oder …
im Turbo von der Schafskälte in einen Extremsommer
Was für ein Schaukelwetter in den vergangenen drei Wochen! Erst heiß, dann kalt, dann extrem heiß und leider alles bei extremer Trockenheit.
Der Klatschmohn vom Titelbild blühte Anfang bis Mitte Juni am Einkornbeet. Nun ist er trocken und dient nur noch als Saatgut.
Der Flachs wuchs schubweise, immer der Außentemperatur angepasst und auch nur, weil er von mir regelmäßig gewässert wurde. Es fehlte Wasser von oben. Das bisschen, was ankam, reichte bei weitem nicht. Die ersten Trockenrisse zeigten sich.

Der mähfreie Mai war vorbei und ich begann die ersten Wiesenstücke zu sicheln.

Ein paar der gekauften und geschenkt bekommenen Tomatenpflanzen hatte ich vor der Schafskälte in die Beete gepflanzt und zum Glück waren sie schon so weit akklimatisiert, dass sie den Temperatursturz verkrafteten.

Meine eigenen Tomatenpflanzen kamen erst nach den kalten Tagen an Ort und Stelle, obwohl sie immer noch als eher zierlich zu bezeichnen waren. Mal schauen. Sie kamen in gut vorbereiteten Boden.

Das Hochbeet wächst zu, vor allem der kleine Teil. Hier hatte ich im vergangenen Herbst besonders viel Bokashi eingearbeitet. Die beiden Auberginen- und Brokkolipflanzen haben den Schneckenbefall überlebt, wie auch der Rote Rosenkohl. Dazwischen stehen noch eine Lupine, einige Sonnenblumen, Platterbsen, Schopfsalbei und gedeihen vor sich hin.
Im größeren Teil gestaltet sich das Wachstum langsamer. Das Wintergemüse steht erst noch in den Startlöchern. Zudem habe ich etwas Lauch stehen gelassen, der nun zur Blüte kommt.

Sonnenschutz für empfindliche Jungpflanzen
Ob Anfang Juni bei den Baumwollpflänzchen oder Ende Juni bei den angezogenen Wintergemüsepflänzchen ist Sonnenschutz nötig. Bei der Baumwolle gab es Schirme – die jetzt bei der Petersilie stehen. Der Grünkohl wird mit einem einfacherem System geschützt – die Pflanzen im Mulch fast nicht zu erkennen.

Der „Vorgarten“
… muss ohne Wasser auskommen und das fällt ihm in den vergangenen Tagen zunehmend schwerer. Für die Rosen begann ich nun doch Kannen zu schleppen.


Völlig vergessen habe ich das Beet mit den mediterranen Pflanzen, die sich in diesem Jahr besonders gut entwickelt haben.
Ich hatte einfach genug damit zu tun, die zu schnell reifenden, von der Sonne verbrennenden, am Strauch trocknenden Johannisbeeren zu retten.

Der letzte Blick zurück auf die Ackerbeete, am 24. Juni 2026. Die niedrigen Komposter sind noch meine, die höheren dahinter gehören schon zur Nachbarparzelle.

Danke für’s Vorbeischauen.
Macht’s gut, bleibt gesund und bis die Tage

Kommentare
So manches hat sich gehalten, aber diese letzten Tage sind einfach zu heiß. Und das im Juni. Das Wasser, was am Anfang noch etwas herabregnete, kam gar nicht tief und nun werfen Quitte und Kaki schon viele Früchte ab, die Kartoffeln kochen sich wohl schon jetzt in der Erde. Ich hoffe, Du kannst viel retten. Hier soll es sich morgen und übermorgen nochmal steigern.
Liebe Grüße und komm auch selber gut durch die Hitze
Nina
🧋🏖
Gartenzeit war nur ganz früh morgens (für mich indiskutabel!! 😊) oder nach 17:00 Uhr im Schatten möglich.
Seit Tagen pflücke und verarbeite ich Johannisbeeren. Vor allem die schwarzen Johannisbeeren verdorren am Strauch oder haben Sonnenbrand, selbst im Halbschatten. Diese Beeren kommen in den Entsafter, so wie sie sind.
Ich gieße, was ich kann – die Wasserrechnung kommt erst in sechs Monaten. Was mich freut ist, dass der Sommerportulak wieder erscheint und jeden Tag etwas mehr die freien Flächen abdeckt. Dafür gedeihen endlich meine eigenen Tomaten, obwohl sie nur spärlich Wasser bekommen. Die Mulchdecken aus Stroh oder Heu helfen die Feuchtigkeit zu halten.
Auch hier sollen die Temperaturen die nächsten beiden Tage noch einmal steigen. Zumindest bin ich an solchen Tagen schmerzfrei!
Viele liebe Grüße
Karin
Schmerzfrei ist doch auch was, wofür man die Hitze loben kann. Zu tun hast du ja ne Menge im Garten, viel Rennerei, Bückerei, Tragerei – uff!
Ich halte mich ja spätestens ab zehn nur noch im Haus auf und pflege mich. Lesend komme ich ganz gut durch diesen wettermäßigen „Tunnel“, hoffe ich doch, dass es auch mal wieder weniger belastend wird.
Die weiterhin erfolgreiches Ernten der Früchte deiner Arbeit.
GLG
Astrid
Ich habe mit der Verarbeitung der Ernte genug zuhause zu tun, dass ich erst abends die Wohnung verlasse. Dann geht es in den Garten, weiter ernten und gießen … sofern der Druck in der Leitung ausreicht Wasser zu liefern.
Viele liebe Grüße
Karin