu ich mir selbst etwas leid. Ich wartete vergeblich auf ein angekündigtes Paket, das an meine Adresse umgeleitet worden war. So etwas biete ich nie wieder an! Schließlich landete das verflixte Teil ganz woanders. Hmpf. Ich fühlte mich in etwa so, wie dieser junge Mann 😉 …

Statt etwas zu unternehmen, was sich wirklich wie Ferien anfühlt, mistete ich diverse Schränke aus. Doch auch wenn ich mich von jeder Menge getrennt habe, die Schränke ordentlich aufgeräumt wurden, blieben zwei Haufen übrig, die sich irgendwie nicht einräumen lassen wollen. Da ist das halb fertig genähte Kleid, ein angefangenes Strickwerk, eine Bluse von der ich vor Ewigkeiten den Schnitt kopieren wollte, … . Wenn ich diese Dinge wieder einräume vergesse ich sie dort garantiert wieder. Eigentlich gehört das Zeug weg und normalerweise trenne ich mich ohne große Probleme von solchen Restposten. Doch ab und an bleibt so ein Ladenhüterhaufen liegen, in der Hoffnung er erledigt sich von selbst oder tritt sich fest. Kennt ihr das auch?

Donnerstag begannen die Frühjahrsmessen in Stuttgart und ich ging gleich am Eröffnungstag hin. Neben der Kreativ verteilten sich in neun Hallen eine ganze Reihe anderer interessanter Messen. Bei den Ständen der Mineralien, Fossilien, Schmuck muss ich meinen Geldbeutel immer ganz tief in der Tasche versenken. Publikumsmagnet ist die Slow Food Messe – Markt des guten Geschmacks. Bei all den tollen Angeboten zum Probieren und Kaufen entschied ich mich für die schlechtesten Kartoffeln mit Quark, die ich je gegessen habe. Wäre ich doch bei meinem üblichen Proviant, Apfel und Ei, geblieben. Yuck!

Die Kreativ enttäuschte mich ein wenig, oder anders ausgedrückt, ich wurde mit meinen Interessen dieses Mal dort nicht wirklich fündig. So hatte ich mehr Zeit für die Halle mit Garten outdoor und ambiente. Vieles entspricht nicht meinem Stil und ich stellte mir immer wieder die Frage, wie das eine oder andere nach ein paar Jahren, Wind und Wetter ausgesetzt, aussehen wird. Mir gefielen einfach die vielen neuen Ideen Gärten einzurichten.  Ich lief aus dieser Ausstellung nur mit ein paar Samentütchen aus der Hand heraus ;-).

Lohnenswert fand ich die Ausstellung FAIR HANDELN. Nachhaltigkeit ist inzwischen in den Unterrichtsfächern der Schulen verankert, nur nicht in den Köpfen vieler angekommen.

Neugierig machte zum Beispiel der Stand ifixit. Dort wurden nicht nur Tipps zum Reparieren von Elektrogegenstände gegeben. Zuzusehen, wie zum Beispiel ein Toaster repariert wurde ließ einige Messebesucher stehen bleiben.

 

Einen echten Urlaubstag, der sich wie Ferien anfühlte, gab es dann zum Abschluss. Es ging für einen Tag ein paar Stunden raus aus dem Ländle. Über ganz viele Nebenstrecken brachte ich meine Mutter ins Allgäu in eine Seniorenfreizeit.

Wenn schon, denn schon dachte ich mir und gestaltete die Rückreise mit einer Reihe kleiner Umwege, vorbei an Ortschaften mit witzigen Namen zuerst ans schwäbische Meer, nach Lindau.

Den Sonnenuntergang wollte ich, wieder in Ba-Wü, am Federsee erleben. Den verpasste ich zwar ganz knapp, doch die Ruhe am See war herrlich! Wobei Ruhe anders definiert werden muss. So viele unbekannte, laute Tiergeräusche habe ich schon lange nicht mehr gehört! Das laute Platschen eines Biebers, der vor mir ins Wasser sprang, war ein völlig neues Erlebnis.

 

 

 

Bis die Tage (nächste Woche ist wieder der 12te!),

Karin

 

Nachtrag:

In dieser Woche jährte sich die Scheidung vom Vater meiner Kinder zum zwanzigsten Mal. Wie die Zeit vergeht!

 

Neue Socken für meine Stühle

oder …

Test bestanden!

 

Fünf Jahre ist es nun her, seit ich meine Stühle mit Strümpfen ausstattete. Trotz Gleitern aus Filz und anderen Materialien hatte ich mir rund um den Esstisch meinen Fußboden ordentlich zerkratzt. Für die Socken oder Strümpfe probierte ich 2013 allerhand Techniken aus, wie häkeln, stricken und filzen. Bestanden haben alle Varianten. Doch nun gleichen nach ca. fünf Jahren die meisten Sockenquartette durchgetanzten Schuhen. Test bestanden und Zeit für neues Schuhwerk!

Am besten hatten die gestrickten Strümpfe an den Stuhlbeinen gepasst, weshalb ich mich wieder für Stricksocken entschied.

 

Material
  • Wollreste (bevorzugt von fest gedrehter Wolle oder dickerer Sockenwolle, oder feine Sockenwolle doppelt nehmen)
  • Nadelspiel in 4mm
  • 1 Sticknadel mit großem Öhr
  • 1 Schere

 

Anleitung

1 Anschlag von 18 Maschen auf vier, besser drei, Nadeln verteilen

2 4 Runden im Bündchenmuster, 1 re 1 li, stricken – in der ersten Runde lasse ich immer den Faden vom Anschlag mitlaufen. So mache ich es auch bei Socken.

3 20 Runden glatt rechts stricken

 

4 2 Runden jede 3. und 4. Masche zusammenstricken

 

5 1 Runde immer 2 Maschen zusammenstricken

 

6 die restlichen 5 Maschen mit einer Nadel zusammenziehen und den Faden vernähen.

 

Fertig!

 

 

Wieviel Zeit ich für diese fünf Socken-Quartette benötigte? – Einmal „Mary Poppins“ mit Werbeunterbrechungen 😉 im Fernsehen. Eigentlich hatte ich an diesem Abend einen Blogpost zu Kinofilmen fertigstellen wollen. Astrid hatte zu dieser Link-Party eingeladen. Doch dann lief dieser Film und ich konnte nicht widerstehen lieber den Fernseher anzuschalten und es mir mit Strickzeug gemütlich zu machen, als am Rechner zu sitzen. Mary Poppins war in meinem Beitragsentwurf dabei gewesen. Was habe ich diesen Film als Kind geliebt! Ich weiß auch wieder warum!

 

Viel Spaß beim Nacharbeiten.

Bis die Tage,

Karin

 

 

Für diejenigen, die sich für meine ursprünglichen Blogposts vom Mai 2013 zum Thema Stuhlsocken interessieren:

Stuhlsocken – der Prolog

Stuhlsocken #1 – gestrickt und gefilzt

Stuhlsocken #2 – gefilzt aus Katzenwolle

 

 

Woche 13/2018

und …

Woche #1 der Osterferien

Der erste Tag dieser Woche endete mit viel Aufregung für einige Bewohner der Stadt. Nachmittags wunderte ich mich noch über das steigende Aufgebot an Polizei auf dem Schulparkplatz, während ich im Schulgarten arbeitete. Als eine Eilmeldung von einer gefundenen Fliegerbombe berichtete und eine Evakuierung angekündigt wurde machte ich mir erst einmal keine Gedanken. Mein Weg führte zur Neugründung einer Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Kreis, AfS. Zum Wählen kam ich noch als ich doch einmal auf mein Handy schaute. Leicht erschrocken über die Menge an Nachrichten und verpassten Anrufen von meinen Kindern erfuhr ich, dass meine Eltern von der Evakuierung betroffen waren. Leider dauerte es länger, als erwartet bis es zur Entschärfung kommen konnte. Viele Anwohner weigerten sich lange ihre Wohnungen und Häuser zu verlassen.

Hier ein paar Presseberichte vom Bombenfund bis zur Entschärfung:

Ansonsten lief das übliche Zuhause-Ferienprogramm mit dem leidigen bisschen Haushalt und kräftiger Unterstützung meiner pelzigen Mitbewohner. Ich hätte sie beinahe ins Exil geschickt, als sie sich zum zweiten Mal über die frisch gewaschene Wäsche hermachten. Zur Sicherheit legte ich das Bündel auf das Bügelbrett ab. Bis ich das Bügeleisen startklar hatte hatten die beiden Teufel schon wieder ganze Arbeit geleistet.

Auf weitere Unterstützung von den beiden verzichtete ich, die Bande musste für eine Weile auf den Balkon. Was habe ich das stressfrei Bügeln genossen. Kein Gezuppel am Kabel. Kein Versteckspiel zwischen Wäschestücken. Kein Trampolinspringen auf fertig zusammengelegten Wäschestapeln.

Auf dem Balkon tummelten sich in der Zwischenzeit einige lebensmüde Blaumeisen! Sie werden Angus Scotsman noch kennenlernen – und ich die Sauerei den Schaden in Ordnung bringen dürfen.

Bitte Scotty: Nur gucken, nicht anfassen!

Und Tatzen weg von Konstanze und dem Drucker!

Jede Gelegenheit nutzte ich hinauszugehen, mal zum Arbeiten auf meinem Balkon oder im Schulgarten, ein anderes Mal ohne Plan einfach in Richtung Wald den Spaziergang verlängert. Ab und an musste ich natürlich einen Blick auf die Straßenbaustelle werfen um im Wald schon wieder auf Bagger zu treffen. So viele Bäume wie dieses Jahr wurden schon lange nicht mehr gefällt!

Da freue ich mich über meinen 12tel-Blickwinkel vom vergangenem Jahr, an dem ersten Buschwindröschen und den ersten Schlüsselblumen.

An Stellen wo die Sonne schon kräftig wärmt leuchtet es von rosa über purpur bis violett.

 

Doch es ist Frühling und das Wetter nicht immer beständig. Der Blick über die Felder in Richtung Schönbuch zeigte Sonntagmorgen, am 1. April, wie sich mehrere Wolkenschichten unter das Blau schoben. Das geschah letztlich schneller als erwartet.

Der letzte Sonnenstrahl traf noch auf die Stadtkirche, als es über mir zu regnen begann. Was bin ich nass geworden!!

Ohne lange Pausen drehte ich meine Runde um mir zum Stand der Dinge auf der Straßenbaustelle ein Bild machen zu können. Es geht voran.

 

Zuhause brauchte ich dann tatsächlich eine längere Pause um trocken zu werden und mich aufzuwärmen. Nachmittags sind wir Schafpaten in den Stall eingeladen, zur Oster-Besichtigung. Mal sehen wie viele Lämmer Ostern überlebt haben.

Frohe Ostern,

und bis die Tage,

KArin

 

Es tut sich was im Schulgarten #1 2018

von …

Januar bis März

Bis Mitte März sollte es nicht sein, dass im Garten etwas getan werden konnte. Hatte ich passenden Fachunterricht und willige Schüler machte das Wetter nicht mit. Lud das Wetter ein im Garten zu arbeiten hatte ich keine Schüler. Es war für alle frustrierend.

So vergingen beinahe drei Monate ohne das wirkliche Veränderungen sichtbar wurden, außer durch das Wetter.

Im Januar blühte noch einiges. Anfang des Monats blühte die Färberkamille noch mit ihren gelben Blüten. Am Monatsende zeigte der Huflattich erste gelbe Knospen. Der Feldsalat wollte dieses Jahr nicht so wirklich gedeihen, dafür überwinterte der Spinat wie erhofft.

Der Februar machte alle Blüten erst einmal mit Schnee und Eis platt. Nachdem die Schneedecke verschwunden war zeigte sich darunter nicht mehr viel, außer erfrorenen, matschigen Pflanzenteilen. Überlebt hatten vor allem Feldsalat, Spinat und Huflattich.

 

Im März zeigte sich er Garten trostlos. In den Außenbeeten leuchteten nur die Holzblumen bunt. Der Boden war zu nass für Gartenarbeiten und ohne Sonne viel zu kalt zum arbeiten.

 

Deshalb holte ich die im letzten Schuljahr angefertigten Vermessungen und Karten heraus, damit unser Garten endlich kartiert wird. Mein Ergebnis fiel etwas genauer aus. 😉

 

Daneben plante jeder Schüler seine eigene Aussaat. Dazu wurden aus Papprollen Pflanztöpfchen geformt, Erde gemischt und endlich ausgesät.

 

Im Garten und den Außenbeeten konnte Ende des Monats endlich für Ordnung gesorgt werden. Fast alle Beete sind für die Bepflanzung fertig. Der blühende Huflattich durfte stehen bleiben.

Färberpflanzenbeet
Gemüsebeet

 

Ich bin gespannt wie sich alles in den nächsten Monaten entwickeln wird. Die rot gestrichene Bank durfte zumindest schon ins Freie.

Bis die Tage,

Karin

 

Anmerkung

Diesen Blogpost verlinke ich bei Tabeas 12tel-Blick, wo meine anderen Blickwinkel und noch viele mehr zu finden sind.

Faszination Pflanzensamen

oder …

Was sehe und säe ich denn heute?

 

März ist Haupt-Anzuchtzeit für viele Gemüsepflanzen, Kräuter und Blumen. Dabei freue ich mich über die enorme Vielfalt an Formen der Pflanzensamen die aus den Saatguttütchen kommen oder sich in meiner Saatgutsammlung inzwischen finden lassen. Alle zusammen sind mindestens ein Foto wert, dachte ich, spätestens, als dieser kleine Pinsel oben aus dem Tütchen kam. Mich fasziniert die Formenvielfalt der Samenwelt.

Viele Samen sammelte ich selbst. Zehn davon stelle ich hier vor.

 

Na, alle erkannt? 😉

Nein? Kein Problem! Durch schlampige Notizen weiß ich nicht welche Pflanze sich aus Samen 10 entwickeln wird, außer dass es ein Blumensamen ist.

 

Bei den anderen Samen handelt es sich von oben nach unten um:

Sonnenhut – Pimpinelle – Kerbel – Kornblume – Färberwaid – Wiesenbocksbart – Haferwurz – blauer Lein – Ringelblume – die erwähnte Unbekannte

 

 

Alle Samen stecken nun in Erde. Mal sehen was aus ihnen wird.

 

Bis die Tage,

Karin

 

Habt ihr auch schon ausgesät? Und zeigen sich schon erste grüne Spitzen?

 

Woche 12/2018

und …

Der Frühling beginnt in weiß

 

mit

Wetterkapriolen, die meine Vogelgesellschaft völlig durcheinander brachte. Vergangene Woche waren sie voll in der Familienplanung, dann der Schneefall, Anfang dieser Woche Wetterberuhigung, dass die Turtelei wieder belebt wurde. Doch damit war am Donnerstagabend schon wieder Schluss.

Selbst Eichhorn-Erich hatte bei diesen Bedingungen keine Lust auf Vogelfutterklau. Er war wieder einmal schneller weg, als ich das Objektiv ummontiert bekam.

 

mit

Klassenarbeiten, die geschrieben werden mussten – die letzten vor den Prüfungen meiner 9er Klassen – und danach habe ich jede freie Minute korrigiert, plus zwei Nachtschichten. Warum die Eile? Zum einen quengelten die SchülerInnen: Was habe ich geschrieben?, zum anderen wollte ich diese Aufgabe nicht mit in die Ferien nehmen.

 

mit

Baulärm von der Baustelle auf der Bahnstrecke. Doch nun liegen zumindest die Gleise für die zweite Spur. Unvorstellbar lang sind die einzelnen Gleisstücke! Auf jeden Fall reichte mir zum Vermessen der liegen gelassene Zollstock bei weitem nicht.

 

Zum Wochenende meldet sich der Frühling wieder

mit

Veilchensuche für den Geburtstag meines Vaters, der zu seinem Geburtstag immer die ersten selbst gepflückten Veilchen bekommt. Ich fand keine nach den kalten Tagen (das erste Mal nach 33 Jahren!), kaufte auf dem Markt einen Veilchentopf und fand sie dann doch, auf dem Weg zur Geburtstagsfeier: die ersten Veilchen 2018.

 

mit

Freude an der blühenden Osterdekoration

mit …

Ostereier färben, für das aktuelle Geburtstagsfest und die noch kommenden Feiern.

 

mit

Baumschnittkurs anlässlich der Streuobsttage im Interkulturellen Garten von Böblingen. Diese Stunden waren prall gefüllt mit Informationen und Aktion, dass ich anschließend die Sträucher im Schulgarten schneiden ging (obwohl ich morgens schon im Garten gewesen war, dort meinen Kollegen aus der Realschule getroffen hatte, der den Realschulgarten betreut, … und Zeit dort verbracht hatte). Was soll’s. Garten macht Freude!

 

und mit

Frühlingsboten, die sich vom Kälteeinbruch nicht haben beirren lassen.

 

Mein Gartenkorb ist gerichtet und ich freue mich auf die ersten Arbeiten in und mit der Erde, auf die freie Zeit in den Ferien mit der Chance auf Entspannung.

 

Bis die Tage, und habt eine gute Woche,

Karin

 

Anmerkung in Sachen, was die Woche sonst noch so brachte:

Bundestagsdebatten

Es hat sich gelohnt die Reden im Bundestag in dieser Woche anzuhören. Keine Zusammenfassung, kein Bericht, kein Kommentar, hat mir das bringen können, wie das komplette Gebinde, das ich mit eigenen Ohren und Augen im Fernsehen verfolgt habe. Zum Nachdenken, was und wie die Berichterstattung aus all dem Gesagten meinungsbildend Inhalte in den Nachrichten ermittelte.