schneiden

Weihnachtskarten – Edition 2013

oder …

Sterne gehen auf Reisen

Letztes Jahr, 2012, verpasste ich es pünktlich vor Weihnachten meine Weihnachtspost auf den Weg zu bringen und es gab meinen traditionellen Jahresrückblick für meine Familie, Freunde und Bekannten „zwischen den Jahren“ ohne die dafür vorgesehene Verpackung.
Nachdem die Bestandteile dieser verpatzten Weihnachtskarte ein Jahr Zeit hatten sich zu Entwickeln, Abzuhängen, … , und zu Verstauben 😉 sind sie jetzt, mit aktuellem Jahresrückblick, fertig verpackt tatsächlich noch vor dem 4. Advent auf Reisen gegangen.

 

Die Idee

2012 hatte ich einen Faltstern umgesetzt und darüber hier (klick zum Post) berichtet.

Nachdem ich etliche dieser Sterne geschnitten, geklebt und gefaltet hatte und diese zum Lagern zusammengefaltet in eine Plastikbox stellte, kam mir der Gedanke: lauter kleine Tannenbäume.

Jeder Tannen- oder Weihnachtsbaum muss an der Spitze einen Stern haben. Dafür besorgte ich mir Büroklammern in Sternform.
Und passend zur Höhe der gefalteten Sterne fand ich nach langer Suche quadratische Umschläge.

Zum 3. Advent holte ich Sterne, Sternbüroklammern und Umschläge aus den tiefsten Tiefen meiner Regale heraus und fragte mich: Wie bringe ich das alles dieses Jahr auf den Weg?

Die Basiskarte

Keine Weihnachtskarte ohne ein Gedicht, Zitat oder Spruch.
Ich entschied mich für diese Karte und dieses Jahr für einige Worte des Malers, Philosophen und Dichters Khalil Gibran:

Die Sonne lehrt alle Lebewesen die Sehnsucht nach dem Licht.
Doch es ist die Nacht, die uns alle zu den Sternen erhebt.

 

Die Herstellung der Karten

Drucken, schneiden, falten, eintüten. Adresse und Briefmarke drauf und los geht es!

Fehlt nur noch der passende Platz für den Jahresrückblick!

 Im ersten Versuch wird noch in Form gefaltet. Geschnitten und gefaltet passt alles!

 

Meine Sterne sind nun alle auf der Reise. Ab Montag werden sie sich dann hoffentlich in ihrem neuen Zuhause entfalten können.

Sternenregen

oder …

Stars on the line

Pünktlich zum 1. Advent kümmerte sich meine Klasse um die Weihnachtsdekoration im Schulhaus.

Erste wichtige Aufgabe:

Die Sternenketten an die Decke des Treppenaufgangs in unserem Schulgebäude anbringen! Und da hängen sie wieder!

 

Letztes Jahr hatten meine Schüler noch Unterstützung von Schülern meiner letzten Klasse gehabt – eine Generation gibt ihre Erfahrungen an die nächste weiter. Dieses Jahr waren sie auf sich selbst gestellt und mussten sich erinnern, wer was wann und wie gemacht hat. Oh meine Nerven! 😀

Wie in den letzten 15 Jahren pendeln, drehen und bewegen sie sich wieder, viele Sterne, im Luftzug eines geöffneten Fensters oder dem Rückenwind stürmender Schülerscharen.

 

Was man dazu benötigt?

  • Etwas Geometrie zum Zeichnen eines Sterns mit sechs Zacken. Diesen habe ich im Fotokopierer in zwei weitere Größen verkleinert kopiert.
  • Laminierfolie um die Kopien einzuschweißen. Daraus werden die Schablonen für die Sterne geschnitten. Bei einer Klasse mit 22 Schülern reichen sechs Schablonen.
  • Plakatpapier und Plakatkarton in verschiedenen Grau- und Silbertönen.
  • Bleistift zum Umfahren/Aufzeichnen der Schablonen.
  • Scheren.
  • Viele fleißige Hände zum Ausschneiden. Vielen Dank auch an Kolleginnen und Kollegen für ihre Unterstützung!
  • Eine Nähmaschine mit weißem Ober- und Unterfaden. Damit werden die Sterne in unterschiedlicher Anzahl hintereinander zusammen genäht.
  • Büroklammern zum Aufhängen.
  • Leitern
  • In Deckennähe gespannte Drahtseile.
  • Und, unverzichtbar, eine Schiebehilfe, zum Beispiel eine Teleskopstange.

 

Beim Aufhängen und Nähen blieb keine Zeit um Fotos zu schießen. So wie wir neue Sternenketten genäht hatten wurden sie aufgehängt und neue produziert:

„Ey, wir brauchen noch ein Fünfer!“,
„Alter, was hast du da gemacht? Kannst du nicht bis acht zählen? Das sieht doch Sch… aus!“
„Frau Brinker, schicken Sie den Paul (Name geändert) weg! Boah, der macht nur Stress.“
„Was guckst du? Hol ’nen Dreier, aber flott.“

Zum Schluss hängte diese Gruppe noch eine Reihe kurzer Sternenketten ans Ende des Flurbereichs, der zur Schulleitung führt.

Im Klassenzimmer wurde parallel an der Fensterdekoration gefaltet und der Pappweihnachtsbaum von IKEA aufgebaut, wobei sogar Weihnachtslieder gesungen wurden!!! Unaufgefordert!

Und tatsächlich arbeitete der/die eine oder andere zur Abwechslung doch tatsächlich am Tagesplan für die Schule weiter 😉
Der Rest wäre ja auch Hausaufgabe gewesen – wie lästig!

 

Was mich all die Jahre immer wieder freut ist die Tatsache, dass die Sterne tatsächlich zum allergrößten Teil hängen bleiben. Neue Schüler meinen zwar immer wieder, wie auch dieses Jahr: „Das hängt nicht lange!“ doch Schüler Alis derbe Antwort: „Verp… dich, Alter!“ setzte deutlich Maßstäbe. Wenn Schüler aktiv beim Gestalten mithelfen achten sie auch auf ihr Werk.

Noch mehr Farbenrund für die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.3

Nachdem ich die ersten collagierten Bilder (siehe hier) nach den ursprünglichen Ideen zusammengestellt und an der Wand hängen hatte – es war die erste Nachtschicht – träumte ich den Rest der Nacht in Kreisen weiter. Irgendwann stand ich dann doch wieder auf und machte weiter:

 

Nach diesem Bild entschied ich mich eine Anordnung tatsächlich in Bildform zu bringen, die ich vor Arbeitsbeginn  just for fun zusammengepuzzelt und für Freunde auf Facebook gestellt hatte:


 Heraus kam dann …

… und im Detail …

 

Fortsetzung folgt!
 
 
 



 

Farbe braucht die Wand

oder …

Bunt und rund – Schnittwerk #1.2

Mir ist endlich warm genug, die Lebensgeister und der Tatendrang erwachen. So machte ich die letzten Tage meinen größten Tisch frei um ihn gleich wieder vollzupacken. Drauf kamen jede Menge Papier, Schere, Schneidemesser, Klebstoff, Farben, Pinsel und ich ließ mich von der kreativen Muse küssen, egal wie spät oder früh es war.

Zwischen der Vorarbeit und der Ausarbeitung der Collagen, liegt inzwischen ein Jahr. Wer gerne die Vorgeschichte (noch einmal) lesen möchte, der klicke hier.

Bei den ersten Collagen, die ich in diesem Post vorstelle, blieb ich nahe an der ursprünglichen Idee die geschnittenen Kreise anzuordnen – im Quadrat.

Hier stelle ich die ersten drei Ergebnisse vor, nur an die Wand gepinnt, ungeschnitten und ungerahmt:

 

 

 

 

Fortsetzung folgt!

Blumen an die Fenster

oder …

Ostern ist vorbei und eine neue Deko muss her

 

Voller Enthusiasmus, dass es doch langsam Frühling werden muss, hatte ich vor Ostern in meinem Klassenzimmer meine alte Tulpendeko an die Fenster geklebt.

Sie schienen mir passend zu den Vögeln, die ich mit meiner Klasse gebastelt und aufgehängt hatte (ich berichtete hier darüber).

Tja, die Tulpen! Eigentlich sind sie beinahe schon ein Relikt an meiner Schule. Ursprünglich waren es einmal ca. 50 Stück, die wir in der Osterzeit im ganzen Schulhaus auf den Fenstern verteilten. Stabil aus Wellpappe geschnitten und geklebt, zusätzlich auf der Rückseite mit stabilem Papier kaschiert wanderten sie nach Ostern in die Schuldekokiste um auf die nächste Saison zu warten. Nun sind nur noch 12 Stück übrig.

 

Ob ich sie noch einmal aufhängen werde weiß ich nicht. Aber noch finde ich sie zu schade für die Tonne.

Trotzdem, Ostern ist vorbei. Und auch wenn das Wetter durch seine niedrigen Tempraturen die echten Tulpen am Sprießen hinderte – in meinem Zwergengarten blüht auch jetzt noch keine einzige – war mir der Sinn nach einer Neudekoration. Denn ich hatte eine Idee aus Island mitgebracht, eine von vielen, von sehr sehr vielen.

Die Idee kam mir im Cafe Loki, wo ich mich mit meinem Sohn und seiner Freundin zu einem isländischem Imbiss getroffen hatte. An den Fenstern hingen zur Dekoration gehäkelte Blütenrosetten einer isländischen Textildesignerin.

 

Übrigens, ich hatte vor dem Fotografieren um Erlaubnis gefragt! Das gehört sich so. Nur leider habe ich den Namen der Designerin nicht richtig verstanden. Schade.

Auf jeden Fall inspirierten mich diese stilisierten Blüten und es entstanden in den letzten Tagen drei Prototypen: Mohnblumen und Pusteblume. Dazu sollten es dann noch Löwenzahn in gelb und orange geben.

 

Material:

  • Transparentpapier / Drachenpapier
  • Kopierpapier in verschiedenen Farben
  • dickes Wollgarn oder dicke Schnur in grün
  • Musterklammern, vorzugsweise mit rundem Kopf
  • Tesafilm

 

Werkzeuge:

  • Bleistift
  • Schere
  • runde Formen (Teller, Gläser) als Schablone

 

Für jede Blüte werden vier unterschiedlich große Kreisformen benötigt. Die drei großen Kreise werden mithilfe der Teller- oder Glasschablonen auf Transparentpapier gezeichnet und ausgeschnitten. In der Mitte jeder Blüte sitzt der kleinste Kreis. Dieser wird aus dem Kopierpapier hergestellt.

Die vier Kreise aufeinander legen und in der Mitte mit der Schere durchbohren. Dabei die Schere soweit durch die Papierkreise schieben, dass eine Musterklammer durch diesen Schlitz passt.

 

 

 

 

Die zwei Klammern der Musterklammer auf der Rückseite vorsichtig umbiegen. Vorsichtig, weil das Transparentpapier schnell reißt. Bei meinen Prototypen verwendete ich Musterklammern mit einem flachen, rechteckigem Kopf. Die gehen zwar auch, doch finde ich die Klammern mit den runden Köpfen für diese Arbeit schöner.

Von der Schnur soviel abschneiden, dass man einen Stiel in der gewünschten Länge erhält. Ein Ende wird unter die umgebogenen Klammern der Musterklammer geschoben …

 

… und mit einem Streifen Tesafilm fixiert. Das andere Ende des Stiels hängt später lose nach unten.

Damit die Pusteblume ihren fedrigen Charakter erhält werden die drei Kreise aus Transparentpapier mit der Schere an den Rändern eingeschnitten.

 

 

 

 

So hängen die ersten Sommerblumen im Klassenzimmer, obwohl der Frühling noch nicht einmal richtig Einzug genommen hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Vögel sind schon da

oder …

Mehr Papiervögel – modifiziert, neu erklärt und farbig bunt

Im Sommer 2012 hatte ich schon einmal über Papiervögel gepostet. Im Herbst stellte ich mit meiner neuen 7. Klasse einige dieser Vögel her, wobei sich die Schüler/innen mit dem Falten des Flügelfächers sehr, sehr schwer taten. Messen war so gar nicht ihr Ding und wenn nicht genau gemessen wird klappt es schon gar nicht mit dem Falten. Zum Schluss blieben nur wenig Vögel übrig, die die Klasse zur Dekoration aufhängen wollte und wir beschlossen gemeinsam dieses Projekt im Frühjahr wieder aufzunehmen, „wenn die Vögel wieder kommen“.

Letzte Woche fiel mir die magere Vogelausbeute wieder in die Hand und die Klasse fragte: „Geht das auch in bunt?“ Klar, geht das. Und wenn schon bunt, dann machen wir das richtig knalle-, quietschebunt. Dazu habe ich mein kleines Depot an farbigen Druckerpapier!

Seit Jahren schon nehme ich mir von farbigen Kopier- bzw. Druckerpapier bei mir an der Schule ein paar Blätter weg. Aus dieser Sammlung wird natürlich regelmäßig etwas verbraucht, aber es bleibt immer etwas übrig, Farbtöne und Farbgeschmack ändern sich, neue Farbtöne kommen dazu, andere fallen weg. So sind über die Jahre viele unterschiedliche Farbtöne zusammengekommen. Zusammen mir meinen farbigen Fabriano-Fehldruckpapieren (ich berichtete hier darüber) werden wir wirklich eine bunte Vogelschar für das Klassenzimmer hinbekommen, wenn …, ja wenn ich eine Lösung für das Messen und Falten finde.

Ich fand!

Zum Falten des Flügelfächers muss nicht mehr gemessen werden! Wichtig ist nur eine saubere Ecke, wo das zu faltende Papier angelegt werden kann. Da ich keine solche Ecke bei mir in der Wohnung fand faltete ich ein Papier und klebte es zwischen Fensterbrett und Fensterrahmen fest. Das war nötig, weil bei mir zwischen Fensterrahmen und -brett ein klitzekleiner Spalt ist (siehe Pfeile) in den das Papier hineinflutscht wie nichts. Mit dem gefaltetem Papier machte ich diese Ritze dicht!

Nun kann das farbige Din A4-Papier mit der schmalen Kante genau am Fensterrahmen angelegt werden.

Das gegenüberliegende schmale Ende des Papierbogens auch an den Fensterrahmen anlegen und falten. Die gefalzte Kante mit dem Falzbein nachfahren. Das geht natürlich auch mit dem Fingernagel, aber welcher Schüler oder welche Schülerin hat mit 12/13 Jahren geeignete Fingernägel?

Das nun halbierte Papier an der Fensterkante angelegt lassen, die gegenüberliegende gefalzte Kante an den Fensterrahmen führen, andrücken, falten und nachfalzen.

Das Blatt inzwischen geviertelte Blatt wird noch einmal in Richtung Fensterrahmen angelegt und gefaltet, …

… danach gedreht …

…, dass die offene Kante zur Person zeigt.

Das obere Stück des gefalteten Papiers an das Fensterbrett anlegen, falten und nachfalzen.

 

Das Faltwerk umdrehen und die andere Seite ans Fensterbrett anlegen, falten und nachfalzen.

Wenn das Papier aufgefaltet ist stimmen die Berg- und Talfalten noch nicht für eine Fächerfaltung überein. Doch das lässt sich beim Zusammenlegen leicht durch Gegenfalten ändern, WENN jeder Faltvorgang vorher sauber mit dem Falzbein gearbeitet worden ist.

 

Zum Schluss wird einmal in der Mitte des Fächers ein Falz angelegt, der hinterher aber wieder geglättet werden muss. Er soll nur ungefähr markieren, wo der Fächer im Vogelkörper platziert werden soll.

Den Vogelkörper schneide ich aus einer Vorlage (hier geht es zum Download), die ich auf Pappe übertragen habe, zwei Mal aus Karton oder stärkeren Papier aus. Meine Schüler hatten ein Auge für die Vögel eingefordert.
Zwei Ideen hatte ich dazu:

  • Konfetti mit dem Locher aus den Restpapieren stanzen und aufkleben
  • ein Augenloch stanzen

Ich entschied mich für das Ausstanzen. Dazu verwende, zweckentfremde, ich meine Leder-/Lochzangen 😉 was Besseres fiel mir nicht ein.

Und das sind die Ergebnisse aus meinem Testlauf, ab morgen geht es in die Produktion mit meiner Klasse.

 

Tschüss Weihnachten

oder

Altes neu an die Wand gebracht

Viel früher als sonst (Weihnachtsdeko-Wegräum-Tag ist bei mir eigentlich der 6. Januar) befreite ich mich von allem Glitzerkram. Ich konnte vor allem die roten Kugeln nicht mehr sehen! Nachdem in dieser Saison sowieso jegliche Weihnachtsstimmung an mir abzuprallen schien verordnete ich mir, um weiteren Stress zu vermeiden, die vorzeitige Rückkehr zum Alltag. Nun ist bis zum letzten Stern alles wieder ordentlich in Kartons im Keller deponiert und kann dort elf Monate ablagern. Sagte ich „bis zum letzten Stern“? Ok, vier hängen noch an der Türdeko, aber noch waren die Sternsinger nicht da und die will ich noch abwarten bevor ich was anderes hinhänge.

In der Wohnung jedoch ist es ziemlich frei von Sternen und Kugeln, Weihnachtsgrün und roten Kerzen.
Nackte weiße Wände sind jedoch auch nicht unbedingt der Hit und so entschied ich mich die Bilder an meinen Wänden umzudekorieren.

Der Anfang

So bekamen zwei Bilder einen neuen Platz nachdem ich einem einen neuen Rahmen verpasste und dem anderen endlich einen Rahmen gab. Beide Bilder sind eigentlich schon vor etlichen Jahren entstanden, als meine Tochter eine Kunstmappe zu einer Aufnahmeprüfung zusammenstellte.

Ausgangsmaterial war das hier schon einmal erwähnte farbig bedruckte Fabrianopapier, das ich wie einen Schatz horte, aber auch tatsächlich verarbeite. Zwei der Ergebnisse hängte ich heute bewusst nebeneinander – links eine Arbeit von mir und rechts eine von meiner Tochter.

Für mein Bild, schnitt ich mit einem Skalpell geometrische Formen, die ich auffaltete und mir einer Kontrastfarbe hinterlegte:

als Quadrat in Kreuzform oder im Umriss aufgeschnitten

als Dreieck, gleichschenklicg oder rechtwinklig

oder auch nur geschnitten, um Streifen einzuweben.

Daneben hängt nun die Collage meiner Tochter mit dem Titel „der Tänzer“, für die sie das Papier schnitt, riss, faltete, rollte, knüllte, bevor sie es auf das Papier klebte. Was im Detail recht unübersichtlich aussieht zeigt dann im Ganzen seine Wirkung.

 

Faltstern mit fünf Zacken

denn …

ich liebe diese fünfzackigen Exemplare

Ok, ich habe das Bild gerade eben, es ist nach 23.00 Uhr bei Lampenlicht, ohne Blitz gemacht und mein Photoshop lädt seit dieser Zeit <grr>. Mac und Parallels hat so seine Tücken.

Aber ich habe es geschafft aus einem Mitbringsel einer Kollegin, danke Frau L., diesen Faltstern umzusetzen. Ich konnte nicht anders, denn gut aussehende Sternvorlagen mit fünf Zacken sind selten. Für den Anfang war wie bei den Kerzenständern ein wenig Mathematik und Geometrie nötig, aber es klappte beinahe beim ersten Versuch. Wer die Ausschneidevorlage braucht, ich habe sie nun hier als  pdf-Datei zum Ausdrucken.

Als Material verwendete ich ganz normales weißes Druckerpapier mit 80g/ –> m2 . Ich finde es trotz aller Liebe zu Farbe für die meisten Faltarbeiten am Schönsten.

Nun zur Anleitung:

Zum Schneiden kann natürlich auch eine Schere verwendet werden. Ich bevorzuge für gerade Linien Schneidemesser und ein festes Lineal, es ist einfach exakter. Für den Stern mit fünf Zacken benötigt man entsprechend fünf Teile.

Die Teile für den Protoyp hatten noch den Strich in der Mitte.

Die Linien aus der Druckvorlage liegen später innen und sind von außen nicht sichtbar.
Eines der fünf Teil bekommt einen langen Faden angeklebt. Hier auf dem Foto habe ich diesen Faden noch mit Tesafilm festgeklebt. Das ist jedoch nicht besonders stabil. Bei den weiteren Sternen klebte ich den Faden zusätzlich mit Klebstoff und einem aus Papier geschnittenem Kreis fest.

 

Aus jedem der fünf Teile werden „Tütchen“ gefaltet und am Falz festgeklebt.

An jedem Tütchen stehen zwei Klebefalze am unteren offenen Ende ab. Die müssen nach oben gefaltet werden.

Nun werden die Tütchen aneinander geklebt. Das ist etwas fummelig, aber eigentlich keine große Angelegenheit.

Dazu werden zuerst zwei Tütchen aufeinandergelegt und die Klebefalze des unteren Tütchens in das oben liegende Tütchen eingeklebt.

Das nächste, das dritte, Tütchen, dass oben aufgelegt und angeklebt wird, ist das mit dem Faden an der Spitze.

Wenn alle fünf Tütchen zusammengeklebt sind bleiben zwei Klebefalze übrig. Diese werden mit Klebstoff bestrichen …

… und einfach nach innen ins Tütchen geklebt.

Das Päckchen aus den fünf Sternspitzen braucht nun zwei Fäden zum späteren Verbinden. Diese klebte ich zuerst auch erst mit Tesafilm an, aber das hält nicht wirklich fest. Später müssen die Fäden einigen Zug aushalten. Deshalb klebte ich die Fäden auch hier mit Klebstoff und einem runden Stück Papier fest.

Mit einem Sternstanzer (mit fünfzackigen Sternmotiv) stanzte ich durch das komplette Päckchen fünf Sterne aus. Schwerstarbeit, wenn man auf die geklebten Falze kommt.

Nun kommen die zwei zuletzt angeklebten Fäden zum Zug.
Das Zackenbündel muss vorsichtig aufgefaltet werden, damit es in Form gedrückt werden kann. Mit den zwei Fäden wird der Stern geschlossen und fest verknotet.

Und hier hängen meine ersten Ergebnisse. Beim Prototyp, dem rechten Stern, verzichtete ich noch auf den zusätzlichen Faden an einer Spitze zum Aufhängen.