und …

ein kurzes Fazit zum vergangenen Jahr

Bin ich froh, dass das Geböllere weitgehend für 365 363 362 … Tage ein Ende hat! Wenn ich nicht schon längst die eine und andere Petition für ein Verbot der Silvesterböllerei unterschrieben hätte, wäre ich nun bei den ersten UnterzeichnerInnen. Seit Tagen knallte es hier und dort, tagsüber, nachts, mit steigender Tendenz, um an Silvester batterieweise an allen Ecken und Enden mit Einbruch der Dunkelheit zu krachen und zu zischen. Für den „Spaß“ einzelner leiden viele andere, abgesehen davon, dass der Müll liegen gelassen wird. Für mich macht das keinen Sinn!

Das musste ich erst einmal loswerden!

Wie ich mir die Zeit „zwischen den Jahren“ und zum Beginn des neuen Jahres vertrieb?
Nun … da gab es …

Jahresprojekte 2025

Mitte Dezember 2024 hatte ich wieder damit begonnen einen schönen Moment des Tages auf einen Zettel zu schreiben. Das hielt ich tatsächlich durch alle Höhen und Tiefen des Jahres 2025 durch. Nun packte ich 365+ Zettelchen mit den notierten schönen Momenten jedes einzelnen Tages aus – an einigen war es mir fast nicht möglich etwas zu finden – und schrieb den letzten. Als ich mich durch diese vielen Momente las kamen viele Gedanken hoch und noch mehr Gefühle, auf die ich gerne verzichtet hätte.

Kurzer Prozess, ab in den Garten, Holz zusammengesucht und zum letzten Mal im Jahr die Feuerschale benutzt. Nebenbei bereitete ich schon ein paar Schalen für die Kaltaussaat vor. Die gefrorene Erde musste ich im Sack weichklopfen.

Später traf ich mich dort noch zu einem kurzen Ausklang mit GartennachbarInnen, solange die Sonne schien.

Das andere Projekt mit den regelmäßigen Tiny Habits zum Wiedererlangen von etwas mehr Beweglichkeit brach ich am Todestag meines Vaters ab.

Ich bin nach wie vor damit beschäftigt Klarheit und Ordnung in mein Umfeld zu bringen, was mir in Teilen gelungen ist.
Neun Acht Kartons aus dem Nachlass meiner Eltern stehen mit Dokumenten und Sonstigem noch zur Durchsicht an prominenter Stelle in meiner Wohnung. Das soll mir helfen diese Angelegenheit nicht aus den Augen zu verlieren. Ich bin tatsächlich stetig dran an dieser Aufgabe und für einen neu sortierten Karton (aus zwei mach einen) habe ich in diesen Tagen an anderer Stelle – leer gemacht und nicht umgeschichtet – einen Platz zum Deponieren geschaffen.
Das zu erledigen ist eine laufende Herausforderung, die nicht noch eine weitere benötigt.
Ein Jahresprojekt 2026 entfällt.

Werkstatteinblicke

Warum ich regelmäßig zum Jahreswechsel oder spätestens im Januar zum Schnitzen komme ist mir ein Rätsel. Doch genauso passierte es wieder. Auf Instagram zeigte ich einige meiner Ergebnisse und die Messer liegen weiterhin nicht weit oder sind im Einsatz, aber darüber schreibe ich ein anderes Mal an diesem Ort.

links Berberitzen, rechts Mammutbaum

Ein allerletzter Spüllappen aus Baumwolle lief über die Stricknadeln. Alle anderen sind pünktlich an Weihnachten dort gelandet, wo ich sie mir gewünscht hatte. Dazu wird es auch noch einen Blogpost geben. Die Box mit der Baumwolle ist sichtbar geleert, worüber ich sehr erfreut bin. Danke noch einmal an die Tipps und die Unterstützung aus Bloggerland!

Gleich im Anschluss waren die Nadeln wieder im Betrieb. Ein neuer Pullover soll es werden, mit feinem Fusselgarn und durch die dunkle Farbe eine Herausforderung für meine Augen/Brille.

Die Beschäftigung mit, und das Erlernen vom Fingerweben brach ich ab. Diese Technik mag uralt sein, tatsächlich bis in die Steinzeit nachgewiesen, aber das war mir zu viel Gefummel und ein Ergebnis ist erst nach einer gefühlten Ewigkeit zu sehen. Nein, nicht mein Ding. Prinzip verstanden. Ich kann Fingerweben zeigen und erklären. Das reicht.
Einen Blogpost werde ich irgendwann trotzdem erstellen. Ist mein Blog auch mein Nachschlagewerk.

Ganz nebenbei entstand beim Füttern der Kater ein weiteres Schnürchen aus Küchenresten. Dieses Mal verwendete ich trockenes Knoblauchgrün. Auf meinem Fensterbrett in der Küche steht über die Wintermonate immer ein Glas mit keimenden Knoblauch. Das Grün verwende ich unter anderem in Salaten. Die Schnur riecht auch im trockenen Zustand noch nach ihrem Ursprungsmaterial.

Aus der Küche

Verhungert bin ich in diesen Tagen nicht, selbst ohne einkaufen zu gehen. Schon einmal Kartoffelpüree mit Sellerie und Pastinaken probiert? Das passt überraschend gut und lässt sich auch gut als Rest aufbraten.

Das Raclette-Gerät war einige Male im Einsatz, doch es war dann auch gut, als die Reste im Backofen verarbeitet wurden. Sehr lecker.

Kartoffel-Champignon-Gratin

Von den pepparkakor liegen noch einige in einer Dose, aber von den anderen Plätzchen landeten die letzten auf meinen Hüften. Noch einmal lecker.

Lecker sah es auch in der Gemüsekiste aus, die ich mir als Schnupper-Abo habe liefern lassen.

Ohrwurm der Woche

Späßle, nee, mir ist das was ich habe genug. Jedes Besitztum braucht ja auch Sorge, also hau ich weiter raus, für das ich nicht mehr sorgen möchte. Ich habe 2025 einen gut gefüllten Haushalt meiner ältesten Lieblingsmenschen aufgelöst. Dabei lernte ich loszulassen und gleichzeitig Werte zu schätzen, die nicht abgestaubt werden müssen.

Macht’s gut und bleibt gesund


Verlinkt mit dem Samstagsplausch von Andrea Karminrot und beim Jahresprojekt 2025 von Andrea, die Zitronenfalterin.

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Kommentare

Liebe Karin,
Ich mag Ihren Blog sehr und finde schön, womit Sie sich befassen (Garten, Werken, Kochen, Kater). Dafür danke ich Ihnen und wünsche ein gutes und gesundes neues Jahr.
Herzliche Grüße
Karin (aus Ludwigsburg)

Vielen lieben Dank für das Vorbeischauen auf meinem Blog und die positive Rückmeldung zu meinen Inhalten! Das freut mich sehr1
Auch in diesem Jahr wird mir sicher etwas einfallen um weiterhin zu bloggen.
Viele liebe Grüße und auch dir/Ihnen ein gutes neues Jahr
Karin

Kartoffeln und -Püree gehen auch bei mir mir so manchem anderen Gemüse, lecker.
Schöne Momente, erfolgreiche, anstrengende und melancholische. Kein einfaches Jahr liegt hinter Dir. Ich hoffe, es wir auch ohne Jahresprojekt ein Jahr voller Projekte. Ich bin gespannt auf s Schnitzen. Tatsächlich möchte ich das auch gern testen!
Mit lieben Grüßen in das junge Jahr, mit viel Gesundheit und Kreativität
Nina

Es gibt noch einiges was ich ausprobieren und lernen möchte. Doch aktuell wird gestrickt und geschnitzt. Irgendwann in den nächsten Tagen sollte ich auch die Nähmaschine herausholen. Das jüngste Lieblingsmenschlein wächst und wächst. 😊
Vom neuen Jahr erwarte ich erst einmal gar nichts. Es kommt sowieso anders, als geplant. Was ich aber schon seit Wochen habe ist ein Konzertticket, für September. Hoffentlich vergesse ich es nicht, ist ja noch eine Weile hin.
Auch dir ein gutes, kreatives und gesundes Jahr,
mit vielen lieben Grüßen
Karin

Liebe Karin,
ja, die Böllerei nimmt immer mehr zu, zu allen Tages- und Nachtzeiten. Gestern habe ich auch unterschrieben.
Ich kann es mir vorstellen, wie schwer es für dich war, die schönen Momente des vergangenen Jahres zu lesen… Die Momente jeden Tag zu schreiben, finde ich aber auch wirklich eine Aufgabe.
Hab ein gutes Jahr, liebe Karin!
Alles Liebe!
Ingrid

Liebe Ingrid,
heute unterschrieb ich eine weitere Petition gegen das Geböller an Silvester. Ja, ich schaue mir gerne einmal ein Feuerwerk an, aber kein solches! Meine Kater haben es durch meine Anwesenheit gut verkraftet, anders die Wildvögel am Katzenkino. Diese finden sich erst seit heute wieder mehr ein. Kein Wunder, denn gestern und vorgestern flogen noch vereinzelt Knallkörper über das Schulgelände.
Schön war es dann, als mitten im Schneegestöber die Sternsinger an meiner Tür ankamen. Das gehört für mich zu Weihnachten und Neujahr dazu.
Ich wünsche dir ebenfalls ein gutes neues Jahr, mit Gesundheit und vielen schönen Momenten (ohne aufzuschreiben, denn das ist wirklich auf Dauer anstrengend)
Karin

Das ist schon komisch: Jahresende 2024 in München war furchtbar. Ab 17 h wurde bis weit ins Neue Jahr hinein gefeuerwerkt, so dass es einfach nur noch ätzend wurde. Diesmal: Eine Viertelstunde vor Mitternacht ging es los, auch richtig schön von zwei kleinen Gruppen auf dem großen Platz. Und nach einer halben Stunde war Ruhe, auch in der Nacht. War wohl zu eisig kalt….
Alles Gute nachträglich noch mal für dich!
Herzlich
Astrid

Die Kälte hier hatte niemanden der Ballermänner und -frauen davon abgehalten ihre private Pyrotechnik zu zünden. Wenn sich die Leute vernünftig verhalten würden und sich an einen Zeitrahmen hielten, könnte ich noch etwas Verständnis aufbringen. Am Neujahrstag war füllte ich die Vogelhäuser auf und in direkter Nachbarschaft knallte es schon wieder. Ich habe nun bei einer weiteren Unterschriftensammlung gegen privates Feuerwerk teilgenommen.
Ansonsten ist der Jahreswechsel in Ruhe verlaufen.
Noch einmal alles Gute für das neue Jahr an dieser Stelle, mit vielen lieben Grüßen
Karin

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