oder …

Sommer, Trockenheit und ein wenig Erinnerung an den Schulgarten 2.1

Nach den heißen Tagen ist es wieder erträglich sich tagsüber im Garten aufzuhalten und ihn für das eine oder andere Projekt zu nutzen. Für Gartenarbeit ist der Boden einfach zu trocken, dass selbst nach dem Regen die Zwiebeln nur mit Schwierigkeiten zu ernten waren. Besonders groß sind sie nicht ausgefallen, doch es sind genug für mich. Nun ist die Beetfläche leer. Das Saatgut, das ich eingebracht habe keimt einfach nicht. Nur die Petersilie hat sich dank des Schirms, als Sonnenschutz, einigermaßen erholt.

Andere Zwiebeln oder Lauchpflanzen gedeihen deutlich besser, auch ohne zusätzliches Wasser, wie der wilde Weinberglauch. Der hat sich in meinem Garten ziemlich breit gemacht, doch ich mag die Pflanze.

Ähnlich zuverlässig breiten sich wie jedes Jahr Borretsch und Sommerportulak aus. Dürfen sie, denn vor allem der Borretsch ist eine gern angenommene Bienenweide. Der Portulak bedeckt die freien Bodenflächen, wie um die Baumwollpflanzen und der Luffagurke.

links: Luffagurke, recht: Baumwollblüte

Am besten sieht es im Hochbeet aus, das vom Bokashi und anderem Kompost, der über den Winter hindurch eingearbeitet wurde, profitiert und natürlich regelmäßig gegossen wurde.
Eine Sonnenblume ragt inzwischen fast zwei Meter in die Höhe. Der Schattenwurf hilft einigen der anderen Pflanzen, die in diesem Beet wachsen.

Im größeren Teil des Hochbeets ist es noch etwas übersichtlich, doch die Möhren sind aufgegangen und der Rosenkohl hat den Angriff der Rüsselkäfer überstanden. Das selbst angerührte Spritzmittel aus ätherischen Ölen und schwarzer Seife, wie es in einigen königlichen, englischen Gärten benutzt wird, scheint zu helfen. Allerdings habe ich etwas Zeit gebraucht bis ich die richtige Verdünnung raus hatte.

links: Auberginen im Schatten

Der Kürbis im Kompost kommt endlich in Fahrt!

Im Versuchsbeet für Terra Preta sieht es auf dem Foto trockener aus, als es tatsächlich ist. Was wie nackter Boden aussieht ist vertrocknetes Mulchmaterial. Hier wachsen drei verschiedene Lauchsorten, die restlichen von Schnecken verschonten Buschbohnen, einige Tomaten und aus dem Boden schauen ein paar Pastinaken-Sämlinge.
Im Beet dahinter stehen Tomaten und Mais.

Im Färberpflanzenbeet sieht es dagegen richtig traurig aus. Gießen hat hier überhaupt nichts gebracht. Waid, Wau, Färberkamille, Färberknöterich, … alles vertrocknet. Nur dem Färberkrapp geht es gut.
Manche Pflanzen erholen sich so langsam, wie der selbst ausgesäte Woll-Ziest.

Die vergangenen Tage war ich damit beschäftigt alles Vertrocknete abzuräumen, teilweise als Mulch zu verwenden. Irgendwann war der Kompost bis über die Oberkante gefüllt. Eine Lösung musste her und ich wollte nicht zum Häckselplatz. Die Idee kam über Nacht, wie so oft. Tags darauf ging es in meinen ehemaligen Schulgarten 2.1 – auf dem alten Schulgarten steht das neue Schulgebäude und es gibt eine ganz neue Schulgartenanlage. – Link

Der Apfelbaum steht noch und trägt Früchte, wie auch die Zwetschge, die nach meiner Zeit gepflanzt wurde.

Alles ist zugewachsen, doch ich darf mir nach Rücksprache mit meinem ehemaligen Chef noch Brauchbares abbauen und mitnehmen. Leider muss ich mir Hochbeete im Kleingarten genehmigen lassen und da ich schon eines habe, … nehme ich mir nur ein paar Module mit.

Mein Plan, ich baue mir zwei Flachkomposter für das restliche Kompostmaterial. Das Ziel, im Herbst und Winter die beiden Kompoststellen mit Laub, Bokashi, Kompost und im Wechsel mit Gesteinsmehl und Pflanzenkohle zu befüllen, damit ich im nächsten Frühjahr zwei neue Beete habe.
Fortsetzung folgt.

Jetzt plagt mich erst einmal etwas mein Rücken. Doch ich bin mit dem Ergebnis zufrieden.

Freude macht dieses Jahr wieder der Wein. Er wächst und gedeiht, obwohl er nicht gegossen wird. Ich hoffe er bleibt von Mehltau verschont, denn die reifen Trauben sind schon verplant.

Danke für’s Vorbeischauen.
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

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